TEXTE UND UNTEESUCHÜNGEN
ZUR GESCHICHTE. DER
ALTCHRISTLICHEN LITERATUR
ARCHIV FÜR DIE VON DER KIRCHENVÄTER-COMMISSION
DER KGL. PREDSSISCHEN AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN UNTERNOMMENE
AUSGABE DER ÄLTEREN CHRISTLICHEN SCHRIFTSTELLER
HERAUSGEGEBEN VON
OSCAR VON &EBHAEDT und ADOLF HAEMCK
NEUE FOLGE. FÜNFTER BAND
DER GANZEN REIHE XX. BAND
LEIPZIG
J. C. HINRICHS'scHE BÜCHHANDLUNG
1901
■7• 5.0
Inhalt des fünften Bandes,
(Der ganzen Reihe XX. Band.)
Knopf, Rudolf, Der erste Clemensbrief untersucht und heraus-
gegeben. IV, 194 S. 1899.
Holl, Karl, Fragmente vornicänischer Kirchenväter aus den Sacra
Heft 1.
Heft 2.
Harnaok, Adolf, Die Pfaffschen Irenäus-Fragmente als Fälschungen
Pfaff's nachgewiesen. — Miscellen zu den apostolischen Vätern,
den Acta Pauli, Apelles, dem Muratorischen Fragment, den J> Heft 3.
Pseudocyprianischen Schriften und Claudianus Mamertus.
III, 148 S. 1900.
Schmidt, Carl, Plotin's Stellung zum Gnosticismus und kirch-
lichen Christentum. X, 90 S. 1900.
Schmidt, Carl, Fragmente einer Schrift des Märtyrerbischofs
Petrus von Alexandrien. 50 S. 1901.
Stählin, Otto, Zur handschriftlichen Überlieferung des Clemens
Alexandrinus. 8 S. 1900.
) Heft 4.
DER
ERSTE CLEMENSBRIEF
UNTERSUCHT UND HERAUSGEGEBEN
VON
Lic RUDOLF KNOPF
LEIPZIG
J. C. HINRICHS'scHE BUCHHANDLUNG
1899
TEXTE UND UNTERSUCHUNGEN
ZUR GESCHICHTE DER ALTCHRISTLICHEN LITERATUR
ARCHIV FÜR DIE VON DER KlßCHENVlTER-COMMISSION
DER KGL. PREÜSSISCHEN AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN UNTERNOMMENE
AUSGABE DER ÄLTEREN CHRISTLICHEN SCHRIFTSTELLER
HERAUSGEGEBEN VON
OSCAR V. GEBHARDT UND ADOLF HARNACK.
NEDE FOLGE. V. BAND, HEFT 1.
VOEWORT.
Die vorliegende Arbeit verdankt in allen ihren Teilen ihre
Entstehung Anregungen meines hochverehrten Lehrers Herrn
Prof. Adolf Harnack. Ferner bekenne ich dankbar, für die
litterarhistorische Untersuchung, die die letzten 40 Seiten aus-
füllt, mancherlei Förderung aus Wrede's schöner Monographie:
Untersuchungen zum ersten Klemensbriefe (Göttingen 1S91), em-
pfangen zu haben.
Für Unterstützung bei Erledigung der Correcturbogen bin
ich meinem Freunde Heinrich Weinel, Privatdozenten zu Berlin,
dankbar verbunden.
Lic. Rudolf Knopf.
INHALTSYERZEICHNIS.
Seite
Prolegomena 1
Vorbemerkung 1
I. Die Codices 2
IL Die Ausgaben 12
III. Die Textesgestaltungen und der Wert der einzelnen Zeugen 19
IV. Verwandtschaft und Genealogie der Texteszeugen .... ϋ4
V. Die Lücke in Α vö
VI. Clemens Alexandrinus als Texteszeuge 83
Excurs zu I Clem. 2i 85
Text 94
Anhänge zum textkritischen Apparate 149
Der litterarische Charakter des ersten Clemensbriefes 156
Prolegomena.
Yorbemerkung. '
Wie es bis Tor wenif^en Jahren noch schien, war der erste
Clemensbrief die längste Zeit hindurch, vom 6. bis zum 17. Jahr-
hundert, dem christlichen Abendlande vollständig unbekannt.
Zum erstenmale Avieder nach langem Zwischenräume wurde der
Westen mit ihm bekannt gemacht durch den grossen Uncial-
bibelcodex, den Alexandrinus. Dieser enthält aber die beiden
Clemeusbriefe nur unvollständig, verschiedene Blätter fehlen,
ausserdem ist auch der erhaltene Text an vielen Stellen ver-
stümmelt und unleserlich. Nur in dieser unzulänghcheu Form
war von 1633 bis 1875, also fast durch 250 Jahre, der Avichtigste
Teil der clementinischen Litteratur zugänglich, und man konnte
füglich keine allzu grossen Hoffnungen hegen, jemals noch die
Briefe vollständig zu bekommen. Da wurde unerwartet zu Ende
des Jahres 1875 die Patristik durch eine wertvolle Gabe der
anatolischen Kirche bereichert: Philotheos Bryennios, damals
Metropolit zu Serrä, gab in diesem Jahre aus einem von ihm
in Koustantinopel gefundenen Sammelcodex den vollständigen
Text der beiden Clemensbriefe heraus. Bald nachher, ungefähr
Mitte 1876, Avurde in Cambridge in einem syrischen Bibelcodex
eine vollständige syrische Übersetzung beider Briefe entdeckt.
Auf Grund dieser drei orientalischen Texteszeugen war es mög-
lich, den Text dieser zwei altchristlichen Urkunden in aus-
gezeichneter Weise herzustellen. Unerwartet aber fand sich nun
noch in der abendländischen Kirche, von der ja einst die Briefe
ausgegangen waren, eine alte lateinische Übersetzung des ersten
Clemensbriefes allein. Im Seminare zu Namur in Belgien ent-
deckte sie der Benedictiner Germain Morin in einem Sammel-
codex, der aus dem belgischen Kloster Florennes stammte.
Texte u. Untersuchungen. N. F. V, 1. 1
2 Knopf, Der erste Clemensbrief.
Damit war erstens die bisher herrschende Ansicht, dass die
Clemensbriefe vor dem 17. Jahrh. nicht ins Lateinische übersetzt
worden, mithin dem Occident gänzlich unbekannt geblieben
seien, wenigstens für den ungleich wichtigeren und umfang-
reicheren ersten Clemensbrief widerlegt, sodann aber ward ims
noch ein vierter wertvoller Texteszeuge für I. Clem. geschenkt,
der die bisherige schon an sich sehr gute Überlieferung im
grossen und ganzen bestätigt, eine Reihe zweifelhafter Stellen
entscheidet und an einigen Stellen allein die in den andern
Überlieferungsgestalten entstellte ursprüngliche Lesart erkennen
lässt. Hauptzweck der vorliegenden Arbeit ist es, die lateinische
Übersetzung in Verbindung mit der syrischen und den beiden
griechischen Codices zur Herstellung des uns — bis jetzt —
erreichbaren ältesten Textes zu verwenden, sowie das Material,
das uns der neue Zeuge für die Beurteilung des Wertes und
der Verwandtschaft der einzelnen Zeugen liefert, zu benützen.
I. Die Codices.
1. Der Codex Alexandrinus.
Der am längsten bekannte Texteszeuge für I. Clem. ist der
Codex Alexandrinus, die griechische Bibel enthaltend. Seine
Geschichte ist in den Hauptzügen bekannt. Er ist höchst wahr-
scheinlich in Ägypten entstanden, wie aus einzelnen Buchstaben,
die die ägyptische Form der griechischen Uncialen aufweisen, zu
entnehmen ist. Dem Inhaltsverzeichnisse auf dem ersten Blatte
des Codex ist in arabischer Sprache eine Bemerkung beigefügt,
die behauptet, der Codex sei von der Hand der Märtyrerin Thekla
geschrieben, eine Behauptung, die im lateinischen Begleitschreiben
des Cyrill, das ebenfalls dem ersten Bande des Codex vor-
geheftet ist, noch etwas ausführlicher wiederholt wird. Wenn
dieser Tradition irgendwelche Beachtung zu schenken ist, so
wird vielleicht aus ihr zu schliessen sein, dass der Codex in
einem Kloster der heiligen Thekla — in welchem, ist ungewiss
- — geschrieben wurde.
Was die Zeit seiner Entstehung anlangt, so wird er von
ProlegomeiKi. Ι. Die Codices. ;}
den meisten Sachverständigen ins 5. Jahrli. gesetzt. So urteilen
Tischendori, Gregory, Tregelles, Scrivener u. a., Scrivener wäre
sogar geneigt, u. U. die Handschrift ins 4. Jahrh. zu setzen,
während umgekehrt Hilgenfeld sie dem 6. Jahrh. zuweist. Im
Jahre 1098 wurde der Codex dem alexandrinischeu Patriarchen-
stuhle zum Geschenke gemacht. Doch ist das Datum nicht
ganz sicher, es beruht auf einer späten lateinischen Notiz im
Codex aus der 2. Hälfte des 17. Jahrh.: Donum datum cubiculo
Patriarchali anno 814 Martyrum + A. D. 284 = 1098; aus einer
andern Eintragung scheint + 1300 als terminus ad quem für
die Dedicatiou der Handschrift an das Patriarchat hervorzu-
gehen.
Λ"οη dem alexandrinischeu Aufenthalte her führt der Codex
seinen Namen. Mit Cyrillus Lukaris, der seit 1602 Patriarch
von Alexandrien war, wanderte der Codex im Jahre 1621, als
Cyrill Patriarch von Konstantinopel wurde, zu dem neuen Sitz
des Kirchenfürsten. Von Konstantinopel aus gab 1628 der näm-
liche Patriarch die Handschrift der englischen Gesandtschaft
unter Thomas Roe als Geschenk an Karl I. mit. In London
bildete der Alexandrinus zunächst durch mehr als °j^ Jahr-
hunderte einen Bestandteil der königlichen Bibliothek, bis er
1757 ins Britische Museum gebracht wurde, wo er auch gegen-
wärtig noch aufbewahrt wird.
Der Codex, mit deutlichen, zierlichen üncialen in scriptio
continua auf Pergament in Folio, die Seite zu je 2 Columnen
mit durchschnittlich 50 Zeilen in der Columne geschrieben, um-
fasst auf 773 Blättern, die in vier Bände geteilt sind, das alte
und das neue Testament. Die drei ersten Bände enthalten die
LXX, der vierte umfasst die neutestamentlichen Bücher. Sigel
der Handschrift ist bei den Textkritikern der LXX und des neuen
Testamentes der Buchstabe Α (Alexandrinus). Von den vier
Bänden des Codex interessiert uns hier nur der letzte. Er zählt
143 Blätter, die den eigentlichen Text enthalten. Ausserdem
sind mehrere Blätter vorgeheftet, von denen eines in ganz junger
Hand mit lateinischer Cursivschrift das Inhaltsverzeichnis des
Bandes enthält: Evangelien, Apostelgeschichte, katholische Briefe,
Paulusbriefe und die beidpn Clemensbriefe. Aus dem viel älteren
griechischen Inhaltsverzeichnisse vor dem ersten Bande geht in-
dessen hervor, dass ursprünglich hinter den Clemensbriefen noch
1*
4 Knopf, Der erste Clemensbrief.
die 18 Salomopsalmen standen. Der Schluss dieses Inhaltsver-
zeichnisses lautet nämlich:
ΛΠΟΚΛΑγλ^ΊΟ [ICÜA]NNO^
KAHHeNTOC e[niCT]OAH Α
KAHMGNTOC θ[ΠΙΟΤΟΑ]Η Β
[ΟΜ]θγ BIß AI Α [ ]
λΙ^ΑΑΜΟΙ COAOMCÜNTOC
IH
Die letzten Blätter des Codex, von fol. 170 an (nach alter
Zählung), die den Text von IL Clem 12 5 {τοντο /.βγει κτλ.) bis
Schluss sowie die Salomopsalmen enthielten, sind verloren ge-
gangen. Aber nicht nur am Schlüsse haben wir den Verlust
einiger Blätter zu beklagen, sondern auch an anderen Stelleu
des Bandes zeigen sich bedauerhche Lücken. So fehlen im
Texte des neuen Testamentes Mt li — 25 g, Joh. 650—852, 2. Cor.
4 13 — 12 7, und noch viel schlimmer ist es dem Texte des• ersten
Clemensbriefes ergangen. Der Brief folgt, wie schon erwähnt,
der Johannesapokalypse. Er beginnt auf fol. 159^ col. I. Der
erhaltene Teil umfasst neun Blätter und eine Columne, so dass
der Brief mit Blatt 168* col. I endet. Die Überschrift ist zum
Teil unleserlich, sie lautet:
. . . cKOf iNGioyc a;
Die Unterschrift ist vollkommen deutlich:
XAHMeNTOC nfOC )<0
flNGlOyC eniCTOAH
A.
Im Texte des Briefes ist zunächst eine grosse Lücke durch
den Verlust eines ganzen Blattes entstanden, das zwischen
foL 167 und foL 168 ausfiel: c. 57 g bis c. 634 [ται. ccv&^ ών
αοηνεΰοαι λο . .] fehlen. Sodann sind durch Abnützung der inneren
Ecken an vielen Stellen Wortteile oder ganze AVörter ausgefallen.
Dasselbe ist auch öfters mitten in den Blättern geschehen; von
dem spröde gewordenen Pergamente sind die Buchstaben abge-
sprungen, oder das Pergament ist schadhaft und löcherig ge-
worden, und es haben sich so zahlreiche Lücken gebildet. End-
lich hat der unvorsichtige Gebrauch von Gallustinktur durch den
Prolegomena. 1. Die Codices. 5
ersten Herausgeber Patrik Young grosse schwarze Fleckeu in
der Handschrift hinterlassen, so dass ganze Partien unleserHch
geworden sind; besonders fol. 159S 162^ 163^ 16δ^ 166^ 167*^
sind durch dies Verfahren sehr stark mitgenommen worden.
Ahnliches gilt von Π. Clem., um auch diesen zu erwähnen:
schadhafte Stellen, Lücken, Flecken machen den erhaltenen Text
lückenhaft, ferner fehlt, wie oben bemerkt, c. 12 5 ff. In solchem
Zustande ist der älteste und bis vor kurzem einzige Texteszeuge
erhalten.
2. Der Codex Constantiuopolitanus.
Die lauge Zeit hindurch so mangelhafte Kenntnis des
Clemenstextes wurde unvermutet durch ein Ende 1875 erschie-
nenes Buch des schon erwähnten Patriarchen Bryennios vervoll-
ständigt. Der Band trägt den Titel: Τον Iv αγίοις πατρός τ/μών
Κλ//μεντος επιοκόττου ''Ρώμης αί όνο προς Κορίν&ίονς έπιοτο-
λαί. Έκ γειρογράφον της εν Φαναρίω Κίονοταντινονπόλεως
βιβλίοϋ^/'/κης τον Παναγίον Τάφον ννν πρώτον εκδίδόμεναι
πλι'ιρεις νπο Φιλοΰ^έον Βρνεννίον .... Έν Κωνοταντι-
νονπόλεί 1875.
Der Sammelcodex, dem Bryennios den Text seiner wert-
vollen Edition entnahm, war Nr. 456 der dem jerusalemer Pa-
triarchate gehörenden ..Bibliothek des heiligen Grabes" zu Kon-
tantinopel. Gegenwärtig wird der Codex in Jerusalem aufbewahrt
als No. 54 der Heiligeograbes-Bibliothek. Die Handschrift ist
auf Pergament in Oktav (19 cm : 15 cm) mit CursiA^schrift ge-
schrieben, sie enthält auf ihren 120 Blättern zu durchschnittlich
je 23 Zeilen, die in einer Columne stehen, eine Reihe von
höchst wichtigen Litteraturdenkmalen der ältesten* Christenheit.
Der Inhalt des Codex ist folgender:
fol. 1^—32^ die αννοψις της παλαιάς όιαΰ-ηκης von Jo-
hannes Chrysostomus.
fol. 33* — Sl*' der Barnaba.sbrief,
fol. 51^ — 70* der erste Clemensbrief,
fol. 70* — 76* der zweite Clemensbrief,
fol 76*— SOb die Didache,
fol. 81*— 82* Brief der Maria von Kassobola an Ignatius
von Antiochien,
fol. S2* — 120* die Ignatiusbriefe in der interpolierten
β Enopf, Der erste Clemensbrief.
Sammlung imd zAvar in der Reihenfolge: an Maria, an die
Trauen ser, an die Magnesier, \m die Tarsener, an die Philipper,
an die Philadelphier, an die Smyrnäer, an Polykarp, an die An-
tiochener, an Heron, an die Eplieser, an die Römer.
Abfassiingszeit imd Schreiber der Handschrift sind uns be-
kannt. Eine Notiz auf dem letzten Blatte des Codex — sie ist
in der Clemensausgabe des Bryennios facsimiliert wiedergegeben
— belehrt uns, dass der Band Dienstag, den 1 1. Juni des Jahres
0564 (der byzantynischen Ära = 1056 n. Chr.) von der Hand des
Schnellschreibers Leo beendet wurde \^Ετίλειο)ϋ•η μηνΐ %vvico
εις τας la. ημέραν γ . Ινδ. ϋ^ . ετονς Οτφξο'. χειρί Λέοντος νο-
ταρίον καϊ αλείτον]. Geschrieben wurde der Codex wohl in
Konstantinopel, und er bildete sicher schon seit geraumer Zeit
einen Bestandteil der Phanarbibliothek des Jerusalemer Patri-
archates. Sonst ist von seinen Schicksalen nichts bekannt.
Als Sigel des Codex hat Bryennios und, ihm folgend,
Hilgenfeld den Buchstaben I gebraucht (ΐεροοολυμιτικός). Diese
Bezeichnung hat jetzt, wo die Handschrift sich auch thatsäch-
lich in Jerusalem befindet, an Berechtigung gewonnen. Dennoch
habe ich, Gebhardt-Harnack und Lightfoot folgend, das Sigel
C (Constantinopolitanus) gewählt, denn in Konstantinopel ist der
Codex wohl die längste Zeit gewesen, und dort wurde er auch
gefunden. Ein photographisches Facsimile der die Clemensbriefe
enthaltenden Codexblätter hat Lightfoot am Schlüsse seiner
Clemensausgabe gegeben.
3. Der syrische Codex.
Wenige Monate nach dem Erscheinen von Bryennios' Edi-
tion, am 17. Juni 1876, teilte R. L. Bensly gleichzeitig in
„Academy" und „Athenaeum" mit, dass er in einer kürzlich von
der Cambridger Universitätsbibliothek erstandenen syrischen
Bibelhandschrift eine vollständige syrische Übersetzung der
beiden Clemensbriefe entdeckt habe. Der betreffende Codex
hatte zur Privatbibliothek des verstorbenen Pariser Orientalisten
Julius Mohl gehört, aus dessen Nachlasse ihn die Cambridger
Universitätsbibliothek erwarb. Bensly hatte in seiner Ankündi-
gung versprochen, die syrische Übersetzung der Clemensbriefe
möglichst rasch erscheinen zu lassen, indessen ist die Veröffent-
Prolegomena. Ι. Die Codices. 7
lichung bis jetzt noch nicht erfolgt, Bensly selbst ist inzwisclien
gestorben. Doch hat Lightfoot für seine letzte Ausgabe der
beiden Clemensbriefe den Text von S (mit diesem Sigel bezeich-
nete er den Syrus) unter dem Beistande Benslys sorgfältig
untersucht und seine Lesarten verzeichnet. Auch hat der näm-
liche Gelehrte im 1. Bande der Edition eine genaue Beschreibung
der Handschrift gegeben. Den Angaben Lightfoots ist folgendes
zu entnehmen.
Der Codex [Signatur: Add MSS 1700 der Cambridger Uni-
versitätsbibliothek] ist eine Pergamenthandschrift, 24 : 16 cm, jede
Seite hat zwei Columnen von durchschnittlich 38 Zeilen. Den
Inhalt des Bandes bildet das neue Testament und zwar in der
Charklensischen Recension der Philoxeniana. Die ßeihenfolge
der Bücher ist:
1. Die vier Evangelien; daran angehängt die Leidens-
geschichte, δια τεϋΰάρων dargestellt;
2. Apostelgeschichte und katholische Briefe. Am Schlüsse
dieser Abteilung, hinter dem Judasbriefe, stehen L u. IL Clem.;
3. Die Paulusbriefe samt dem Hebräerbriefe, der den
Schluss bildet.
Die Apokalypse fehlt. Die drei angeführten Abteilungen
sind deutlich voneinander getrennt, jede derselben hat ihre
eigene Unterschrift und ein eigenes Lectionenverzeichnis. Auf
der Columne b der letzten Seite des Manuscripts steht eine
längere Unterschrift zum ganzen Buche. Sie belehrt uns, dass
die Handschrift auf Kosten und zu Nutzen des keuschen Mönches
und frommen Priesters in der Stadt Edessa, Rabban Basil, ge-
nannt Bar Michael, von dem Mönche Sahda im Kloster der
Mönche des heiligen Berges zu Edessa geschrieben wurde. Als
Zeitpunkt der Vollendung der Handschrift gibt die Unterschrift
das Jahr 14S1 der Griechen (d. h. der Seleucidenära) an, das dem
Jahre 1169/70 n. Chr. entspricht.
Über die Schicksale der Handschrift ist absolut nichts be-
kannt. Höchst merkwürdig ist nur, dass die Entdeckung nicht
schon früher gemacht wurde.
Die Clemensbriefe stehen mit Apostelgeschichte und katho-
hschen Briefen in der nämlichen Abteilung, die Lectionenein-
teilung geht durch alle diese Schriften gleichmässig hindurch.
Der Abschreiber wenigstens hat beide Briefe für kanonisch an-
8 Knopf, Der erste Clemensbrief.
gesellen und auch wahrscheinlich, wie aus der gemeinsamen
Unterschrift am Ende zu schliessen ist, gemeint, dass sie schon
in der Philoxeniana mit übersetzt und auch durch Thomas von
Charkel mit recensiert worden seien. Doch ist diese Annahme
falsch. Vornehmlich zwei Gründe sprechen dagegen: 1. Die
Übersetzung der Clemensbriefe ist anders geartet als die philo-
xenianisch-charkleusische Bibelübersetzung. 2. Jede der drei
grossen Abteilungen, Evangelien, Apostelgeschichte u. katholische
Briefe, Paulusbriefe, hat ihre eigene Unterschrift, die den Tradi-
tionsbericht hinsichtlich der Übersetzung und der Recension
bringt. Die Clemensbriefe, die in der mittleren Abteilung stehen,
entbehren jeder Unterschrift, denn die Unterschrift zur zweiten
Abteilung steht bereits hinter dem Judasbriefe. Die Tradition
wusste nichts über die Verbindung der Clemensbriefe mit der
syrischen Bibelübersetzung.
Die Clemensbriefe sind also kein ursprünglicher Bestandteil
des philoxenianisch-charklensischen neuen Testamentes gewesen,
sondern scheinen erst später, und zwar offenbar ganz vereinzelt,
der syrischen Bibel• einverleibt worden zu sein. Ausser unserm
Codex lässt sich kein anderes direktes oder indirektes Zeugnis
für kanonische Wertung der Clemensbriefe in der syrischen
Kirche nachweisen. Wann, wo und von wem die Übersetzung
angefertigt wurde, lässt sich nicht sagen. Bensly meint, sie sei
aus der Schule des Jakob von Edessa, gestorben 1019 d. Gr.
(= 708 n. Chr.). Auf jeden Fall bildet sie einen Teil der
reichen syrisch-christlichen Nationallitteratur, die sich die mono-
physitische Kirche Syriens durch Übersetzungen aus dem Grie-
chischen herstellte.
4. Die lateinische Übersetzung.
Zu den drei orientalischen Texteszeugen trat in unserm
Jahrzehnte noch ein vierter, ein abendländischer. Am An-
fang des Jahres 1894 liess der Benedictiner Germain Moriu in
Maredsous als zweiten Band seiner Sammlung: Anecdota Mared-
solana ein Buch erscheinen unter dem Titel: Sancti Clementis
Romani ad Corinthios epistulae versio latina antiquissima. Morin
entjiahm den Text seiner Veröffentlichung einem Codex, den er
Ende 1893 in der Bibliothek des Priesterseminares zu Namur
ProlegomeDa. Ι. Die Codices. g
gefunden hatte. Der Band hatte ursprünglich einen Teil der
Klosterbibliothek von Florennes gebildet, wie aus dem Titel auf
dem ersten Blatte hervorgeht: Liber Sancti Johannis Baptiste
Florinensis Cenobii. Die Handschrift stammt aus dem 11. oder
Anfang des 12. Jahrhunderts und besteht aus 127 Pergament-
blättern, 30-5 cm: 21 cm. Die einzelnen Seiten sind mit je einer
Columne von durchschnittlich einigen 30 Zeilen beschrieben. Der
Inhalt des Codex, der wie C ein Sammelcodex ist, umfasst
folgende Stücke:
1. Praefatio Rufini in historia Clementis papae.
2. Die 10 Bücher der historia Clementis papae (d. h. die
Recognitiones).
3. Epistola beati Clementis ad Jacobum fratrem Domini.
4. Epistola Clementis ad Corintios.
5. Libellus Bedan presbyteri de locis sanctis.
H. Die passio s. Longini (dies letzte Stück der Sammlung
ist von anderer Hand als die vorhergehenden geschrieben).
Der eigentümliche Inhalt des Codex, zusammengehalten mit
der Nachricht, dass er einst Eigentum des Florinensis cenobii
gewesen sei, gibt eine Handhabe, einige Vermutungen über die
Entstehung der Handschrift aufzustellen (vgl. Harnack in den
Sitz.-Ber. der k. preuss. Akademie der Wissenschaften zu Berlin
1894 S. 261 ff. u. S. 601 ff.). Das Kloster von Florennes wurde
von Gerhard (Rheimser Kanonikus, seit 1012 Bischof von Cam-
brai) zu Beginn des 11. Jahrh. gegründet und der Leitung des
Abtes Richard von Verdun, eines berühmten Hauptes der clu-
niacensischen Reformpartei, unterstellt. Unsere Handschrift nun
gehört wahrscheinlich dem 11. Jahrh. an. Wenn dem so ist,
dann ist sie nicht viel später als das Kloster selbst entstanden.
Ja, es sind Zeichen vorhanden, die den Codex, oder aber seine
Vorlage, direkt mit dem Abte Richard in Verbindung bringen.
Erstens steht es fest, dass im Gegensatz zu den ungebildeten,
weltlich gesinnten Klerikerkreisen die Männer der Reform in
löblichem Eifer auf Hebung der Bildung in den Klöstern ihres
Machtbereiches bedacht waren. Dazu war aber vor allen Dingen
die Beschaffung einer Bibliothek nötig. Weiter: Der Codex
stellt in seinem überwiegenden Teile ein Corpus Clementinum
dar, von seinen 127 Blättern enthalten über 116 nur Clementina.
Clemens aber, jener sagenhaft verherrlichte Papst der Christ-
10 Knopf, Der erste Clemensbrief.
liehen Urzeit, ist samt seineu Collegen der nämlichen Periode mit
Vorliebe in den Reformkreisen gefeiert worden. Die Thatsache
also, dass wir hier eine deutliche Zusammenstellung clementi-
nischer Litteratur haben, weist entschieden auf einen Mann der
Reform als den Urheber der Sammlung hin. Endhch ist noch
folgendes zu beachten: Auf den letzten Blättern des Codex steht
der Libellus Bedan presbyteri de locis sanctis und die passio
Longini. Die erste Schrift enthält palästinensische Geographie
und Archäologie, die zweite eine palästinensische Märtyrer-
legende. Beide also führen uns ins heilige Land. Nun wissen
wir aber, dass Richard von Verdun in der That eine Kreuzfahrt
unternommen hat (c. 17 ff. der Vita Richardi ed. Wattenbach in
den Monumenta Germaniae, Script. XI p. 280 — 290). — Auf
Hebung der Bildung bei seinen Mönchen musste Richard bedacht
sein, Clemens und das heilige Land waren sicher zwei Brenn-
punkte seines Interesses: so wird es sehr wahrscheinlich, dass
der Coijex oder wenigstens seine direkte Vorlage, die die näm-
lichen Stücke umfasste, auf Richards Anweisungen zusammen-
gestellt wurde. Soviel lässt sich über die Entstehung der Hand-
schrift mutmassen. Sonst ist von ihrer Geschichte nichts bekannt,
auch nicht, wann und wie sie an ihren gegenwärtigen Aufent-
haltsort kam.
Bemerkenswert ist nur noch, dass Avir den lateinischen
Clemensbrief noch in einem andern alten belgischen Kloster
nachweisen können. Der Katalog des Klosters Lobbes, der im
Britischen Museum aufbewahrt wird und aus dem Jahre 1049
datiert ist, zählt die vetus Latina des Clemensbriefes mit noch
einigen anderen altkirchlichen Werken (aber nicht denselben wie
im Florennes'schen Codex) als in einem Bande vereinigt auf.
Da die Clemensübersetzung oftenbar im Abendlande ziemlich
selten war, da die beiden Klöster, Florennes und Lobbes, nahe
bei einander liegen, da endlich auch die Zeit, in der unsere
Übersetzung in den Bibliotheken beider nachzuweisen ist, die
nämliche ist, so scheint die Annahme nicht abzuweisen, dass
beide Abschriften der altlateinischen Übersetzung des ersten
Clemensbriefes in nahem genealogischen Verhältnisse stehen.
Sollten sie im ersten Grade mit einander verwandt sein, so wird
wohl die Paternität dem Lobbes'schen Codex zuzuerkennen sein,
weil dieser den Clemensbrief ganz losgelöst aus der so natür-
Prolegomena. Ι. Die Codices. lU
liehen Verbindung mit den Recognitionen bietet, während die
Florennes"sche Handschrift diese Verbindung aufweist. Es ist
viel -wahrscheinlicher, dass der Zusammensteller des letzteren
Codex, sammelnd, die ihm erreichbaren Stücke der clementinischen
Litteratur zu einem Corpus vereinigte, als dass der Abschreiber
von Lobbes die Verbindung des Clementinum zerriss. Den Codex
Lobiensis werden wir wohl nie für die vetus Latina zum
1. Clemensbriefe verwenden können; die Bibliothek dieses Klosters
ist zum grössten Teile durch einen grossen Brand 1546 ver-
nichtet worden. Nicht ausgeschlossen aber ist die Hoffnung,
dass sich noch in einem anderen belgischen oder nordfranzösischen
Kloster eine Handschrift unserer Übersetzung findet.
Das einzig wertvolle Stück des Codex Florinensis ist das
vierte, eben unsere epistola Clementis ad Corintios. Sie beginnt
in der Handschrift auf Fol. 104 b unten (c. I2 enim e peregre
steht bereits auf dem folgenden Blatte) und endet Fol. 117 a
bald nach der Mitte der Seite, umfasst also 25 Seiten der Hand-
schrift. Der Text der Übersetzung ist vollständig erhalten, ab-
gesehen natürlich von kleineren Auslassungen, die der Unacht-
samkeit der aufeinanderfolgenden Abschreiber zur Last fallen.
Der Text ist leicht zu lesen, keine einzige Stelle ist verwischt,
befleckt oder durch Zerstörung des Pergamentes unleserlich.
Morin hat in seiner Ausgabe sich im allgemeinen streng an die
von der Handschrift gebotene Textesgestalt gehalten, nur ganz
offenkundige, sinnlose Schreibfehler hat er verbessert, im übrigen
aber alle Souderlichkeiten, orthographische Inconsequenzen (die
sehr zahlreich sind) beibehalten. Seine Abweichungen vom
überlieferten Texte hat er sorgfältig angegeben, desgleichen die
Correcturen erster und späterer Hand, die .sich in der Hand-
schrift finden, so dass man aus seiner Ausgabe ein genaues Bild
der Textesüberlieferung gewinnt,
Sigel dieses jüngst entdeckten abendländischen Texteszeugen
möge, in Consequenz der Lightfootschen Bezeichnung des Syrers,
der Buchstabe L (Latinus) sein.
12 Knopf, Der erste Clemensbrief.
IL Die Ausgaben.
In der Gescliichte der Ausgaben des L Clem. bildet das
Jahr 1875, das zum erstenmale einen zweiten Texteszeugen und
einen vollständigen Text brachte, den AVendepunkt. Vor Bry-
ennios hatten es die Herausgeber mit einem unvollständigen und
auch in dem, was erhalten war, vielfach verstümmelten und
lückenhaften Texte zu thun gehabt. Diese Ausgaben sind natür-
lich durch die neueren Funde veraltet und haben nur ein rein
historisches Interesse. Der Conjectur, der naturgemäss bei der
Textesbeschaffenheit von Α ein weites Feld gegeben war, bedarf
es nun nicht mehr, oder vorsichtiger ausgedrückt: so wie der
Text jetzt von unseren vier Zeugen dargeboten wird, ist darin
keine Stelle vorhanden, die uns zwingend zur Conjectur nötigte.
Eine geringfügige Ausnahme bildet höchstens 4δΰ εϊπωμεν, wo
S εϊπω, Α εϊπομεν, L ebenfalls είπομεν (dicimus), C εϊποιμεν
hat (33? bleibe ich bei ϊόωμεν, das alle Texteszeugen haben).
Die beiden Clemensbriefe haben, wie dies bei dem Stande
der Überlieferung natürlich war, auch vor 1875 im allgemeinen
dieselben Ausgaben erlebt. Nur wenige Herausgeber haben sich
vor Bryennios damit begnügt, den im Codex Α vollständiger
erhaltenen I. Clem. allein zu edieren, weitaus die meisten haben,
wenn auch teilweise nur unter dem Titel von fragmenta und
reliquiae die in Α erhaltenen Teile des zweiten Briefes mit
herausgegeben. Das Verzeichnis der Editoren, bis zum Jahre 1875
fortgeführt, ist bei Gebhardt-Harnack, Patr. apost. opera fasc. I
part I ed. II, 1876 pag. XVIII f zu finden. Ausführlicher hat
Hilgenfeld die vor seiner zweiten Edition erschienenen Ausgaben
charakterisiert in Clementis Romani Epistulae (Nov. Test, extra
canonem receptum) ed. II 1876 pag. Xlllff. Über alle Ausgaben,
auch die nach Bryennios erschienenen, gibt Lightfoot im ersten
Bande seines S. Clement of Rome, London 1890, pag. 400—405,
Rechenschaft unter dem Titel: The printed text and editions.
Die zahlreichen Editionen vor Bryennios beruhen nur zum
Teile auf selbständiger EntziÖ'erung des Codex Α durch die
Herausgeber, die meisten der letzteren begnügten sich damit,
die Ausgaben von Vorgängern, mehr oder minder durch eigene
Conjecturen verbessert, herauszugeben. Alle Editionen zwischen
ProlegomeDa. II. Die Ausgaben. 13
Junius und Bryennios anzuführen, ist unnötig, sie können an
den angegebenen Orten nachgesehen werden. Hier mögen im
folgenden nur diejenigen Herausgeber erwähnt werden, die durch
eigene Beschäftigung mit dem Codex Α eine allmählich wachsende,
auf positiver Grundlage beruhende Kenntnis des Textes ver-
mittelten.
Die editio princeps des I. Clem. erfolgte, wie schon erwähnt,
durch Patrik Young: Clementis ad Corinthios epistola prior. Ex
laceris reliquiis vetustissimi exemplaris Bibliothecae Regiae eruit,
lacunas explevit, Latine vertit et notis brevioribus illustravit
Patricius Junius. Oxonii 1633. Young hatte die Handschrift
für seine Verhältnisse geschickt gelesen und die Lücken im Texte
mit recht guten eigenen Conjecturen ausgefüllt, die er durch
roten Druck kenntlich machte. Leider hat er aber infolge des
erwähnten Gallustincturverfahrens seinen Nachfolgern eine sehr
verschlechterte Handschrift hinterlassen. Um die immerhin zahl-
reichen, bei einer editio princeps entschuldbaren Fehler der
Young'schen Ausgabe zu verbessern, verglichen Mill und Grabe
den Codex aufs neue. Auf Grund ihrer Collationen und nach
eigener mehrmaliger Vergleichung Hess Wotton 1718 zu Cam-
bridge die Clemensbriefe aufs neue erscheinen. Die Ausgabe ist
sehr sorgfältig gearbeitet, mit ausführlichem Commentare ver-
sehen, der Anmerkungen von Young, Cotelerius und Bois bringt.
Wotton wollte, soweit der Text erhalten und lesbar war, nur
diesen wiedergeben, und zwar Buchstaben für Buchstaben, bloss
die Abkürzungen löste er auf und offenbare Verschreibungen,
orthographische Fehler u. ä. verbesserte er. Die nun schon mit
einem ziemlichen Grade von Genauigkeit entzifferte Handschrift
nahm in unserem Jahrhundert Jacobson aufs neue vor und ver-
wandte die Ergebnisse dieser Durcharbeitung für den Clemens-
text in seiner Ausgabe des Clemens, Ignatius und Polykarp:
S. Clementis Romani, S. Ignatii, S. Polycarpi, Patrum aposto-
licorum, quae supersunt. Oxon. 1838 (2. Ausgabe 1840, 3. 1847,
4. 1863).
Für die EntzifiFerung der Handschrift war durch die Be-
mühungen der genannten Männer schon viel gethan. Um nun
aber auch weiteren Kreisen eine klare Anschauung von dem
Aussehen und der Beschaffenheit der Clemenspartien im Codex Α
zu verschaffen und zugleich der Textkritik ein wertvolles Werk-
14 Knopf, Der erste Clemensbrief.
zeug an die Hand zu geben, sahen sich die Curatoren des Briti-
schen Museums auf ein Memorandum von Oxforder und Cam-
bridger Professoren hin veranlasst, Sir Frederick Madden mit der
photographischen Vervielfältigung der betreffenden Blätter des
Codex Α zu beauftragen. Die Photographieen erschienen 1856
unter dem Titel: Photographic Facsimiles of the remains of the
epistles of Clement of Rome. Allein diese photographische Ver-
vielfältigung ist ziemlich unbrauchbar. Tischendorf, der 1865 in
London eines von den wenigen Exemplaren dieser Ausgabe zum
Geschenke erhielt, berichtet (in der Vorrede zum Appendix),
dass uon tam litteras photographus quam maculas reddiderit.
Unde factum est, iit de undecim foliis illis paginae novem maculis
nigris plus minus deformatae ex manibus photographi prodirent,
quattuor vero paucis exceptis ad eruendam scripturam adhiberi vix
possent. Die Gallusflecken erscheinen auf der Photographie ganz
schwarz, so dass auch Partien, die in der Handschrift selbst
durch die Flecken hindurch zn erkennen sind, in der Wiedergabe
absolut nicht zu lesen sind. Um ein brauchbareres Facsimile
herzustellen, liess Tischendorf die die Clemensbriefe enthaltenden
Codexblätter, mit facsimiiierten Typen gedruckt, zu Leipzig 1867
erscheinen, und zwar als Teil seines Appendix Codicum Celeber-
rimorum Sinaitici, Vaticani, Alexandrini. Tischendorfs geübten
Augen war es gelungen, noch eine ganze Reihe bisher über-
sehener Abweichungen des Codex von den Ausgaben zu ent-
decken und im Facsimile zur Darstellung zu bringen, sowie an
einigen bisher noch nicht entzifferten Stellen den Text trotz
aller Schwierigkeit herauszulesen. Einzelne Versehen und Über-
sehen, die im Texte des Facsimiles nicht mehr zu ändern waren,
stellte er in der Vorrede nachträglich richtig.
Inzwischen hatte Lightfoot den Codex durch Vansittart noch
einmal gründlich vergleichen lassen und das Ergebnis der Colla-
tion dann mit dem Texte des Tischendorf'schen Appendix
zusammengehalten. Für die Fälle, in denen die beiden differierten,
verglich Lightfoot selbst nochmals die Handschrift genau. Das
Ergebnis seiner Bemühungen legte er im Texte seiner ersten
Ausgabe von S. Clement of Rome (London 1869) nieder.
Tischendorf gab daraufhin repetitis curis den Clemenstext
von Α nochmals heraus : Clementis Romani Epistulae (Leipzig 1 873).
Die Differenzen, die nun noch zwischen ihm und Lightfoot
Prolegomena. II. Die Ausgaben. 15
bestanden, machte Wriglit zum Gegenstande einer neuen Unter-
suchung. Die Ergebnisse dieser, sowie einer wiederholten eigenen
Vergleichung konnte Lightfoot noch in seinem Appendix von
1S76 verwenden und in seiner posthumen zweiten Ausgabe des
S. Clement of Rome, die 1890 zu London erschien, ist das ab-
schliessende Resultat seiner Bemühungen hinsichtlich des Codex Α
mit niedergelegt. Über Tischendorf und Lightfoot hinaus wird
%vohl nichts mehr zur Entzifferung der oft schwer zu lesenden
Handschrift gethan werden. Durch die Bemühungen dieser
beiden Männer ist die Textesgestalt des L Clem. (und auch des
11. Clem., soweit dieser erhalten), wie sie der Codex Α bietet,
endgiltig festgestellt worden. Nachträglich ist noch zu erwähnen,
dass nun auch der berechtigte Wunsch nach einem guten Fac-
simile in Erfüllung gegangen ist. λ^οη englischer Seite her ist
ein vortreffliches Facsimile, und zwar des gesamten Codex Α
(Α. Τ. u. Ν. Τ.), in vier Bänden erschienen: Facsimile of the
Codex Alexandrinus, London 1879 ff. Published bj order of the
Trustees and sold at the British Museum. Band IV, der zuerst
erschien, enthält N. T. und Clemensbriefe.
So war durch die sich ablösende Arbeit von Generationen
die Textesgestalt, die der einzige Zeuge bot, ermittelt, als das
Jahr 1875 die Clemensedition des Bryennios brachte. Abgesehen
davon, dass jetzt die noch fehlenden Partien der Clemensbriefe
beigebracht waren, wurde nun erst die Möglichkeit gegeben,
die Ausgaben nicht mehr nur durch immerhin individuelle und
stets unsichere Conjecturen von einander abweichen zu lassen,
sondern ihnen durch prinzipielle Stellung zu den Textzeugen
eine verschiedenartige Ausgestaltung zu geben. Darum gewinnt
von jetzt ab jede einzelne Ausgabe erhöhtes Literesse. Im
folgenden sollen diese Editionen seit Bryennios aufgeführt und
kurz charakterisiert werden.
Bryennios selbst hatte mit seiner Edition keinesAvegs eine
einfache Wiedergabe des C-Textes bezweckt. Durch Auswahl
zwischen den Lesarten von Α und C stellte er eine kritische Aus-
gabe her. Dabei ist er in der Hauptsache seinem neuentdeckten
Codex C gefolgt, den er entschieden vor Α bevorzugt hat.
In dieser AVertung der beiden Zeugen fand Bryennios einen
Nachfolger an Hilgenfeld, der 1876 im Novum Testamentum
extra canonem receptum fasc, 1 die Clemensbriefe neu (eine
15 Knopf, Der erste Clemensbrief.
frühere Ausgabe war bereits 1866 erschienen) herausgab. Hilgen-
feld zieht noch bedeutend consequ enter als Bryennios die Über-
lieferung von C derjenigen von Α vor. Codicem J, salva codicis
Α laude, pluris aestumandum esse censui, urteilt er in den Prole-
gomenen (p. XXII unten). Nur an verhältnismässig wenigen
Stellen folgt Hilgenfeld dem Codex A. Die wichtigsten der-
selben sind Proleg. p. XX s angeführt. Im übrigen hält er sich,
auch was orthographische Kleinigkeiten, ν εφελκνοτιχόν , den
Gebrauch von οντω und όντως und andere Euphonismen be-
trifft, fast durchgängig an C.
Im gleichen Jahre mit Hilgenfelds 2. Ausgabe veröffent-
lichten von Gebhardt und Harnack eine neue Ausgabe der Cle-
mensbriefe, um ihre ebenfalls durch den Fund des Bryennios
antiquierte Edition von 1875 auf der Höhe zu halten: Clementis
Romani ad Corinthios quae dicuntur epistulae. Textum ad fidem
codicum et Alexandrini et Constantinopolitani nuper inventi re-
censuerunt et illustraverunt Oscar de Gebhardt, Adolfus Har-
nack (Patrum Apost. Opera fasc. I partis I ed. 11) Lips. 1876.
Die Stellung der Herausgeber zu den beiden Autoritäten des
Textes hat v. Gebhardt in den Prolegomenen (p. XV) mit den
Worten ausgesprochen: . . . si omnia menda sine discrimine in
rationem inducere velis, Alexandrinum etiam vitiosiorem esse
dices. Sed justo judicio varias utriusque codicis lectiones per-
pendens, facile tibi persuadebis, genuina auctoris verba plerumque
ab Alexandrino servata esse, und auch nach Harnack (Theol.
Lit.-Zeit. 1876 Sp. 99) „kann darüber kein Zweifel bestehen, dass
zwar dem Werte nach beide Codd ziemlich gleich stehen,
in den meisten zweifelhaften Fällen jedoch Α den ursprüng-
licheren Text bewahrt hat", und es ist durch diese Thatsache,
„wo innere Gründe die Wahl einer der beiden gebotenen Les-
arten nicht stützen" die Entscheidung zu guusten von Α prä-
judiciert. Doch findet auch C eine gebührende Berücksichtigung,
so dass diese Ausgabe einen guten Mitteltext bietet, der — um
es gleich vorwegnehmend zu sagen — in der Mehrzahl der
zweifelhaften Fälle von den später aufgefundenen Autoritäten S
und L bestätigt wird. Zur Conjectur und Emendation haben
diese Editoren nur an wenigen Stellen gegriffen, soviel ich sehen
konnte, nur 15 5 vor γλώοοαν jC/f /«λορ^/,ί/ο^'α praem. (mit Lightf.)
ίξολεϋρενϋαι κνριος πάντα τα χείλη τα όόλια; 20 5 κλίματα
Prolegomena. II. Die Ausgaben. ^7
statt χρίματα, diese Conjectur, gegen die alle 4 Zeugen sind,
ist unhaltbar; 32-2 Ig αυτοϋ <i AC k^ αυτών, ibid. add. τε a. xdi
λενΐται; 33? εϊόομεν statt ϊόομεν; 40 3 ^τάντα γινόμενα <C AC
πάντα τα γινόμενα, die emendierte Lesart wird durch LS be-
stätigt; 43 3 add. ως nach ώοαντως. Verhältnismässig zahl-
reicher sind naturgemäss die Abweichungen vom überlieferten
Texte in der grossen Lücke von A, c. 57; Schluss bis 64 An-
fang, wo C die einzige Autorität war. Über die Behandlung
dieses Abschnittes seitens der Herausgeber vgl. Abschnitt V
dieser Prolegomena.
Im Jahre 1S77 haben dann die Editoren in der Vorrede zur
1. Auflage der editio minor ihres Werkes sich nachträglich mit
einer Anzahl (11 Stellen) der von Lightfoot im Appendix zu-
gänglich gemachten Lesarten des S für einverstanden erklärt
oder sie wenigstens als lectiones non neglegendae notiert.
Im Gegensatz zu der Mittelstellung zwischen Α und C, die
von Gebhardt und Harnack einnahmen, hat sich Lightfoot im
Appendix und in der 2. Ausgabe des Clemens (die erste war, wie er-
wähnt, bereits 1869 erschienen) entschieden auf die Seite des
Codex Α gestellt. Der Appendix erschien 1877 in London
unter dem Titel: S. Clement of Rome. An Appendix containing
the newly recovered portions. With introductions, notes and
translations. By J. B. Lightfoot. Die 2. Ausgabe wurde erst
nach dem Tode des gelehrten Lordbischofs (f 1889) veröif ent-
licht: S. Clement of Rome. Α revised text with introductions,
notes, dissertations and translations. By the late J. B. Light-
foot D. D. etc. 2 Bände, London 1890. Lightfoot hat sich für
die Textkritik des Clemens ein grosses Verdienst dadurch er-
worben, dass er zuerst, und zwar schon im Appendix, den text-
kritischen Apparat durch die Variauten des S bereicherte. Durch
ihn wurden die Lesarten dieser Handschrift erstmalig und bis
jetzt auch das einzige Mal allgemein zugänglich gemacht. Light-
foot hat aber seine Ausgabe noch dadurch besonders wertvoll
gemacht, dass er sie mit dem ausführlichsten und reichsten Com-
mentare, den wir bis jetzt über diese altchristlichen Denkmale
besitzen, versah. Alles in allem ist und bleibt wohl noch für
geraume Zeit Lightfoots Ausgabe, trotz der gleich zu erörternden
allzu grossen Bevorzugung von A, ihrer Vielseitigkeit wegen die
Musterausgabe des Clemens Romanus.
Texte n. Untersuchungen. N. F. V, i. 2
18 Knopf. Der erste Clemensbrief.
Seine Stellung zu den drei Texteszeugen A, C und S hat
Lightfoot ausführlich im 1. Bande des „S. Clement of Rome",
3. Abhandlung „Manuscripts and Versions", dargelegt. Lightfoot
ist bei seinen Untersuchungen zu folgenden Resultaten gekommen:
Α hat bei weitem den besten Text und verdient soviel Autorität,
wie C und S zusammengenommen. C hat nur an wenigen Stellen
gegen Α den richtigen Text erhalten, „in all points which vi-
tally affect the trustworthiness of a MS, it must certainly yield
the palm to the Alexandrian." Gegen Α und S kann C nicht
aufkommen: mit C <; AS hest Lightfoot nur 2 4, μετά όεονς <C.
μετ k)Jovq AS. Dennoch ist C wertvoll, da er kein Descendent
von A, sondern selbständige Autorität ist. — S, als Texteszeuge
betrachtet, vereinigt zwei Elemente in sich, er stellt einerseits
eine sehr alte, zuverlässige Überlieferung dar, die meist mit Α
übereinstimmt und stellenweise gegen Α und C die ursprüng-
liche Lesart aufweist (die Stellen, wo er mit S << AC geht
oder gehen möchte, hat Lightfoot im betreffenden Abschnitte
p. 139f. aufgeführt). Andrerseits hat S schon in seiner griechi-
schen Vorlage einen recht fehlerhaften Text gehabt und ist
dann in seiner weiteren „syrischen Vergangenheit" noch mehr
degeneriert. Doch ist auch S selbständige Autorität und kein
gradliniger Nachkomme des Α oder eines früheren Typus
T^on C. —
Diesen Grundsätzen gemäss, hat Lightfoot die Textesrecen-
sion unternommen. Conjecturen nahm er, wenn schon in be-
schränkter Anzahl, in den Text auf. Soweit ich finde, liest er
e conjectura nur folgendes: 23 5 απ άληθ-είας statt επ άλ?]&^είας
AC (wenn dies kein Druckfehler oder ein sonstiges Übersehen
ist, denn es fehlt jede Begründung der Conjectur); 17 4 ?/ tj ζω?)
<; AC (Clem.) ?) Ca>?); 33? είόομεν < ϊόομεν (mit Young u. a.);
38 2 hinter οαρχϊ add. 7jtco καΐ (nach Laurents Vorschlag); 40 2
hinter λειτουργίας add. επιμελώς; 442 επιμονην <C επινομην
Α, επιδομην C, επί όοκιμην S; 4So add. //'το? γοργός εν εργοις
hinter εν διακριθεί λόγων (doch ist das keine reine Conjectur,
die Lesart ist bezeugt durch den Alexandrinischen Clemens).
Dazu treten in der A-Lücke einige Einfügungen in den Text von
von CS, darüber vgl. unten Abschnitt V.
Ausserdem schlägt Lightfoot in den Noten noch verschie-
dene Änderungen vor, z. B. 44 6 τετηρημενης statt τετιμημε'νης,
Prolegomena. III. Die Textesgestaltungen etc. 19
20 5 Streicliung von κρίματα oder Umänderung in καύματα, auch
mit den /iaväiöeg καΐ Δίρκαι 6 2 ist er unzufrieden. Der Fehler
bei Lightfoots trefflicher Ausgabe ist nur seine ungebührliche
Bevorzugung von A, die er zäh und folgerichtig durchführt.
Doch um die Begründung zu diesem Vorwurfe zu liefern, müssen
wir im folgenden die Textesbeschaffenheit aller vier Zeugen und
ihre Zuverlässigkeit ausführlich und im einzelnen zur Darstellung
bringen, wobei wir uns freilich mit dem Beweismateriale nur
auf I Clem. beschränken müssen, da nur für diesen durch die
Auffindung von L neue Gesichtspunkte und neuer Stoff für die
Beurteilung und Abwägung der Zeugen gegeben ist.
III. Die Textesgestaltungen
und der Wert der einzelnen Zeugen.
l. Der Text des Codex A.
Α bietet, wie bei seinem hohen Alter von vornherein wahr-
scheinlich ist, im allgemeinen einen vorzüglichen Text. Wenn
mau freilich die einzelnen Abweichungen des Α von einem
kritisch hergestellten Texte zählt, so kann man ein langes Register
zusammenstellen. Aber die Zahl reduciert sich rasch, sobald man
zwischen Varianten und offenbaren Fehlern scheidet. Fehler,
orthographische und grammatische, Solöcismen, Wiederholungen
und Auslassungen hat sich der Schreiber von Α in grosser An-
zahl zu Schulden kommen lassen, er muss seine Arbeit sehr
gedankenlos gemacht haben und ausserdem ziemlich ungebildet
gewesen sein. Um nur ein Beispiel vorweg zu nehmen: er
schreibt innerhalb weniger Kapitel λειτουργία viermal mit ver-
schiedener Orthographie, c, 402 lesen wir λειτονργίΐας, c. 40o
λειτουργιαι, c 41i /.ιτονργιας, c. 446 λιτονργειαςί
Sehr zahlreich ist zunächst eine Kategorie von orthographi-
schen Fehlern, die auf Verwechselung gleich klingender Vocale
und Diphthonge beruht. Ich möchte aus dieser Thatsache, von
der ja eben ein krasses Beispiel gegeben wurde, den Schluss
ziehen, dass die Handschrift nach einem Dictate gefertigt ist,
2*
20 Knopf, Der erste Clemeusbrief.
das scheint die nächstliegende Erklärung dieser Erscheinung
zu sein.
Verwechselt werden infolge von Ittacismus zunächst und
zwar am häufigsten ει und t. — Einfaches ι statt ει steht in
sehr vielen Fällen, vgl. z. B. 34 απολειπι, 5i νποόιγματων, lli
ϋ^ιον, 163 ανηγγιλείμεν , 2l5 αλαζονια, 32i ιλικριν[ως] , 352
εγκρατια, 40i οψιλομεν, 45i φιλονικοι, 5θ4 ταμία, 56ι επεικια
U. ,Μΐ'ία, 65ι ενοτα&ιας. Auf diesem Ittacismus beruht offenbar
auch 41 1 εν αγαΒ-η ΰννειόηοιν, zugleich ein Beispiel für die
Flüchtigkeit des Schreibers.
Der umgekehrte Fall, nämlich ει statt i, ist nicht so häufig,
wie der frühere, dennoch aber nicht selten, vgl.: li βραόεων,
25 ειλεικρινείς, 9i οικτειρμονς, 16i6 εκείνηϋαν, 2θ6 όημωυργειαν,
26ι επαγγελειας, 27? ποιηΰειν, 44ι ερεις, 50ι εξηγηθείς, 55^
Ιουόειϋ-, 562 νονϋ-ετηοεις, 6ο ι ταχειο.
Einigemal findet sich ferner die Verwechselung von ?; und i,
nämlich: li αιφνηόωνς, l3 κα&ικονοαν, 4ii ηνληοΰ-ηοαν, 82
προοτηϋ-εις, 39 1 μνκτιρηζου6ιν(^.\ 474 προϋκληΟεις.
Auch 7; und εί werden vertauscht: 11 1 κριϋ-ηοης (so wenig-
stens Tisch endorf und Wright, Lightfoot dagegen glaubt κριϋ^ειοης
zu erkennen) 18 4 νικηθείς statt νικηοης.
Viele Beispiele lassen sich für eine verwandte Art von Ver-
wechselung, nämlich die von ai und ε beibringen. Dabei wird, um-
gekehrt wie bei der Vertauschung von ει und i, in der Mehrzahl
der in Betracht kommenden Fälle der Diphthong an die Stelle
des einfachen Vocals gesetzt, besonders in den Flexionsendungen.
Beispiele von ai statt ε vgl.: I3 εποιειται, 2? αιτοιμοι, Ae παιδιον
und παιδιφ, 84 sind sämtlich Deponensimperative wie Deponens-
infinitive geschrieben, also Xovöaödai, γενεοΟ^αι u. s. w., 145
αιπερομενον, 18i ελαιει u. I82 ελαιος, 252 ορναιον u. 2&ΐορναιου,
32i όωραιων, 41 1 παραικβαινοιν , 455 ενκλαιως, 522 ναιον,
543 κλαιος.
Andererseits finden wir ε für αι: 25 ακερεοι, 5 1 γεννεα,
145 αιπερομενον^ 235 εξεφνης, 395 επεοεν, 399 ε^ερετοί,
523 επικαλεοε. Aus der Verwechselung von ε statt αί ist wohl
auch 155 αναϋτηΟομεν für άναοτήοομαι zu erklären, αναϋτηοομε
vermittelte den Formenübergang.
Alle diese Verwechselungen sind in gleichzeitigen und spä-
teren Handschriften zahlreich anzutreffen. In den eigentlichen
Prolegomena. III. Uie Textesgestaltungen etc. 21
textkritischen Apparat gehören sie nicht hinein. Ich habe sie
darum nur anhangsweise zusammengestellt.
Sehr nahe lag auch für einen nach Dictat Schreibenden
die Verwechselung von ο und ω (die spätere Sprache spricht
das ω so kurz aus wie daso): 172 ταπεινοφρωνων, 25ά βαΟταζον,
4δ4 μιαρον (doch dies zweifellos mit veranlasst durch das vorher-
gehende Tcov), 45 ΰ Βίπομεν, 543 τ όπως.
Ebenfalls nicht unschwer aus Verhören und Verschreiben
sind folgende Fehler zu erklären: oo statt ov 83 λαω αγιω\
OL statt ai 51-2 οικιαις; ο statt α 442 u. s μετοξυ, 568 οψε-
ται; ε statt ο 22 εόεόετο, 16ιι εψεται, 16ΐ7 ελ&οντος (letz-
terer Fehler umso leichter, als αντον unmittelbar vorher-
geht), 40 5 δεδεται; auch καταλιλιας statt κατ αλαλίας 355 und
Ol statt ov 51 5 gehören mit in die Kategorie der Vocal-
versehen.
Zu einer anderen Gattung von Fehlern sind diejenigen zu
rechnen, die die Folgen von Auslassungen oder Wiederholungen
einzelner Buchstaben, Silben und ganzer Wörter sind: 2i εοτερ-
νιομενοί statt ένεατερνιΟμενοι, 2z πεποηιϋ-ηΰεως st. πεποίΟ-ηοεως,
25 αμαμνηϋΐκακοί st. άμνηοίκακοι, 3 1 όοθ-η st. έόό&•η, 7 1 νπο-
μνηοκοντες st. νπομιμντιΟκοντες (doch ist die Form, die Α hat,
nicht einzig dastehend), 84 {δι\ελεχϋ'€ομεν st. όίελεγχ&ώμεν,
11 2 ετερογνωμος st. ετερογνώ μονός, 122 εκπεφΰ^εντων st.
έκπεμφ{^εντ€ον, 126 τοτοεγος st. το τέγος, 253 τελεντηκοτος
st. τετελεντηκότος, 292 αρι&ον st. άρι&μόν , 30 1 «/ι^ους st.
αί^ά/ϊ^ους, 324 7]μερας st. ημετέρας, 34g λιτουργουν st. ελίί-
τοΰρ/ουΐ'^ 33? οτίτο st. ori^ 356 /Moj^ st. μόνον, 358 αόελφονοοον
st. αδελφοί; οου, 366 τωϋ-εληματιτω&ελημα . . st. τω ϋ^εληματι,
453 επυταϋϋ^αί st. επίοταθ&αι, 45? Οτντμοι st. θτνγ7]τοί, 485
διακριακριοει st. διακριθεί, 50 6 μακακαριοι st. μακάριοι.
Andere," zum Teil sehr leicht erklärliche, Verschreibungen
sind: I2 επιεικηνν st. επιεική εν, 3 1 απεγαλακτιΟεν st. α:7ελάκ-
τιοεν, 19 1 α.?.λας st. άΐλά (veranlasst durch das vorhergehende
7}//ας) 20? κρνματα st. κύματα, 20 9 με&οπωρινοι st. μετοπώ-
ρινοι. 235 εξαιχν7]ς st. εζ,αίφνης, 30? εδεηΰ-η st. έ(5όί^// (offenbar
ein Hörfehler, merkwürdig ist nur, dass dieselbe Verwechselung
einer Form von δέομαι u. δίδομι noch einmal vorkommt, 40δ
(ίείίεταί st. (ίε(ίοτ«ί), 33? εγγοις st. εργοις. 358 εξαβαλλες st.
εξ,έβαλλες, Mi καταξιωϋ-7]μεν st. κατηξΐώ&^ΐ}μεν, 44g μεταγαγετε
22 Knopf, Der erste Clemensbrief.
st. μετηγάγετε, öli οταρ st. όταν, 65 1 ανεπεμψατε st. ανα-
πέμψατε.
In Α fehlt ferner nicht die in vielen Handschriften so zahl-
reich vorkommende Verwechselung von Casusendungen. Einige
dieser Fälle wurden schon weiter oben notiert, vgl. aber noch:
li ξενοις st. ξ^νης (weil τοις εκλεκτοίς folgt), 132 εν αυτή st.
εν αντώ , 21 5 εγκανχωμενοι st. έγκανχωμένοις (trotzdem un-
mittelbar vorher richtig επαιρομενοις), 25-2 μονογενής st. μονο-
γενές (an dem Masculinum war wohl das vorhergehende φοίνιξ
schuld), 395 οητον τρόπος st. οητος τρόπον. 432 κεκοΟμημενω
st. κεκοθμ?]μένΐ] (der vorhergehende Dativ τω ένόόξο) ονόματι
veranlasste den Fehler), \\i μεμαρτνρημενοις si. με μαρτυρημένους
(es folgt gleich darauf πολλοίς χρόνοις).
Auch ungrammatischer und solöcistischer Formen ermangelt
Α nicht. Falsche Metaplasmen finden wir, zum Teil durch die
Nachbarschaft veranlasst I2 u. 29i επιεικην st. επιεική, l2 αθφαλ7]ν
st. άοφαλΐ], 14δ αοεβην st. άοεβη. Doch sind gerade diese
Accusativbildungen in der κοινή nicht ungewöhnlich, vgl. z. B.
Rom. 4 δ, wo Tischendorf mit xD* G άοεβην liest. Solöcismen sind
weiter 18? πλυνιεις st. πλύνεις (gesprochen plinis, vgl. auch die
doppelte Schreibung von Wörtern wie υγίεια und υγεία, ταμιείον
und ταμείον), 21 2 λνχνον st. λύχνος, 263 τ)]ν Οαρκαν st. την
οάρκα, 42 4 καϋ-εϋτανον st. καϋ-ίοτανον. Solöcistisch ist auch 382
εντρεπετω st. έντρεπέοϋ-ω (doch behalten Lightfoot u. v. Gebhardt-
Harnack die Form des Α bei).
Aus dem gegebenen ist zu entnehmen, wie beschaffen und
wie zahlreich die Fehler von Α sind, aber gerade ihre Art muss
uns im übrigen ein gutes Zutrauen zu dem Texte des Codex
einflössen. Wir erkennen aus den Fehlern, dass ein halbgebil-
deter Schreiber mit grosser Leichtfertigkeit seiner Aufgabe sich
entledigt hat. Aber eben weil er ihr gleichgiltig und verständ-
nislos gegenüberstand, hatte er weder Interesse noch Fähigkeit,
irgendwie dem, was er hörte (oder auch in der Vorlage sah)
durch eigene „Verbesserungen" aufzuhelfen, Avie dies im folgenden
für C sich wird nachweisen lassen. Der Schreiber hatte weder
Verständnis, noch Lust, noch Fähigkeit, seine Vorlage zu corri-
gieren, und darum hat er auch von allen vier Textzeugen das
geringste Sondereigentum, sobald man die eben charakterisierten
Nachlässigkeits- und Flüchtigkeitsfehler in Abrechnung bringt.
Prolegomeria. III. Die Textesgestaltungen etc. 23
Freilich kommt noch iu Betracht, dass in Α ein ganzes Blatt
fehlt, auf dem seine Lesarten also nicht festzustellen sind, und
dass er sonst auch im erhaltenen Texte an vielen Stellen, weil
sie unleserlich sind, nicht zu controllieren ist.
Von wirklichen schwerwiegenden Fehlern zeigt uns Α allein
verhältnismässig wenige. Indessen so zuverlässig, Avie es Lightfoot
schildert, („one or two deeper corruptions remain") ist Α nicht.
Wo er allein gegen die drei anderen Autoritäten steht, werden
wir ihm in fast allen Fällen Unrecht geben müssen, und diese
Fälle sind an Zahl doch nicht so vereinzelt.
Vielleicht noch in die Kategorie der einfachen Schreibfehler
gehören 34 απολειπι statt άπολιπείν und 23 εξετείνατε statt
έξετείνετε (dies war, wenn flüchtig gesprochen, leicht zu ver-
hören). Sehr leicht ist auch nach den schon oben aufgezählten
Casusverwechselungen die an sich keineswegs sinnlose Variante
26 τοις πληοίον statt τών πληοίον zu erklären, denn unmittelbar
vorher steht ein Dativ τοις παραπτοψαοιν, der den Fehler ver-
anlasste.
Glossen und Erleichterungen hat Α an einigen Stellen auf-
zuweisen: 21 6 fügt er ημών hinter πρεοβντεροις hinzu; 354
ergänzt er, gemäss 348 {τοις νπομένονΟίν αυτόν), zu τών
υπομενόντων ebenfalls αυτόν; 38: macht ein καΐ hinter καθ-οίς
die Diction flüssiger, 51 s steht εν γ(] Αιγύπτου (vgl. 532 εκ γης
Αιγύπτου), wo die anderen Autoritäten nur εν Αίγύπτφ haben;
556 macht Α durch Veränderung des ήττον in ηττονι den Satz
straffer, während er umgekehrt 474 aus ηττονα (CS; dub L) ein
ήττον macht (wohl des folgenden άμαρτίαν wegen).
Auch die fast unvermeidlichen Auslassungen wegen Homöo-
teleutons fehlen in Α nicht. So ist 34 της καρδίας hinter τας
έπι&υμίας ausgefallen; 344 fehlt hinter /),w«g das absolut nötige
πιοτεύοντας] 51 1 hat der gleiche Ausgang den Wegfall von
κ(ά Ιποίηοαμεν hinter παρεπεΰαμεν verursacht. An zwei Stellen
fehlen, wahrscheinlich auch propter homoeoteleuton, die Adjectiva,
nämlich 33? εργοις (das zweite) om. άγα&οϊς, und 452 fehlt
ιεράς zwischen τάς und γραφάς.
Andere kleinere Auslassungen aus Nachlässigkeit finden sich
noch hie und da: 6ια fehlt 4ii vor ζήλος und anscheinend auch.
35 δ vor πίοτεως] 128 ist das οτι hinter αγαπ?μοί ausgefallen,
vielleicht wegen der Ähnlichkeit ΑΓΑΠΗΤΟΙ ΟΤΙ; 29 1 fehlt.
24 Knopf, Der erste Clemensbrief.
das 7]μας hinter μέρος u. ä. Umgekehrt verdankt das au sich
ganz sinngemässe γε hinter εφ ημίν 33 1 wahrscheinHch einer
Dittographie der ersten Silbe des nächsten Wortes γενηϋ-ηναι
seine Entstehung.
An Umstellungen weist Α folgende Beispiele auf: 84 λέγει
ούτως für όντως λέγει, 16 2 ΧριΟτος Ίηοονς statt ^Ιηοονς Χρι-
ύτός, 482 ανεοργυΐα εις ζωήν statt εις ζωην ανεφγνΐα.
Als andere zum Teil leicht zu erklärende Souderlesarten
von Α sind anzuführen: 204 επ αυτήν statt επ αντης,
41 1 ενχαριοτείτω statt ευαρεοτείτω , 44 1 επί für περί
(vor τον ονόματος της επιοχοπης; hat das επί von επι-
σκοπής irgend eingewirkt?), 474 προϋήνεγκεν für επηνεγκεν.
Unsicher ist 49 1 τΐιρηαάτω statt που/οάτω, da der Codex hier
verschieden gelesen wird. Merkwürdig ist 382 μητμμελειτω,
wo die anderen Texteszeugen τημελείτω haben. Vor Bryennios
lasen die Herausgeber gewöhnlich μη άτΐ]μελείτω. Ob Α hier
eine einfache Verschreibuug (statt THME .... ΜΗΊΈ . . . und
dann bei Correctur Stehenbleiben des MH; das Μ statt Η eben-
falls versehen) oder eine verschriebene tertiäre Lesart bietet (aus
τημελείτω wurde άτημελείτω . und dann zur Compensierung
wurde μη vorgesetzt), will ich nicht entscheiden, beides ist mög-
lich. Wahrscheinlich aus sehr grosser Unaufmerksamkeit ist
21 7 φ€ονής statt θίγεις zu erklären (fast unmittelbar vorher steht
γ?.ο}ΰθης). 30 1 άγίον statt αγία (wie die drei anderen lesen;
der Ausdruck nimmt die letzten beiden Worte von c. 29 wieder
auf) ist entweder Schreibfehler, das ov der Endung veranlasst
durch das folgende ovv — oder es ist absichtliche \^erbesserung,
um durch diese Wendung das μερίς κυρίου 292 wieder aufzu-
nehmen. Als Verwechselung infolge Synonyms ist 333 προ-
δημιουργηοας für προετοιμάοας zu beurteilen. Welchem Um-
stände endlich die vielbehandelte Variante 2i τοις έφοόίοις τοΰ
&εοϋ Α «< τοΙς εφοόίοις τοΰ Χριοτοΰ, wie mit CLS zu lesen
ist, ihren Ursprung verdankt, wage ich nicht sicher zu ent-
scheiden. Tendenziöse mouophysitische Correctur liegt kaum
vor, eher ist die Lesart durch ein Versehen (ΘΓ statt XY) ent-
standen, oder sie ist naive Correctur eines Abschreibers, dem
das ΧριΟτοΰ neben τοις εφοόίοις weniger passend erschien als
ein ΰ-εοΰ (vgl. den Excurs).
Endlich ist auch Α in den Citaten nicht frei von dem ge-
Prolegomena. III. Die Textesgestaltungen etc. 25
wohnlichen Fehler fast aller Handschriften: er harmonisiert, d.h.
er bessert die ursprüngliche Form des Citates hie und da nach
einer ihm geläufigen Form des LXX textes i) aus. Doch ist Α
hier im ganzen ziemlich zuverlässig, und es lassen sich nicht
viele Fälle von Harmonismen finden. Doch vgl.: 43 Οννίπεϋεν
το πρόοωπον αντον ■< Α οννέπεοεν τω ττροοώπφ αντον (LXX
Gen. 4 δ); 125 κνριος 6 &εος ■< Α κύριος 6 ϋ-εος υμών (LXX
Jos. 2ιι); 13 1 αλλ ο κανχώ μένος <C Α αλλ' η 6 καυχοψενος
(cf. LXX Jer. 924 1. Reg. 2 ίο); 163 αντω είδος <C Α είδος αντώ
(LXX Jes. 532 είδος αντώ, nur Q αντώ είδος); 223 χείλη οον
< Α χείλ?] (LXX φ 33u Χ*β); 283 ον εκεί ει < Α ου εΐ εκεί
(LXX ψ 1388 i<*AB), 50 6 co ον μη λογίοηται κνριος άμαρτίαν
<C Α ον ον μη κτλ. (LXX ψ 31 2 ον κτλ., nur Χ«, a ßa
haben φ).
Als Zeichen für die Vorzüglichkeit und Unabhängigkeit des
A-Textes sei schliesslich noch erwähnt, dass Α an einigen Stellen
gegen die 3 andern Texteszeugen den ursprünglichen Wortlaut
erhalten hat, so 12i '^Paaß ή πόρνη -< GL S '^Paaß ή επιλεγόμενη
πόρνη, ferner an einigen Citatstellen, wie 4io Τις οε κατέοτηοεν
κριτην <C CLS Τις οε κατέοτηοεν άρχοντα (LXX Εχ, 2ΐ4),
565 ελαιον δε αμαρτωλών <C, GLS Ιλαιον δε αμαρτωλοί)
(LXX ψ 1405), vielleicht auch 348 ιμοίμαοεν <C CLS add.
κνριος, Clem. ΑΙ. add. ο θ-εός (cf. Ι Kor. 29), und sicher ibid.
οφϋ^αλμός <! CLS Clem. AI. praem. α (ebenfalls nach I Kor. 29).
2. Der Text des Codex C.
Im Gegensatze zu dem flüchtig und verständnislos geschrie-
benen Α macht C auf den ersten Blick einen sehr vorteilhaften
Eindruck. Der Berufsschreiber [νοτάριος) Leo, der den Codex
abfasste, war offenbar mit voller Aufmerksamkeit bei der Sache.
Für seine Gewandtheit spricht schon die schöne äussere Form
seiner flüchtigen und zierlichen Schrift, der Mangel von Cor-
rekturen, sowie die zahlreichenKür zungen, die der Schreiber
fehlerlos anwendet. Bei seiner offenbaren Bildung und Belesen-
1) Ich citiere hier und im folgenden die LXX nach der Ausgabe von
Swete: The Old Testament in Greek according to the Septuagint. 3 Bände,
Cambridge 1887—94.
26 Knopf, Der erste Clemensbrief.
heit^) hat er es verstanden, einen zum grössten Teile wohl-
geglätteten und sinnvollen Text herzustellen. Aber gerade dieser
Umstand, dass der Text der Briefe im Codex C offenbar nach
subjectiven Geschmacks- und Sprachurteilen emendiert ist, macht
diese Handschrift neben Α zur minderwertigen Autorität. Worin
die Änderungen des C bestehen, soll im folgenden zunächst dar-
gestellt werden.
Die Emendationen am überlieferten Texte sind erstlich ein-
mal rein formeller Art. Der Schreiber hat sich bemüht, ein
möglichst reines Griechisch zu schreiben. Mit peinlicher Sorg-
falt hat er, wenige Ausnahmen abgerechnet, die Regeln über die
Euphonie so weit beachtet, dass er stets das ν έφελκνϋτικόν,
in der späteren Gräcität unterschiedslos vor consonantischem und
vocalischem Anlaut gesetzt, vor Consonanten weglässt, dass er
ferner im allgemeinen όντως vor vocalisch, οντω vor conso-
nantisch anlautenden Wörtern gebraucht, doch ist er darin nicht
consequent.
Ebenfalls aus Gründen des Wohllautes und mehr an die
klassische Sprache sich anlehnend, schreibt C: 204 παμπλη&η
statt πανπληΟ^η, 233 ονμβίβ?]κεν statt Ονΐ'βεβηκεν, 375 ονμπνεΐ
stat οννπνεΐ. Das Bestreben, die κοινή διάλεκτος mehr den
klassischen Mustern ähnlich zu machen, lässt sich auch sonst
an vielen Einzelheiten beobachten. Statt der schwachen Formen
ειϋηλϋ-αμεν und προείλαντο setzt C 383 und 575 die starken
εΐοηλ&ομεν und προειλοντο; 122 stehen die klassischen attischen
Formen ονλληψομένονς und ΟνλληφΘ-έντες statt der späteren
(jonischen) ονλλημψομενονς und ονλλημφϋ^έντες; 408 wird r^
νπερτατφ βουλήοει in τγι υπέρτατη] βουληϋει verbessert. Zur
Zeit des Schreibers gebräuchlichere oder nach seinem Urteile
richtigere Formen sind ferner: 64 εξερρίζωοε statt εξερίζωΟεν,
103 καταράοϋομαι statt καταράοομαι, ΐ)ο&ερρνοατο statt ερυΟατο;
vgl. ferner die auch sonst leicht mögliche Verdoppelung der
1) An und für sich ist auch die Möglichkeit zuzugestehen, dass der
Schreiber schon einen kritisch revidierten Text vor sich hatte. Dann ist
sein Werk nur die sorgfältige und saubere Abschrift seiner Vorlage.
Dass er indessen direkt im Auftrage und unter den Augen eines gelehrten
Bücherfreundes schrieb, ist kaum anzunehmen, da er sonst wohl den Namen
seines Gönners in der Unterschrift neben seinem eigenen erwähnt hätte.
Prolegomena. ΠΙ. Die Textesgestaltungen etc. 27
Licßiida imd des Zischers zwischen zwei Vocalen in 145 θ/κατά/Ι-
λειμμα <C εγκατάλεφμα, 17 1 Έλιοΰαιέ << Έλιοαιέ, 20 ίο u. 60 1
άΐνναος <C atvccoq, 55 g όωόεχάφνλλον <C 0€θδεκάφνλον. Auf
puristische Neigungen sind weiter zurückzuführen: 4^ 125 6 av
statt εάν, 4io χ&^ές <C έ'χ^έ'ς, 132 ελεείτε <C ελεΰτε, 134 Λτράοΐ'
<C JtQCivv, 308 πραότης <C πραΰτης, 144 u. 533 das Verbum
έξολοϋ-ρενω {εξολοϋ^ρεν&ηΟονται und έξολοϋ-ρενοαι) <C £^o-
λε&ρενω, 10? y/^ρεί << /^ρ«, 11 2 κρί^Μο: << κρίμα, 20 ίο νγιείαν
<C νγείαν (also ist auch 61 1 νγείαν ζα lesen, C υγιείαν, def. Α),
volleres α^-ας statt des einfachen jr«c steht 254, 324, μνοαράν
<Z. μνοεράν 30ι, χράται <C χρ7/ται 375, γλ(όττης < γλώοοης
572, καϋ-είρχϋ-ηΰαν <C κατείρχϋ^ηοαν 45?. Höchst willkürlich
ist 51 δ 532 die hebraisiereude Form Μωοης gesetzt, trotzdem in
unmittelbarer Nachbarschaft (51 3 und 532 u. 4) und auch sonst
immer die gewöhnlichere Form Νοϋοης von C gebraucht wird.
Von oi'thographischen Fehlern, Itacismen u. s. f. ist C fast
ganz frei. Zu notieren ist an diesem Punkte höchstens: 62 όε\ρ
καΐ statt Δίρκαι, welches Wort in der Minuskelschrift zerrissen
wurde und ganz unverstanden blieb, ferner I63 πεδίον C ■<
παιόίον, 21? 473,4 502 πρόοκληοις C <C πρόοκλιοις, 565 ελεον
<C ελαιον, 56 14 παμβι'μανονΟι <C παμβότανον (ein sehr seltenes
Wort); 64 ist ημείς statt ημάς verschrieben und 65 1 wird der
römische Abgesandte Fortunatus zu einem Φονρτοννατος.
Wenn wir uns von diesen mehr äusserlichen Eigentümlich-
keiten des Codex zu seinem eigentlichen Sondereigentum an
Varianten wenden, die er gegen die drei anderen Autoritäten
aufweist, so finden wir da zunächst unsere schon gemachte Be-
obachtung bestätigt: C in seiner jetzigen Form Aveist zahlreiche
Spuren einer nachbessernden, glättenden Hand auf. Ausserdem
sind die gewöhnlichen Fehler der Handschriften zu finden, näm-
lich Auslassungen, infolge Homöoteleutons und aus anderen
Gründen, Umstellungen, Glossen, offenbare Versehen u. ä.
Zu der ersten Klasse, den absichtlichen Correcturen, den
Glättungen und feineren Wendungen, den grammatischen und
rhetorischen Abrundungen möchte ich u. a. folgende rechnen:
li τας . . . γενομένας y.ad^ ήμόίν ονμφοράςΟ <C τ«ς . . . γενο-
μένας ημίν Ονμφοράς; 4? κατειργάοαντο <C κατείργάοατο, weil
ζήλος κάί φΰ^όνος Subjekte; 7ι και γαρ εν <C εν γαρ; 126
παραγενομένονς <C τταραγινομενονς] 132 όντως (wie in den
28 Knopf, Der erste Clemeusbrief.
Parallelsätzeu viermal au entsprechender Stelle steht j << iv
αυτώ\ 2δδ πλΊ]ρουμένον <C πίπλ7}οωμίνον, 21 δ Jioit/Oai <^
jtoif'josi, 30 1 άγια . . . μέρη <! αγία . . . μερίς (ein Plural ist
Subjekt), 333 ev τη ... . ουνέΰει <C τη ... . ovviosi, 41 2 ϋ^νοίαι
. . . πλημμελημάτων <C ^voiac . . . πλημμελείας, 432 αντοςίόηοεν
<C αντας εόηΟίν, 446 πολιτενοαμένονς <C πολιτευόμενους. 474
άνόρΐ όεοοχιμαομένω (oder vielmehr eigentlich μεμαρτυρημένορ)
παρ αυτών <C. άνόρΐ δεδοχιμαομένο^ παρ αυτοΙς\ 496 της
ψυχής <^τών ψυχών (weil auch vorher της οαρκός sing.); 51 5
οι ηγούμενοι αυτοϋ <C οι ΐ)γούμενοι Αιγύπτου (weil auch vorher
7) ϋτρατια αύτοΰ), 5δ2 εις δουλείας (wegen πολλοί) << εις
δουλείαν. Absichtliche Correctur ist ferner 142 αίρέοεις <C
ερεις, doch muss sie älteren Datums sein, da sie auch Nicon
Raithensis (11. Jhrh.) hat.
Eigentümlich ist ferner unserem Codex die oftmalige Er-
setzung von 7)μεϊς und seinen Casus durch die entsprechenden
Formen von ύμεΐς, vgl. z. B. 14 1, 306, 469, 47?, 48 1, 495, 505.
Lightfoot leitet diese Eigentümlichkeit aus dem Umstände
her, dass der Brief in öffentlicher A^orlesung gebraucht wurde,
bei der „the appeals in the letter gain in directness bj the
Substitution of the second person", sie kann aber ebensogut,
ohne Rücksicht auf die öffentliche Verlesung, eine am Schreib-
pulte entstandene klerikale Correctur sein.
Neben diesen bewusst und mit Absicht vollzogenen Ver-
änderungen des überlieferten Textes finden wir dann weiter im
Sondereigentum des C die gewöhnlichen Fehler der Handschriften.
Von Umstellungen verzeichne ich 375 εΰτιν ουδέν <C ουδέν
εοτίν\ Ali δεδοκιμαομένοις . . . μεμαρτυρημένω -< μεμαρτυρη-
μένοίς . . . δεδοκιμαομένω; 496 "Ίηοοΰς Χρωτός ύπερ τιμών •<
ύπερ ι)μών ^Ιηοοΰς Χριοτός. Glossen und Zusätze sind: 355
τα άγαϋ-α καϊ εύάρεοτα αύτω και εύπρόοδεκτα <C τα εύάρεΟτα
και εύπρόοδεκτα αύτφ , ferner 40 3 ίν . . . εύπρόοδεκτα εΐη
add C πάντα (das erst kurz vorher steht) u. a. m.
Auslassungen sind nicht selten, zum Teil anscheinend ab-
sichtlich von nachbessernder Hand vorgenommen. Auslassungen
sind: I3 om. ύμίόν; 4i in der Citationsformel om. ούτως; 4i3
om. βαΟιλέως Ίοραηλ, weil überflüssig hinter Σαούλ; 10 α om.
ην hinter γην; 10 τ τω ϋ-εώ om., weil Opfer selbstverständlich
Gott dargebracht werden; I81 in der Citationsformel om. 6 ϋ-εός;
Prolegomena. III. Die Textesgestaltungen etc. 29
24 1 Ίηϋονν <C Ίηϋονν Χρίύτυν; 254 έπιπτάς om.; 30? της
πράξεως <C της αγα&ης πράξεως; 30 8 τοις κατηραμένοις: om.
vjco τον ϋ-εον; 32^ κοά ημείς ονν δια ϋ^εληματος αντον om.
per homoeotel.; 324 und 457 in der Doxologie εις τονς αιώνας
<C εις τους αιώνας τών αιώνων; 355 πλεονεξίαν om. per hom.;
39 1 άφρονες καΐ απαίδευτοι και μωροί <C άφρονες και άονν-
ετοι και μωροί και απαίδευτοι; 44-2 om. άνδρες; 45? om. εις
hinter πλήρεις; 55 ß om. δεοπότην hinter παντεπόπτην.
Eine besondere Art von Auslassung betrifft die Citate. In
einer Reihe von Fällen verkürzte sich der Schreiber von C (oder
fand er es schon in seiner Vorlage so?) seine Arbeit dadurch,
dass er bei längeren Citaten nur den Anfang und — aber nicht
immer — den Schluss aufnahm, das übrige aber einfach fortliess.
Auf diese Weise hat er z. B. 18 3—17, 222 — 7, 358— u, 523 (von
κα\ επικάλεΟαι bis δοξάοεις με) weggelassen. Im Citate 27?
findet sich ebenfalls eine nicht unbedeutende Kürzung, und es
ist durch Zusammenziehung des Endes des verstümmelten Citates
mit den Anfangsworten des nächsten Kapitels eine arge Ver-
wirrung entstanden. Daraus ist;, wenigstens für diese Stelle, zu
schliessen, dass die Verkürzung älteren Datums ist, und C nicht
mehr den vollständigen Text vor sich hatte, c. 228 ist der Rest
des verkürzten Citates mit είτα angefügt, das darum nicht (wie
Lightfoot es thut) in den Text aufzunehmen ist, wenn auch S
etwas ähnliches (anscheinend και πάλιν) an dieser Stelle zu
haben scheint; das είτα besagt nur: „und dann" nämlich am
Ende der angeführten Bibelstellen, folgt noch Auch 35 12
init. hat C nach seiner Auslassung den Schluss des Citates mit
καϊ εν τω τέλει — „am Ende" sc, des Citates steht noch —
eingeführt.
Endlich hat C in seinem Sondereigentum noch eine Reihe
von offenbaren Fehlern aufzuweisen, die natürlich keineswegs
alle dem letzten Schreiber zur Last fallen, sondern zum grössten
Teile wohl schon in seiner Vorlage standen. Denn der Schreiber
Leo hat wohl kaum aus Unachtsamkeit und Leichtfertigkeit seine
Vorlage schlecht copiert. In die Reihe dieser Fehler stelle ich
das sinnlose παρ' ι)μΙν statt παρ ύμίν l3, ferner 23 ϋ-είας <C
ούίας, 24 μετά δέους <i μετ ελέους, 6-2 δε\ρ καϊ <^ Δίρκαι, 21 1
εις κρίματα ουν ήμίν <^ εΙς κρίμα παΟιν ήμίν, 233 πόρρω γε
γενέοϋ-ω «< πόρρο) γενέο&ω (vgl. dieselbe Dittographie für Α
30 Knopf, Der erste Clemensbrief.
33 1); 32-2 τάς,Βί <C ^όξ7], 333 τι] Ιαυτών όιατάξεί <C ^-^7 Ιαντον
διατάξει (kann aber auch absichtliche .,\^erbesserung" der ζώα
wegen sein); 373 νποταοοόμενα <C επιταΟοόμενα] 476 άγάπ7]ς
<< ά/ω/^ς, 50 2 καταδιώξω << καταξιώο?^. 55 1 υπομνήματα <C
υποδείγματα u. a.
Einige dieser Fehler weisen noch deutlich auf die Majuskel-
vorlage hin, die ja natürlich zu' irgend einer Zeit unter den Vor-
fahren (dass Leo selber noch einen Majuskelcodex zur Vorlage
gehabt habe, ist mit nichts zu beweisen) des C war, vgl. 23
eeiAC für OCIAC, 24MeTAAeOYC für MeTGAGoyc,
21 1 eiCKfIMATACYNHMIN statt . . . GICKflMAnACINH-
HIN, 436 CüCTe für eiCTO (diesen Fehler hat auch S an
dieser Stelle), 476 ΑΓΑΠΗΟ < ArCÜFHC (wahrscheinlich
zuerst aus ArCÜFHC: ArCOnHC — dass Γ, von einem mit
verticalem Striche beginnenden Buchstaben gefolgt, zu Π wird,
ist ein häufiger Fehler — und dann tertiär die naheliegende und
leichte Correctur: ΑΓΑΠΗΟ).
An Citatsharmonisierungen endlich, dem unvermeidlichen
Fehler aller Handschriften, weist C allein nicht viele Beispiele
auf. Dennoch kommen solche vor, vgl. 152 οντος 6 λαός <C C
ο λαός ούτος (LXX Jes. 29i3, cf. Mt 158); 346 π).ήρης παΟα η
χτίοις της δόξης αυτοΰ << C Jiäöa 7) γη (LXX Jes. 63); 35 12
το θωτ7)ριον του ϋ-εοΰ <C C το οωτι)ρι6ν μου (LXX φ 4023
nach «c. aX). 574 d-λίψις καϊ πολιορκία << C ϋ-λύψις καΐ οτενο-
χωρία καϊ πολιορκία (aus Rm. 29 835).
Alles in allem gibt sich uns C in seinem Sondereigentum
als eine revidierte und emendierte Handschrift zu erkennen, die
eben dieses Umstandes, sowie ihrer bedeutend späteren Ent-
stehungszeit wegen weit hinter Α zurückstehen muss. C allein,
gegen die drei anderen, hat an keiner Stelle die ursprüngliche
Lesart erhalten; 2i, an der einzigen Stelle, die ernstlich in Be-
tracht kommen könnte, ist das μετ ελέους von ALS beizube-
halten, das μετά δέους von C, das an und für sich sehr gut in
den Zusammenhang hineinpasst, ist entweder sinngemässe „Ver-
besserung" oder einfacher Schreibfehler (MGTAAGO^^C <<
MeTeAeoyC, vgl. oben).
Prolegoinena. III. Die Textesgestaltuugeu etc. 31
3. Der Text des Codex S.
S ist eine Übersetzung und schon als solche nur ein Textes-
zeuge zweiter Ordnung. Indem wir ihn zur Recension des
Textes verwenden, müssen wir, soweit dies überhaupt möglich
ist, trennen zwischen dem, was au etwaigen Varianten in dem
S vorliegenden griechischen Texte stand — wir bezeichnen ihn
der Kürze wegen im folgenden mit dem Sigel Σ — und dem,
was Eigentum des Übersetzers ist, sowie endlich dem, was in
der neuen Form, in der fremden Sprache an spontanen Ver-
wilderungen und absichtlichen Veränderungen sich eingestellt
hat. Zählten Avir einfach alle Stellen der syrischen Übersetzung,
die nicht genau den aus den andern Autoritäten zur Genüge
bekannten Text des Originals wiedergeben, so wäre die Zahl
der \'^arianten eine enorme. Aber durch eine Reihe von Be-
obachtungen, die wir über die Übersetzungsart des S machen
können, und durch Aufstellung demgemässer Richtlinien für die
Verwertung der S -Varianten wird diese Zahl ganz erheblich
verringert.
Die Hauptpunkte, die wir bei der Schätzung und Verwer-
tung von S im Auge zu behalten haben, sind folgende:
1. Der Übersetzer ist durch die Armut der syrischen Sprache
in der Notlage, viele Stellen seines Originals nur unvollkommen
und ungenau wiedergeben zu können. Die Eigentümlichkeiten
des syrischen Idioms, die hier in Betracht kommen, sind diese:
Das syrische Verbum ist viel formenarmer als das griechische.
Die Unterscheidung des Aorists vom Perfectum, des Futurums
vom Conjunctiv, die Auseinanderhaltung der verschiedenen Zeiten
in den Infinitiv- und Conjunctivformen ist unmöglich. Ob also
in Σ 2δ3 τετελεντ7]κ6τος oder τελεντηοαντος, 16 π τ/ jroi7/öa?-
μεν oder τι ποιηοομεν, 1ι βλαφϋ-ηναι oder βλάπτεο&αι, 13 3 Οτ?]•
ρίζομεν oder θτ)ΐ(;)ίζωμεν stand, können wir aus S nicht mehr
erschliessen.
Ferner zeigt sich die Armut der syrischen Sprache darin
als störend, dass S eine Reihe von griechischen Wörtern, be-
sonders Composita und Decomposita, nicht ebenfalls durch ein
einziges Wort wiedergeben kann, sondern dass er, um den Sinn
und die Kraft dieser Wörter einigermassen entsprechend zur
Darstellung zu bringen, zu langstieligen Umschreibungen seine
32 Knopf, Der erste Clemensbrief.
Zuflucht nehmen muss. So übersetzt S z. B. 20 i tl των όε-
όογματιΟμένων νπ αντοΰ durch aliquid eorum, quae visa sunt
Deo et decreta sunt ab illo, 20 6 παρεκβαίνει exit aut trans-
greditur, 25 i παράδοξον gloriosum et stupendum, 25 3 άνατρε-
φόμενος nutritus et adultus, 30 3 ομόνοιαν consensum et pari-
tatem animi, 34 4 παρειμένους solutos et laxos, 59 3 άρχεγονον
Caput (principium) et creatorem. Eng mit dieser Unfähigkeit
des Syrischen hängt eine andere Eigentümlichkeit der Über-
setzung zusammen. Wo von zwei nebeneinanderstehenden Par-
allelausdrücken der erste einer Umschreibung bedurfte, der zweite
hingegen nicht, stand der Übersetzer nicht an, um der deut-
licheren und leichteren Diction willen die betreffenden Ausdrücke
umzustellen. So übersetzt er 30 8 ταπεινοφροοννη καΐ πραντης
mit dementia et humilitas cogitationis, 36 2 αμωμον καΐ νπερ-
τάτην mit altissimam et quae sine labe, ib. άοννετος καΐ εΟκο-
τ€ομένη mit tenebrosa et quae sine intellectu, 64 μεγαλοπρεπές
καΐ αγιον mit sanctum et decens in magnitudine et gloriosum.
Nur wo für den Übersetzer keine Nötigung für eine solche Um-
stellung vorlag, werden wir die Möglichkeit einer v. 1. in Σ
anerkennen müssen, wie z. B. in 12 5 ο γαρ φόβος και 6 τρό-
μος ACL <C ό γαρ τρόμος και 6 φόβος Σ[?).
Weiter ist der Übersetzer durch die Mangelhaftigkeit
seiner Sprache gezwungen, einzelne im Griechischen verschieden
modifizierte Worte durch die gleichen Ausdrücke wiederzugeben,
wodurch es in einzelnen schwankenden Fällen unmöglich ist,
festzustellen, was er eigentlich las. So ist es unsicher, ob in Σ
1 3 νόμοις stand oder νομίμοις, 13 4 τα λόγια oder τονς λόγους,
15 2 απεοτιν oder απέχει, 41 3 βουληϋεως oder βουλής η. a. m.
Endlich verlangt das Syrische in einer Reihe von Substan-
tiven, die durch die nämliche Präposition regiert werden, Wieder-
holung dieser Präposition vor jedem der Substantive, so dass
auch in diesem Falle bei unsicherer Lesart von S keine Ent-
scheidung zu holen ist.
Auch eine rein der Grammatik und der conventioneilen
Schreibweise angehörige Eigentümlichkeit des Syrischen macht
Sicherheit über die Lesart in Σ stellenweise unmöglich. Beim
Status emphaticus der Masculina und auch beim status con-
structus der feminina sind Singular- und Pluralformen im Con-
sonantentexte gleich. Um indessen auch im unpunktierten Texte
Prolegomeua. III. Die Textesgestaltungen etc. 33
eine Unterscheidung zu ermöglichen, wird in den Pluralformen
über das betreffende Wort das kleine Zeichen des Ribui (") ge-
setzt. Dies Zeichen wird nun aber oft, wie vielfache Erfahrung
an syrischen Handschriften zeigt, weggelassen, wo es hingehört,
und hingesetzt, wo es nicht stehen sollte. Dieselbe Uugenauig-
keit lässt sich auch an unserer Handschrift des öfteren consta-
tieren, und wo ein Plural nur von einem Ribui abhängt, ist bei
S niemals mit Sicherheit zu sagen, was ursprünglich und somit
in Σ dastand; I2 muss der Singular in lege (für tp τοις νόμι-
μοι^ oder ti^ τοΙς 2'όμοις) anscheinend durch ein Kibui in den
Plural verwandelt werden; 42 4 steht ein falsches Ribui, statt
spiritu sanctos ist spiritu sancto zu lesen; 53-2 γώνίχψα (das
freilich auch L hat) ist sehr leicht durch Ribui in '/ωνίΰματα
(AC) zu corrigieren.
2. Aber auch, wo er nicht durch den andersartigen Charakter
seiner Sprache gezwungen ist, erlaubt sich der Übersetzer des
öfteren mit seiner A'Orlage sehr frei umzugehen. Er neigt ganz
offenbar zu Wortfülle und Umständlichkeit, darum paraphra-
siert er auch da, wo er eigentlich gar nicht dazu gezwungen
■wäre. Das trefflichste Beispiel, diese seine Eigentümlichkeit zu
belegen, findet sich nicht im I Clem., sondern im II Clem., wo
παοα-ζίονειν αυτόν των εντολών 3 4 wiedergegeben wird mit
ueffligemus et spernemus raandata ejus, dum remisse agiraus
neque facimus ea. Aber auch der I Clem. weist verschiedene
Licenzen dieser Art auf, vgl. 15 1 μεΰ^ υποχρίοεως cum assump-
tioue personarum et illusione; 21 4 μη λευτοτακτεΐν τιμάς άπο
τον ϋ-εληματος αυτόν ne rebellantes et deserentes ordinem fa-
ciamus aliquid extra voluntatem ejus; 48 1 επΙ την οεμνην της
φιλαόελφίας ημών άγνην άγωγην άποκαταοτηοη ήμΰς restituat
UOS ad priorem illam modestiam nostram amoris fraternitatis et
ad puram illam convei'sationem; 55 1 πολλοί βαοολεΐς καΐ ηγού-
μενοι λοιμιχον τίνος ενοτάντος καιρόν multi reges et duces de
principibus populorum si quando tempus afflictionis aut famis
(^'erwechslung von λοιμός und λαμός) alicujus instaret po-
pulo u. a. m.
3. Weiter aber hat S die Eigentümlichkeit, Glossen und Zu-
sätze au passendem und unpassendem Orte einzufügen. Doch ist
bei Constatierung dieser Randbemerkungen des Übersetzers oder
späterer Abschreiber Vorsicht zu gebrauchen. Es ist nämlich
Texte u. UnteisachuDgen. N. F. V, i. 'ό
34 Knopf, Der erste Clemeusbrief.
keineswegs sicher, ob nicht ein Teil dieser erläuternden Zusätze
bereits in Σ stand, sodass der Übersetzer an ihnen unschuldig
wäre. Wo es also nicht, nach den sonst bekannten Eigentüm-
lichkeiten von S, auf der Hand liegt, dass er die Zusätze aus
eigenem beigefügt hat, sind sie im Apparate zu verzeichnen, und
wir müssen, was sie betriflft, die Möglichkeit einer v. 1. in Σ
offen lassen. Eine Stelle freilich in S schafft, was Glossen an-
langt, ein starkes Präjudiz gegen die Übersetzung: 1 1 wird das
griechische Wort οτάοις als Fremdwort in der Übersetzung
beibehalten, aber durch die in den Text aufgenommene
Glosse erläutert: hoc autem est tumultus. Hier ist die Hand
eines Syrers unverkennbar und dieser Umstand muss uns auch
inbezug auf andere Glossen und Zusätze in S misstrauisch
machen.
Dies die Hauptregeln für die Benutzung von S; wenden
wir uns nun der Betrachtung seiner Varianten zu. S hat auch
nach Abzug der offenbar dem Übersetzer und der syrischen
Überlieferung zufallenden Eigentümlichkeiten ein ziemlich grosses
Sondereigentum. Nicht unbedeutend ist zunächst die Zahl der
Glossen und Erklärungen — um mit diesen anzufangen — , die
sich allenthalben in den Text eingestreut finden. S zeigt das
Bestreben, den Text recht deutlich und unzweideutig zu machen,
zu schwach scheinende Ausdrücke durch gewichtige Zusätze zu
verstärken, einzelne Ausdrücke und ganze Sätze abzurunden. Vgl.
als Beispiele dafür: 11 1 dominator universi <; όεοπότης; 19 1
verba dei <C λόγια αυτόν, ähnlich 50 2 misericordiae dei <C τον
ελέους αυτοΰ; weiter zählt hierher 16 2 ταπεινοφρονών add. ve-
nit {ήλ.&εν)•, 25 2 χρόνου τοϋ βίου add. suae; 25 3 αίρει τον οη-
κον εκείνον add. circum se; 25 3 διανύει <C migrat volans; 25 5
Ol ιερείς add. qui ex Aegypto; 34? τ(] ϋυνειόήοει <C in una
conscientia; 37 2 τα όιαταϋοόμενα τρΥΆβυα. omnia; 4ΐ2προοφερε-
ται <C otferuntur sacrificia; 42 3 λαβόντες add. apostoli; 43 2
των φυλών add. omnium Israelis; 46 5 πόλεμοι τε add. et pugnae;
51 2 φόβου add. dei; 52 1 αυτώ add. solum; 64 τω ονόματι add.
sancto; ibid. άρχιερέως add. magni. — Dem Zwecke der Ver-
deutlichung dienen auch die öfteren Zusätze von Pronomen, z. B.
19 2 πράξεων add. harum; ibid. κόομον add. hujus (analog 383);
25 2 τελεντζί add. in illo; besonders von Personalpronomen: 21 3
εγγύς add. nobis; 24 2 γινομένην add. nobis; 51 1 της ελπίοος
Prolegomena. III. Die Textesgestaltungen etc. 35
add. nostrae; 54-2 εκχωρώ praem. ego; δδ 1 £νέγκ€ομΒν add.
vobis; δδ4 τ//ς πόλεως <C urbe sua.
Ausser diesen Zusätzen zu einzelnen Satzteilen finden wir
aber bei S auch Zusätze von Partikeln, wodurch die Diction
geglättet werden soll, vgl. 17 1 προς τούτοις add. 6έ; 2Uio άπό-
lavOLV add. τε; 21? βονλ7]μα << occä βονλημα (was die ganze
Construction verändert); 31 3 ηόεως <C καϊ ήδέως; 362 ηνεώ-
χΟ-ηοαν <C ^cu ηνεώχϋ-ηοαν; Ali όΰω add. γάρ; 4δ2 ενκεκύφατε
■< ει ενκεκύφατε (wodurch die beiden asyndetisch aneinander-
gereihten Hauptsätze zu einer hypothetischen Periode werden);
δδό τον λαον praem. öta (propter, aus dem zweiten gen. obiect.
wird ein Parallelglied); δδβ παντεπόπτην δεοπότην << S παν-
τεπόπτην καΐ δεοπότην; 64 εγκράτείαν, άγνείαν <C S και
εγκράτειαν καΐ αγνείαν.
Ein leichtflüssiges Element der Rede sind die Vocative der
Anrede: αγαπητοί, αδελφοί. Es darf uns also nicht wundern,
wenn S mit diesen Redebestandteilen frei umgeht, sie ausläset
und hinzusetzt, auch Vertauschung beider Ausdrücke kommt
vor; vgl. li αγαπητοί om.; 4; αγαπητοί statt αδελφοί; 192
πράξεων add. αδελφοί άγαπΐ]τοί\ 3δδ om, αγαπητοί', 40 1 τούτων
add. αδελφοί; 50 2 οϋν add. αγαπητοί; δ3ι γάρ add. αδελφοί,
während hinter γραφάς das αγαπητοί weggelassen ist (ähnlich li).
— S hat ferner die schon bei C constatierte und erklärte Eigen-
tümlichkeit aufzuweisen, dass das den Redenden oder Schreibenden
miteinschli essende ημείς in das direktere und entgegensetzende
νμείς verwandelt wird, so 342 νμας <C W^i, 362 νμών (hinter
ηνεοτ/β-ηοαν) << ημών.
Natürlich fehlen neben den zufälligen und absichtlichen
Zusätzen auch nicht die Auslassungen. Diese nicht minder wie
die Glossen und Einschiebungen dienen zum Teil dazu^ den Text
zu glätten, zum Teil sind sie zufälliger Art. Die Grenze zwischen
beiden ist natürlich nicht scharf zu ziehen. Da sie aber haupt-
sächlich die die Stilverknüpfungen in hervorragender Weise
modificierenden Partikeln betreffen, so werden wir in ihnen zum
guten Teile absichtliche Auslassungen zu erkennen haben. Die
unbeabsichtigte Auslassung per homoeoteleuton ist äusserst selten
in S, die Orientalen haben im ganzen und grossen immer treuer
copiert als die Griechen.
Weglassung von Partikeln und anderen Worten finden wir
3*
36 Knopf, Der erste Clemensbrief.
z. B. 75 om. xal vor καταμαϋ^ώμεν (sehr leicht in Σ möghch);
127 om. καΐ έλπίζονοιν hinter τοις πίοτενονοιν; 21 e Jtaiösiav
τον Q-tov statt Jtaiotiav τον φόβον τον ϋ^εον; 22ι όε om.; 2S4
U. 29 1 ovf om.; 383 καΐ τίνες om. hinter ποίοι; 384 κατά πάντα
om. als überflüssig neben dem kurz vorher stehenden πάντα\
4l2 προοφέρονταί om.; 446 άμέμπτως om.; 476 αίοχρά αγαπητοί
om., 51-2 όέ εαντών om.; 6δι Βίτο]να om.
In den Doxologien erlaubt sich S zuweilen nicht unbedeu-
tende Kürzungen. Sie sind leicht erklärlich, weil jeder Ab-
schreiber und auch der Übersetzer feste Formeln der Doxologie
im Kopfe hatte, nach denen sie bewusst oder unbeAvusst die ihnen
vorliegenden ummodelten. Die Verkürzungen der Doxologien,
die im folgenden aufgeführt werden, Λveisen auf dieselbe Hand
zurück, denn sie reducieren die ursprünglicheren umfangreicheren
Grundformen auf denselben schlichten Typus: 20 12 φ ί] ό6ξ.((.
καΐ η μεγαλωονν^ι εις τονς αιώνας των αίοίνων. αμ7/ν <^ ο)
η δόξα εις τονς αιώνας τών αιώνων, αμήν; 64 statt όιον αντώ
δόξα, μεγαλωοννη, κράτος και τιμή καϊ ννν καΐ εις τονς αίο^νας
τών αιώνων, άμην <C δι ον αντώ παοα δόξα εις τονς αιώνας;
6δ2 statt δι ον αντώ δόξα, τιμή, κράτος και μεγαλωοννϊ],
ϋ^ρόνος αιώνιος από τών αίώνο^ν εις τονς αΊώ>νας το)ν αιώνων,
άμην <C δι ον αντώ δόξα εις τονς αιώνας τών αίώνο^ν, άμην.
In all den bis jetzt aufgezählten Fällen ist es, wie schon
bemerkt, nicht möglich, genau zu bestimmen, was von den Zu-
sätzen und Auslassungen schon den Text von Σ verunstaltete
und was erst späteres Verderbnis ist. Es gibt aber eine Reiht•
von Stellen, an denen klar ist, dass sie bereits in Σ verderbt
waren, und von anderen, die zwar in Σ richtig dastanden, von
dem Übersetzer jedoch falsch verstanden und falsch wiedergegeben
wurden. 22 wird der Plural plenae . . . effusiones (der nicht von
blossem Ribui abhängt) am einfachsten durch Itacismus in Σ
erklärt: πλήρεις εκχνοείς für πλήρΊΐς εκγνοις; 2i stand in Σ
εκόντες statt άκοντες; 83 im Citate ειπούν statt είπόν; 9i an-
scheinend γινόμενοι für γενόμενοι; ib. άπολείποντες für άπο-
λιπόντες; 92 τελείονς für τελεαος; 11 1 anscheinend κρ'ιοιν für
κόλαοιν; 14 1 ΰ-είον für 00ων und ähnlich 21 8 ϋ-είως im- οοίως
(den gleichen, durch Majuskelschreibung leicht erklärlichen,
Fehler hatte C 23), Π 2 άτενίοω für ατενίζων; 20 1 δικαΐ€Οοει
für διοικηθεί; 20 3 δια für δί/α; 20 ίο ονλλήψεις inv οννελενοεις;
Prolegomena. III. Die Textesgestaltungen etc. 37
243 anscheiuend κοιμάται {τις) ννκτος άν'ιοταται ημέρας für
κοιμάται iw^ άν'ιοταται ημέρα; 245 την γην ξηράν statt την
7Ψ' ^'yί'«■) 337 ίκοιμ/Ίϋ-7ιθαι^ ϊϊ\τ ίκοομι'ιϋ-ηοαν; 36-2 έ7Όπτριζο)με}}^α
(allenfalls auch ένοπτριοόμεΰ-α oder Ινοπτριοώμεϋ^α) für hojt.
τριζόμεϋ-α-, 373 νπαρχοι für έπαρχοι (doch kann dies auch am
Übersetzer liegen); 395 επεοον für επαιοεν; 42 ö κενώς für
καινώς; 4bi vjro των μιαρίΤίν καΐ άδίκΐον ζηλον άνειληγότων
für νπο των μιαρον καϊ αδικον ζηλον άνειληφότων, 485 ein
thörichter, aber leicht zu erklärender Irrtum: ητω δυνατός,
γνώοιν εζει, πονείτω οοφός statt ητω δυνατός γνώοιν εξ^υτεΐν,
ητω θο(ί.ός\ 495 ευαρεοτείν für ευάρεοτον, 55 1 λιμικοϋ (oder ein
stammverwandtes Wort) für λοιμικοϋ. In fast allen diesen Fällen
wird das Verderbnis wohl schon in Σ gewesen sein, doch ist
immerhin die Möglichkeit zuzugeben, dass einiges in Σ richtig
überliefert war, aber vom Übersetzer falsch gelesen wurde.
Anders steht es mit einer Anzahl von Lesarten, die deutlich
zur Emendatiou einer schon verdorbenen Textesstelle eingeführt
wurden. Sie möchte ich zum guten Teile dem Übersetzer zu-
schreiben. Denn ein Abschreiber konnte allenfalls Fehler seiner
Vorlage auch in seine Abschrift aufnehmen, ein Übersetzer hin-
gegen musste in das, was er bieten wollte, Zusammenhang und
Sinn bringen und musste versuchen, einen anscheinend verderbten
Text zu emendieren. Beispiele solcher tertiären Lesarten sind:
2-2 εγ'ινοντο statt έγίνετο, in Anbequemung an den fehlerhaften
Plural πλήρεις εκγΰοείς; 30 s έγκρατενόμενοι απο παντός
φιϋ^νριομοϋ καϊ χαταλαλιας πόρρω εαυτών ποιοϋντες statt
εγκρατευομενοι απο παντός ψιϋυριύμοϋ καϊ καταλαλιας πόρρω
Ιαυτονς ποιοϋντες, das als accus, gefasste καταλαλιάς machte die
Correctur Ιαυτών nötig; 35 12 αυτοΐς st. αυτώ wegen des voran-
gehenden Plurals ούνετε in ν. 11; 399 επεοον αύτοΰ statt επαιοεν
αυτούς, Zwischenlesart war επεοεν; 40 3 ενευδοκηοει.. . είναι statt
εν εύδοκηοει . . . είη, ενευδοκηοει als ein \Vort und als Verbum
gefasst, verlangte die Emendation slvai\ 405 τοΙς άρχιερεϋοιν
st. τω άρχιερεί, veranlasst durch den Plural ϊδιαι λειτουργίαι
und dann vor allem durch die Beziehung der Stelle auf die
christlichen Bischöfe; 42 1 01 άπόοτολοι ημΐν εύηγγελίοαντο statt
. . . εύηγγελίοϋ^ηΟαν , der ungeschickte und falsche Dativ t)ulv
scheint diesen Fehler veranlasst zu haben; 45 1 περί των μη
ανηκόντων εις Οίοτηρίαν statt περϊ των ανηκόντων εις
38 Knopf, Der erste Clemensbrief.
ϋωτηρίαν, die Emendation entstand, weil φίλόνίΐκοι und ζ?)λωταί
sensu malo und εοτε als Indicativ, nicht als Imperativ gefasst
wurden; 495 ονόενΐ εναρωτεΐν έοτιν τω ϋ^εω statt ονδεν
ενάρεϋτόν έοτιν τω &εω (Mittellesart war εναρεοτεϊΐ'); δΟι
έξ?]γηϋίς τις ίκανη statt εξηγηοΐς. Τις ικανός . . .
Endlich finden wir in S eigentümliche Übersetzungen, die
nicht auf einer falschen Lesart oder einer unrichtigen Emendation
des überlieferten Textes beruhen, sondern auf einer falschen
Übersetzung des richtigen ^-textes. Falls, wie mir wahrschein-
lich scheint, Σ eine Majuskelhandschrift war, so sind diese zum
Teile aus schlecht gelesenem Texte erklärlich, vgl. unter den
eben angeführten Beispielen 403 ενενδοκηϋει und 50 1 εξηγηοίς
τις, ferner 26 lAIA als ioicc statt löia gefasst, 7-i οτι id quod
(o τι), 77 OIJE als οΐδε statt oi δε. 342 εξ αντον neutrisch,
nicht auf Gott, sondern auf προ&νμονς είναι bezogen, 55 6 cov
γάριν εκινδννενοεν ex iis propter quae erat (jDopnlus) in periculo,
weil der Übersetzer den ad sensum Plural cov nicht verstand.
Die anscheinend höchst seltsamen Lesarten 394 παίδων
< S operum (»<'.t=L2»- statt r^.ia.:^) '), 51 1 έποιήοαμεν <; S
transgressi sumus (Verwechselung von ."|a.i^ u. ίη.ί^) erklären
sich leicht und einfach durch falsche Punktation des an und für
sich richtigen Consonantentextes, 394 war der Fehler um so
leichter, als εργ€ον operum unmittelbar zuvor steht.
Trotzdem S an vielen Stellen, wie aus dem beigebrachten
Materiale zu ersehen war, ein sehr entstelltes und verzerrtes
Bild der ursprünglichen Überlieferung bietet, so ist dennoch neben
diesem secundären Elemente ein gutes primäres nicht zu ver-
kennen. Wie dasselbe beschaffen war, wird erst im folgenden
bei Besprechung der Verwandtschaft unserer verschiedenen Textes-
zeugen darzulegen sein; hier möge nur die Thatsache verzeichnet
werden, dass au einer Stelle S allein die richtige Lesart ei'halten
hat: 155 hat das allerdings bedeutende Homöoteleuton τα χείλ?^
τα δόλια arge Verwirrung bei AOL und Clem. AI. angerichtet:
sie lassen alle die Worte τα λαλοΰντα ... τα δόλια^ aus und
bessern dann mannigfach an dem verkrüppelten Texte herum.
Nur S hat hier den richtigen Text bewahrt. Der Fehler muss
uralt sein; da ihn L und Clem. AI. schon in ihren Vorlagen
1) Vgl. dieselbe Verwechselung Mt 11 19 u. Luk. 1(5 35.
Prolegomena. ΙΠ. Die Testesgestaltungen etc. 39
hatten und beide Griechen ihn aufweisen, war er offenbar schon
im 2. Jahrb. vorhanden. Von den übrigen durch S << Α C ge-
botenen Lesarten, die Lightfoot für richtig erklärte und in seinen
Text aufnahm (ihr Verzeichnis in S.Clement I S. 139f.), sind
einige dadurch, dass sie L bestätigte, zweifellos geworden, andere
freilich müssen verworfen werden.
Zum Schlüsse noch ein Wort über die Citate bei S. In
ihnen findet sich eine beträchtliche Zahl von Abweichungen vom
ursprüughchen Texte. Das kann uns nicht wunder nehmen,
wenn wir die nicht allzu kurze Textesgeschichte von S bedenken.
Schon in Σ konnte nach der LXX geändert werden, und ebenso
in S selbst dann nach Peshitto. Für uns beanspruchen nur die
Fälle der ersten Art einiges Interesse. An einer ganzen Reihe
von Stellen sehen wir S mit LXX gegen die drei anderen zu-
sammenstimmen. Diese Varianten können — doch ist auch dies
nicht unbedingt nötig — zum Teil schon in Σ gestanden haben.
Als Beispiele vgl. 83 εαν ώοιν << S y.al lav ό)θιν (cf. LXX
Jes. lis); 10 g τονς άοτέρας <C add. S του ουρανού (cf. LXX
z. ß. Gen. 22i7, Ex. 32i3, Deut, lio u. a., auch Hebr. 11 12); 126
0001 γάρ << S et omnes illi qui, καΐ oool (cf. LXX Jos. 2 19, an
entsprechender Stelle, y.al Ιοταί πας oa αν κτλ.); 163 πάρα το
ίΐδος των άνϋ-ρώποίν <C S πάρα πάντας άν&^ρώπους (LXX
Jes. 533 πάρα τους υΐονς των άν&ρο?πων u. Χ πάρα πάντας
τους υΙους των άν&ροίπων); 16? υπέρ των αμαρτιών •< S
ταϊς άμαρτίαις (LXX Jes. 536); Ι69 ηχεί <C S ηχ&•η (LXX Jes. 53s,
doch Q™e ηχεί); 226 όφ&αλμοί < S οτι οφϋ^αλμοί (cf LXX ψ
33ΐ6 J? ϋ*; N^^-a Aß om. οτι); 27? αναγγέλλει < S άναγγελεΐ
(cf. LXX \p ISs AU); 436 τοϋ άλ7]&ίνοϋ και μόνου <^ S τοϋ
μόνου άληϋ-ινοΰ (Joh. ITs; cf. auch Rom. I627 μόνσ) 6οφω)\ 533
εαοον <; S χαΐ εαοον (cf. LXX Ex. 32 10 καϊ νϋν εαοον ebenso
Deut. 9u, wo indessen AF nur εαοον haben); 56 1 των . . .
υπαργόντων << S qui . . . apprehensi sunt, των . . . προλημψϋ-έν-
το^ν (cf. Gal. 61.. εαν καϊ προλ?]μφϋ^^ ανϋ-ρο:>πος εν τινι παρα-
πτο)ματι).
4. Der Text des Codex L.
Die lateinische Übersetzung hat, ähnlich der syrischen, eine
Doppelschichte. Die untere ist höchst altertümlich, und ihr
sind gewichtige, ursprüngliche Lesarten von hohem Werte zu
40 Knopf, Der erste Clemensbrief.
entnehmen. Über sie schiebt sich abei- verdeckend und ent-
stellend eine neuere Textesbildung, die im Laufe der Jahrhun-
derte, die zwischen der Übersetzung; des Briefes und der Nieder-
schrift unseres Codex liegen, allmählich, von absichtlich oder
unabsichtlich wirkender Hand verschuldet, über die ursprüng-
liche Schicht darübergewuchert ist. Denn fast ein Jahrtausend
liegt zwischen der Übersetzung von I Clem, und der Ab-
fassung der sie enthaltenden Handschrift. Das letzte Urteil
über die Entstehuugszeit der altlateinischen Übersetzung von
I Clem. ist zwar noch nicht gesprochen worden. Doch haben
sich für sehr hohes Alter gewichtige Stimmen erhoben. Für das
2. Jhrh. erklären sich der Herausgeber Morin (bald nach Ab-
fassung des griechischen Originals) und Harnack (lieber vor als
nach 150 vgl. 1. c. S. 263), auch v. Gebhardt (Deutsche Lit.-
Zeitung 1S94 Nr. 18) und Hilgenfeld (Wochenschrift f. klass.
Phil. 1S94 Nr. 16) sind diesem frühen Ansätze nicht abgeneigt;
Haussleiter (Theol. Litt.-Blatt 1S94 Nr. 15) rechnet diese vetus
Latina ohne genauere Angabe zu den ältesten lateinischen Über-
setzungen; V. Wöliflin (Archiv für Lexikographie IX Heft 1) Aveist
sie aus Gründen der Lexikographie und des Syntaxgebrauches
dem Zeitalter Tertullians zu; Sandaj (im „Guardian vom 2S. 3.
1894) ist in unbestimmter Weise für den Zeitraum 200—350
eingetreten, den indessen Harnack (1. c. 609 f.) durch den IS' ach-
weis, dass schon Lactanz unsere Übersetzung benutzte, um
50 Jahre abgekürzt hat. Zahn (Theol. Litt.-Blatt 1894 Nr. 17>,
der die Übersetzung auch im 5. Jahrb. sehr wohl begreiflich
findet, steht ziemlich allein mit diesem Ansätze. Die Aussicht,
auf rein philologischem Wege die Entstehungszeit unserer Über-
setzung genau feststellen zu können, ist bei dem geringen Um-
fange der uns erhaltenen altchristlichen vulgärlateinischen Litte-
ratur recht kümmerlich. Die sachlichen Gründe, die Harnack
(Sitzungsberichte der Kön. preuss. Akademie der Wissenschaften
1894 S. 262 f. u. S. 611 ff.) für seinen Ansatz beigebracht hat.
sind sehr plausibel. Für die textkritische Verwertung der Über-
setzung ist übrigens die genaue Feststellung ihres Entstehungs-
zeitpunktes gleichgültig, sie ist nur für den Litterarhistoriker
und den Sprachgelehrten von Belang. Begnügen wir uns mit
der Einsicht, dass die Übersetzung zwischen c. 150 — 230, und
zwar höchst wahrscheinlich in Rom (vgl. dazu noch Harnack
Prolegomena. III. Die Textesgestaltungen etc. 41
1. c. 614 Anm. 1), entstanden ist. Für unsern Zweck ist es nur
von Interesse, die Beschaflenheit der griechischen Vorlage unse-
res Textes festzustellen. Diese Vorlage ist vorzüglich und re-
präsentiert eine kaum noch veränderte Textesgestalt von I Clem.,
sodass wir von hier aus gegen eine möglichst zeitige Ansetzung
des Lateiners nichts einzuvirenden haben.
Die erste Aufgabe der Untersuchung ist, die Massstäbe zur
Auffindung dessen, was wertlose Zuthat oder Veränderung des
Übersetzers oder eines späteren Abschreibers ist, und dessen, was
als Bestandteil der griechischen Vorlage des Übersetzers — wir
bezeichnen sie der Kürze wegen im folgenden mit Λ — höchste
Beachtung verdient.
Es wird sich deshalb zunächst darum handeln, die Gestalt
der Überlieferung, sodann die Art und Weise der Übersetzung
zu charakterisieren.
Von der Gestaltung der Überlieferung gibt uns Morins Aus-
gabe ein hinreichend deutliches Bild. Da der Text nur in einem
einzigen Exemplare erhalten ist, fehlt uns jedes Mittel einer
äusseren Textkritik. Wie der Text uns gegenwärtig vorliegt,
ist er bereits durch verschiedene Hände von aufeinander folgen-
den Abschreibern gegangen und mannigfach entstellt. Und zwar
ist es zunächst eine Reihe von Ausserlicbkeiten, von orthogra-
jihischen Besonderheiten , die wir uns bei der Verwertung der
Übersetzung vor Augen halten müssen. Von den zahlreichen
orthographischen Inconsequenzen zwar, die die Form und Be-
deutung des betreffenden Wortes nicht zweifelhaft machen, ist
hier ganz abzusehen. Sie sind für die Textkritik belanglos
und beweisen nur, dass der letzte (und vielleicht auch schon
frühere) Abschreiber seine Arbeit ziemlich sorglos anfertigte.
Aber gerade dies muss uns ja, nach dem schon für Α aufge-
stellten Kanon, ein gutes \^orurteil für die Uninteressiertheit
und infolgedessen für die Zuverlässigkeit des Mannes erwecken.
Der Curiosität wegen mögen hier nur einige Inconsecjuenzen der
Rechtschreibung verzeichnet werden: In der Überschrift lesen
wir Corintios, in der unmittelbar darauf folgenden Zuschrift Cho-
rinthum, 47 e hingegen Corinthiorum und analog in der Unter-
schrift Corinthios; stets schreibt L obaudire (19 mal), obaudientia
(3 mal) und obauditio (2 mal), doch in den Schlusskapiteln oboe-
dire (60 4 62 3 682) und oboedientia (63 1); penitentia findet sich
42 Knopf, Der erste Clemensbrief.
neben poenitentia, 7 4, 5, g ist das Wort dreimal hintereinander
verschieden geschrieben: penitentiam, poenitenciae, poeniteutiam:
der Schreiber hat immer herere, hingegen aeclesia; 22 6 finden
wir praeces, 36 1 precum; 11 1, 2 175 21i lesen wir dampnare und
dampnatio, hingegen 51 3 damnatio; ti und ci in der Endsilbe
wechseln; die Verdoppelung der Consonanten wird willkürlich
angewendet, vgl. 10 6 Stellas, 32-2 stellae, hingegen 20 3stelarum
und umgekehrt 44 3,4,6 45 7 51 2 633 querela, 17 3 hingegen
querella; die Assimilation von η in der Vorsilbe in erfolgt un-
regelmässig, vgl. 1 1 14 1 30 1 inmundus, 28 1 immundus.
Doch mit diesen kurzen Bemerkungen über die rein ortho-
graphischen Ausserlichkeiten sei es genug, die richtige Form
liegt in allen diesen Fällen auf der Hand. Aber auch wo eine
anscheinend unsinnige oder falsche Form entstanden ist, lässt
sich mit Rücksicht auf die orthographischen und graphischen
Eigentümlichkeiten der Handschrift, die sie mit vielen mittelalter-
lichen Codices teilt, leicht das Richtige herstellen. Häufig ist die\'^er-
wechselung von ähnlich aussehenden oder ähnlich klingenden Buch-
staben, vgl. z. B. 45 7 cesserunt für gesserunt, dagegen 3 1 ingrassavit
für incrassavit; 51 1 reficimus für deficimus, 57 2reponite für de-
ponite, dagegen 48 1 deducat für reducat; li lesen wir incessi
sunt, anscheinend ein Hörfehler für incensi sunt; 47 5 steht vitae
für vide; ei für es findet sich zweimal: 20 2 impedient ei für im-
pedientes, 44 2 accipient ei für accipientes; et für ei 2 1 adtenden-
tes et statt adtendentes ei (doch scheint mir hier die Sache
nicht ganz sicher zu sein) und 64 per quem est et gloria statt
— ei gloria, umgekehrt vgl. 14 1 ei sanctum statt et sanctum;
56 9 steht forti statt ferri, nach dem Facsimileblatte, das dem
Morinschen Texte beigegeben ist, ein sehr leicht möglicher
Verlesungsfehler (vgl. im Facsimile Z. 6 das forti und dann die
Silbe er. z. B. in veritatis Z. 3 u. ö.). Durch Unachtsamkeit des
Schreibers sind ferner in einer Reihe von Fällen einzelne Silben
eingefügt, verdoppelt oder ausgelassen, vgl. darüber den Morin-
schen Index s. v. syllaba.
Eine besondere Gruppe von Fehlern bilden die falschen
Declinations- und Flexionsformen, die durch unrichtige Schreibung
bei Substantiven und Verben erfolgen. Hierher gehört die an-
scheinende Verwechselung von Ablativ und Accusativ, die, weil
das Schluss-m nicht mehr ausgesprochen wurde und auch in der
Prolegomena. III. Die Textesgestaltungen etc. 43
Schriftsprache uur als Linie über dem letzten Vocale figurierte,
leicht erklärlich ist. Statt Accusativs einen scheinbaren Ablativ
vgl., besonders krass, vreil unmittelbar vorher der Accusativ
richtig steht, 25 3 portat illam . , . usque in Aegiptum in colouia
. . . und viele andere Fälle. Das Umgekehrte, Accusativ statt
Ablativs, steht z. B. 46 cum essent in campum, 128 prophetia
fuit in mulierem. — In der Conjugation entstehen durch Beta-
cismus Verwechselungen von Perfect- und Futurformen bei
Verben der 1. und 2. Conjugation, vgl. z. B. 168 euarrauit für
enarrabit, 35 12 honorificauit für honorificabit, 57? habitauit für
habitabit (umgekehrt b statt u kommt in der Flexionsendung
nicht vor, doch vgl. 44 3 imbidia für inuidia und I83 labia für
laua). Diese scheinbare Abweichung ist selbstverständlich nicht
als \''ariante zu verzeichnen, und ebensowenig ist im allgemeinen
eine andere scheinbare v. 1. zu buchen, die durch die, auch sonst
in der Handschrift vorkommende, Verwechselung von e und i
in der Flexionsendung entsteht. Verba der 3. Conjugation er-
halten dadurch Futur- statt Präsensformen und umgekehrt: so
steht 275 dicit für dicet, 51 i depascit für depascet, umgekehrt
23 1 tribuet für tribuit, 39? tradet für tradit, 593 dissolues für
dissoluis. 51 1 steht infolge der gleichen Lautverwechselung eine
Präsensform statt eines Perfectums: deficimus (oder eigentlich
reficimus) st. defecimus.
Abgesehen von diesen leicht auszuscheidenden orthographi-
schen und lautlichen Eigentümlichkeiten weist aber die Hand-
schrift noch eine Reihe schwererer Verderbnisse auf. Die meisten
derselben hat Morin an der Hand des griechischen Textes corri-
giert und die wiederhergestellte Lesart in seinen Text aufge-
nommen, die falsche hingegen in den Anmerkungen verzeichnet.
Beispiele solcher Entstellungen sind: I62 Scriptum est majestas
Dei statt Sceptrum majestatis Dei; 40 δ plebs ejus homo statt
plebeius homo; 502f. .. sine humana voluptate. lunocuae fere
sepe uationes omnes . . . statt . . . sine humana voluptate innocui.
Generationes omnes . . . u. a. (cf. Morin S. VIII f.)').
1) Im allgemeinen sind Morins Änderungen geschickt und passend,
nur einige Kleinigkeiten hätte er noch in den Text aufnehmen und einige
Änderungen weglassen sollen. Die Stellen, an denen ich anders als Mo-
rins Text es hat, lese, habe ich anhangsweise zusammengestellt, meist auch
im Apparate angemerkt.
44 Knopf, Der erste Clemensbrief'.
Unklar und offenbar recht verderbt sind ferner noch einige
Stellen, denen aber anscheinend sehr schwer aufzuhelfen ist:
34 • . . et negabat omnia mandata ejus ambulare uoluerunt
non digne Christo. Die Stelle ist sicher erst in L verderbt worden
(gegen Morin, der anscheinend für die Entstellung Α verant-
Avortlich macht). Zur Erklärung des schwierigen negabat und
der \Veglassung von ev τοις νομίμοις möchte ich folgenden
Weg einschlagen. Der Übersetzer hatte richtig wiedergegeben:
NEC LNLEG ITIMIS MANDATORUM EIÜS ... Die cartou-
chierten Buchstaben waren unleserlich geworden, NEC ... IT
las ein Abschreiber, nach dem vorhergehenden caliginabatur, als
negabat (C u. G oft verwechselt!) und gestaltete dann die
nächsten, Avahrscheinlich auch schwer zu entziffernden Worte
um: aus IMIS machte er OMNIA, statt des nun sinnlosen
Genitivs mandatorum setzte er den Accusativ. Für das voluerunt,
das an Stelle von μηδέ jroXiTSvsoü-ai steht, habe ich keine Er-
klärung finden können, möglich, dass der Übersetzer in Α statt
πολιτενεοϋ-αι etwa βονλεοΘ-αι hatte. Sinnlos und offenbar ent-
stellt ist ferner 373 de inequis, ebenso 15 1 qui cum que u, a. m.
Das ist in kurzen Zügen die äussere Gestalt der Über-
lieferung unserer Übersetzung. Im allgemeinen hat sie die ur-
sprünglichen Züge ziemlich treu bewahrt und den Text fast
unversehrt und in leidlicher Verfassung erhalten.
Unsere weitere Aufgabe wird nun sein, festzustellen, was von
den zahlreichen Variauten, die L, am bisher feststehenden Texte
gemessen, aufweist, dem Übersetzer und späteren Abschreibern
zufällt, und was wir mit Sicherheit oder wenigstens mit über-
wiegender Wahrscheinlichkeit der griechischen Vorlage des
Übersetzers zuweisen können. Doch gilt auch hier das bereits
für S bemerkte: in vielen Fällen ist die Scheidung zwischen
Übersetzung und Vorlage nicht durchzuführen.
Um nuii zunächst festzustellen, was wir L selbst zuschreiben
dürfen, müssen wir im allgemeinen die Art der Übersetzung im
Verhältnis zum Urtext charakterisieren. — Der Übersetzer hat
sich offenbar ziemlich genau an den Wortlaut seiner Vorlage
gehalten. Von dem phrasenreichen Wortschwall, den S stellen-
weise so lästig aufweist, finden wir bei L nichts. Wort für
Wort fast hat der Übersetzer den griechischen Text übertragen.
In jedem Satze blickt deutlich durch die Hülle der lateinischen
Prolegotueua. III. Die Textesgestaltungen etc. 45
Sprache das Griechisch derA^orlage hindurch, v, Wölif liu hat in
seiner Recension (die lat. Übers, d. Br. des Cl. an die Cor. 1S94)
auf die tenacitas verborum aufmerksam gemacht, die sich deut-
lich an der Übersetzung zeigt. Sie gibt sich zu erkennen
zunächst durch das Beibehalten von zahlreichen Fremdwörtern
aus dem Griechischen, die eben einfach hinübergenommen wurden:
angelus, apostolus, athleta, blasphemia, episcopus, evangelizare,
martyrium. moechia, presbyteri, scandalum, sceptrum, ysopus
würden wir ja noch nicht so auffällig finden, auffälliger sind
aber z. B. brauiuni 5,5 (= βραβείον) und scema 7i (= οκάμμα),
beides übrigens Athletenausdrücke, ferner dieta 56 13 (= δίαιτα,
im Citate), holocaustum 18it> (= ολοκαύτωμα, auch im Citate),
abyssus 2O5, 2S3, 593, plaga (= πληγι] 1Ö3, 4, 5, 10 im Citate),
melotes 17 1 u. a. — Weiter zeigt sich ein Einfluss des Griechi-
schen im Bestreben, das griechische Wort womöglich durch ein
lateinisches desselben Stammes wiederzugeben, cf. tremere 134
für τρέμειν, lucerna 21 2 (= λύχνος), eructo 27? {=^ έρβνγω)^
plebs 542 {=^τληϋος), peste instante 55 1 (= λοιμικον . . Iv-
οτάντος καιρόν), sobrius und sobrietas622, 633, 64i {^οώφρων
u. Οίοφροοννη) u, s. w. Sogar zu falschen Etymologien hat
dies Bestreben den Übersetzer verleitet, so wenn er z. B. 308 u.
572 αν&άόίΐα mit audacia wiedergibt, oder 143 γλνκντης mit
indulgentia (weil er an indulcentia dachte).
Nach Möglichkeit hat der Übersetzer ferner die Wortfolge
seiner Vorlage beobachtet. Die Unterscheidung der Zeiten (Impf,
durch Impf., Aorist u. Prfct. durch Prfct.) ist eine ziemlich zu-
verlässige, cf. z. B. den genau beachteten Tempuswechsel 292
u. ä. (ungenau ist dagegen anscheinend die Wiedergabe in 25 — h,
233 und wenigen anderen Fällen). Bei diesem engen Anschlüsse
an das Griechische laufen naturgemäss auch zahlreiche Gräcismen
in den Constructionen mit unter. Man merkt es dem Latein des
Übersetzers an, dass es noch wenig zur Ausprägung christlicher
Gedankenreihen und Begriffe gebraucht ist. Den Ohren, für die
diese Übersetzung berechnet war, muss das Griechische als Ge-
meindesprache noch etwas geläufiges gewesen sein. Unsere
Übersetzung teilt diese Eigentümlichkeit mit anderen Bestand-
teilen dervortertullianschenoccidentalischenÜbersetzungslitteratur:
der Itala, der ßarnabas- und der Hermasübersetzung.
Die Gräcismen erschöpfend anzugeben, würde zu weit führen.
46 Knopf, Der erste Clemensbrief.
Hier nur eine Reihe markanter Erscheinungen. Nicht selten ist
in unserer Übersetzung der absolute Genitiv, vgl. 43-2 conten-
dentium tribuum (obwohl im vorhergehenden Gliede richtiger
der abl. absol. steht), 484 multarum igitur portarum patentium.
Auch der comparative Genitiv ist zu belegen, 862 major ange-
lorum, 51 2 magisque sui querelara adferunt traditae nobis bonae
et justae coucordiae (doch ist im letzten Falle die Sache nicht
ganz sicher, es kann auch quam ausgefallen sein}.
Der Übersetzer construiert ut consec, wie ωοτε, mit folgen-
dem Infinitive: 45? in tantum contendentes furoris ut eos qui
justo et sine querela propositu servientes Deo in poenas im-
mittere, 47? ita ut et blasphemiam inferri nomini Domini ....
vobisque periculum immittere. Er nimmt den griechischen
Instrumentaldativ ins Lateinische hinüber: 233 non credentes
animae (= oi διοτάζοντες τγι ψνχ^]), 333 magnificae enim virtuti
suae caelos instituit (trotzdem unmittelbar darnach im ParaUel-
gliede incomprehensibili prudentia sua), 34 7 congregati conscientiae
(= ονναχϋ-εντες τ[] οννειόηοεή. Im übrigen vgl. noch folgende
per saturam angeführte Constructionen und Übersetzungen: insc.
consistenti Chorinthum (= τ(] JcaQOixovo?] Κόριν&ον); li in tan-
tum temeritatis (= εις τοοοντον άπονοίας)\ 475 quietum fra-
ternitatis (= το οεμνον της φιλαόελφίας, dagg. 21? το επιεικές
της γλοίοοης αυτών durch quietam linguam suam); 2i in pectore
habebatis et in visceribus {=ενεοτερνιομένοι ητε τοις οπλάγχνοις) ;
23 1 habet viscera ad timentes eum (= έχει onlayyya επϊ τονς
φοΐ3ον μένους αυτ6ν)\ 49 fecit . . . . usque ad mortem fugari
(= εποίηϋεν μέχρι ϋ-ανάτου oicox&r/vcd); 61 bis viris sancte
conversantibus convenerunt (= τούτοις τοις άνόράϋΐν οοίως
πολιτενοαμένοις οννηϋ-ροίοΰ•?/); 12? adjecerunt monstrare(= ji-ρο-
οέϋεντο όεικννναι); Ιό β confidenter agam in eo (Citat, = τναρ-
ρηοιάΰομαι εν αύτω); 2δδ scripturas temporum (= άναγραφάς
των χρόνων); 362 scientiae gustare (= γνώοεως . . . γεύααθϋ•αι)',
383 de quo monumento et tenebris (= εκ ποίου τάφου καϊ
οκότους); 41 2 pro pontifice et illorum praedictorum ministrorum
(= δια τοΰ άρχιερέως και των προειρημένων λειτουργών); Ali
in alienigenas qui sunt a nobis (= εΙς τους ΙτεροκλινεΙς — bez.
Λ anscheinend ετερογενείς — υπάρχοντας αφ' ημών); 504
postulavit . . . dimitti se abire in castra alienigenarum {= ητη-
οατο . . . έα^ηναι αυτήν εξελϋ-εΐν εις την παρεμβολην τών
αλλοφύλων).
Prolegomena. ΠΙ. Die Textesgestaltungen etc. 47
Abgesehen von den Gräcismen weist der jetzt vorliegende
Text von L, gemessen an den Wortbildungen und Regeln der
klassischen Sprache, zahlreiche Barbarismen und Solöcismen auf:
Fehler in den Casus, im Numerus, in den Pronomen (Reflexiv-
pronomen und is Avird promiscue gebraucht), Passivbildungen
von Deponentien u. s. w. Über diese Art von Besonderheiten
können wir uns um so kürzer fassen, als sie in einem vulgär-
lateinischen Schriftstücke selbstverständlich sind, und ausserdem
sicher nur ein Teil von ihnen auf das Kerbholz des Übersetzers
zu schneiden ist, die übrigen dagegen der 9 Jahrhunderte alten
Überlieferung zufallen. Für die Textkritik sind natürlich Bar-
barismen und Gräcismen gleichermassen irrelevant; wenn wir
nur den griechischen Urtext erkennen, ist uns die lateinische
Form ganz gleichgültig.
Soviel über den Charakter der Übersetzung im allgemeinen
AVeiter muss uns nun die Frage nach dem Verhältnisse der
lateinischen Übersetzung zu ihrer Vorlage beschäftigen, concret
gesprochen, die Frage, was aus der grossen Zahl der L-varianten
dem Übersetzer und der Überlieferung zufällt, und was wir mit
annähernder Sicherheit bereits für Λ reclamieren können, wobei
natürlich eine reinliche Scheidung nicht zu erzielen ist. In einer
ziemlich grossen Anzahl von Fällen wird so die Frage: L oder yi?
eine offene bleiben müssen. Dennoch ist eine Reihe von Grund-
zügen und Grundthatsachen klar, die die Sondergestaltung des
L betreffen, und durch sie wird auch in vielen anderen Fällen,
wo die Scheidung nicht mehr so einfach ist, ein Präjudiz
geschaffen.
1. Der Übersetzer war durch seine minder reiche und ge-
gliederte Sprache gezwungen, manche griechische Ausdrücke nur
unvollkommen Aviederzugeben oder sie zu umschreiben. Dadurch
wird L (vgl. das Analoge bei S) in einer ganzen Reihe von
Fällen ein zweifelhafter Zeuge für den griechischen Text.
Er kann erstlich einmal keinen Unterschied zwischen Aorist
und Perfectum machen. Für dergleichen Varianten (vgl. 12 g
Α ελάληοας << C λελάλ?]κας, 128 Α γεγονεν << C ΙγενιΊ{)•η,
253 Α τετελεντΐ/κότος <C C τελεντηοαντος^ 40 4 Α προοτεταγμέ-
νοίς <C C προοταγεΐΟί u. ä.) versagen demnach beide Über-
setzungen, L wie S. L muss auch den gnomischen Aorist immer
mit dem Präsens übersetzen: 28 1 C άπολίπωμεν <C Α άJtoλεί-
πωμεν ist L mit seinem relinquamus zweifelhaft.
4g Knopf, Der erste Clemensbrief.
Besonders empfiudlicli wird der geringere Formenreichtum der
lateinischen Sprache da, wo es sich um die Wiedergabe von
Participien handelt: Prtc. praes. act., prtc. aor. u. perf. act. und
prtc. pass. fut. kann L gar nicht direkt wiedergeben. Er muss
zu Umschreibungen greifen (gewöhnlich durch Relativum, aber
auch anders, vgl. πάντα γινόμενα 4θ3 omnia facieudo; άπο-
ϋ^έμενοι jräoav άλαζονείαν 13i deposita omni gloria, ähnl. lOä
u. ö.; merkwürdig ist 61 1 γινώο'κοντας cognito) oder aber das
Parti cipium eines anderen Tempus nehmen (Prtc. prfc. pass.
für prtc. praes. pass., prtc. praes. act. für prtc. aor. oder prfc.
act., auch allenfalls mit passiver Wendung prtc. prfc. pass. für
prtc. aor. oder prfc. act., vgl. 123 ειοδεξαμεν?/ αυτούς acceptos
eos, 34 ζηλον άνειληφότας zelum receptum). Wiederum versagt
hier L in einer Reihe zweifelhafter Fälle, vgl. 446 πολιτευό-
μενους AS <C πολιτενοαμένους C (operantes L); 25 δ πεπληρωμένου
Α S <C πληρουμενου C (suppleto L).
Eine dritte Art, wie L das Participiuni wiedergiebt, ist
die durch Coordiuation mit dem Hauptverbum (vgl. 7i ύπομνί/Ο-
κοντες conmonemus, 30 3 εργοις δικαιούμενοι operibus justis
justincemur, 572 άποΟ^έμενοι deponite u. a., vgl. noch 9i, I62,
382). Auf diese letztere Beobachtung gestützt, mit gleichzeitiger
Berücksichtigung einer syntaktischen Eigentümlichkeit des Cle-
mens, absolute Participien anzuwenden (vgl. 11 1 πρόόί/λον
ποιηοας, 13 1 μεμν?]μύ•οι. 35-3 — nach berichtigtem Texte —
ύποπίπτοντα, vgl. auch 593 άνοΊξ.ας)^ habe ich 85 die Eiu-
schiebung von ην, das L allein bietet, hinter μεταοχείν gewagt:
es entsteht so ein Satz mit absolutem Participium, das L indessen
nach seiner Art mit dem verb. finit. — vult — wiedergibt.
Endlich zwingt die Eigenart der Deponentien, die indessen
oft genug bei L passiv gebraucht werden (vgl. Morins Index
s. v. deponens), den Übersetzer zu mancher freieren Wendung,
cf. 4 13 εόιώχϋ^η (a Saul) . . qui persecutus est eum; IIb εκ της
βάτου χρηματιομοϋ αύτω όιδομενου cum de rubo loquebatur
cum eo u. dgl.
2. Zu den eben charakterisierten Undeutlichkeiten und schein-
baren Abweichungen von der griechischen Vorlage wurde L
durch die Eigenart seines Idioms gezwungen. Bei einer anderen
Art von Ungenauigkeiten ist die Schuld ungleich mehr die des
Übersetzers. Es zeigt sich nämlich bei näherer Beobachtung,
Prolegomena. HI. Die Textesgestaltungen etc. 41)
dass L in seinem Wortschatze nicht zuverlässig ist. Er über-
setzt des öfteren mit eben demselben Ausdrucke verschiedene
griechische Wörter, andererseits führt er für den nämlichen Aus-
druck des Originales verschiedene Übertragungen ein. Aus der
grossen Zahl von Beispielen, die sich für diese Eigentümlichkeit
anführen lassen, mögen folgende teilweise sehr charakteristische
genügen: contumatia 3-2, 142 οτάοις, 35 5 καταλαλίά (?), 465,
δ1 1 όιχοοταοία, Ali jtqOoxXioiq; superbus und superbia im
allgemeinen νπίρί/φοα'ος und νπερηφανία, doch auch Übersetzung
von αλαζονεία bez. άλαζονενεο&αι 2i, 14 1, 21 5, und von jtQo-
πετής li; indulgentia 9i χρηύτότ?]ς. 143 γλνκντ7]ς, 21i ευ^ρ-
γεοία (auch 23i ευεργετικός = indulgens); mens 2s ßovZ/j (13i in
mente \vdheamus = μεμν?]μενοή, 355, 362 διάνοια. 51 3 im nämlichen
Satze καρδίαν . . . καρδία cor . . . mentes. — Umgekehrt vgl.: οεμνός
li und 1-2 sanctus, 475 quietus, 48 1 innocuus; πανάρετος I2
omnium virtutum, 477 magnificus, 573 laudabilis; πρόοκλιοις
21? μη κατά προΟκλίοεις non favorabiles in quosdam, 473
proelium, aber zwei Wörter darauf 474 contumatia, 50 2 humana
voluptas (= πρόοκλιοις άνϋ•ρωπίνη)\ μεγαλοπρεπής l2, 9i?,
457, 61 1, 64 magnificus, 92, 192 magnus. — Diese Beobachtung
ist hie und da für die Textkritik von Interesse. Wir können
an manchen Stellen aus der Übersetzung nicht auf das zurück-
schliessen, was in Α stand, vgl. z. B. 308 petulantia et audatia
et contumelia et temeritas kann, wenn nicht einer der vier
Parallelausdrücke Glosse ist, ebenso gut ανΟ^άόεια και ϋ^ράοος
καΐ νβρις καϊ τόλμα wie αν&άδεια καΐ ϋ-ράϋος και τόλμα και από-
νοια wiedergeben. Ferner bedingt verschiedenartige Übersetzung
auch ganz nahe bei einander stehender Wörter noch lange nicht
eine v. 1 , so wenn 51 3 (wie schon erwähnt) καρδία . . . καρδία
mit cor. . . . mentes wiedergegeben wird, 39 1 hingegen ταΐς
όιανοίαις durch cordibus, ähnlich 53 1 έπίοταϋθ-ε γαρ και καλώς
επίύτααϋ-ε mit scitis enim et bene didicistis. Umgekehrt ver-
langen gleiche Ausdrücke der Übersetzung nicht gleiche Aus-
drücke der Vorlage, so 424, 50 s municipiura für χώρα und χώρος,
AI 2 u. 3 scripsit für εγραψεν und επέοτειλεν u. a. Doch kann
L auch sehr peinlich übersetzen, λόγια gibt er stets durch eloquia
Avieder (19 1, 53 1, 623; 13 1 las er offenbar λόγους wie C u. LXX),
λόγος hingegen nie durch eloquium, sondern durch verbum, sermo,
loquela.
Texte und Untersuchungen. X. F. V, 1. 4
50 Knopf, Der erste Clemensbrief.
3. Aber abgesehen von diesen Freiheiten der Formen und
der Worte hat L, mit den anderen Codices verglichen, noch in
einer bedeutenden Reihe von Stellen grössere oder genngere
materielle Abweichungen aufzuweisen, die wir nur zum Teile als
bereits in Α vorhanden anerkennen können; weitaus die meisten
dieser Varianten fallen der Übersetzung und der Überliefe-
rung zu.
a. L hat zwar im allgemeinen fast wortgetreu übersetzt,
erlaubt sich aber doch bisweilen Verkürzungen. Diese lagen
freilich zum Teil sehr nahe, so "le Jtäoa Οτάοίς καΐ πάν οχίομα
omnis scissura et contentio, 13 3 τ αντί] τ(] έντολΐ] καΐ τοΙς
παραγγέλμαϋιν τούτους bis mandatis et praeceptis, 244 πώς
καϊ τίνα τρόπον quomodo. Schwieriger ist ΓΙ 2 εις τοντο οημεΐον
έτέϋης ωοτε ysvtod-cu αυτήν οτηλην αλός facta est statua et
monumentum salis (der Übersetzer hat offenbar οημεΐον missver-
standen und es durch monumentum wiedergegeben — monu-
mentum ist 383 τάφος, 504 ϋηκη — , die Verkürzung ist dann
bei den nun coordinierten Parallelausdrückeu erklärlich), vgl.
ferner I2 κενάς καϊ ματαίας vanas, 20 6 το κύτος της άπειρον
ϋ-αλάοϋης infinitum mare, 26 1 εν πεποι&ηοεί πίοτεως άγα&ής
bona fide, 382 ο άγνος εν τη οαρκΐ qui castitatem servat, 41 3
παρά το κα&ηκον της βονλ7/θεως extra voluntatem, 45? υπέρ-
μαχος καϊ υπεραοπιοτης propugnator (doch kann hier in Α oder
L ein Textfehler vorliegen), 48 1 ΐλεως γενόμενος επικαταλλαγη
ημίν hat nobis propicius, 544 οί πολιτευόμενοι, την άμεταμέλη-
τον πολιτείαν τον ΰ-εον qui sine poenitentia conversati sunt.
Andererseits fehlen nicht paraphrastisch erweiternde Über-
setzungen, von denen indessen einige vielleicht schon in Α be-
gründet waren, während andere durch Glossen von Abschreibern
entstanden sein mögen, vgl. als Beispiele 17 3 ϋ-εοοεβ/'/ς timens
et colens Deum, 21? ϊοην et aequalem et similem, 22 1 προοκα-
λείταί vocat et hortatur, 23 1 άπλη simplici et sincera (merk-
würdige Häufung au nahe beieinander liegenden Stellen), 37»
λάβωμεν το ϋώμα ημών sumamus exemplum a corpore nostro,
51 3 περϊ τών παραπτο^μάτεον propter peccata et delicta (doch
könnte καϊ άμαρτημάτο^ν leicht bei ACS ausgefallen sein per
hom.), 486 το κοινωφελές πάοιν quod commode (!) et utile est
Omnibus, 5l2 περιπίπτειν vagari et committere, 582 εν ταπει-
νοφροούνη cum humilitate et modestia; vgl. auch das Hendiadyoin
Prolegomena. III. Die Textesgestaltungen etc. 5|
cum instantia et tranquillitate für das Oxymoron μίτ εχτενοϋς
επιεικείας 5S2 und 62-2.
b. Sehr zahlreich sind in L die Glossen und Erklärungen,
Ersetzungen von Pronomen durch Substantive und was sonst
noch dazu dient, den Text zu verdeutlichen und Schwankungen
des Sinnes zu vermeiden. Besonders zahlreich sind die Zusätze
von Pronomen zu Verben, Substantiven und Adjectiven, vgl. I2
ενοέβειαν add, vestram, -γνώύιν add. vestram, Is οιγ,ον add. suam,
2i οπλάγγνοις add. vestris, 84 απεοτιν add. ab eis, 13i κυρίου
add. nostri, 193 όιάνοιαν add. nostro, 20 2 τεταγμένον add. sibi,
21 1 ευάρεϋτα add. illi, 21 9 άνελεΐ αυτήν add. a nobis, '60 1 μαρ-
τυρία add. nobis, 372 τα διαταϋοόμενα add. illis, 55 1 πολίτας
add. suos, 56 1 αγίους add. ejus, 63 1 προοελϋ όντας add. vos. —
Auffällig oft wird das einfache Pronomen αυτός is, wenn es ein
tV-fog vertritt, durch Dens ersetzt, vgl. 24 αυτοϋ Dei, ebenso 28,
73 ενώπιον τοϋ ποίί/ϋαντος ημάς coram Deo qui fecit nos, 92
αυτοϋ Dei, 204 υπ' αυτοϋ Dei, 206 αύτον Dei u. s. w. 21ϋ,
23δ, 275, 28i, 282, 29i, 31i, 382 (für έτερος) 384. Diese Art von
Erleichterung ist offenbar erst späteren Datums, die Hand, die
sie vornahm, hat ihre Thätigkeit von c. 39 an eingestellt. Dass
der Übersetzer von der Schuld an diesen Änderungen freizu-
sprechen ist, folgt besonders aus c. 34 1: in dem ganz allgemein
gehaltenen Beispiele vom Arbeitgeber hatte der Übersetzer τω
εργοπαρέκτχ] αυτοϋ durch ad eum qui ei praestat perficienda
opera wiedergegeben, die glossierende Hand machte dann aus
ad eum mit leichter Änderung das gar nicht contextgemässe
ad Deum.
Auch die nicht unbeträchtliche Anzahl der sonstigen Glossen
werden wir darum getrost zum guten Teile der lateinischen Über-
lieferung und nicht schon der Übersetzung oder garyi zuschreiben
können. Als Beispiele von Zusätzen (nicht Ersetzungen) vgl. 81,
11 1, 12 1, 3l3 in der Aufzählung der alttestam entlichen Muster-
bilder das verknüpfende item, analog 245 διαλύεται . είτ . . .
ρ r im um resolvitur, deinde . . . , 11 2 beim Beispiele von Lots
ΛVeibe quomodo et als Einführung, wo die anderen einfaches γάρ
haben, ferner die Hinzufügung (nicht die schon erwähnte er-
setzende Einfügung) von Dens und seiner Casus in einer Reihe
von Fällen: 93 υπακοΐ] add. Deo, IO2 υπακοής add. Dei, 10?
ίοειξεν αυτώ add. Dens, II2 ετερογνώμονος in Deum dubia,
4*
52 Kuopf, Der erste Clemensbrief.
17δ όοξαο&^είς add. a Deo, 19 1 rjraxo//^ add. Dei (später werden
diese Zusätze selten), endlich noch Si άγίον add. omnes, II2 της
γυναικός uxor Loth, 142 x'ivOvvov add. animae nostrae, 172 xal
φίλος ττροοηγορενθ-ί/ et ideo araicus Dei cognomiuatus est, 24i
ΊηΟονν Χριοτόν add. filium suum, 245 εκ τον Ινός add. grano,
30 1 νεωτερίΟμονς omnes adinventiones , 38 3 κόομον hunc
mundum, 582 θωζομέν€ον add. gentium, (334 φροντίς add. semper.
— Mehr der Stilglättung als der Verdeutlichung dient das vor
einem conjunctivus hortativus eingeschobene ut. das demselben
eine feste Rection gibt: 21 7 vor το άξιαγάπητον . . . ένόειξάοί^αοαΐ'.
21 8 vor μα&έτωοαν. 59^ vor /rcöTcoöar, vgl. auch 2i das ut
vor και τα παϋ-ηματα. Überhaupt sind die Fälle zahlreich, in
denen in L zur Grlättung des Stils Zusätze, besonders natürlich
in den Partikeln gemacht werden; um einige Beispiele zu
nennen: 2i ηόιον et libenter, 82 διωγμός et persecutio, πόλεμος
et proelium, IIa ετερογνο) μονός et cum esset . . , dubia, 2l8 τιώς
et quomodo, 244 λάβωμεν τους καρπούς videamus et fructum
61 3 ταντα et haec, ferner Zusetzung von enim 11 1 ^οιήοας fecit
enim, 276 πάντα omnia enim; Ersetzung des schwächeren τε
durch enim 2i πάντες τε omnes enim 40 2 τάς τε προοφοράς
oblationes enim; vgl. endlich 308 επιείκεια nam dementia (nam
advers. = όε) u. dgl. mehr.
c. Neben den glossierenden Zusätzen finden sich, jedoch in
lange nicht so grosser Anzahl, Auslassangen einzelner Wörter.
Flüchtigkeitsfehler, Rücksicht auf die Forderungen der lateinischen
Sprache, absichtliche Glättungen haben diese Auslassungen ver-
ursacht; li καΐ επαλλ.ηλονς und 25 καϊ άμνηοΊκακοι passt das
και nicht mehr in die lateinische Übersetzung, ebenso 60 1 ελεημον
καϊ οίκτίρμον raisericors miserator, vgl. auch 20 u ο μέγας
δημιουργός καϊ δεοπότης creator magnus deus; 17 1 u. 3 steht
beidemal für.£T< δε και einfaches et; 26 1 όπου και δι όρνέου
ubi per avem, 306 και μη Ig αυτών non a nobis, 883 άναλογι-
οοψεϋ^α ου ν und 884 ταντα ου ν om. ουν, 532 κα\ ποιήοαντος
om. και (sicher ein Flüchtigkeitsfehler), 543 και πας τόπος
omnis locus (vorhergeht adquirit bez. adquiret), 555 παραδοϋοα
ovv tradens se. Andere kleine Auslassungen sind: 73 das drei-
malige τι nur das erstemal übersetzt, 64 μεγάλας om., 72 παρα-
δόοεο^ς ημών doctrinae. 13 1 μάλιοτα μεμνημένοι in mente habea-
mus, 21 1 με&' ομονοίας om.. 21 3 των εννοιών ημο^ν cogita-
Pi-olegomena. ΠΙ. Die Textesgestaltungen etc. 53
tionum, 35 2 λαμπρότης εν oixaioOvvtj om. (5 Parallelglieder),
083 TOP κόϋμον αντον orbem terrarum, ibid. τας ενεργεοίας
αντον bona, 43-2 απέϋ^ετο (ΐ,ντάς posuit (nach dem αντάς der
vorhergehenden Zeile das zweite αυτάς als überflüssig empfunden),
.59-2 των εκλεκτών αντον electorum, 59 4 νομής öov pascuae,
(30 1 τας ανομίας ημών iniquitates (nostras neben nobis über-
flüssig), 622 ομονοονντας αμνηοικακως concordes.
Es fehlen auch nicht die Auslassungen propter homoeote-
leuton. Doch kann schon hie und da ein Fehler dieser Art in
Λ selbst vorhanden gewesen sein. Als Beispiele vgl. 2? άμετα-
μέλιμοί ητε έτΛ :πάοη άγαϋ-οποιΐα om. (αγαϋ-οποιΐα opere bono
oder — nach 33 1 — facto bono gibt mit opere bono desselben
Satzes ein gutes Homöoteleuton) ; II2 ετερογνώμονος νπαρχονοης
καΐ ονκ εν ομόνοια L nur dubia (om. et non in concordia, frei-
lich ein sehr schvraches Homöoteleuton); 192 ενεργεοίαις τε om.
L. (et beneficiis hinter donis); 21 s τι αγάπη άγνη παρά τω ϋ^εώ
δύναται ora. L (vorhergeht quid potest humiliatio apud Deum,
ausgelassen ist quid potest Caritas sancta apud Deum); 24 δ
fehlt etwa unumquodcjue seminum quae nuda et arida ceciderunt
in terra wegen des unmittelbar vorhergehenden in terra; 272
fehlt hinter μη ψενόεΰθαι (non mentiri) alles bis μη ιρενοαοϋ-αι
(^non mentiri) eingeschlossen; 273 u. 4 fehlt εγγνς αντώ έοτιν.
τα πάντα, weil L ursprünglich (in anderer Folge als A) hatte:
omnia [prope illum sunt. Omnia] verbo majestatis etc. . . . ; 432
fehlt hinter εις την ϋκηνην: τον μαρτνρίον έπΙ την τραπέζαν
τον ϋ-εοϋ και κλείοας την οκηνην (ob schon in Α nicht vor-
handen?); 45s fehlt ganz, weil dieser Vers zwischen dem doppelten
εις τονς αίοονας τών αιώνων. άμΐ]ν steht.
d. Endlich haben wir bei L, ähnlich wie schon bei S, eine
Reihe von Abweichungen in den „festen Formeln" zu constatieren,
nämlich bei der Anrede, der Citationsformel und der Doxologie.
Als Beispiele von Abänderungen in dem Vocative der Anrede
notiere ich: 143 εαντοίς add. fratres; 35 1 αγαπητοί im Satze
verschoben, ähnlich das αδελφοί 52 1; statt (άνδρες) αγαπητοί
hat er IG17, 21i, 24i, 242, 436, 50i fratres, umgekehrt steht für
(Ιδε?.φοί 41 2 dilecti u. 45 u caris.simi (L übersetzt αγαπητοί ge-
wöhnlich durch den Superlativ carissimi, oft carissimi mihi, auch
dilectissimi). — In der Citationsformel übersetzt L die Präsentia
λέγει und ίρηοίν fast durchweg mit dem Perfectum dixit —
54 Knopf, Der erste Clemensbrief.
Ausnahmen nur 348, 425, 463, 522 u. 3, 563 u. e, 573, zum Teil
leicht erklärlich — , sogar 174 κατηγορεί λέγουν detraxit dicens
Abgesehen von dieser ständigen Variante (wenn raan das so
nennen kann) hat L in diesen Formeln noch viele Abweichungen,
vgl. 3i το γεγραμμενον scriptura (doch 13 1 z.B. quod scriptum
est), 138 φηοΐν γαρ 6 άγιος λόγος dixit enim Dens (563 richtig
sie enim dicit sanctus sermo), 152 λέγβί γάρ πον dixit enim Dens
{πον in der Citationsformel wird auch 21 2, 282, 425 nicht über-
setzt), 153 xal πάλιν et iterum dixit, 16 15 κα\ πάλιν αντός φηοιν
om. αυτός, 233 η γραφή αντη οπον λέγει scriptura haec quae
dixit, 262 λέγει γάρ πον sicut scriptum est inpropheta, 263 . . Ίώβ
λέγει . . dixit in Job, 30 2 fehlt φηοίν, so dass der Citations-
charakter des Satzes verloren geht, ähnlich 346 λέγει γάρ η γραψΊ]
om., 363 γέγραπται γαρ όντως scriptum est enim, 364 είπεν
ο όεϋπότ7]ς dixit, 522 φηο\ν γάρ ο εκλεχτός Δανείό quid dicit
enim electus Dauid (cf. Rom. 43 Gal. 430).
Nicht so zahlreich sind die Abweichungen in den Doxo-
logien. Die Doxologien stimmen im ganzen mit dem griechi-
schen Texte überein. Als leicht erklärliche Abänderungen vgl.
z. B. 32 5 δόξ,α honor et gloria, 38 4 δόξ,α honor, majestas. Merk-
würdig ist 20 12, wo ACS die Doxologie in der Form haben
. . . Ιηοον Χριϋτον' φ η δόξα και η μεγαλωοννη [om S κα\ η
μεγαλοίΟννη] εις τονς αιώνας των akovojv, L hingegen . . . Jhe-
sum Xristum, per quem Deo et Patri sit honor majestas in
secula seculorum. Da einerseits schwerlich ein dogmatisches
Interesse diese ümbiegung der Doxologie veranlasst haben kann
(50 7 hat auch L die Doxologie an Christus), andererseits dem
Verfasser des Briefes die Doxologie an Gott durch Christus
geläufiger ist (c. 582, 61 3, 64, 65 2), so habe ich es gewagt, die
Lesart von L in der Form δι ov αντω (Deo et Patri ist glossie-
rende Erweiterung vgl. S. 51) η δόξα κα\ η μεγαλωϋννη εις τοί-ς
αιώνας τών αιώνων in den Text zu nehmen. Etwas bedenklich
macht nur 45 7, wo das ursprüngliche (o νψιΟτος . . .) φ η δόξ(ί
εις τονς αιώνας τών akovcov in der L-Übersetzung zu (Ex-
celsus . . .) cui honor per Dominum nostrum Jhesum Xristum in
secula seculorum erweitert erscheint. Sonst ist über die Doxo-
logien nichts bemerkenswertes anzuführen.
Wir haben schon oben (S. 51) die Behauptung aufge-
stellt, dass der ursprüngliche Text von L, wie er aus der
Prolegomeua. III. Die Textesgestaltungen etc. 55
Hand des Übersetzers hervorging, an einer Reihe von Stellen
durch eine spätere Hand, die zusetzte und ersetzte, verändert
ΛΛ^orden sei. Die Art von Nachbesserungen, die wir dort er-
Avähnten, erfolgte aus formellen Gründen der Deutlichkeit und
Textesabrundung. Aber auch abgesehen von diesen Verände-
rungen Aveist der jetzt vorliegende L-Text an verschiedenen Stelleu
materielle Umgestaltungen aus dogmatischen oder hierarchischen
Interessen auf. So vor allem in dem grossen Gemeindegebete
an den Stellen c. 60 4 und 61 1, 2, wie Harnack (Sitz.-Ber. der
Berl. Ak. der Wiss. 1894 S. 266 flF. u. S. 61 9 ff.) gezeigt hat. Am
geringsten ist die Fälschung in 61 2, wo wir für κϋριε (vor όι-
EVxhvvov) in L ordine und statt όιέποντες et gentes lesen. Diese
Stellen können klerikal verfälscht sein, ordine bezöge sich dann
auf den Klerus der römischen Universalkirche, durch den
der Geist der Fürsten geleitet werden soll, und et gentes
ginge dann auf die Völker des Abendlandes, für die der rö-
mische Bischof um Friedfertigkeit und Sanftmut fleht. Aber
Avenn ordine hier nicht Corruptel, sondern willkürliche Änderung
sein soll, dann muss man das gleiche auch 60 1 annehmen, wo
statt tu Domine orbem terrae creasti vielmehr tu ordinem orbis
terrae creasti überliefert ist, und an dieser Stelle musste
die Fälschung doch recht ferne liegen. Auch et gentes für
agentes ist in einem Codex, der doch eine ziemliche Anzahl von
Schreibfehlern aufweist, nichts auffallendes, (es handelt sich um
Α statt ET, das der Codex hat). Immerhin ist eine Fälschung
an den genannten Stellen nicht direkt undenkbar und unmöglich.
Sicher aber ist in den andern beiden der angeführten \^erse eine
tischende Überarbeitung anzunehmen. Zunächst in 60 4 fehlt
hinter principibus et ducibus {τοις τε αρχονοιν καΐ ηγονμένοίς)
das ημών des griechischen Textes, was um so auffälliger ist,
als L doch, wie wir oben sahen, viel eher die Tendenz hat,
Pronomen zuzu.setzen, als sie wegzulassen. Vollends klar ist
die willkürliche Änderung in 61 1. Stellen wir den Grund-
text und die Übersetzung nebeneinander, so sehen wir deutlich,
worum es sich handelt:
L. Der berichtigte Grundtext.
Tu, Domine, dedisti potesta- Ql ι Συ. όίΰποτα.εοίοκαςτην
tem regni (om. αντοΐς) per εξονοίαν της βαοιλείας αν τ οι ς
56 Knopf, Der erste Clemensbrief.
magnificum et inenarrabile im- Oia τον μίγαλοπρεπονς και
perium tuum ut cognito datam άνίχδιψ/ητου κράτους oov, εις
nobis a te (om. αυτό lg) το γινοίοκοντας ττ/μάς την υπό
gloriam et honorem subditi oov αυτοίς όεόομένην όόξαν
sint (om. αυτοίς) nihil re- καΐ τιμήν υποτάοοεοΟ-αι
sistentes voluntati tuae; quibus αντοίς ur/öiv ενάντιου μένους
das nobis salutem et pacem et τω ϋ^εληματί θου. οίς όός,
concordiam, trauquillitatem, ut κύριε, ύγείαν, ειρηνην, όμό-
agant quod a te illis datum est voiav, εύϋτάϋ ειαν , εις το όιέ-
regnum sine oifensione. πειν αυτούς την υπο θου δεόο-
μένην αύτοίς τ/γεμονίαν άπροϋ-
κόχως.
Art und Absicht der Fälschung ist klar. Während in dem
von CS überlieferten Texte die römische Gemeinde zu Gott
fleht, er möge ihr Gehorsam gegen die von ihm auf Erden ein-
gesetzten Herrscher und Fürsten bescheren, ist im lateinischen
Texte durch verhältnissmässig geringfügige Änderungen die
Sache in ihr Gegenteil verkehrt worden: im Sinne der clunia-
censischen Reformpartei bittet ein römischer Papst, der berühmte
Clemens, Gott möge den Herrschern der Welt den rechten Ge-
horsam gegen die „uns", d. h. der Kirche, verliehene Machtvoll-
kommenheit ins Herz pflanzen. Die Thatsache, dass hier eine
Fälschung vorliegt, ist kaum abzustreiten. Es musste ja für die
Gottesstaatstheoretiker höchst anstössig sein, einen römischen
Bischof in dieser Weise für „unsere Fürsten und Herrscher"
beten zu sehen. Freilich ist die Änderung nicht mit Consequenz
durchgeführt, am Schlüsse ist quod a te illis datum est regnum
beibehalten, obv^^ohl ja das agant nun gar kein logisches Subject
hat, ebenso ist 60 4 oboedientes factos . . . principibus etiam et
ducibus stehen geblieben — doch om. nostris — , aber das war
schwer zu ändern, und ausserdem dachte sich der Fälscher als
Subject vor allem nur die omnes habitantes super terram, weniger
die an erster Stelle des Satzes genannten nos.
Aber auch noch an andern Stellen hat nachbessernde Hand au-
stössiges eliminiert. Unmittelbare Parallele zur Auslassung des
ημών hinter τοις τε αρχονϋιν και ήγουμένοίς 60 4 ist die Weg-
lassung des nämlichen Pronomen hinter τοις ηγουμένοις c. 37 2.
Bei der doppelten Wiederholung ist zufälliger Irrtum aus-
Prolegomena. ΠΙ. Die Textesgestaltungen etc. 57
geschlossen, und wir werden hier wie dort dieselbe Hand zu er-
kennen haben, die zur Zeit der cluniacensischen Reformbewegung
oder vielleicht schon im 9. Jhrh., nach Pseudoisidor. den Text
tendenziös „verbesserte".
Abgesehen von den klerikalen Fälschungen hat spätere
Überarbeitung auch an zwei Stellen in dogmatischer Hinsicht
am ursprünglichen Wortlaute Anstoss genommen und diesen
deshalb corrigiert: 20« 01 μετ αυτόν κόομοι omnis orbis terrarum
und 28 2 ποίος όε κόομος όέξ,εταί τίνα των αντομολονντων
αχ αντον et quae creatura recipiet eum qui recessit a Deo. Spätere
Rechtgläubigkeit hat bekanntlich an der Lehre von einer Welt
jenseits des Oceans und von Antipoden Anstoss genommen und
aus diesen Bedenken heraus, die wir in der abendländischen
Kirche schon früh nachweisen können (cf. Lightf. zur 1. Stelle)
ist die Änderung der beiden citierten Stellen zu erklären. Sie
kann bereits sehr frühzeitig erfolgt sein, denn schon Tertullian
(adv. Herm. 25 Schi. De pallio 2 Anfang) verwirft die Lehre vom
alius orbis.
Endlich ist noch einer Kategorie von Fehlern zu gedenken,
die bereits von dem Übersetzer in den Text gebracht worden
sind, ich meine die falschen Übersetzungen. Einzelne Wörter und
Formen sowie ganze Constructionen sind dadurch verdorben
worden, und stellenweise wurde es nötig, in dem der falsch ver-
standenen Stelle folgenden Texte Änderungen vorzunehmen. Als
Beispiele von falschen Übersetzungen vgl. : 1 3 επιτρέπετε per-
mittentes (was das Wort freilich auch heissen kann) statt man-
dantes; 7 4 wird τίμιον, das sich auf αίμα bezieht, als abso-
lutes Neutrum gefasst (quam praeclarum sit); 14 1 τοΙς εν
αλαζονεία wird als zusammengehörig gefasst (superbis) und das
folgende dann einfach Wort für Wort übersetzt; 19 1 των το-
οούτων y.al τοιούτων όντως μεμαρτνρΐ/μενων wird als gen. abs.
genommen, wodurch im folgenden dann Änderungen nötig
werden (die ganze Stelle ist sehr verderbt); 37 5 wird das αλλά
nur im Gegensatz zu τα όε ελάχιοτα κτλ. gefasst, diesem Satz
wird ein concessives quamvis vorgesetzt und die Folge davon
ist ein schiefer Sinn; 44 g fasst L ορώμεν als Conjunctiv (doch
kann hier auch Fehler eines Abschreibers vorliegen); 45 λ wird
επίϋταοϋ-ε noch zum vorhergehenden Satze gezogen, das τας
δια . . . musste dann relativ gefasst werden (quas per Spiritu
58 Knopf, Der erste Clemensbrief.
sancto cognouistis (Weymann 1) will den Punkt schon hinter sancto
setzen. Der Übersetzer hat nach ihm wörtlich und richtig, frei-
lich abscheulich übertragen); 47 g αίοχρά . . . αίϋχρα και ανάξια
als Femininum statt Neutrum gefasst turpis . . . turpis et indigua:
50 3 wird ΑΛΛΟΙ als αλ)Μΐ (alii) statt αλλ' ol gelesen; 61 2 wird
δίέποντξς absolut gefasst, την .... έξονοίαν zu τνγχάνωΰΐν als
Accusativobjekt gezogen, ϊλεώ öov muss dann als absoluter Ge-
nitiv mit propicio (seil, te) illis wiedergegeben werden.
Diese Fehler bestätigen den auch aus anderen Beobachtungen
(v. Wöliflin weist vor allem auf die AUitterationen hin) sich er-
gebenden Schluss, dass der Übersetzer lateinischer, nicht griechi-
scher Muttersprache war.
Die im vorhergehenden aufgezählten Eigentümlichkeiten von
L, die unvollkommenen und falschen Übersetzungen, die Glossen
und Paraphrasen, die Auslassungen und Fälschungen gehören
der lateinischen Textesgeschichte an. Wollen wir den griechi-
schen Text, der dem Übersetzer vorlag, ermitteln, so haben wir
all diese Entstellungen in Abzug zu bringen, sie sind für die
Kritik des griechischen Textes belanglos. Aber durch die
mannigfach verderbende und verderbte Übersetzung hindurch
erkennen wir deutlich in Λ einen sehr altertümlichen und guten
Text, dessen Lesarten zum guten Teile von anderen Texteszeugen
oder von Clemens Alex, bestätigt werden. Darüber wird im
folgenden (S. 64 ff.) noch zu handeln sein. Aber Λ hat auch
an verschiedenen Stellen allein den ursprünglichen Text bewahrt,
der in den andern Autoritäten verderbt ist, und den wieder
herzustellen ich nicht gezögert habe. Die in Betracht kommen-
den Stellen sind:
6 1 πολλας αίκίας καΐ βαοάνονς (multas poenas et tor-
menta) <i ACS πολλαΐς αΐκίαις καϊ βαϋάνοις;
8.5 ην εΟτήριξεν (quam firmavit) <C ACS om. ην (über
diese Stelle vgl. S. 48);
10 7 το οροα ο (montem quem) <^ ACS tv των ορέων ων (LXX) ;
20 12 ÖL ov αντω (per quem Deo et Patri) <^ ACS ω (vgl.
das S. 54 über diese Stelle bemerkte);
21 Λ είόώμεν (sciamus) <^ ACS ϊδοομεν (ein leicht erklär-
licher Itacismus);
1) Blätter für d. bayer. Gymn. XXX. 189S, 6/7
Prolegomena. III. Die Textesgestaltungen etc. 59
27.5 ort άτε (quia cum) <^ ACS οτε, der Zusammenbang
verlangt das οτι, sein Wegfall ist leicht erklärlich (cf. I Kor.
12-2, wo G om. οτε, Κ* om. ότι);
37 4 καϊ εν άλλψ.οις χρηΟις, (et aliud alio opus est) << ACS
xßl εν τοντοις χρηοις, das τούτοις ist sinnlos und ohne Pointe.
εν άλληλοις erscheint ausserdem noch gedeckt durch I Kor. 12 25,
da ja Clemens in seinem Bilde vom Leibe ganz unzweifelhaft
von I Kor. abhängt und er ausserdem gerade an der fraglichen
Stelle I Kor. 12 21 u. 25 nachgeahmt hat (den μεγάλοι u. μικροί
entsprechen I Kor. die ενοχημονα und νϋτερονμενα. unzweifel-
haft wird die Verwandtschaft durch I Clem. ονγκραοίς τις εοτιν
h' sräoiv gegenüber von 1 Kor. άλλα ο ϋ^εος ϋννεκραοεν το
ύώμα);
42 1 ?)μών (nostri) <C ACS ι)μίν, „it might be a question
however whether we should not read ημών, as in the opening
of § 44", bemerkt• Lightfoot bereits zur Stelle;
42 4 y.al τονς νπακονοντας τ(] βονληοει τον &εοϋ (oder
«υτοΰ?) βαπτίζοιηες (eos qui obaudiebant voluntati Dei bapti-
zantes) <C ACS om. per hom. mit κ7]ρνϋθοντες. Dass aber das
eingeschobene oder etwas ähnliches zu lesen ist, beweist αντών
hinter άπαρχάς, das jetzt erst einen festen Haken bekommt. Über
das και, das ich gegen den Wortlaut der lateinischen Über-
setzung vorangestellt habe vgl. die Anmerkung im Apparate;
45 1 ist vielleicht mit L φρόνιμοι oder οννετοί (prudentes)
zu lesen <i ACS φιλ.όνεικοι, auf jeden Fall hat L eine sehr
beachtenswerte Variante;
46 7 τοϋ κυρίου 'lt]Oov (Domini Jhesu) <C Α ^Ι}]θοΰ τον κυ-
ρίου ημών, CS τοϋ κυρίου ημών Ίηοοΰ Χριοτοΰ;
47 2 τίνα τρόπον (quem ad modum) <^ ACS τι πρώτον.
auf die Frage τίνα τρόπον antwortet dann im folgenden πνεν-
ματικώς.
(Über die Lesarten in der A-Lücke vgl. den betreffenden
Abschnitt).
Doch war auch dieser sehr alte Text von Fehlern nicht
ganz frei, wenn sie schon nicht sehr zahlreich waren. Freilich
muss man bei Constatierung derselben .sehr vorsichtig sein. L
übersetzt notorisch oft höchst merkwürdig, und sodann ist für
die meisten der in Betracht kommenden Fälle die Möglichkeit
offenzulassen, dass nicht im Texte selbst der Fehler steckte,
gQ Knopf. Der erste Cleniensbrief.
sondern dass der Übersetzer eiazelne Stellen verlas. Im folgen-
den sollen einige Stellen angeführt Λverden, an denen anscheinend
der ^1-Text bereits verdorben war.
2 4 übersetzt L εΙς το ocoZ^od-ai . . . τον άρι&μον mit ut
salvi essetis .... cum numero. In Α scheint vor τον άρι&μόν
ein Gvv gestanden zu haben, das durch Dittographie der ersten
Silbe des vorhergehenden οννείόήοεως leicht erklärlich ist;
2 8 übersetzt L τ(] παναρέτω xcä Οεβαϋμίο) πολιτεία χεκοομη-
μένοί mit omni decore cultus ornati. v. Gebhardt schlägt decoro
vor, aber πανάρετος wird niemals so übersetzt, auch ist dann
der Wegfall von xßl οεβαομ'ιω nicht erklärt. Ich möchte eine
andere Erklärung vorschlagen. Die Stelle kann in Λ oder viel-
leicht schon in einer früheren Handschrift verstümmelt ge-
wesen sein:
THnANA('eTCÜI<AICeBACMICünOAITeiA.
Fielen die Buchstaben, unter die Punkte, gesetzt sind, weg
so konnte das übrigbleibende leicht als τχι πανκοομ'ιω πολιτεία
(oder so ähnlich) gelesen und dementsprechend übersetzt werden;
4 13 hatte Λ anscheinend αδελφών (L fratribus) statt αλλο-
φύλων;
142 επιόώμεν εαντονς übersetzt L exequamur, was wohl in
exaequamur zu ändern sein wird und dann Übersetzung von
εξ,ιοώμεν εαυτούς oder έπίοώμεν Ιαντονς ist;
18-2 άλλα y.al αντος λ.έγει: et tarnen hie dixit, deutet auf
ούτος in i;
324 κατειργαοάμε&α <C L dinumeravimus lasst auf χατη-
ρι&μηοάμεϋ^α {κατελογιοάμεθ^α Morin) in Λ schliessen;
333 φοιτώντα <C L quae crescunt, Α hatte demnach
φντώντα;
345 νποταοΟοψεϋ-α <C. L subdita, also Α vielleicht νποταο-
οόμενα oder mit einem kleinen Fehler: νποταοοώμενα.
372 πώς εντάκτως, πώ)ς ενείκτως, πώς νποτεταγμένως
επιτελοϋοιν τα όιαταοοόμενα <C L quam mansuete obaudiunt
et jussa faciunt quae praecipiuntur illis. Der Text in L macht
den Eindruck, ganz geschlossen und ursprünglich zu sein , Α
muss dann ziemlich entstellt gcAvesen sein, ein Glied scheint
— bei dem sechsfachen Homöoteleuton nicht verwunderlich —
ausgefallen zu sein, ausserdem stand wahrscheinlich επιτεταγμένα
επιτελοϋοιν statt υποτεταγμενως επιτελοϋοιν;
Prolegomena. III. Die Textesgestaltungeu etc. ßl
382 avajtX7]QOJ&7j <C L impletura est, άνεπληρώϋ-η;
40 1 deutet das merkwürdige prospexistis (neben nobis) auf
έγκεκνφατε. oder έγκεκνφοτε statt εγκεκνφότες. Der Fehler ist
leicht erklärlich, da εις folgt;
433 εις το ίερατενειν καΐ λειτονργεΐν αυτω <C in pontifi-
catum derservire illi, hat offenbar καΐ in Λ gefehlt;
506 παντεπόπτην <C L omuium genitorem, lässt auf etwas
wie παντοτόκον in Λ schliessen;
Die Fehler, die Λ in der A-Lücke aufwies, werden an ihrer
Stelle noch besonders besprochen werden. Über die fehlerhaften
Lesarten, die Λ mit einem der anderen Texteszeugen teilt, vgl.
S. 64 if.
Zum Schlüsse auch hier wieder eine Bemerkung über die
Citate in L. L weicht in ihnen sehr stark von dem durch Be-
nutzung der anderen Autoritäten herzustellenden, mutmasslich
ursprünglichen Wortlaute ab. Bei der langen Textesgeschichte,
die die Handschrift hat, ist dies ja auch nicht verwunderlich.
Es können verschiedene Gestalten des Bibeltextes verändernd ein-
gewirkt haben: in Λ selbst Avaren vielleicht schon stellenAveise die
oft recht freien Citate des Briefes nach LXX corrigiert, sodann
kann der Übersetzer sich durch LXX oder Itala haben beein-
flussen lassen (über sein Verhältnis zur Itala vgl. die Bemerkungen
von Sanday in „The Guardian" 2S. März 1894), endlich werden
Abschreiber des nun lateinischen Textes nach Itala oder nach
Vulgata harmonisiert haben. Im folgenden soll an einer Reihe
von Beispielen der Einfluss von LXX oder Vulgata gezeigt
werden. Die sehr verworrene und schwierige Frage nach dem
Italatexte, die uns zu weit in ein dunkles philologisches Gebiet
hineinführen würde, glaubte ich um so eher unberücksichtigt
lassen zu können, als ja die vorhieronymianischen altlateinischen
Bibelübersetzungen nach der LXX gefertigt waren. Wo Harmo-
nismus mit LXX vorliegt, müssen wir immer auch die Möglich-
keit eines Harmonismus mit Itala offen lassen. Aus der langen
Reihe von Beispielen, die man bezüglich der Besonderheiten des
L in den Citaten anführen könnte, mögen folgende genügen. Sie
werden hinreichen, den Eindruck zu erwecken, dass L in den
Citaten im ganzen ein recht wenig verlässlicher Texteszeuge ist '):
1) Die Vulgata eitiere ich nach der Ausgabe vonTi.schendorf,Leipzigl873.
ß2 Knopf, Der erste Clemensbrief.
3i . . Ιπλατννθ^η και Ιπαχΰνϋ-η <C L ingrassavit se et elatus
tactus est (LXX Deut. 32 15 επαγνν&η , ΙπλατννΟ^η, Vulg. iu-
crassatus . . . dilatatus'; 33 ol άτιμοι kjtl τους έντιμους, οί
αοοξοι επΙ τους ένόόξονς, οί άφρονες επΙ τονς φρόνιμους, οί
νέοι ε πι τους πρεοβυτε'ρους <C L vulgares contra honoratos.
non gloriosi supra glorioses, stulti supra prudentes, sicjuvenes
contra seniores (LXX Jes. 35 το jtaiö'iov προς τον πρεοβύτην,
6 άτιμος προς τον Ιντιμον, Vulg. puer contra senem et igno-
bilis contra nobilem); 4 10 μη ανελείν . . . < L aut occidere . .
LXX Exod. 2 14 μη άνελεΙν, doch AF ;/); 4^2 Άβειροίν < L add.
cum tabernaculis (LXX Num. 16 30 αυτούς καϊ τους οίκους
αυτών και τας οκηνας αυτών, Vulg. Num. 16 32 illos cum taber-
naculis suis); 82 λέγει κύριος ου βουλομαι ■< L dixit Dominus,
quia nolo (LXX Ezech. I832 διότι ου ϋ-έλω . . \^ulg. quia nolo);
|103 απελϋ-ε εις την γήν <C L exi . . . et vade in terrani (LXX
Gen. 12i = ACS, doch Ε . . . απελϋ-ε . . . καΐ όεϋρο εις την
γην, ebenso Act. 73, Vulg. Gen. 222 et vade in terram visionis) ;
Ιϋδ καΐ ποιηοω το Οπέρμα Οου ώς την αμμον της γης' ει
δύναται τις ε^αριϋ-μηοαι την αμμον της γης, χαΐ το Οπέρμα
οου εξαριϋ-μη{)•/]ϋεται -< L et faciam semen tuum sicut harenam
maris quae non dinumerabitur (cf. Gen. 32i2 LXX και ϋ-ήοω
το οπέρμα οου ως την αμμον της ϋ-αλάοοης, ή ουκ αριϋμηϋήοεται
άπο τοϋ πλήΟ-ονς, Vulg. . . . arenam maris quae prae multitudine
numerari non potest); 10 6 ούτως εΟται . . . <I L praem. Et
dixit Dens: sie erit . . . (Gen. 155 LXX καϊ είπεν • ουτοος
εοται . . . , Vulg. Et dixit ei: sie erit . . .); 123 εκρυψεν εις το
νπερώον νπο την λινοκαλάμην << L abscondidit in pergula
domus suae (Jos. 26 LXX αυτή δε άνεβίβαοεν αυτούς επϊ το
δώμα και εκρυψεν αυτούς εν τη λινοκαλάμη τη εοτοιβαομένη
αύτη επϊ τοϋ δώματος, Vulg. Ipsa autem fecit ascendere
viros in solarium domus suae opperuitque eos stipula lini quae
ibi erat); ;14δ οτι έοτίν ένκατάλειμμα . . . < L quoniam sunt
reliquiae . . 7(cf. ψ 3638 LXX ενκαταλε'ιμματα (ν. 37 ένκατάλειμμα),
Vulg. φ 3637 sunt reliquiae homini pacifico); I616 ελάληοαν
εν χείλεοιν, έκίνηοαν κεφαλήν <C L locuti sunt labiis et moverunt
Caput (ψ 21 8 LXX = ACS, doch hat V καϊ έκίνηοαν, Vulg.
locuti sunt labiis et moverunt caput); :l8i3 έπιοτρέιρουοιν επί
οε ■< L ad te convertentur {ψ 50 15 επί οε έπιοτρέψουοιν. Vulg.
ad te convertentur; 2(J2 καϊ έκοιμηϋην καϊ ύπνωοα, έζηγέρϋην,
Prolegomeua. III. Die Textesgestaltungen etc. (33
υτι ov μετ έμον εΖ << L ego dormivi et soporatus sum, exsur-
rexi, quoniam tu, Dom ine, mecuni es {ψ 3 g LXX εγώ εκοιμήϋ-ην
καΐ νπνωοα, έξηγερϋ7/ν, ότι κύριος άντιλήμψεταί μον, Vulg.
ego dormivi et soporatus sum et exsurrexi quia Dominus sus.
cepit me; κνριε in v. 2, 4, 8, Domine v. 2, 4, 7); 1343 άποόονναι
εκάοτφ κατά το έργον αντοΰ <C L reddere unicuique secundum
opera sua (Prov. 24 12 ος άποόίόοίΟΐν εκάοτο) κατά τά έργα
αυτόν (Rom. 26), Vulg. reddetque homini juxta opera sua);
346 μύριαι μυριάδες .... χίλιαι χιλιάδες <C L milia milium . . .
dena milia milium (Dan. 7 10 LXX χίλιαι χιλαάδες . . . μνριαι
μυριάδες, \^ulg. millia millium . . . decies millies centena millia);
35 6 ov μόνον δε οι πράοοοντες αυτά αλλά καΐ οι οννενδο-
κοϋντες αντοίς <C L ηοη tantum faciunt ea sed etiam con-
sentiunt facientibus (Rom. I32 ov μόνον αντά ποιονοιν αλλά
και οννενδοκοϋοιν τοις ποιονΟΐν. ^'^ulg. et ηοη solum qui ea
faciunt sed etiam qui consentiunt facientibus); I363 6 ποιών . . .
τονς Χειτονργους αυτοϋ πυρός φλ,όγα <^ L qui facit . . . mini-
stros suos ignem urentem {ψ 1034 LXX ο ποιών . . τους λει-
τουργούς αυτοϋ πΰρ φλέγον (nur Α* πυρός φλέγα (!)), Vulg.
qui facis . . . ministros tuos ignem urentem); '395 eg ών και αυτοί
εκ τον αντοΰ πηλον έομέν <C, L ex quo et ipsi luto sumus
(Hiob 4 19 LXX = ACS, doch Α εξ ο ν και αυτοί έομεν εκ τον
αυτοϋ πη)Μϋ\ J398 . . ρίζας βάλλοντας <! L radicem mittentes
(Hiob δ 3 LXX ρίζαν βάλλοντας, Vulg. firma radice); 408 κρεΐττον
ην αυτώ περιτεϋ-ηναι μύλον <C L melius eras illi circumdari
molam collo ejus (Mt. 186, Mc. 942, Lc. ίΊ2..περΙ τόν τρά-
χηλ.ον αυτοϋ. Vulg. Mc. 942 collo ejus); 56? επαιοεν και ai
χείρες αυτοϋ ίάοαντο <C L percutiet et manus ejus sälvabuut
(Hiob 5 18 LXX = ACS, doch Α πατάξει και αί χείρες αυτοϋ
ίάοονται, Vulg. percutit et manus ejus sanabunt); 56 u τά δε
τέκνα οου ωοπερ . . . <C L filii vero tui erunt sicut . . . (Hiob 525
τά δε τέκνα οου εοται οίοπερ . .); 574 τοις δε εμοϊς ελέγχοις
>]πειϋ-ηοατε ■< L meis autem increpationibus ηοη intendebatis
(LXX üAC Prov. I20 ου προοείχετε).
54 Knopf, Der erste Clemensbrief.
IV. Verwandtschaft und Genealogie
der Texteszeugen.
Wir haben im vorhergehenden versucht, eine Anschauung
vom Werte der einzelnen Texteszeugen, an und für sich be-
trachtet, zu gewinnen und die Frage nach der Bedeutung des
Sondereigentums jeder Handschrift zu ermitteln. Es erübrigt
uns nun noch, die gegenseitige Verwandtschaft der Texteszeugen
darzulegen und das in den bisherigen Ausführungen gewonnene
Resultat zu ergänzen und zusammenzustellen. Das Material,
das uns für diese Untersuchung vorliegt, ist ein bedeutend ge-
ringeres als das für die Beurteilung der einzelnen Hand-
schriften zu Gebote stehende. Schon ein flüchtiger Blick in
den textkritischen Apparat zeigt, dass bei der überwiegen-
den Zahl von Varianten ein Zeuge gegen die drei anderen
oder mindestens gegen zwei derselben steht, während der
dritte zweifelhaft ist oder fehlt. Dennoch reicht im ganzen
und grossen das vorhandene Material hin, sich ein Bild von den
gegenseitigen Beziehungen der vier "Überlieferungsformen zu
machen. —
1. AC < LS.
1. AC haben den ursprünglichen Text in einer Anzahl von
Fällen bewahrt, wo L S ihn nicht mehr haben. Da diese beiden
in gleicher Weise von AC abweichen, werden in einigen dieser
Fälle — doch nicht in allen — die Fehler schon in den griechi-
schen Vorlagen Α und Σ gestanden haben. Denn die Annahme
einer Correctur der Übersetzungen nach anderen griechischen
Handschriften ist schwierig. Folgendes sind die Beispiele für
diese Gruppierung:
1 3 Α C άμοίμω καΐ οεμντ} καΐ cr/i'fj < L S (wahrscheinlich)
αμώμφ καΧ ayvij:
hl άπ7]λλάγη τον κόομον <C LS απ7]λλάγη τον κόομον τοντον:
belehrend ist 383, wo εις τον κόομον zweimal vorkommt und L
beim ersten, S beim zweiten Male hunc hinzufügt. Das Demon-
strativpronomen kann also auch δ? spätere Glosse von Abschreibern
Prolegomena. IV. Verwandtschaft und Genealogie der Texteszeugen. ß5
sein, da wir ja auch sonst genau denselben Zusatz bei L und
S unabhängig constatieren können.
57 εις τον αγιον τόπον έπορενϋ-η << LS εις τον άγων
τόπον Ιπηρ^?] (oder άνελημφΟ-ΐ], receptus est L, susceptus est S)
Auch hier kann die Lesart in L und S unabhängig von einander
entstanden sein, der Ausdruck kommt öfters im A. und N. T.
vor [ijt7jQ&r] Act. I9; άνελημφΰ-η 4 Reg. 29, Sir. 489, 49i6
und noch öfters in LXX, ferner Mc. I619, Act. lä, In, I22,
1. Tim. 3 16);
74 μετανοίας χάριν <C LS μετάνοίαν. Unabhängiges Ent-
stehen der V. 1. ist möglich. In L kann das Auge eines Ab-
schreibers von poeniten[tiae| zu [gra]tia hinübergeglitten sein, in
S stand r^^g-ii^ vor r^^oa*^.*», konnte also leicht wegfallen;
11 1 ποιηοας <C L S εποίηοεν ist nur Übersetzungs Variante,
bei einem absoluten Participium sehr natürlich;
124 καΐ λεγόντων <C LS add. αντγι^ für S vgl. die Beispiele
S. 34 f., für L die S. 51;
125 in der sehr frei erzählten Rahabgeschichte τοις κατοι-
κονοιν αντΊ]ν <C L terram istam, S terram. Schon die ver-
schiedene Form des Glossems, das aus der vorhergehenden Zeile
eingedrungen ist, macht Unabhängigkeit höchst wahrscheinlich;
. 234 y.di μετά ταντα ο//φα^ <C L S είτα ομφαξ (apokryphes
Citat ; das είτα in L S veranlasst durch das viermalige είτα der
Parallelglieder).
2Si ίνα . . . οκεπαο&ώμεν από τών μελλόντων κριμάτων
<^ L S ίνα . . . οκεπαοϋ-ώμεν από τον μέλλοντος κρίματος
(Act. 2425 τον κρίματος τον μέλλοντος; vgl. ferner den Singular
Hebr. 62 κρίματος alojviov, im N. T. kommt κρίμα 26 mal im
Singular, nur 2 mal im Plural vor, Rom. 11 33, I. Kor. 67, in LXX
überwiegt ebenfalls der Singular, so dass auch hier unabhängiger
Harmonismus denkbar ist);
442 δια ταύτη V ovv την αίτίαν <^ L S om. ovv; vielleicht
lasen sie öia ταντην αίτίαν, om. ovv την per hom. ;
556 το δο^όεκάφνλον τον Ιοραήλ <C L gentem Israel, S
tribum Israel (offenbar nur Übersetzungsvariante);
572 άποο^έμενοι την αλαζόνα . . . (sc. αν&•άόειαν) <C L S
άπο&έμενοι την άλαζονείαν.
Das sind im ganzen 12 Varianten, von denen indess die
Mehrzahl Übersetzungsvarianten oder unabhängig von einander
Texte u. Uutersucliuiigen. N. F. V, i. 5
55 Knopf, Der erste Clemensbrief.
entstandene Glosseme sind, so dass, m. E., kaum mehr als 3 bis
4 Varianten übrig bleiben, in denen L S gegenüber Α C gemein-
sames altes Verderbnis aufweisen. L und S gehören also, das
können wir aus diesem Thatbestande schliessen, zwei von einander
ziemlich unabhängigen Textesfamilien an. Die Berührungen in
den Citaten, die öfters vorkommen, besagen nicht viel, da Har-
monisierungen unabhängig von einander den gleichen Text be-
wirken müssen und L S notorisch sehr stark harmonisieren. Als
Beispiele von gemeinsamen Citatsharmonismen vgl.:
4i προβάτων <C add. LS αντον (LXX Gen. -ii);
84 δεντε καΙ όιελεγχ&ώμεν <C om. LS •καί (ν. 1. LXX Jes. 1 is
ViAQr yMi, om. B);
145 y.al εξεζητηοα τον τόπον αντοΰ χαΐ ονχ ενρον <C LS
καΐ εξεζ'ητ/]θα αυτόν κάί ονχ ενρεϋ-?/ 6 τόπος αυτόν (LXX
ψ 3636; Clem. A1. = LS);
173 δίκαιος καΐ αμεμπτος ■< om. καϊ LS; (LXX Hiob li);
ib. από παντός κακοΰ <C L S από παντός πονηρού πράγ-
ματος (LXX ibid.);
18 15 το οτόμα μου ανοίξεις καϊ τα χείλη μου άναγγελεϊ την
αϊνεοίν οον <! LS τα χείλη ... το οτόμα (LXX ψ 50η);
277 ουκ εΐοΐν λόγοι ουδέ λαλιαί <C LS . . λαλιαί . . . λόγοι
(LXX ψ 184);
29-2 εγενήθ-η μερίς κυρίου << LS καϊ εγ ενηϋ- η μερ\ς κυρίου
(LXX Deut. 329);
359 υπέλαβες, άνομε {Α, def. C) <; L S νπελαβες άνομίαν
(LXX φ 49-21, nur i<* hat άνομε);
399 ά γαρ έκείνοις ήτοίμαοται <c; L S « γαρ εκείνοι ιμοί-
μαοαν (LXX Hiob 56 Βϋ ά γαρ εκείνοι οννήγαγον. Α ά γαρ
εκείνοι εϋ-εριοαν);
523 εν ημέρα ϋ-λίψεώς θου <C om. LS οου (LXX ψ 49 15 Β);
532 εποίηοαν ΙαυτοΙς χωνευμντα <! L S καϊ έποί?/θαν ίαυ-
τοΐς γώνευμα (LXX Deut. 9 12 και εποίηοαν Ιαυτοΐς χώνενμα.
4 Reg. 17 16 Hos. 132 dasselbe);
533 {εαοόν με) εξολεϋ-ρεΰοαι αυτούς <i ■■ καϊ εξολε&ρεύοω
αυτούς . . . L, . . εξολεβ-ρεύοω αυτούς S (LXX vgl. Ex. 32 10 καϊ
νΰν εαοόν με καϊ . . . εκτρίψω αυτούς);
574 .. . καϊ ούχ ύπηκούοατε << L S και ούχ ύπ7]κούετε (LXX
Prov. 1 24 Β ύπηκούοατε, Α ^ ύπηκούετε).
Prolegomena. IV. Verwandtschaft und Genealogie der Texteszeugen. Q-J
2. Mussten λυιγ in den angeführten Fällen den beiden Griechen
den \'^orzug zuerkennen, so sind doch andererseits — abgesehen
von den Citaten — auch jene Stellen ebenso häufig, an denen
die Übersetzungen den richtigen Text bewahrt haben, vgl.:
li ωΟτε το . . . όνομα υμών μεγάλως βλαφΟ-ηναι <C. Α
βλαοφημη&ήναι, C . . . βλαΰφΐ]μηείθ&αι. Nur nach längerem
Zögern habe ich die Lesart von L S vorgezogen, aber 1. βλάπτειν
το όνομα kommt vor, vgl. Antiph. apud Athen. 13 pag. 572 Α
al μεν αλλαι τοννομα (της εταίρας) βλάπτουοι τοις τρόποις,
2. βλαοφημεΐν neben όνομα ist des Haruionismus sehr verdächtig,
Rom. 2-24, Apok. ISe, 16 9, Jak. 2?;
4 12 ζήλος <C AC öia ζήλος (C öta ζήλον);
74 ρ3ς εοτιν τ'ιμιον τω πατρϊ αντον <^ Α . . . τω ϋ•εφ
καΐ πατρί αντον, C τω πατρί αντον τω θ-εω;
21ι . . . μή αΐ ενεργεοίαι αντον... γένωνται εις κρίμα
ήμίν << Α εις κρίμα παϋιν ημΐν, C εΙς κρίματα ονν ημίν
(jtäotv in Α scheint Glosse zu sein, die Lesart von C ist aus
der von Α entstanden: . . . Kf IMAriACINHMlN < KflMA-
TACyNHMIN);
21 8 τα τέκνα ημών <C AC τα τέκνα υμών;
25-2 τον χρόνον τον βίον <^ AC om. τον βίον;
322 Ig αντον γαρ ιερείς << AC ε§ αντών γαρ ιερείς;
352 καΐ ταντα νποπίπτοντα <C Α καΐ ταντα νπέπιπτεν
πάντα, C καΐ ταντα -υποπίπτει πάντα (über den Gebrauch des
absoluten Participiums bei Clemens vgl. das S. 48 gesagte);
402 τάς τε προϋφορας και λειτονργίας ονκ εική η ατάκτως
έκέλευοεν γίνεοϋ-αι <C AC τάς τε προοφορας και λειτονργίας
έπιτελεϊο&αι και ονκ εική η ατάκτως έκέλενβεν γίνεθΰ•αι. Das
έπιτελεϊοϋ-αι ist aus 40 3 init. hier eingedrungen;
403 πάντα γινόμενα ■<; Α C mit Dittographie πάντα τα
γινόμενα;
469 τονς όε πάντας ημάς <C AC om. δέ;
64 εις τονς αΙώνας <! AC εις πάντας τονς αιώνας. Die
Form der Doxologie, die LS haben, ist die gewöhnliche bei
Clemens, πάντας ist Glosse;
Dazu kommen noch einige Stellen, in denen Clemens Alex,
die Lesart von LS bestätigt,' vgl. darüber im folgenden.
In den Citaten finden sich fast gar keine AC gemeinsamen
5*
ß§ Knopf, Der erste Clemensbrief.
Harmonismen. Die beiden Griechen sind in diesem Punkte viel
zuverlässiger als die Übersetzungen.
Im ganzen und grossen ergibt sich uns aus dieser Verglei-
chung von AC <; LS:
1. Die Übersetzungen gehen auf griechische Vorlagen zurück,
die von einander im wesentlichen unabhängig sind.
2. Die Bezeugung durch LS hält der durch AC an Wert
das Gleichgewicht, ausgenommen in den Citaten, wo LS gegen-
über AC bedeutend inferior sind.
2. AL < CS.
Bei dieser Gruppierung stehen auf der einen Seite die besten,
auf der andern die beiden minderwertigen Texteszeugen. Die
Entscheidung ist für diese Fälle nicht schwer. Durchweg wird
AL gegenüber CS vorzuziehen sein. Die Lesarten dieser tragen
z. T. den secundären Charakter offen zur Schau, wodurch auch
für jene Fälle, die sich durch innere Gründe nicht entscheiden
lassen, ein Präjudiz zu gunsten von AL geschaffen wird, ganz
abgesehen von dem höheren Alter des A- und L-textes. Vgl. für
diese Textesbezeugung folgende Beispiele:
bei. το ysvvalov της πίϋτεως αντον κ?.έος ελαβεν, όι-
χαιοοννην όίόάξας . . <C CS ... . κλέος ελαβεν δίκαιοΰυνης
όίόάξας . . .;
8 4 όιελεγγβώμεν «< CS όιαλεχϋ^ώμεν;
19 1 των τοΟούτοον ονν καϊ τοιούτων <C CS των τοιούτων
ονν καϊ τοΰοντων;
20 10 άνεμων ϋτα&μοί <Ζ C ανέμων τε οταϋ^μοί, S άνεμοι
τ ε οταΘ-μών; die nächsten beiden Sätze werden thatsächlich mit
τ ε verknüpft;
21 9 όταν ϋ-έλγι άνελεΐ αντην <C CS όταν ϋ-έλί] αναιρεί
αυτήν;
22 8 fügen AL das neue Citat aus ψ 32 lo ohne weitere Ver-
knüpfung an das vorhergehende an, CS dagegen schieben vor
πολλαί ein είτα (oder S anscheinend καϊ πάλιν et iterum) ein.
Gegen Lightfoot, der είτα in den Text aufnimmt, ist zu be-
merken, dass die Bezeugung für die Weglassung stärker ist, dass
C und S untereinander anscheinend nicht übereinstimmen, indem
S καϊ πάλιν voraussetzt, und dass das είτα in C höchst wahr-
Prolegomena. IV. Verwandtschaft und Genealogie der Texteszeugen. 59
scheinlich nur den Schkiss der in dieser Handschrift stark ver-
kürzten alttestamentlichen Anführungen markiert (vgl. dazu
S. 29);
25 3 οκοίληξ τις γεννάται <C CS θχώλί]§ τις έγγενάται;
30? της άγα&ης πράξεως ημών <C CS . . . νμών,
32 2 τα όε λοιπά οκηπτρα <C CS τά τε λοιπά ΰκήπτρα;
33 8 εξ όλης ίοχνος ι)μών έργαΰωμεϋ^α . . . << CS praem.
και vor εξ όλης;
35 4 των επηγγελμένων δωρεών <C CS τών δωρεών τών
επηγγελμένων;
35 5 φιλοδοξίαν << CS άφιλοξενίαν. Λ hat an dieser Stelle
sicher φιλοδοξίαν gehabt, das L mit inhumilitatera wiedergibt.
Inhumilitas und inhurailis kommen sonst nicht mehr in L vor,
aber humilitas, humiliare se . . . entspricht durchwegs einem τα~
πεινοφροονρη, ταπεινοφρονεϊν . . ., inhumilitas, das Gegenteil
von humilitas, kann nur das Gegenteil von ταπεινοφροϋννη
wiedergeben, aber nimmer άφιλοξενία, für das doch inhospitali-
tas zugebote stand. (Dies gegen v. Wölfflin, S. 87, der inhumili-
tas für die Übersetzung von άφιλοξενία hält). Was Α anlangt,
der nicht φιλοδοξίαν, sondern φιλοξενίαν bietet, so ist diese seine
Lesart leichter aus ί^ιλοδοξίαν als aus αφιλοξενιαν zu erklären,
denn wenn auch im letzteren Falle nur ein Buchstabe wegge-
lassen zu werden brauchte, so wird doch dadurch die Verkeh-
rung des Wortes in sein Gegenteil eine so handgreifliche, dass
dieser Fehler mir unwahrscheinlicher erscheint als der andere.
Der Zusammenhang spricht "eher für φιλοδοξίαν, bedenklich ist
nur, dass unmittelbar vorher κενοδοξ'ιαν steht.
38 1 Σωξέο&ω ovv ημοιν 'όλον το οώμα εν Χριΰτώ Ιηοοϋ
<C CS ... εν Χριοτώ (hier könnte man allerdings schwanken);
43 6 εις το δοξαο&ηναι <C CS ωοτε δοξαο&ηναι (CüCTG
st. GICTO; doch ist die Lesart von Λ und ^ nicht ganz sicher);
44 2 εαν κοιμηϋ^ώ>αιν <C CS εάν τίνες κοιμηϋ-όίοιν;
50 3 της βαϋιλείας τον Χριϋτον (doch Α nicht ganz sicher,
Tisch. ZF, Lightf. dub.) < CS harmonisierend nach dem un-
gleich häufigeren r. /9. τοϋ ϋ-εοΰ;
50 δ μακάριοι εομεν . . . ει . . . εποιονμεν -< CS mehr nach
der Grammatik μακάριοι ημεν . . . ει . . . εποιονμεν;
Auch in den Citaten weisen CS eine Anzahl von secundären,
der LXX angenäherten Lesarten auf, vgl.:
70 Knopf, Der erste Clemens brief.
4 10 η όικαοτην <^ CS xal διχαοτήν (LXX Ex 2 u xai Öi-
ααοτην, nur F η όικ.);
16 5 ... ετρανματίοϋ^η όιά τας αμαρτίας ημών και μεμα-
λάκιοται δια τας ανομίας ημών <C CS . . . . ανομίας . . . αμαρ-
τίας . . . (LXX Jes. 53 5 Β αμαρτίας . . . ανομίας, XAQ ανομίας . . .
αμαρτίας);
22 8 τονς όε ελπίζοντας <C CS τον δε ελπίζοντα . . . (LXX
ψ 31 ίο);
348 . . τοΙς υπομενονοιν αυτόν ■<; CS ... τοις άγαπ(:οθίν
αυτόν (Ι Kor. 2 9);
35? επΙ ατόματός οου (doch Α μου) <C CS δια Οτόματός
οου (LXX φ 49 ig).
Aus diesem Verhältnisse folgt für S, dass seine griechische
Vorlage, so trefflich sie auch im allgemeinen war, doch an einer
Anzahl von Stellen mit secundären Lesarten, die auf der Ent-
wicklungslinie zu C hin liegen, durchsetzt war. C betreffend
wird durch den dargelegten Sachverhalt das schon aus andern
Indicien gewonnene Urteil bestätigt, dass C secundären Cha-
rakters ist.
3. AS < CL.
Es sind die verhältnismässig seltensten Fälle von 2 <C 2
bezeugten Varianten, die einander in dieser Gruppierung gegen-
überstehen. Die Bezeugung ist an und für sich eine gleich-
wertige, innere Gründe müssen den Ausschlag geben, wo diese
fehlen, ist die Entscheidung zweifelhaft.
1. AS hat gegen CL die richtige Lesart an folgenden Stellen
erhalten:
19 1 τας προ 7)μών γενεάς <C C τους προ ημσ>ν, L τους
προ ημών εν τη γενεά.;
54 1 τις ούν εν υμίν γενναίος << CL τις oiw ημίν γενναίος;
2. Zahlreicher sind die Stellen, an denen CL << AS recht zu
geben ist, so:
li περιοτάοεις <C AS περιπτώθεις\
li vor βράδιον ist kein Vocativ der Anrede einzuschieben,
Α hat αδελφοί S αγαπητοί, neben dem αγαπητοί hinter πραγ-
μάτοίν ein A^öllig unnötiger Zusatz;
64 . . . πόλεις μεγύλας κατέοκαψεν <i-^^ • • • πόλεις μεγάλας
κατέοτρεψεν, doch vielleicht haben AS das richtige.
Prolegomena. IV. Yerwaiicltscbaft und Genealogie der Texteszeugen. 71
74 ( ... το αίμα τον Χριοτον . . . μετανοίαα χάριν) επηνεγχεν
<; AS νπηνεγχεν.
19 1 των τοοοντων καΐ τοιούτων μεμαρτνρημένων <C Α
Ijraem. όντως vor μί μαρτνρη μένων ^ S και όντως; schon die
verschiedene Form macht Glosse wahrscheinlich, die hinter dem
— όντων des vorhergehenden Wortes sehr leicht möglich Avar;
454 των μιαρον . . . ζηλον άνειληφότων ■< των μιαρών . . .
ζήλον άνειληφότων (S hat auch καΐ άόίκων, wo Α richtig
καΐ αόικον bietet);
64 ϋωφροΟννην <C AS και ΟωφροΟννην (doch hat S über-
haupt Polysyndeton au der Stelle);
602 των κεκλημενοίΡ νπο τον &εον Öi^ αντον <C AS ....
καΐ όι αντον.
Die Constatierung der Thatsache, dass C in einigen Fällen,
in denen er nicht mit A, sondern mit L geht, die richtige Lesart
erhalten hat, ist wichtig für die Beurteilung der jüngeren grie-
chischen Handschrift. Wir sahen bereits, dass C allein keine
richtige Sonderlesart hat, dass er, wo er bei geteilter Bezeugung
die richtige Lesart hat, mit Α geht, mit dem er indes LS gegen-
über eine Reihe gemeinsamer Fehler hat, dass er in keinem
Falle mit S zusammen gegen AL aufkommen kann. Durch alle
diese Thatsachen wird der Wert von C stark gedrückt. Da er
in dubiis die richtige Lesart mit Α gemeinsam erhalten hat, so
liegt der Schluss nahe, C sei keine selbständige Textesautorität,
sondern nur ein degenerierter Abkömmling von A. Dadurch
indessen, dass bei einem Teile der Lesarten, in denen bisher AS <^C
standen, die Lesart von C durch L als die richtige bestätigt wird,
wird C wieder etwas gehoben, und es kann seine relative Selb-
ständigkeit S und besonders Α gegenüber festgehalten werden.
Fassen wir nun am Schlüsse unserer Untersuchungen über
die Texteszeugen, einzeln sowohl als auf ihre Verwandtschaft hin
geprüft, die Ergebnisse zusammen, so ergeben sich uns folgende
Resultate, die für die Textesrecension normgebend sind (vgl.
auch Lightf I, 142 ff.):
2. Von diesen vier Zeugen geht L auf den verhältnismässig
ursprünglichsten und ältesten Text zurück. Doch ist die Gestalt
dieser Vorlage im einzelnen oft schwer zu erkennen. Wo wir
72 Knopf, Der erste Clemensbrief.
sie aber mittelbar durch die im Laufe der Zeit ziemlich ent-
stellte und veränderte Übersetzung hindurch zu erkennen ver-
mögen, sind ihre Lesarten von höchstem Werte und dieser
abendländische Texteszeuge hält den drei morgenländischen das
Gleichgewicht.
3. λ^οη den Orientalen hat Α den besten Text, abgesehen
von den zahlreichen orthographischen Fehlern und Verschrei-
bungen.
4. C repräsentiert einen späten, stark veränderten und über-
arbeiteten Text, der zu Α in relativ nächster Verwandtschaft
steht, dennoch aber diesem gegenüber selbständige Züge aufzu-
weisen hat.
5. S hat wie L zwei Elemente, die Uuzuverlässigkeiten und
Entstellungen fallen vornehmlich der ziemlich freien Übersetzung
und ihrer Textesgeschichte zu. Der zu Grunde liegende grie-
chische Text der Vorlage war eine Mittelgestalt zwischen Α und
C, doch näher bei Α als bei C liegend.
6. Bei geteilter Bezeugung ist die durch AL die beste, die
an Wert CS weit zurücklässt. Dann folgt die durch LS, die
besser ist als die andere durch AC; AS hält CL ungefähr das
Gleichgewicht. Fälle der letzteren Art sind indes ziemlich
selten, da C und L die am weitesten voneinander entfernten
Textesgestaltungen repräsentieren.
7. In den Citaten sinkt der AVert von L und S bedeutend,
da beide Übersetzungen erwiesenermassen in weitgehender Weise
harmonisieren.
8. Die eigentümlichen Verwandtschaftsverhältnisse unserer
Texteszeugen (AC, AL, AS, CS, CL, LS stehen stellenweise bei-
sammen) nötigen zur Annahme, dass wir es in ihnen nicht mit
direkten Descendenten eines gemeinsamen Urtypus zu thun haben,
sondern dass, wie mir scheint, mindestens zwei einen Mischtext
repräsentieren, der durch Hineincorrigieren von Lesarten einer
andern Familie entstanden ist. Möge das Folgende als ein Ver-
such zur Erklärung dieser schon etwas verwickeiteren Verhält-
nisse gelten, der indes nicht den Anspruch auf absolute Gültig-
keit macht.
Der gemeinsame Urtypus, auf den ACS zurückgehen, geht,
wie Lightfoot gezeigt hat ivgl. 1. c. sub 7), bis zum Ende des
2. Jahrhunderts zurück. Neben diesen Typus stellt sich als Re-
Prolegomena. IV. Verwandtschaft und Genealogie der Texteszeugen. 73
Präsentant einer abendländischen Textesgestaltung L, der anfeinen
griechischen Grundtext A, wahrscheinlich aus der Mitte des
2. Jahrhunderts, zurückgeht. Diese beiden Typen, A, und der
den 3 Orientalen zu Grunde liegende, O, gehen entweder direkt,
ohne dass sich ihre Vorgänger berühren, auf den Urtypus, den
Brief der römischen Gemeinde an die korinthische, zurück, oder
auf einen geraeinsamen abgeleiteten , der indes nicht weit von
dem Urtypus abstand: Ο Α (vgl. zu diesen Ausführungen den
I Clem. iUrtypus)
o2
Cod. Alex. *
/ Lesarten a
mit Lesarten
aus der
OA-linie
uer j
lie /
C^
aus der
occidentalischen
Linie eingedrungen.
mit Lesarten aus
\, der OA-linie
Cod. Constant.
Cod. Cantabrig.
Cod. Florin.
eingefügten Stammbaum). Nimmt man einen gemeinsamen
Typus OA an, dann muss man auch die Möglichkeit zugeben,
dass stellenweise sämtliche vier Texteszeugen gemeinsame Ent-
stellungen gegenüber der ursprünglichen Gestalt haben. (Sollte
dies bei ϊόωμεν 33? der Fall sein? Ich habe indessen diese ein-
stimmig bezeugte Form beibehalten und nicht εϊδομεν geschrieben.
Die Verwechselung der Formen von οΐόα und tiöov ist be-
kanntlich sehr häufig.) Von dem Typus 0 haben sich ΑΟΣ
abgezweigt, und zwar so, dass Α die relativ reinste Form dieser
74 Knopf, Der erste Clemensbrief.
Überlieferung darstellt. C und Σ zeigen AL gegenüber wohl
eine Anzahl gemeinsamer Fehler, in keinem Falle aber eine ur-
sprüngliche, richtige Lesart. Daher ist es wahrscheinlich, dass
sie auf einen gemeinsamen, bereits degenerierten Abkömmling
von 0:€Σ zurückgehen. Da sie indes jede einzeln und auch
beide gemeinsam, mit Α zusammengehalten, in einer Anzahl von
Fällen die richtige Lesart Α gegenüber haben, so muss man, da
man diese Erscheinung nur sehr teilweise aus Degeneration des
Α von 0 erklären kann , annehmen, dass auf irgend einer Stufe
der Entwickelung von 0 zu C2 occidentalische Lesarten aus der
yl-Linie durch Seitencollation eindrangen (ob im Gefolge der
Bibelvarianten, die nachweisbar seit dem 3. Jahrb. aus den abend-
ländischen Handschriften in die morgenländischen aufgenommen
wurden?). So haben wir, ausser der Annahme einer Degeneration
des Α von 0, noch einen zweiten "Weg, die Lesarten CLS << Α
zu erklären. Doch sind auch falsche Lesarten aus dem occiden-
talischen Texte in ΟΣ eingedrungen, wie 12 1 η έπιλίγομεν?]
πόρνη statt ?) πόρνη. Weder C noch Σ sind indes reine De-
scendenten ihres gemeinsamen Typus ΟΣ, sondern sowohl auf
der Linie C^ zu C als auf der ΟΣ zu Σ sind Seitenlesarten aus
A, oder vielmehr einem A^orläufer oder Abkömmling von Α ein-
gedrvmgen, die in jeder der beiden Linien die eingetragenen
occidentalischen Lesarten wieder teilweise verdrängten, und die
zum Teile richtig, zum Teile falsch waren. Halten wir uns dies
gegenseitige Verhältnis vor Augen, so erklärt sich uns:
1. dass CS gegenüber AL nie den ursprünglichen Text haben,
2. dass sowohl AC gegen LS und AS gegen LC als auch
LS gegen AC und LC gegen AS richtige Lesarten aufweisen.
9. Durch die Entdeckung des L sind wir imstande, den schon
vorher durch die drei andern Texteszeugen vorzüglich herzu-
stellenden Text an einigen Punkten nicht unwesentlich zu ver-
bessern, so däss wir nunmehr bei einem Texte angelangt sind,
der im ungünstigsten Falle nur um wenige Jahrzehnte von dem
ursprünglichen Texte entfernt ist. Die Überlieferung unseres
Briefes ist im verkleinerten Massstabe ein Abbild der Überliefe-
rung des neuen Testamentes, sofern wir hier einen griechischen
Majuskel- und einen Minuskelcodex, ferner eine orientalische
und eine occidentalische Übersetzung als Texteszeugen haben
und der Conjectur wenig Raum gelassen ist.
Prolegomena. V. Die Lücke in Δ. 75
V. Die Lücke in Α (c. 57 Schi.— 64 Anf.).
Eine abgesonderte Betrachtung verlaugt das Verhältnis der
Bezeugung in der grossen Lücke des A, c. 57 Schi. — 64 Anf.
Ich halte es für methodisch richtiger, die textkritische Über-
lieferung dieser Kapitel besonders zu behandeln. Denn L hat
uns hier an einer grösseren Anzahl von Stellen die Entscheidung
gebracht, die bisher bei dem Umstände, dass wir nur die beiden
schwächeren Texteszeugen für die Textesherstellung besassen,
unmöglich war. Nun ist in L ein sehr guter und alter Textes-
zeuge hinzugekommen, und nachdem wir uns im vorhergehenden
ein Bild von der Sonderart und der Verwandtschaft der Zeugen
gemacht haben, wollen wir nun zur Verwendung der dreifachen
Überlieferung in den genannten Kapiteln schreiten. Α lässt uns
hier im Stiche, aber auch Clem. ΑΙ., der an vielen Stellen des
Briefes mitging, hat aus diesen Schlusskapiteln nur ein einziges
kurzes Citat (1 Clem 57?, vgl. Strom. II 22 p. 501 Schi, ο όε
έμον άκονον καταοκηνώοει Ιπ IIx'lÖl πίποιΟώς). Nur Basilius
d. Gr. citiert de Spiritu sancto 29 unter den Zeugnissen der
Alten für die τριάς einen Satz aus I Cl. 58 2 mit den Worten:
\4λλα και 6 K?Jifirjg άρχαϊκο^τερον Zfj, φηοίν, 6 ^εος και ο
κνριος Ίηϋονς Χρωτός καΐ το πνεύμα το άγων. Dies ist die
einzige patristische Anführung aus diesen Clemeuscapiteln. Da
endlich in ihnen mit Ausnahme des kurzen Stückchens 57 7
kein direktes LXX-Citat vorkommt — an Anspielungen auf alt-
testamentliche Stellen mangelt es freilich nicht — , fehlt uns
auch dieses Correctiv, das uns sonst an vielen Stellen des Briefes
zur Seite stand.
Zum erstenmale wurden die in Α fehlenden Kapitel des
Briefes von Bryennios aus dem Codex C beigebracht. Bryenuios
hat in seiner Ausgabe vom Jahre 1875 den Text seines einzigen
Zeugen fast ganz unverändert aufgenommen, nur c. 60 1 las er
cdvaov <C C άένναον, und an 3 Stellen schlug er zur Glättung
des Textes kurze Einschaltungen vor, nämlich 593 vor ελπΊζειν:
Joe. όέοποτα, 604 vor υπηκόους γενομένους: καΐ οώοον ΐ/μας,
endlich 62 1 hinter όιενϋ^ύνειν als Object την βουλην αυτών.
Die deutschen Herausgeber, die nach Bryennios den Brief
76 Knopf, Der erste Clemensbrief.
edierten, hielten sich ebenfalls im grossen und ganzen recht
genau an den C-text. v. Gebhardt-Harnack schlugen in ihrer
zweiten Ausgabe vor: 594 βοηθ-όν ϋε statt βθ7]ϋ^6ν, 6θ4 allenfalls
παντοκρατορίκφ statt παντοκράτορι, 62 1 wollten sie hinter
οιεν&ννείν ein αυτόν (sc. τον βίον) einfügen, 63 1 7)ονχαθάθης
statt ηονχάοαντες schreiben. Diese Vorschläge machten sie nur
in den Anmerkungen, directe in den Text selbst aufgenommene
Emendationen finden sich bei ihnen bloss 594 άοϋ-ενεϊς für aoe-
βεΐς, 60 1 ϋωζομένοις für ορο^μενοις (ν. Gebhardt hatte οιριομένοιζ
vorgeschlagen), 60 4 νπηκόοις γινομένοις für υπηκόους γινόμε-
νους, 622 ευαρεοτεΐν für ευ/^αριοτεΐν. Dazu kommt in der
editio minor repetita καϋ-άριοον 60 2 für καϋ-αρεΐς.
Hilgenfeld änderte am C-texte folgendes: 593 ανοιξον statt
άνοίξας, 594 άξιοΰμεν add. θε, 60 1 ερομενοις statt όρο^μενοις,
60 4 {ημών) επικαλουμένων ϋε εν πίοτει καΐ άληϋ-εία αυτών
υπηκόων γινομένων statt επικαλουμένων θε αυτών εν πίοτει
καϊ άληϋ-εία νπιγκόους γινόμενους, ib. παντοκρατορίκφ statt
παντοκράτορι, ib. τοις όε αρχουοιν statt τοις τε αρχουοιν, 62 1
όιευϋ^ύνειν add. την πορείαν αυτών, 622 ευαρεοτεΐν statt ευχο
ριοτεΐν.
Lightfoot endlich, der sowohl für seinen Appendix (1S77)
als auch für seine zweite, posthume Ausgabe (1890) neben dem
Codex C den Cambridger S benutzen konnte, ist an einer grösseren
Anzahl von Stellen vom Texte der konstantinopolitanischen
Handschrift abgewichen, indem er eine Reihe von Varianten S
<; C aufnahm, an emigen Stellen auch << C S emendierte. So
hat er folgende, vom C-texte abweichende Lesarten einge-
führt:
a. S << C: 57? έπ' έλπίόι add. πεποι&οός, 593 εν ύψηλοϊς
statt εν υψίοτοις (doch ist dies mehr Emendation), ö9i άξιοϋμεν
add. öf, 60 2 καϋ-άριοον statt καϋ-αρεΐς. ihJv όοιότητι add. και δικαιο-
οννη καϊ άπλότητι, 60 4 επικαλουμένων οε αυτών add. οο'ιως,
62 1 add. καϊ ante τών ώφελιμωτάτ€ον, 622 ευαρεοτεΐν statt ευγα-
ριΟτεΐν (62 2 και προς πάντας άνϋ-ροίπους ist so gut wie reine
Emendation, denn S musste für jeden Fall die Präposition wieder-
holen), 63 1 άναπληρώοαντας προοκλιϋ^ηναι τοις υπαρχουοιν
άρχηγοΐς τών ψυχόίν ημ€~)ν statt άναπληρώοαι, 633 επέμιραμεν
όε και άνδρας statt επέμψαμεν όε ανόρας. ib. οϊτινες καϊ μάρ-
τυρες statt οΐτινες μάρτυρες.
Prolegomena. V. Die Lücke iu A. 77
b. Emendiert hat Lighti'oot an folgenden Stellen: 593 vor
ελπίζίΐν: Δος ?////>, xvqlb eingefügt, 59^ γνώτωΟαν add. öt. 60 1
atvaov statt άένναον, 60^ vor vjt?]xoovg: ωϋτε οώζεοϋ^αι ΐιμας
eingefügt, 62 1 όΐίν&ύνειν add. την ττορείαν αυτών. Um seine
Einfügungen 593, 60i, 62 1 zu rechtfertigen, hat der scharfsinnige
Herausgeber eine an sich ganz plausibele Theorie aufgestellt,
die das Entstehen jener Lücken zu erklären hat. Die drei Stelleu
sind durch ungefähr gleich grosse Zwischenräume von einander
getrennt, Lightfoot meint nun, dass in dem von ihm postulierten
Archetyp von (A) C S jene drei Stellen in der untersten Zeile je
einer Seite standen und hier durch Verstümmelung der Blätter
unleserlich wurden oder wegfielen. Diese Theorie lässt sich dann
auch noch auf eine Stelle von Π Clem. anwenden, wo Lightfoot
142 hinter ανωϋ-εν ein λεγονοιν, όηλον suppliert. Angesichts
des sehr alten, einem anderen Typus angehörenden L, der an
keiner der Stellen des 1. Briefes eine Lücke aufweist, sondern
an allen 3 Stellen mit C S geht, fallen Lightfoots Vorschläge (in
denen ihm übrigens Bryennios und auch teilweise Hilgenfeld
vorangegangen sind) dahin, v. Gebhardt hat mit seinen Zwei-
feln, die er in der Recension des Appendix (Theol. Lit. 1877,
359 unten u. f) hinsichtlich der Lightfoot'schen Ergänzungen
und ihrer Begründung aussprach, Recht behalten.
Nachdem wir so das Vorgehen der früheren Herausgeber
kurz charakterisiert haben, wollen wir nun positiv unsere Aus-
wahl aus den Varianten der 3 Texteszeugen begründen. Es sind
im ganzen etwa 100 schwankende Lesarten, um die es sich
handelt. Den geringsten Sonderbesitz bietet C, die beiden anderen
sind eben erst durch das Medium einer zweiten Sprache hindurch-
gegangen und haben an verhältnismässig mehr Stellen Trübungen
und Änderungen erfahren.
C weist auch in der Lücke einige von seinen oben charak-
terisierten Eigentümlichkeiten auf:
1. C harmonisiert 57? im Citate, indem er mit LXX (Prov. I33)
πεποίϋώς weglässt.
2. Er verstärkt den Positiv der Adjective: 58 1 jtavayUo
statt άγίω, ib. οοιώτατον st. ooiov. 62 3 ελλογφωτάτοις st.
ελλογίμοίς.
78 Knopf, Der erste Clemensbrief.
3. Glättungen scheinen zu sein: 60 1 om. γάρ hinter ov (der
Satz ist auch thatsächlich keine scharfe Begründung), 62-2 ϋ^εον
χαϊ κτίοτην st. χτίοτην ϋ^εον (das και scheint zur Erleichterung
der Accusativreihe eingefügt zu sein, lässt man es mit L S fort,
so wird auch der Mangel des προς vor πάντας erträglich).
4. Ausserdem beweisen auch hier den secundären Charakter
der C- Überlieferung eine Reihe von Fehlern, vgl. 594 άξ,ωνμεν
om. Οε, 594 άϋεβεΐς st. άο&ενείς, 60 1 πιοτός st. χρηΟτός, 60 a
κα&αρεϊς st. καϋ-άριοον (Mittellesart war wohl κα^^-άρείσοι^, Lightf.),
6O4 αυτών om. οσ/ως, 62-3 ενχαρίΟτεΐν st. εναρεοτείν (vgl. den
nämlichen Fehler in Α c. 41 1).
5. 60 Schluss und 61 Anfang ist falsch interpungiert, Light-
foots Änderung wird von L bestätigt, S ist zweifelhaft.
Doch hat C an einigen Stellen gegen L S die richtige Les-
art, nämlich 592 Ίηϋοϋ Χρίϋτον <^ LS add. τοϋ κυρίου ?)μών,
594 τους ταπεινούς έλέ7]οον, was L S anscheinend propter
homoeotel. mit οώοον weglassen (doch kann leicht auch bei C
glossierende Erweiterung vorliegen). Auch 593 C ευεργέτην st.
εύρετήν L S möchte ich für richtig halten; 593 init. endlich όνομα
6 ου wird auch dem C recht zu geben sein, LS haben όνομα
αυτοΰ, aber S führt durch die ganze Periode 593 die 3. Person
durch, und in L scheint nomen suum durch nominis sui der vor-
hergehenden Zeile veranlasst zu sein.
Von S hat Lightfoot in der Lücke die Varianten besonders
reichlich und sorgfältig verzeichnet, da dieser ihm ja hier neben
C der einzige Texteszeuge war. Durch die neue Autorität von
L aber wird die Mehrzahl dieser Varianten als Sondereigentum
der syrischen Übersetzung erwiesen, die ihre sonst constatierbare
Eigenart auch in diesen Kapiteln bewahrt hat.
1. Paraphrastische Übersetzungen sind z. B. 57? εξεταομος
άοεβεΐς όλεϊ <C S inquisitio impiorum perdit ipsos, 61 1 όός <C
S precamur ut des, 63 1 ύπο&εΐναι τον τράχηλον << S inclinemus
Collum nostrum et subjiciamus nos, 63 1 ηβυχάοαντες <C S
quiescentes et tranquilli.
2. Glossen und Zusätze sind "zahlreich, vgl. 582 ουμβουλήν
add. fratres, 592 αθ^ραυϋτον add. deus, 593 όνομα οου add. sanc-
tum, 594 init. όεοποτα <C domine bone, 594 Schi, ο παις Οου
Prolegomena. V. Die Lücke in A. 79
add. dilectus, 60i κόομον add. hujus, 61 1 ίόωκας add. illis, 622
τόπον add. scripturae (sie!), 63 1 μώμου add. et scandalo, 682
άγαλλίαοιν add. magnam, 682 γεγραμμενοις add. vobis. Erweitert
erscheinen auch zwei Stellen in S, die Lightfoot für ursprünglich
angesehen hat und demgemäss rückübersetzt seinem Texte ein-
verleibt hat, 60 2 εν 6θωτ7]τι καρδίας <[ S in sanctitate et in
justitia et in simplicitate cordis (Lightfoot εν όοιότητι καΐ δικαιο-
Gvvrj καϊ άπλότί/τί καρδίας, nicht ohne Widerspruch seitens
ν. Gebhardts 1. c. 859), ferner 681 άναπληρώοαι <^ S implentes
inclinemur illis qui sunt duces animarum nostrarum (Lightfoot
άναπληρώοαντες προοκλίθ-ήναι τοις νπάρχονοιν άρχηγοίς —
ϊ)γονμένοίς will Wrede, Untersuchungen zum Ι Clem. S. 9 -^
των ψυχών ?)μών), diese Erweiterung von S, die gegen L C nicht
zu halten ist, hat stark klerikalen Beigeschmack (inclinemur. duces
animarum).
8. Einige Varianten erklären sich sehr leicht durch Versehen
eines syrischen Abschreibers, so 592 εκάλεοεν ημάς <C S vocavit
me (oJ st. r<i), 60 3 εν είρήν?] << S pacis (n st. s), 5S2 hat S
κύριος doppelt am Ende der einen und am Anfang der nächsten
Zeile.
4. Glättungen und Verbesserungen sind unverkennbar: 593
της καρδίας <C S cordium; dann vor allem die consequente Durch-
führung der 8. Person 598 in Pronomen und Verbmn (während
GL allmählichen Übergang haben); Folge davon ist, dass 594
der Übergang in die 2. Person eigens durch eine Glosse markiert
werden muss: vor άξιοΰμεν schiebt S ein et dicemus illi cum
supplicatione. Hierher gehören auch Kleinigkeiten, wie 60 1 Οοφός
st, 0 οοφός, weil 6 vor den anderen Gliedern fehlt, ibid. om. και
vor οννετός aus analogem Grunde u. a. m.
5. Einiges ist ungenau und falsch übersetzt, vgl. 593 δια-
λνοντα <i dissipantem, ib. των κινδνν ενόντων <C eorum qui
affliguntur, 623 ελλογίμοις <C doctis (dieselbe falsche Auffassung
von ελλόγιμος auch 443).
6. Bei einigen Stellen ist es unsicher, wen die Schuld der
abweichenden Lesart trifft, ob ein Versehen des Übersetzers vor-
liegt oder ob nicht bereits der Fehler in der griechischen Vorlage
steckte, so 58 2 om. καϊ προοτάγματα hinter δικαιοίματ,α, 593
εϋ^νών < S άνϋ-ροίπων (eGNCUN < ANCüNj, 594 έπιφά-
νηϋ^ι <i S έπιοτρά(ρηϋ•ι und dann die beiden hauptsächlich auf
gO Knopf, Der erste Clemensbrief.
falscher Majuskelabteilung beruhenden Abweichungen ij Ol cor
statt 7/dtov 623 und ib. Ιττηόη Οαφώς ?j . όεΐ μεν γαρ {γαρ vor
γράφειν leicht) γράφειν statt επειδή οαφώς 7]όείμεν γράψειν . . .
Eine ursprüngliche Lesart gegen die beiden anderen Codices
hat S an keiner Stelle aufzuweisen.
Auch bei L vermissen wir in den Lückenkapiteln die für
diese Übersetzung charakteristischen Varianten nicht.
1. 593 finden wir τον ποιονντα τατιεινονς εις ΰψος <C L qui
facis humile in excelsis. Das könnte Schreibfehler sein, ist
aber wahrscheinlich Harmonismus, vgl. Ez. 2126 vxpcooaa το
ταπεινόν.
2. Freiere Übersetzungen sind 593 εις νψος in excelsis (wohl
harmonisierend), ibid. τον . . . Οωτηρα <C et . . . salvator (weil mit
dem vorhergehenden in einen Satz gebracht), 594 τονς πλανο) μέ-
νους τοϋ λαοΰ οον <C errantes a populo tuo, 60 3 εις άγαϋ-α
in bono, 604 τοις κατοικονοιν την γήν << habitantibus super
terram.
3. Glossen und Erleichterungen sind: 582 εν ταπεινοφροοΰνγι
<^ cum humilitate et modestia, 61 1 είρηνην, ομόνοιαν <I et
pacem et concordiam, 61 3 ταντα καϊ περιοοοτερα <C et haec et
plura, 623 γράψειν ημάς <C scribere vobis (vobis entweder Um-
änderung eines ursprünglichen nos, oder aber es war das ημάς
ursprünglich gar nicht übersetzt und vobis ist späteres Glossera),
634 φροντίς •< add. semper.
4. Verderbnisse und Auslassungen finden wir: 61 2 κατά το
καλόν <C L juxta te bonum, 622 μετανοίας καϊ γνηοίας αγάπης
και εγκράτειας ■< L nur poenitentia, om. ρ. hom. et sincera
caritate et continentia (oder temperantia), 682 την άϋ^έμιτον τον
ζήλους υμών όργην <C L inlicite (= — tae) emulationis vestrae
iracundiam (inlicitae wohl aus inlicita).
5. Nicht mit Sicherheit L oder Α zuzuschreiben sind folgende
Lesarten: 58 1 της μεγαλωούνης << L justitiae, 582 die Umstellung
ornatus ... et deputatus statt εντεταγμένος και ελλόγιμος, 582
"ΐηοον Χριοτοϋ <C Xristum (dies vielleicht richtig), Q2i ένάρετον
<C L perpetuam (das wäre nach 442 u. 5 τελείαν).
6. Die Lesarten, die yl < C ^ hatte, sind, wenn auch nicht
alle richtig, so doch höchst beachtenswert. Ausser dem schon
Prolegomena. V. Die Lücke in A. 81
aDgeführten Χριοτον statt ^Ιηοον ΧριΟτον 582 scheint Α noch
folgende abweichende Lesarten gehabt zu haben: 59 1 αχιοτή-
οωΟιν (diffident) statt άπίΐΟ^ηοωΰΐν CS; ib. ivocooovoiv εαυτούς
(se tradent) <^ C S ενδηοονοιν Ιαντονς (nach längerem Schwan-
ken habe ich mich für ^νόώϋονοιν entschieden, denn nach der
tjbersetzungsart des L scheint mir kein Zweifel zu sein, dass er
in Α ein Compositum von όίόομί las, ενόιδόναι εαυτόν kommt
vor (vgl. die Wörterbücher), endlich hat Clem. selbst 14-2 sjiioi-
όόναι gebraucht; Verwechselung von δέω und δίδωμι vgl. auch
40 δ δέδοται CLS <C δέδεται Α, siehe auch 22 εδέδοτο <C Α
έδέδετο); 623 hatte Α offenbar δοκίμοις <C C S έλλογίμοις (C
έλλογιμωτάτοις); 582 wird Α xal 6 κύριος Ίηοοΰς Χρίϋτός
durch Basilius (1. c.) als richtig bestätigt gegen CS xal ζ^ ο
κύριος Ίηοοΰς ΧριΟτός.
Über die in Folge der Fälschung c. 60 u. 61 abAveichenden
Lesarten des L ist schon oben (S. 55 f.) gehandelt worden.
Die Emendationen und Einfügungen am C-texte, die frühere
Herausgeber vornahmen, sind also, wie wir sahen, nur zum Teile
von den beiden neuen Textesautoritäteu bestätigt worden.
60 1 όρωμένοις, wofür οωζομένοις (Harnack), ώριομένοις
(ν. Gebhardt), ερωμένοις (Hilgenfeld) , οΟιουμένοις (Zahn) vor-
geschlagen wurde, muss bleiben,
60 J: υπηκόους γινόμενους, dem durch Änderung in υπηκόοις
γινομενοις (ν. Gebhardt- Harnack), . . . αυτών υπηκόων γινο-
μένων (Hilgenfeld), sowie durch Vorschiebung von xal οώοον
ημάς (Bryennios) oder ωΟτε οώζεϋϋ-αι ημάς (Lightfoot) aufge-
holfen werden sollte, muss ebenfalls bleiben und als freier Accu-
sativ erklärt werden.
Die Schwierigkeit von 62 1 διευί^υνειν endlich, wozu als
Object Bryennios und Lightfoot την βουλην αυτών, ν. Geb-
hardt-Harnack αυτόν (sc. τον βίον) ergänzten, wird in anderer,
nicht vorhergesehener Weise, aus dem Wege geräumt: εΙς ist
zu streichen, und mit Umstellung ist τοις d-έλουθιν ενάρετον
βίον . . . διευϋύνειν zu lesen.
Bryenrios' und Lightfoot 's Einschiebungen haben sich so an
keinem Punkte bestätigt, denn auch 593 ist weder Αός, δέοποτα,
noch Αός ημίν, κΰριε, einzuschieben. Lightfoots schon erwähnte
Texte u. Cntersuchungen. N. F. V, l• 6
82 Knopf, Der erste Clemensbrief.
Ansiebt über die Entstebung der angenommenen Lücken ist
angesicbts der dreifacben Überlieferung, die von keiner Lücke
weiss, fallen zu lassen.
VI. Clemens Alexandrinus als Texteszeuge.
Am Scblusse dieser Prolegomena möge noeb eine kurze Be-
merkung über den textkritiscben Wert der Citate des Clemens
Alexandrinus aus unserm Briefe steben. Unter allen Kircben-
vätern bat der jüngere Clemens den Brief seines römiscben
Namensvetters am meisten benützt. Die spätere Zeit bat den
„römiscben Biscbof" mebr gelobt als gelesen oder vielmebr sieb
beim Lesen mebr an die umfangreicbe apokrypbiscbe Litteratur
gebalten, die sieb an den Namen des Clemens Rom. gebeftet hat.
Den Gebrauch, den Clemens AI. vom Briefe macht, notiert schon
Euseb. b. e. Λ'^Ι 13 g: χέγρηταί cJ' kv αυτοΐς (sc. den Στρωμα-
τεΐς) καΐ ταΐς άπο των αντιλεγομένων γραφών μαρτυρίαΐς.
της τε λεγομένης Σολομώντος οοψ'ιας κάί της 'itjOov τον Σί-
ραχ και της προς 'Εβραίους έπιοτολης της τε Βαρνάβα και
Κλημεντος καΐ Ίονόα. — Der Text, den Clemens ΑΙ. be-
nutzte, war gut und alt. Freilich hat er den Brief oft nur sehr
frei citiert^ hat dessen Worte in den Zusammenhang seiner eigenen
Ausführungen eingefügt, auszugsweise und stillschweigend ihn
benutzt, ohne ihn förmlich zu citieren. Das Verzeichnis der
Stellen, an denen Clemens AI. den älteren Clemens eitiert oder
von ihm abhängig ist, findet sieb bei Lightfoot I S. 158 if., und
vollständiger bei Harnack: Gesch. der altcbristl. Lit. I 1, S, 41 f.,
vgl. auch Bryeunios in seiner Clemensausgabe, Prolegomena
p. ρκβ' ΰ. Es sind folgende Stellen, die in Betracht kommen ^):
Strom. I, 1, 15 κατά τον ευκλεη και Οεμνον της παραόό-
οεως κανόνα (tacite) = Ι C1. 7 2;
Strom. Ι, 7, 38 αντη ι/ πνλη — εν οΟιοτητι und ?/τω τις πι-
οτος — ητω γοργός εν Ιργοις = Ι C1. 48 4 f.;
1) Ich citiere Cleru. ΑΙ. nach der Ausgabe von Reinh. Klotz, Lpz.'
1831 f. in 2 Bänden.
Prolegomena. VI. Clemens Alexandrinus als Textzeuge. §3
Strom. II, 15, 65 γέγραπται γαρ μακάριοι — öia ΊηΟον
ΧρίΟτον τον κυρίου ημών (tacite) = Ι C1. 50 g f. ;
Strom. IV, 6, 32 f. είδον γάρ, φηοΐ — ουκ επαιρομένων επΙ
το ποίμνιον αυτόν (tacite) = Ι C1. 14 5— 16 ι;
Strom. IV 17—19, 105—119 ΝαΙ μην Ιν τη προς Κο-
ρινθίους — τη ϋ^ελεία προς τον ϋ-εον δει'ιϋει άπαϋ-ή όιεφνλαξεν
= einer Reihe von Clemensstellen, teils wörtlieli, teils im Aus-
zuge, teils ausdrücklich (3 mal: § 105, 110, 111), teils stillschwei-
gend, aus I Cl. cc. 1, 9—13, 17, 18, 21, 22, 36, 38, 40, 41, 4S,
49, 50-53, 55;
Strom. V, 12, 80 Άλλα καν τη προς ΚορινΘ^ίους — οΐ μετ
αυτόν κόομοι = Ι C1. 20 s;
Strom. VI, 8, 64 ανοίξατε μοι πνλας όικαιοΟννης — πάν-
τες οι εΐϋελϋ-όντες (als ρητον τοΰ προφήτου Βαρνάβα) =
Ι C1. 48 2 ff;
Strom. VI, 8, 65 εϋτω τοίνυν πίΟτός — ο Κλημης εν τη
προς Κορινθ^ίους φηοί = Ι C1. 48 5 f.;
Ausserdem vgl. Anklänge bei geringerer formeller Abhängig-
keit: Strom. III, 18, 107 = I Cl. 46 8 (Herrenwort Mt 26-24 +
18 6), Strom. IV, 22, 135 = I Cl. 28 3 34 3, s, Strom. V, 8, 52 =
I Cl. 46 3 u. 2.
Wie schon erwähnt, sind diese Anführungen des Clemens
AI. nur sehr zum Teile genau und ausdrücklich, oft verwendet
er sie sehr frei, in den LXX-Citaten finden sich I Clera. gegen-
über zahlreiche Harmonismen, manches mag auch erst im Laufe
der Textesfortpflanzung von Clemens AI. verändert worden sein.
Trotzdem vermögen wir noch zu erkennen, dass Clemens AI.
alte, primäre Lesarten hat, die mit unsern besten Texteszeugen
übereinstimmen und bei der Entscheidung der Varianten sehr
schwer ins Gewicht fallen. Die bedeutsamsten dieser Lesarten,
in denen Clemens AI. mit einem oder zweien unserer Textes-
zeugen zusammengeht und das ursprüngliche bewahrt hat, sind
folgende:
I3 τοις νομίμοις L Clem. <! τοις νόμοις Α C, dub. S;
12 1 'Paaß t) πόρνη Α Clem. <; ^Ραάβ η επιλεγόμενη πόρνη
CLS;
152 άπεοτιν Α L Clem. ■< απέχει C Nie. (LXX Jes. 29 13), dub. S ;
155 παρ ημΐν Α Clem. <i παρ' ημών CS (LXX ψ 11 5),
dub. L;
6*
g4 Knopf, Der erste Clemensbrief.
15 g εζ^ ϋωτηρίφ L Clem. << εν Οωτηρίςί Α, dub. S, om. C
(v. 1. LXX ψ 11 6 εν Οωτηρία ^ί* Β, εν ύωτ7]ρίφ Χ«• ^AR^);
173 χακον AC Clem. <C πονηρού πράγματος LS (LXX
Hiob li); ^
175 εκ της βάτον L Clem. -< έπΙ τον της βάτου C, επϊ
της (oder τον) βάτον S, def. Α £ . . . . βατον (Lc. 2037 επϊ της
βάτον, Mc. 1226 επϊ τον βάτον, cf. auch Lightfoot zur Stelle);
218 ημών LS Clem. << υμών Α C;
21 9 ερευνητής γαρ . . L Clem. << AC add. εϋτιν, dub. S;
228 τονς δε ελπίζοντας AL Clem. <<! τον όε ελπίζοντα
CS (LXX ψ 31io);
283 εκεί ι] δεξ,ίά ύον AS Clem. <; 6ν εκεί εΐ C, ibi manus
tua tenebit me L (CL harmonisieren, jeder anders, mit LXX
φ 138);
382 λόγοίς μόνον LClem. << εν λόγοις Α C, om. μόνον
Α CS (hinsichtlich des εν ist S dub.);
382 εν Ιργοις Α Clem. <; Ιργοις CL, dub. S;
468 των εκλεκτών μον όιαϋτρεψαί LS Clem. <^ τών μικρών
μου οκανόαλίοαι AC (nach Mi ISe, Mc. 942, Lc. 172);
48 1 καΐ άγνην LS Clem. << άγνην om. καΐ AC;
486 τοϋοντω γαρ AS Clem. <C om. γαρ CL;
495 ενάρεοτον L Clem. <; ενάρεοτόν έΰτιν AC (vgl. auch
oben 21 9), ευαρεοτεΐν έοτιν S;
50 1 της τελειότητος αυτής Α Clem. -< της τελειότητος
αντοϋ C, dub. L, της αυτής τελεώτητος S;
50 3 τής βαϋιλείας του Χριϋτοΰ L Clem. -< τής βαϋιλείας
τοϋ ϋ^εον C S (Α dub., nach Tischendorf XF, nach Lightfoot
unleserlich) ;
51 1 όιά τ ίνας παρεμπτώοεις τοϋ άντικείμένουΙίΟΙαπϊ. (Clem.
übrigens τάς statt τινας) << Α C S όιά τίνος τών τοΰ αντι-
κειμένου.
In den angeführten Stellen geht Clemens AI. fünf- bez.
sechsmal mit L allein zusammen (175, 21 o, 382, 495, 503, 51 1,
in 50 3 ist indess Α dub.) gegen die anderen Texteszeugen, ein
Beweis dafür, wie mir scheint, dass der Text des Clemens AI.
noch über den schon fehlerhaften gemeinsamen Grundtypus
der Orientalen hinausgeht, mindestens einer anderen Familie
angehört, die teils mit L, teils mit ACS verwandt ist. Im
übrigen bestätigt die Heranziehung des Clemens AI. unser bereits
Prolegomena. Excurs zu I Clem. 2i: τοΐ; έφοδϊοις τον Χριστον. S5
gewonnenes Resultat: L hat einen vortrefflichen, alten Text
zugrunde liegend; AL ist eine vorzügliche Combination; LS ist
ebenfalls eine sehr gute Bezeugung (vgl. 2l8, 48 1, besonders
aber 468); ungünstig ist der festgestellte Thatbestand für C, der
nur an 1 Stelle (17 3 mit Α zugleich) mit Clemens zusammen-
genommen ursprüngliche Lesart hat. Auf einer Hilfslinie ge-
winnen wir also eine sehr erfreuliche Bestätigung unserer un-
abhängig davon, durch Vergleichung der Zeugen untereinander,
gewonnenen Resultate.
Excurs zu I Clem. 2i.
Über die Lesarten: τοΙς Ιφοδίοις τον ΧρίΟτον
und τοις εφοδίοις τον d-εοΰ.
Durch die neue Bezeugung, die L der Lesart τον ΧρίΟτον
zu teil werden lässt, wird das bisherige Gleichgewicht der
äusseren Bezeugung (A O^tov << CS Χριοτον) entschieden zu
gunsten von τον Χριοτον verschoben. Die Controverse über die
Lesart brach aus, als der Codex C bekannt wurde:
Bryennios zog die Lesart der von ihm entdeckten Hand-
schrift vor, die Variante des Α erklärte er, ohne seine Ansicht
ausführlicher zu begründen, für monophysitische Änderung. Ihm
folgte Hilgenfeld. Zu gunsten der älteren Handschrift dagegen
entschieden sich v. Gebhardt und Harnack (vgl. ihre Ausgabe
und dazu noch Harnack in Theol, Lit., 1874 Nr. 4, Spalte 99
unten f.) sowie Lightfoot, der das ϋ-εον gegen C u. S aufrecht
hält (vgl. die Note zur Stelle in seiner Ausgabe von 1890).
Die äusseren und inneren Gründe, die für und wider beide
Lesarten geltend gemacht worden sind, zu besprechen, abzuwägen
und darnach die Entscheidung zu treffen, ist Zweck der folgen-
den Ausführung.
Als Belegstellen für die eine oder die andere der beiden
Lesarten ist zunächst je eine patristische Stelle, die sich über
die Christologie des I Clem. äussert, herangezogen worden. Für
die Lesart ΧρίΟτον lässt sich eine Stelle aus der Bibliotheca
86 Knopf, Der erste Clemensbrief.
des Photius anführen, der cod. 126 den 1. und 2. Clemensbrief
und den Brief des Polykarp an die Philipper — alle drei waren
in demselben βιβλιδάριον enthalten — bespricht und über I Clem.
nach kurzer Inhaltsangabe und Kritik des Stiles urteilt, man
könne den Autor tadeln, weil er von Welten jenseits des Oceans
spreche (in c. 20 8), sodann weil er die Phönixfabel als wahre
Geschichte verwende, (c. 25), endlich drittens, οτι αρχιερέα καϊ
προθτάτ7]ν τον κΰριον ημών Ίηϋονν Χρίΰτον εξονομάζων ουόε
τας ϋ^εοπρεπεΐς καϊ νψηλοτέρας άφηκε περί αντον φωνάς. Doch
entschuldigt er ihn sogleich auch vor etwaigen Angriffen auf
die Orthodoxie: ov μην ουδ^ απαρακαλνπτωζ αυτόν ονδαμή εν
τούτοις βλαϋφημεΐ. Photius wirft also dem Clemens vor, dass
er Christus nicht als Gott bezeichne, folglich, kann man schliessen,
hat er in seinem Texte nicht ϋ^εον sondern Χριοτον gelesen und
wird uns so indirect ein Zeuge für Χριοτον. Allein gegen
diesen Schluss lassen sich doch Bedenken geltend machen.
Christus wird c. 2 i bei der Lesart ϋεον nur in sehr indirecter
Weise Gott genannt. Zwischen den Sätzen mit den Ausdrücken
εφόδια τον -θ^εον und παϋηματα αυτόν steht noch ein Haupt-
satz samt Participialsatz dazwischen, der den indifferenten Aus-
druck λόγους αντον enthält. Das αντον bei λόγονς kai^in an
und für sich sowohl durch ϋ-εον als durch Χριβτον ersetzt
werden, Clemens selber redet von λόγος ϋ-εον (vgl 27 4, 42 3,
auch 19 1, 53 1, 62 3) und von λόγοι Χριοτον oder "ΐηοοϋ (vgl.
13 1, 3, 46 7). Es ist leicht erklärlich, dass diese neutrale Bezeich-
nung für einen rasch darüber hinweglesenden — und ein solcher
war Photius sicher, der in der Zeit seiner assyrischen Gesandt-
schaft dem Tarasios über 279 Codices referierte — die Veran-
lassung wurde, beim αυτοΰ hinter παθήματα unbewusst nicht
mehr ϋεοΰ sondern Χριοτον zu supplieren. Sodann wird das
Zeugnis des Photius dadurch entwertet, dass er ja erst um die
Mitte des 9. Jhrh. herum jene Codices las und so an unserer
Stelle möglicherweise einen späten, entstellten Text vor sich
hatte. Wenn wir auch dem Photius, der ja damals noch als
Gardeobrist, kaiserlicher Sekretär und Senator ein Laie war,
keineswegs theologische Schulung und die nötige Akribie ab-
sprechen wollen, so ist doch sein Zeugnis in diesem Punkte aus
den dargelegten Gründen nicht allzu hoch zu werten.
Aber noch viel weniger als man die Aussage des Photius
Prolegomena. Excurs zu I Clem. 2i: τοις ΒψοδΙοις τον Χριοτον. S7
für Χριϋτοΰ verwerten kann, lässt sich die von Lightfoot an-
gezogene Eusebstelle (li. e. V 284) für die Lesart ϋ^εον ver-
wenden. Der betreffende Satz lautet: Ka\ αδελφών da τίνων
εοτϊ γράμματα πρεϋβντερα των Βίκτορος χρόνοιν, α εκείνοι
προς τα εϋ-νη νπερ της άληϋ-είας και προς τάς τότε αίρέοεις
έγραψαν' λεγο) όε Ίονΰτίνον καΐ Μιλτιάοου καΐ Τατιανον καϊ
Κλημεντος καϊ ετέρων πλει6ν€ον, εν οις άπαΰί ϋ^εολογεΐται 6
Χριοτός. Euseb citiert an der Stelle ein älteres, die Häresie
des Artemon bestreitendes Werk, wahrscheinlich Hippolyts kleines
Labyrinth. — Lightfoot hat in seiner ausführlichen Note zu
I Clem. 2 1 den Hippolytsatz nur in sehr massvoller und be-
sonnener Weise für ϋ^εον ins Treffen geführt. Thatsächlich ist
er absolut nicht zu verwenden. Erstlich einmal scheint es un-
denkbar, dass an unserer Stelle mit Κλημεντος der römische
Clemens gemeint sein könne. Gegen diese Annahme spricht
einmal die Reihenfolge und die Zusammenstellung der Namen
Justin, Miltiades, Tatian, Clemens, im nächsten Satz dann Ire-
näus und Melito (τα γαρ Ειρηναίου τε καϊ Μελίτωνος καϊ των
λοιπών τις αγνοεί βιβλία . . .;). Lightfoot selbst muss zugeben
it may be urged that the order of the uames .... points
to the Alexandrian Clement". Sodann fällt der Κλήμης des
Hippolyt ganz deutlich in die Kategorie jener Brüder hinein,
die προς τα εϋ-νη νπερ της άληϋ^είας καϊ προς τάς τότε αίρέ-
οεις έγραψαν. Nun ist Clem. ΑΙ. in der That ein hervorragen-
der Apologet, Clem. Rom. aber weder Apologet noch Ketzer-
bestreiter (ausser man nimmt an, Hippolyt habe die Gleichung
οχίϋμα = αϊρεΟις, dann wäre Clem. Rom. allerdings ein Vor-
kämpfer gegen Häresie). Hippolyt führt in seinem Traditions-
beweise offenbar drei Instanzen an: 1. die γραφαΐ αγιαί, 2. die
γράμματα άόελφ(7)ν, 3. die ψαλμοί και ο^όαΐ υπό αδελφών πι-
οτών γραφεΐοαι. Hat er in seiner Aufzählung überhaupt an
Clemens Rom. gedacht, so hat er dessen Schreiben unter die
γραφαΐ άγιαι eingerechnet. Der etwa zu machende Einwurf,
dass Clemens AI. dem Abendland lange Zeit hindurch unbekannt
blieb — thatsächlich wird er erst Avieder von den sehr gelehrten
Männern Rufin und Hieronymus erwähnt — hat nicht viel zu
bedeuten, denn Hippolyt war ein griechisch gebildeter Mann
und im Westen der gelehrteste Theologe unter seinen Zeit-
genossen. — Dass Hippolyt im nächsten Satze die Zeitfolge von
'§§ Knopf, Der erste Clemensbrief.
Melito und Irenäus umkehrt, bat bei der Zeitnäbe dieser beiden
Männer nicbt viel zu sagen. Wabrscbeinbcb baben sacblicbe
Gründe die Umstellung veranlasst. Irenäus und Melito erbalten
dadurch, dass sie mit rhetorischer Frage (. . . τις αγνοεί βιβλία . .;)
genannt werden, eine besondere Auszeichnung, Irenäus aber wird
noch vor Melito hervorgehoben, weil er dem Hippolyt als der
bedeutendere galt (vgl. die Urteile Hippolyts über Iren, und
seine schriftstellerische Abhängigkeit von diesem bei Harnack.
Altchrist]. Lit. I 1 p. 266 f.).
Aber selbst, wenn wir annehmen, Hippolyt habe den Cle-
mens Rom. aufgeführt, so folgt daraus noch keineswegs eine Be-
zeugung der Lesart ϋ^εοΰ. Unter ϋ-εολογεΐν τον Χριοτόν ver-
steht Hippolyt doch nur die pneumatische Logoschristologie,
und da giebt ihm wahrlich der 1. Clemensbrief genug Veran-
lassung, seinen Verfasser unter die Christustheologen zu setzen
(vgl. die christologischen Aussagen des Briefes cc. 16 u. 36,
ferner c. 42 i f., die trinitarischen Formeln 46 6, 582; in 13 3 φηϋΐν
γαρ 6 αγως λόγος, 27 4 εν λόγο^ της μεγαλ€θθννης αντοΰ θυν-
εοτηϋατο τα πάντα, 56 3 ούτως γάρ φ7]οΐν 6 άγιος λόγος musste
jeder durch dogmatische Brille Lesende die Logoschristologie
finden). Umgekehrt muss man sagen, dass der auch die Modalisten
bekämpfende Hippolyt schwerlich der Lesart &εον wegen den
Clemens gelobt hätte. Gegen die άναίρεοις οικονομίας hat
Hippolyt selbst polemisiert und aus Stellen wie die unsere mit
der Lesart ϋ^εοϋ konnten Modalisten leicht ihre Folgerungen
ziehen: αρα ovv επαϋ-εν 6 πατήρ und Αυτός εΟτιν Χριοτος ό
πατήρ, αυτός υιός, αυτός εγενηϋ^η, αυτός επα&^εν, αυτός εαυ-
τόν ηγειρεν. Doch vergleiche zu diesem Punkte andererseits
ebendesselben Hippolyt Stelle, gegen die adoptianischen Theo-
dotianer gerichtet, bei Euseb. V28ii: ο γαρ ενϋπλαγχνος &εός
καΙ κύριος ημών ^Ιηοονς Χριοτός ουκ εβούλετο εξω εκκληοίας
γενόμενον άπολεοΟ^αι μάρτυρα των ιδίων πα&ών.
Ι
Die äussere Bezeugung durch andere Autoren bringt also
weder für die eine noch für die andere Lesart irgendwelche ent-
scheidende Momente. Wir sind demnach, wenn wir ausser der
überwiegenden Bezeugung des Χριΰτοΰ durch die Textesautori-
täten noch andere Stützen der Lesart suchen, auf innere Gründe
angewiesen.
Prolegomena. Excurs zu ΐ Clem. 2i: τοις έφοδίοις τον Χρίστου. §9
1. Zunächst müssen wir fragen, Avas εφόδια τον ϋ^εον be-
deutet und wie es sich in den Zusammenhang der Stelle liinein-
fügt. Ιφόδια τον ϋ^εον kann, bei Annahme dieser Lesart, nicht
a,nders erklärt werden, als durch wörtliche Auffassung von εφό-
δια = sumptus viae, τα προς την οδον επιτήδεια άναλοίματα;
εφόδια τον ΰ-εον ist dann dasjenige an irdischen Gütern, was
Gott den Christen für die Zeit ihrer Pilgerreise, ihrer παροικία
und παρεπιδημία, als Zehrgeld anweist. So wird die Stelle er-
klärt von Harnack (viaticum dei, quod ad corpus sustentandum
pertinet) und Lightfoot (the provision which God has supplied
for the journey of life). Für diese Auffassung von εφόδια spricht
der vorangehende Participialsatz ηδιον δίδοντες r λαμβάνοντες,
in dem offenbar von irdischen Gütern und deren Gebrauche die
Rede ist. Der Sinn der Stelle ist dann glatt und einfach der:
Ihr wäret demütig gesinnt und überhöbet euch nicht, gabt lieber
selbst, als dass ihr an euch rafftet, und wäret ganz zufrieden mit
dem Anteil an Lebensgütern, den euch Gott für eure kurze
Lebensreise angewiesen hatte. Mit άρκούμενοι ist der erste Satz
abgeschlossen. Hinter diesem Worte ist zu in terpun gieren, und
im folgenden beginnt der zweite Satz, in dem dann der Autor
die Betrachtung auf diejenigen Dinge hinlenkt, die im Gegen-
satze zur äusseren Demut und Geduld, Genügsamkeit und Be-
scheidenheit den inneren Wert und den inneren Reichtum
der Christen ausmachen, auf die unsichtbaren Güter, die Gott
ihnen als Ersatz für ihren leiblichen Mangel gewährt hatte: die
λόγοι ΰ-εον im Herzen der Christen, seine παΰηματα vor ihren
Augen, in deren Folge dann ειρήνη, πό&ος εις άγαθ^οποιΐαν.
ίχχνοις πνεύματος η. s. w. So erhält die Stelle einen straffen
Zusammenhang, mit dem wir an sich wohl zufrieden sein könnten.
Daran, dass Christus, der ja eigentlich in dem αντον hinter πα-
ϋ-ηματα steckt, indirect Gott genannt wird, haben wir uns bei
einem so alten Schriftstücke gar nicht zu stossen (vgl. darüber
die Stellensammlung bei Lightfoot 1. c. S. 15 sub 3). Der
„naive Modalismus'", der dann an dieser Stelle durchblickt, ist
an und für sich nichts absonderliches und befremdliches.
2. Versuchen wir nun weiter die Bedeutung von εφόδια und
den Zusammenhang der Stelle bei der Lesart Χοιοτον zu ermit-
teln. Es ist klar, dass εφόδια dann nicht wörtlich zu fassen ist,
sondern in übertragener Bedeutung. Christus übermittelt der
90 Knopf, Der erste Clemensbrief.
Gemeinde nie irdische, sondern nur religiöse und geistige Güter.
Parallelstellen, in denen das Wort in der nämlichen Bedeutung:
geistliches Wegegeld, Zehrmittel gebraucht wird, sind in der
kirchlichen Gräcität nicht selten, vgl. folgende Stellen (meist aus
Suicerus' Thesaurus geschöpft).
Ir. prooem. c. 3, verspricht, εφόδια δονναι προς το ijti-
δεικννειν αυτήν (sc. την γνώμην των αιρετικών) ψευδή.
Giern. ΑΙ. Protr. 10, 100 το οίκεϊον αυτοΰ (sc. τοΰ ϋ-εον)
και εξ,αίρετον καΐ Ιδιωματικον πάρα τα άλλα ζώα κατειλημ-
μένοι αυταρκες εφόδιο ν αιώνων, ϋ^εοϋέβειαν . . .
Eus. VIII 10,2 (im Briefe des Märtyrers Phileas aus der Zeit
der diokletianischen Christenverfolgung)... τον μεν κυριον ημών
^Ιηϋοϋν Χριοτόν ευρόντες (sc. οι μάρτυρες) ενανϋ-ρωπήοαντα δι
ημάς, ίνα παϋαν μεν άμαρτίαν εκκόψτ;], εφόδια δε τής εις τήν
αΐώνιον ζωήν είϋόδου ήμίν κατάϋ-ηται.
Clem. Hom. 16 u ετι δε και εκ πατέρων έφοδιαζόμενοι
τών γραφών τα άληϋ-ή ένα μόνον οϊδαμεν τον πεποιηκότα
τους τε ουρανούς και τήν γήν.
Clem. ep. ad Jac. 6 . . τ« γαρ ουμφέροντα έφοδιάζειν
δια τήν άοχολίαν ου δυνηί>εΊς.
Petri ep. ad Jac, 2 . . Ί]μών άδελφοΐς τάς βίβλους μου τών
κηρυγμάτων δος μετά τοΰ ομοίου τής αγωγής μυστηρίου, \ινα]
και τους βουλομένους το τής διδαοκαλίας άναδέξαοΘ^αι μέρος
εφοδιάζωοιν.
Basilii ep. 56 (57) ad Meletium . . . ει δε καταξιωϋείημεν
ταΐς ϋαϊς προϋευχαϊς, έ'ως έομεν επϊ γής καΐ τής κατ οφθαλ-
μούς ΰυντνχίας και παρ αυτής τής ζοίαης φωνής λαβείν ώφέ-
λαμα διδάγματα η εφόδια προς τε τον ένεϋτώτα αιώνα καϊ
τον μέλλοντα, τοΰτο αν μέγιΰτον τών άγαθ^ών έκρίναμεν . . .
Cyr. (ν. Jerus.) Cat. 5 12 . . . έχειν τε ταύτην (sc. την πί-
Οτιν) εφόδιο ν εν παντί τω χρόνφ τής ζωής . . .
Isid. Peius, ep. II, 73 (ad Paulum presbyterum) την άνά-
γνωοιν τών ιερών γραφών εφόδιο ν ήγοΰ τής Οωτηρίας τρέ-
φουϋαν παραδείγμαΟιν ευδοκίμοις το φιλόκαλον καϊ άνδρώδες
τών μετά οπουδής άκροωμένων.
Basil. Sei. or. 21, 2 πόοης ούν άξιοι κατηγορίας ημείς, εν
αμέλεια το τής οωτηρίας προδιδόντες εφόδιον (sc. τήν προ-
οευγήν);
Prolegomena. Excurs zu I Clem. 2i: τοις έφοδίοις τον Χριστοί: 91
eiusd. or. δ, 2 Τοις μενονν Νινεν'ιταις χ'οτερον τριήμερου
μετανοίας διάοτημα γεγονε jiqoc ΰοοτηρίαν εφοόιον.
Aus der Reihe dieser Beispiele geht wohl zur Genüge her-
vor, dass εφόόίον in übertragener Bedeutung kein seltenes Wort
bei den griechischen Kirchenschriftstellern ist. Die specielle
Beziehung des Wortes auf das Abendmahl, die auch vorkommt
(can. Nie. 13 u. ö.), lassen wir dabei ganz aus dem Spiele, da sie
unserer Stelle entschieden fern liegt.
In LXX u. XT. ist das εφόόιον in übertragener Bedeutung
nicht zu finden, im NT. fehlt das Compositum ganz, LXX hat
εφόδων bez. εφοόιάζειν nur im buchstäblichen Sinne Dt 15 u
U. Jos. 9 12.
Fasst man nun εφόδων in übertragener Bedeutung, so erhält
man als Sinn der Worte εφόδια τον Χρωτον: Mittel und Dar-
reichungen, durch die Christus seine Gläubigen auf ihrer Pilger-
reise geistlich stärkt und aufrecht erhält. Fügen wir nun diesen
Sinn in den Zusammenhang der ganzen Stelle ein, so ergiebt
sich, paraphrastisch wiedergegeben, folgende Gedankenreihe: De-
mütig wäret ihr ohne Überhebung, euch lieber unterordnend als
andern befehlend, lieber von eurem irdischen Gute mitteilend als
es zu vergrössern bestrebt. Denn es lag euch nichts an äusserem
Besitze, Christus reichte euch dar, was zu eurer Befriedigung
diente. So gewendet, giebt die Stelle eine feine Pointe: mit τοις
εφοόίοίς κτλ. wird die Betrachtung vom Irdisch-materiellen weg
auf das Geistliche und Übersinnliche gelenkt, und es wird gezeigt,
worin einst der die korinthische Gemeinde befriedigende Reich-
tum bestand. — Für Χριοτον spricht also 1. die überwiegende
Bezeugung; 2.giebt die Verbindungmittri-odiOi^keinenbefremdlichen
und unerhörten Sinn, sondern wir erhalten im Gegenteile bei
unserer Lesart eine feine, auf die εντροπη der Korinther hin-
zielende Wendung. Aus diesen Gründen stehe ich nicht an, die
Lesart Χρωτον für die richtige zu halten.
Die Verbindung der Sätze hat dann (mit Hilgenfeld) in der
Weise zu erfolgen, dass der Einschnitt ZAvischen den beiden
Hauptsätzen πάντες . . . εταπεινοφρονείτε und ενεοτερνωμένοι ητε
erst hinter προοίχοντες, nicht schon hinter άρκονμενοι zu setzen
ist. Ein durchschlagendes Bedenken gegen diese Interpunction
hat Lightfoot nicht beigebracht, wenn er meint, dass προβέγοντες
dann ein unbeholfener Zusatz sei. Darüber haben wir mit dem
92 Knopf, Der erste Clemensbrief.
Schriftsteller nicht zu rechten. Wenn auch in der That :τροο-
έχοντες hinter άρκονμενοι etwas abfällt, so ist es doch keines-
wegs unerträglich und bei dem übertragenen Sinne, den wir für
εφοδίοίς annahmen, sehr wohl möglich. Für unsere Interpunc-
tion spricht aber weiter erstlich der Parallelismus der Sätze. Es
stehen vor τοις εφοόίοις zwei Paare von Participien: νποταοΰό-
μενοι . . . νποτάαοοντες, und δίδοντες . . λαμβάνοντες; durch
unsere Satzteilung erbalten wir dann noch an dritter Stelle ein
Participienpaar: άρκονμενοι . . προοέχοντες. Sodann spricht für
unsere Interpunction der Umstand, dass bei der andern Satztei-
lung der Accusativ τους λόγους in seiner Beziehung unklar wird.
Dass dem so ist, beweisen die verschiedenen Auffassungen, die
der Satz erfahren hat. Lightfoot zieht λόγους αυτοΰ sowohl zu
προοέχοντες als zu ένεοτερνιομενοι ητε (,,And giving heed unto
His words, you laid them up diligentJy in your hearts"). προο-
έχειν wird zwar gewöhnlich, je nach der Bedeutung, mit Dativ,
Genitiv, εΙς, από, Infinitiv und μη verbunden, aber auch der
Accusativ kommt vor, vgl. Hiob 13 6, φ 9 38, φ 77 1, Jes 1 ίο, so
dass dieser \^erbindung grammatisch nichts im Wege steht.
Lipsius und Harnack dagegen supplieren aus dem αυτοΰ ein αυτόν
zu ενεοτερνιομένοί ητε und ziehen λόγους αυτοΰ nur zu προο-
έχοντες (Harnack: et ad verba ejus diligenter animum adverten-
tes, amore cum complexi eratis . . .). Umgekehrt zieht die alt-
lateinische Übersetzung τους λόγους αυτοΰ zu ενεοτερνιομένοί
7/τε und ergänzt zu προοέχοντες ein αύτφ (et adtendentes ei
verba illius in pectore habebatis ... .1 Als vierte Möglichkeit
bleibt noch, προοέχοντες absolut zu fassen (Beispiele für diesen
Gebrauch ψ 79 i, Sir. 13 is, Mich. 1 2, Zach. 7 11, Mal. 3i6, Dan.
9 19) und τους λόγους αυτοΰ mit ενεοτερνιομένοί zusammenzu-
nehmen. All dies Schwanken der Beziehung und diese Unsicher-
heit des grammatischen Baues fällt bei der anderen Satzteilung
fort, προοέχοντες erhält sein Dativobjekt, das ja bei diesem
Worte bedeutend häufiger steht als ein Accusativobject, ebenfalls
mit in τοις έφοδίοις.
Es erübrigt uns nur noch, ein Wort über die Beweggründe
zu reden, die die Variante in Α verursacht haben können. Bry-
ennios hat in seiner Ausgabe, S. 7, Note 3, seine Meinung so
ausgesprochen: αντη των ονομάτων εν τω αλεξανδρινό χειρο-
γράφου η μεταλλαγή έργον είναι δοχεϊ μοι των Μονοφυοιτών
Prolegomena. Escurs zu 1 Cleiu. 2i: τοις εφοδίοις τον Χριστον. 93
// γονν των άλεξανόριΐ'ών ϋ-εολόγοον, των επΙ της ε' Ικατ. το
ϋ^εϊον εν τω Χριοτφ εναντίον της ετέρας εξ Αντιοχείας ϋ^εο-
λογικής άκρότητος καΐ υπερβολής προβαλλομένων και μάλλον
Θεον η Χριοτον τον κνριον εξονομάζειν φιλονντων. Ich stimme
Lightfoot vollkommen bei, der dagegen geltend macht: 1. dass
durch die Fälschung doch nur auf Umwegen eine Stütze für die
monophysitische Dogmatik erlangt wird, während es viel ein-
facher gewesen wäre, direkt das αντον bei πα&7]ματα in ein ϋ^εον
zu verwandeln, oder das fälschende Rohr an einer andern Stelle
des Briefes arbeiten zu lassen, dass 2. aber des Bryennios Er-
klärung deshalb unwahrscheinlich ist, weil zur Entstehungszeit
des Α der monophysitische Streit noch nicht so sehr im Gange
war, dass die Ägypter im Eifer um ihre Lehre sich beim Ab-
schreiben von Bibelhandschriften zu Fälschungen hätten bewegen
lassen sollen.
Ich halte die Änderung für eine zufällige oder eine naive.
XF verlas oder verschrieb ein Copist in Θ1', oder er fand, weil
er εφόδια als auf des Leibes Nahrung und Notdurft bezüglich
auffasste, dass XF für diese Bedeutung nicht recht passe und
änderte es — vielleicht halb unbewusst, jedenfalls ohne tieferes
dogmatisches Interesse — in &F um. Beispiele für dergleichen
zufällige oder verbessern sollende Änderungen des XF in 0F
und umgekehrt sind ja nicht selten.
An einer andern Stelle unseres Briefes haben wir einen ganz
analogen Fall: 50 3 haben AL της βαοιλείας τοΰ Χριϋτοϋ, wäh-
rend CS της βαοιλείας τον ϋ-εον bieten, weil letztere Verbindung
einem früheren Abschreiber offenbar als die geläufigere und
passendere erschien. Freilich soll nicht verschwiegen werden,
dass z, B. Joh. 19 4o der nämliche Codex Α &εον statt Ιηοον
aufweist und zwar in einem Zusammenhange (ελαβον ovv το
οώμα τον ϋ-εον), dessen Klangfarbe eine Änderung aus gewissen
Glaubensinteressen nicht ausschliesst.
KAHMENT02 ΠΡΟΣ Κ0ΡΙΧΘΙ()Υ2 Α.
Sigla der Handschrißen:
Α = Codex Alexandrinus (δ. Jahrb.).
C = Codes Constantiuopolitanus (datiert 1056 n. Chr.).
L = Codex Florinensis (11. — 12. Jahrb., die altlateinische Übersetzung
des I Clem. enthaltend).
S ^ Codex Cantabrigensis (datiert 1169/70, die syrische Übersetzung
der beiden Clemensbriefe enthaltend).
'^H εκκλ7]θία τον d^sov i) παροικονοα 'Ρώμην τ^ έκκληΰία
τον &εον τ(] παροικονο?^] Κόρινϋ^ον, κλητοίς τιγιαΟμένοις εν ϋ-ε-
ληματι ^εον όια τον κνρίον ημών Ιηΰον Χρίΰτον. χάρις νμϊν
καΐ είρην?] άπο παντοκράτορος ϋ-εον όια Ίηΰον Χριϋτον πλη-
5 ϋ-ννϋ^είη.
Ι. Αιά τας αιφνίδιους καΐ επάλληλους γενομενας ημίν
ϋνμφοράς καΐ περιοτάοεις, βράόιον νομίζομεν επιοτροφην
πεποιηοθ-αι περϊ των επιζητούμενων παρ' υμίν πραγμάτων,
αγαπητοί, της τε αλλότριας καΐ ξ^νης τοις εκλεκτοίς τον ϋ-εον,
10 μιαρας καΐ άνοοίον Οτάϋεως, ην ολίγα προΟωπα προπετη καΐ
αν&άόη νπάρχοντα εις τοϋοντον απονοίας έξέκαυοαν, ιόΰτε το
οεμνον καΐ περιβόητον καΐ πάϋιν άνϋ•ρο)ποις άξ,ιαγάπητον όνομα
υμών μεγάλως βλαφΟ-ηναι. 2. τις γαρ παρεπιόημηϋας προς
Insc. ...Σ κορίνθιους Α Α; Κλημεντος προς Κοριν&ιονς ά C; Ιη-
cipit Epistola Ciementis ad Corintios L; Epistula catholica Clementis, disci-
puli Petri apostoli, quae ad ecclesiani Corinthiorum S.
2 ηγιασμενοις] sanctis L | 4 παντοκρατορος] Α; τον παντοκρατορος
C 1 Ιηοον Χριοτον] Christum Jhesum L | 6 γενομενας] CL; γινομεναςί^) S;
def. Α I ημιν] κα& ημών C | 7 περιστάσεις] CL; περιπτώσεις AS; add. αδελ-
φοί Α, αγαπητοί S | νομίζομεν] videmur (νομιζομεθ-α) L | 8 παρ νμιν πραγ-
ματιον] Α; πραγμάτων παρ νμινΟ | 9 αγαπητοί] om. S | ξένης] ξενοις Α \
11 ώστε] add. etiam L | 12 και πασιν] om. και L | 13 βλαφΟ-ηναϊ] LS (est
lesum, Δ^λλΑϋ); βλασφημη^ηναι Α, βλασφημεισθ-αι C (vgl. Prol. S. 67).
Text. c. li bis II 4. 95
νμας την πανάρετον χαί βεβαίαν νμών πίοτιν ουκ εόοχίμαοεν;
την τε οώφρονα καϊ επιεική εν Χριϋτω ενοέβειαν ουκ εϋ-αν-
μαοεν; καϊ το μεγαλοπρεπές της φιλοξενίας νμών ηϋ-ος ουκ
εκηρνξεν; και την τελείαν και άοφαλη γνώοιν ουκ εμακαριΰεν;
3. άπροθ€οπολημπτως γαρ πάντα εποιείτε, καϊ εν τοις νομ'ι- 5
μοις τον &εον επορενεοϋ-ε, νποταΟϋόμενοι τοις ηγουμένοις νμών
καϊ τιμήν την καϋηκονααν απονέμοντες τοις παρ νμΐν πρεο-
βντεροίς' νέοις τε μέτρια καϊ οεμνα νοείν επετρέπετε' γνναιξίν
τε εν άμώμω καϊ οεμνη καϊ αγνή ΟννειόηΟει πάντα επιτελείν
παρηγγέλλετε , Οτεργονοας καϋηκόντως τους άνδρας Ιαντών ίο
εν τε τώ κανόνι της νποταγΊ]ς νπαρχονΟας τα κατά τον οίκον
οεμνώς οίκονργεϊν έόιόάοκετε, πάνν οωφρονονοας.
Π. Πάντες τε εταπεινοφρονείτε μηδέν άλαζονενόμενοι, νπο-
ταοοόμενοι μάλλον η νποτάοοοντες , ηδιον δίδοντες η λαμβά-
νοντες, τοϊς εφοδ'ιοις τον Χριοτοΰ αρκονμενοι καϊ προΰέχοντες' ιό
τονς λόγονς αντον επιμελώς ενεοτερνιομένοι ήτε τοις Οπλάγ-
χνοις. καϊ τα πα&ήματα αντον 7)ν προ οφ&^αλμών νμών.
2. Οντως εΙρηνη βαϋ^εΐα καϊ λιπαρά έδέδοτο πάϋΐν καϊ άκορε-
ϋτος πόϋ-ος εις άγαθ^οποιίαν , καϊ πλήρης πνεύματος αγίου εκ-
χνοίς επϊ πάντας εγίνετο' 3. μεοτοί τε όοίας βουλής εν άγαϋ-η 20
προϋ^υμίςί μετ ενοεβονς πεποιϋ-ηοεως έξετείνετε τάς χείρας
νμών προς τον παντοκράτορα Ο^εόν , Ικετενοντες αντον ϊλεων
γενέοΰ^αι εϊ τι άκοντες r/μάρτετε. 4. άγων ην νμϊν τ/μέρας τε
1 νμωΐ' 7ΐΐστη>] AC; τίΐστιν v/iojv Clem | 2 επιεική εν] επιεικηνν Α \
ενοέβειαν] add. vestram L | υνκ] om. S ) 4 και 1"] aut L | αοφαλη] αοφαλιρ
Α Ι γνωοιν^ add. vestram L | 5 απροαίοπολΐ]μ7ΐτως] Α; απ^οοοίτιηλητίτοίς C
Clem Ι εν] CLS Clem; om. Α | νομιμοις] L Clem;, νομοιςΑΟ; dub. S | 6 ετιο-
ρενεαΟ-ε CLS Clem; πορενεοθ^αι Α | νμων] om. C | 7 νμιν] ημιν C | 8 επε-
τρέπετε] permitteutes L [επιτρέποντες^^) | 9 αμωμω και οεμνι^ και αγν^] AC:
αμίομω και ayvtj L \χ. S C?) | 11 οίκον] add. suamL | 12 οικονργειν] AC* u.
wahrsch. LS; οικονρειν C** | πανν] om. L ] 13 τε] enim L | 14 νποτασσοντες]
add. et L I 15 Χριστον] θ-εον Α (vgl. den Excurs z. St.) | IG επιμελώς]
om. L I ενεοτερνιομένοι] CL; εοτερνιομενοι Α; dub. S | οπλαγχνοις] add.
vestris L | 17 και] ut et L | 18 εόεδοτο] CS; εόεδετο Α; dabatur L {εδι-
όοτο'^ doch vgl. S. 96 Z. 10) | 19 πλήρης . .. εκχνοις . . . εγινετο] AC; plenae
effusiones . . . evant S; plenitudo . . . largior erat L | 20 όσιας] {)•ειας C '
εν] om. L | 21 πεποιΟ^ηοευις] πεποιηϋ-ηοεοίς Α | εξετεινετε] CS u. wahrsch.
L (expandentes neben eratis pleni); εξετεινατε Α | 22 ιλεο)ν] CL; ιλεο^ς Α;
dub. S; add. vobis L | 23 άκοντες] AC ; ignorantes L {αγνοονντες'? cf. Hebr. δ 2,
2 Makk. 11 31, Sirach δΐ8); εκοντες S | ημαρτετε] AC; peccabatis (ημαρ-
τανετε) S; L (peccaretis) dub.
96 Knopf, Der erste Clemensbrief.
καϊ ννχτος νπερ ττάοης της άδελφότητος, εις το ϋώζεΰϋ^αι μετ
ελέους καΐ ουνειδηοεως τον άριΰ^μον των εκλεκτών αντον.
5. ειλικρινείς καϊ ακέραιοι ήτε και άμνηοίκακοι εις αλλήλους.
6. Jtäoa Οτάοις καϊ παν οχίομα βόελνκτον ην υμίν. επί τοις
5 παραπτίόμαοιν των πληοΊον εττενϋεΐτε' τα υοτερηματα αυτών
Ιδια εκρίνετε. 7. άμεταμέλητοι ητε επί πάθη άγα&οποιιςι, έτοι-
μοι εις παν έργον αγαθόν. 8. τη παναρέτω και ϋεβαϋμ'ιφ
πολιτεία κεκοομημένοι πάντα εν τω φόβω αυτοΰ επετελείτε'
τα προοτάγματα καϊ τα δικαιώματα τοΰ κυρίου επΙ τα πλάτη
10 της καρδίας υμώ)ν εγέγραπτο.
III. ΠαΟα δόξ(^ και πλατυομος εδόθη υμΐν, καϊ έπετελέϋ&η
το γεγραμμένον' "Εφαγεν καϊ επιεν, καϊ επλατνν&η καϊ εηαχνν&η,
%αι άπελάκτιΰεν υ ηγαπημενος. 2. Εχ τούτου ζηλ^ος καϊ φθόνος
καϊ ερις καϊ Οτάοις, διωγμός καϊ άκαταοταοία, πόλεμος καϊ
15 αιχμαλωϋία. 3. όντως έπηγέρϋ-ηΟαν οι 'άτιμοι επϊ τονς έντιμους,
οι άδοξοι επϊ τους ένδοξους, οι άφρονες επϊ τους φρόνιμους,
οι νέοι επϊ τους πρεοβυτέρους. 4. δια τοϋτο πόρρω άπεΰτιν
η δικαιοούνη καϊ ειρηνΐ], εν τω άπολιπεΐν εκαοτον τον φόβον
τοΰ ϋ^εοΰ καϊ εν τη πίοτει αυτοΰ αμβλυο^πηοαι, μηδέ εν τοις
20 νομίμοις τών προοταγμάτων αυτοΰ πορεύεοθαι μηδέ πολιτευε-
Οθαι κατά. το καθ-ήκον τώ Χριΰτω, αλλά εκαοτον βαδίζειν κατά
III, 1) Deut. 32 ΐ5. - 3) Jes. 3 5. — 4) Sap. Π, 24.
1 ουίζεοΟ^αι . . . τον αρι&μον] ut salvi essetis . . . cum numero L | μεν
ελεονς] μετά όεονς C | 2 οννειό?ίθεως] cum bona conscientia L | αντον] Dei L |
8 και 2"] wird von L nicht übersetzt | αμνησικακοι]αμαμνηοικακοιΑ \ 4 πάσα
οταοις και παν οχίομα] omnis scissura {οχίομα) et contentio [οτασις) L | ην]
om. Α Ι επι] et propter L | 5 των 7i?.)jaioi'] τοις n)j]Giov A; add. vestrorum L |
τα νστερηματα] et peccata L | 6 ίδια] GL; ίδια S; dub. Α [ΙΔΙΑ] \ άμετα-
μέλητοι . . . αγα&οτΐοιια] om. L | 7 τη . . . πολιτεία] omni decore cultus
L I οεβαομιω] Α u. S (?) ; οεβασμιωτατί^ C | 8 αιΛον] Dei L | 9 τον κνριον]
Dei L I επι τα πλάτη] in latitudine L | 10 εγέγραπτο] inscribebantur L \
11 πλατνομος] altitudo L | εδο^-η] δοθ-η Α | 12 το γεγραμμένον] scriptura
L 1 επλατνν&η και επαχνν&η] ingrassavit se et elatus factus est L [επα-
χννΟ-η, επλατνν&η LXX) 1 18 απελακτιαεν] απεγαλακτισεν Α | 14 και
ερις] AL; ερις CS | διο)γμος] et persecutio L | πόλεμος] et proelium L |
15 επι 10] contra L [προς, nach LXX) \ 11 oi νέοι] sie juvenes L |
επι 20] contra L (LXX) | απεοτιν] AS (est); απεστη C, recessit L [αφε-
οτηκεν LXX); add, ab eis L ] 18 απολιπειν] απολειπΐ Α 1 19 f. μηδέ εν
. . . . Χριοτο)] et negabat omnia mandata ejus ambulare voluerunt non
digne Xristo L.
Text. c. Π 4 bis IV 12. 97
τας επι&νμίας της καρόίας αντον της πονηρας, ξηλον αοικον
καΐ άοεβη άνειληφότας, öl ον καΐ &άνατος εΐαηλ&εν εις τον
κόΰμον.
W. Γέγραπται γαρ όντως' Και εγενετο μείτ -ημέρας ηνεγκεν
Καϊν απυ των καρπών της γης Ό^ναίαν τώ ■Θ'εώ, και "Αβελ ηνεγκεν 5
καϊ αντος απο των πρωτοτόκων των προβάτων καϊ άπυ των ΰτεάτων
αυτών. 2. και επεΐδεν υ ^εος επϊ "Αβελ καϊ ετά τοΐς δώροις αντον,
επϊ δε Κάιν και επϊ ταΐς &νΰίαις αντον ον προσεαχεν. 3. καϊ ελν-
πηϋη Καϊν λίαν καϊ ΰννεπεαεν το πρυαωπον αντον. 4. καϊ είπεν υ
ϋ-εος προς Κάϊν' '^Ινατί περίλνπος εγενον, καϊ ΐνατί ΰννεπεαεν το προ- ίο
αωπον βον; ονκ εαν ορϋώς προαενεγκης, ορ&ώς δε μη διελης, ημαρτες;
5. ηΰνχαβον' προς οε ?; αποοτροφη αντον, καϊ ΰν αρξεις αντον. 6. καϊ
είπεν Κάϊν προς" Αβελ τον αδελφυν (νύτοΰ' /Ιιέλϋ-ωμεν εις το πεδίον, καϊ
εγενετο εν τώ είναι αντονς εντωπεδίω ανίατη Κάϊν επϊ"Αβελτ6ν άδελφον
αντον καϊ άπέκτεινεν αντόν. 7. Όράτε. αδελφοί, ζηλος καϊ φ&όνος ΐδ
άόελφοκτονίαν κατειργάοατο. S. Δια ζηλος 6 πατήρ ι)μών Ια-
κώβ άπέδρα άπο προοώπου Ήοαν τον αδελφού αντον. 9. ζή-
λος εποίηοεν Ίθ3θηφ μέχρι θανάτου διοχ&ήναί καϊ μέχρι δον-
λείας ελϋ-εΐν. 10. ζηλος φυγείν ηνάγκααεν Μίονοην άπο προο-
ώπον Φαραώ βαοιλέως Αιγύπτου εν τώ ακονΟαι αυτόν απο 2ο
τοΰ ομοφύλου' Τις αε κατεατηαεν κριτην η δικαατην εφ ημών; μη
ανελείν με αν ϋ^έλεις, ον τρόπον άνεΐλες εχ&ες τον Αιγνπτιον, 11. δια
ζηλος Ααρών και Μαριάμ εξω της παρεμβολής ?]νλίΰθ•ηοαν.
12. ζήλος Δαϋσ.ν καΙ.\4βειρών ζώντας κατηγαγεν εις αδου, δια
το Οταΰΐάοαι αυτούς προς τον ϋ-εράποντα τοΰ ϋ-εον Μωϋοην. 25
IV, 1 sqq.) Gen. 4 3—8. — 8) Gen. 27 4ΐ sqq. — 9) Gen. 37. — 10) Ex.
2 14. — 11) Num. 12. — 12) Num. 16.
1 της καρδίας] om. Ä | ζηλον] et zelum L | ανειληφοτας] receptum L |
2 και 2"] om. S | 4 ovτoJς] om. C | 5 τω S-εω] AS; τω κνριω GL (LXX) |
6 και αντος] om. L | προβατοη'] AC; add. αντον LS (LXX) | 9 το πρόσωπον]
τω προσωπω Α (LXX) ] 11 εαν] Α; αν C | ορΘ-ωςόε] et . . . recte L | 12 αρξεις
αντον] ALS iLXX); αντον αρξβις C ] 13 όίελ&ο}μεν] add. δη S (so auch einige
LXX Handschriften) ] 15 οράτε] intellegite L | αδελφοί] αγαπητοί S | ζηλος
quia zelus L | 16 κατειργασατο] κατειργασαντο C | ζηλος] Α; ζηλον
C Ι 19 ελΘ-ειν] C u. anscheinend LS; εισελ&ειν Α ] 21 ομοφνλον] add.
suo L 1 κριτην] Α; άρχοντα CLS (LXX) 1 »/] AL (LXX F); και CS | μη]
aut {η) L (LXXAF) ] 22 ε/βες] Α; χ&ες C | δια] om. Α | 23 ζηλος]
Α; ζηλον C 1 24 ζηλος] LS; δια ζηλος Α, δια ζηλον C | Αβειρων]
add. cum tabernaculis L (Num. 16 3o) | 25 προς τον] add. fidelem L (cf.
c. 17 5 43 1).
Texte u. Untersuchungen. N". F. V, 1. 7
98 Knopf, Der erste Clemensbrief.
13. δια ζήλος Δανύδ ψϋ^όνον εοχίν ον μόνον νπο των αλλο-
φύλων, ά//α y.al νπο Σαονλ βαοιλέο^ς ^Ιοραηλ εόιώχϋ•?].
V. Αλλ ίνα των αρχαίων νττοόίίγματων πανοοίμε&α, ελ.-
&ωμεν επϊ τους εγγιοτα γενομένους άΘ•).ητάς' λάβω μεν της
δ γενεάς ημών τα γενναία υποδείγματα. 2. Δια ζηλ.ον y.al φ\9ό-
νον οι μέγιοτοί y.al δικαιότατοι Οτυλοι εόιο^χ&ηΟαν καΐ εως
d-ανάτου ηΟ-ληοαν. 3. Αάβωμεν προ όφ&αλμών ημών τους
άγαϋ-ους άποΟτόλ.ους' 4. Πέτρον, ος δια ζηλον αδικον ονχ tva
ονδε δυο αλλά πλ.είονας ύπήνεγκεν πόνους, καΐ ουτο) μαρτυρή-
10 βας επορεν&η εις τον όφειλ.όμενον τόπον της δόξης- 5. Δια
ζήλον και εριν Παϋλος υπομονής βραβεΐον νπέδειξεν. 6. επτά-
κις δεομα φορέοας, φυγαδευϋ^είς, λ.ιϋ^αϋϋείς. κήρυξ, γενόμενος
εν τε τη άνατο/.η καΐ εν τη δναει. το γενναΐον της πίοτεως
αντοΰ κλέος ελαβεν, 7. δικαιοουνην διδάξας ολ.ον τον κόϋ-
15 μον, καΐ έπΙ το τέρμα της δυοεως ελ.ϋ^ών καΐ μαρτυρηΟας επΙ
τών ηγουμένο^ν , όντως άπηλ.λΛγη τοΰ κόομον καΐ εις τον
άγιον τόπον έπορενϋ-η . νπομονης γενόμενος μέγιοτος νπο-
γραμμός.
VI. Τούτοις τοις άνδράοιν ούίως πολιτενοαμένοις Οννη-
20 ϋ-ροίοϋ-η πολ,ν πλη&ος εκλεκτών, οΐτινες f πολ'λας αΐκίας και
13) Ι Reg. 19 sqq.
1 ζί/Λος] Α; ξί/λον C | Δανεώ\ δαδ AC; {Δανίΐδ Lightf., Δανώ Gbh.-
Hmck., Διφώ Hlgf.) | ντίο\ Α; αηο C | «λλο φίλων] fratribus {αδελφών
oder ομοφν/,ων) L | 2 νπο Σαονλ] Α; αηο τον Σαονλ C | βασύ.είος Ιοραη?.]
cm. C Ι 3 των αρχαίων νηοδειγματων] priorum exempla L (las er των των
αργαιων ντίοδειγματων'?) \ β μέγιστοι] οτοι Α (verschiedene Aus-
füllung der Lücke durch die Editoren vor Bryennios) | δικαιότατοι] for-
tissimaeL (γενναιότατοι oder δννατωτατοι^Ί) | 8 αγα&ονς] bonos et fortes
L I Πετρον ος] CL; ος Α; Petrus S | 9 ονδε δυο] non duos L {ov
δνο7) I ντΐίρεγκεν] C (doch νπηνεγκε) S (tulit); dub. A, einige sahen νπε-
μεινεν, andere ντΐηνεγκεν; passus est L (offenb. ντιηνεγκεν) | 11 vπεδειξe^']
XGN A, doch lasen Mill und Jacobson noch ein V" am Anfange.
ί-πέδειξεν scheint auch Macarius Magn. (Apocr. IV 14) vorauszusetzen
(vgl. Lightf, z. St.); εδειξεν C; dub. L (ostendit); ΤΤΐιΛΟ tulit, portavit S
(νπεσχεν?) \ 13rf]AC; omS; dub. L | 14: δικαιοσννην] AL; δικαιοοίΎηςΟΒ
15 επι το τέρμα] ab Oriente usque ad fines L ] επι των ηγονμενων όντως]
sie a potentibus L {όντως αηο των ηγονμενων) \ 16 τον κοομον] AC; ab
hoc seculo LS | 17 εnoρεvfl•η] AC; εηηρΟ-η LS re-(bez. sus-)ceptus est) |
μεγιατος. magnum L | 20 ηολν πλ7]0-ος] magnae turbae L | ηολλας αικιας
και βααανονς] L; ηολλαις αικιαις και βασανοις ACS.
Text. c. IV 13 bis VII 7. 99
βαοάνονς j δια ζήλος jraf^ovTsg υπόδειγμα κάλλιοτον Ιγένοντο
εν ημίν. 2. Ata ζήλος διωχϋ-ΰοαι γυναίκες /ίαναίδες χαϊ ΑΙρ-
και, αίκίΰματα δείνα καΐ ανόύια παϋ-ονοαί, επϊ τον τ^ς πίοτεως
βέβαιον δρόμον κατ7]ντηθαν κάί ελαβον γέρας γενναϊον αϊ ά-
Ο&ενεΐς τω οώματι. 3. ζήλος άπηλλοτρΊο:>οεν γαμετας ανδρών 5
καΐ ί'/λΛοίωΟεν το ρ?}&•εν ύτιο τοϋ πατρός ημών Αδάμ' Τούτο
ννν όστοΰν εκ των υΟτεων μου καΐ βαρξ, εκ της ααρκός μον. 4. ζήλος
και ερις πόλεις μεγάλας κατέοκαψεν καΐ εϋ-νη μεγάλα εξερί-
ζωοεν.
ΥΙΙ. Ταϋτα, αγαπητοί, ου μόνον υμάς νουθ-ετοΰντες επι- ίο
ϋτέλλομεν , άλλίι και εαυτούς υπομιμνηοκοντες' εν γαρ τώ
αυτώ έομεν ΰκάμματι, και 6 αυτός άγων ?)μϊν επίκειται. 1. Διό
άπολίπωμεν τας κενας κάί ματαίας φροντίδας, καϊ ελϋ-ωμεν
επϊ τον ευκλεη καϊ Οεμνόν της παραδόϋεως ημών κανόνα,
3. και ϊδωμεν τι καλόν καϊ τι τερπνόν καϊ τι προοδεκτόν ενώ- ΐ5
πιον τοϋ ποιηύαντος ημάς. 4. άτενίϋωμεν εις τό αίμα τοϋ
Χριϋτοΰ και γνώμεν ως εϋτιν τίμιον τώ πατρϊ αυτοΰ, ότι δια
την ημετέραν οωτηρίαν έκχυϋεν παντι τω κόομω μετανοίας
χάριν επηνεγκεν. 5. διέλ&ο^μεν εις τάς γενεάς πάοας καϊ κατα-
μάϋ^ωμεν ότι εν γενεΐι. και γενεά μετανοίας τόπον έδωκεν 6 δεϋπό- 2ο
της τοις βουλομένοις έπιϋτραφηναι έπ' αυτόν. 6. Νώε εκι'ιρυξεν
μετάνοιαν, καϊ οι υπακούοαντες έθώ&-ηθαν. 7. Ίωνάς Νινευ-
VI, 3) Gen. 2, 23.
1 'ζ,ιβοζ] Α; L,ri/.ov C | υπόδειγμα κάλλιστοι'] magno exemplo L \
2 εν ημιν] nobis L | ζήλος] Α; ζηλον C | Aioxca] δείρ και C | Αιρκαι] add.
et L (dittographiertes και'ί) \ 4 γενναϊον] magnuin L | 7 οστεοη•] Α (doch
οσταιων); οστών C \ 8 μεγα).ας] om. L | κατεσκαψεν] C (doch κατεσκαψε)
L; κατεστρεχρεν AS | εξεριί,ο^σεν] Α; εξερριζωσε C | 11 ντΐομιμνησκοντες] C;
νττομνησκοντες Α; L übersetzt übrigens das Pitc. durch Verb, finit. con-
monemus | εν γαρ] και γαρ εν C 1 12 άγων ημιν] CL; ημιν αγυ)ν Α; dub.
S Ι 13 ατίολιπωμεν] C; απολειπωμεν Α | κενας και ματαίας] vanas L |
14 ημών] om. L \ Ιό τι ... τι ... τι] L übersetzt nur das erste τι \ ενώπιον
τον] coram Deo L | 17 τω πατρι αντον] LS; τω Q-εω [και πατρ]ι αντον Α;
τω πατρι αντον τω iHo) C | οτΐ] id quod S (ο τι) \ 18 μετάνοιας /,αριν]
AC; μετάνοιαν LS (doch kann bei beiden der Fehler sehr leicht erst in
•einer Abschrift der ursprünglich richtigen Übersetzung entstanden sein,
Prol. S. 65) I 19 επηνεγκεν] C (επηνεγκε) L (intulit); νπηνεγκεν Α, sustulit
S I διελΟ-ωμεν εις] Α (. . . . ωμεν εις) LS(?); διελΟ-ωμεν om. εις C | και] om.
S Ι 20 εΐ' γενεά και γενεά] in secula L | ο δεσπότης] AC; omnibus L; om. S.
IQQ Knopf, Der erste Cleinensbrief.
ιταις καταΟτροφην εκηρνξ,ξν, οί os μετανοήοαντες hm τοΐ^
άμαρτημαοιν αντών εξιλάοαντο τον {}^ε6ν Ικετενϋαντες καΐ ελα-
βον οωτηρίαν, καίπερ αλλότριοι τον ϋ^εοΰ οντες.
VIII. Οί λειτουργοί της χάριτος τον ϋ^εον δια πνενματος
5 άγ'ιον περΧ μετανοίας ελάληοαν , 2. και αντος όε 6 όεοποτης
των απαντούν περϊ μετανοίας ελάλ.ηοεν μετά όρκον' Ζώ γαρ
ενω, λεγεί κύριος, ον βονλομαι τον -θάνατον τον αμαρτωλού ως τί/ν
μετάνοιαν, προΟτιϋ-εϊς καΙ γνώμην άγα9•ην 3. Μετανοτιβατε, οίκος
Ίβραηλ, άπο της ανομίας νμών. είπον τοΓ? νίοΐς τον λαον μον' Έ,αν
10 ώβιν αί αμαρτίαι νμών άπο της γης εως τοΰ ονρανον , καΐ εαν ώαιν
πνρρότεραι κόκκου καϊ μελανώτεραι οάκκον , κα\ επιβτραφητε προς με
εξ όλης της 'ψνχης καϊ εϊπητε' Πάτερ, επακονΰομαί ίψών ώς λαον
άγίον. 4. καϊ εν ετέρω τόπορ όντως λ.έγεί' Λονΰαΰ9ε κα\ καΟ-α-
ρο\ γενεβ&ε, άφέλεαϋ-ε τάς πονηρίας απο των 'ψυχών νμών απέναντι
15 των οφ&αλμών μον' πανΰαΰ&ε άπο των πονηριών νμών, μα&ετε καλόν
ποιεΐν, εκζητηαατε κρίοιν, ρνβαΰϋ-ε άδικονμενον, κρίνατε ορφανω καϊ
δικαιώΰατε χηραν, κα\ δεντε κα\ δΐΐλεγχ&ώμεν, λέγει κύριος' κα\ εάν
ώαιν αί αμαρτίαι νμών ως φοινικονν, ώς χιόνα λευκανώ, εάν δε ώβιν
ώς κόκκινον, ώς εριον λευκανώ , κα\ εάν ϋ•ελητε καϊ ειαα•/.ονα7]τέ μον^
20 τά άγα&α της γης ψάγεϋ&ε, εάν δε μη ϋ^έλητε μηδέ είΰακούΰητέ μον,
μάχαιρα νμάς κατέδεται' το γάρ βτόμα κυρίου ελάληβεν ταΰτα. 5. Παν-
τας ονν τονς αγαπητούς αντον βονλόμενος μετανοίας μετα-
Οχειν, f ην -Tf εΟτήριξεν τω παντοκρατορικφ βονληματι αντον.
IX. Αιο νπακονοωμεν τη μεγαλοτιρεπεί καϊ ενόόξω βονλη-
VIII, 2) Ezech. 33 ιι. — 3) unde? — 4) Jes. 1 16— 20.
1 οι δε] CL (et . .); ο"όε8; dub. Α 2 ικετενσαντεςΙΑ.; ικετενοι•τεςΟη.8(?);
dub. L 1 4 oi λειτουργοί] Item ministri L | 5 αγιον] add. omnes L | δεσπότης]
Deus L 1 6 μετά ορκον] AC; μεθ- ορκον Bryennios u. a. | γαρ] AS; om. CL
(LXX) I 7 ov βονλομαι] quia nolo L | 9 της ανομίας] peccataL (als ob των
ανομίίον) \ νμο}ν] τον λαον μον C | είπον] L (die); είπον C; dub Α; εΙπων
S (dura dicis tu) | εαν] καν oder και εαν S | 11 και 1"] vel L 1 12 ψνχης]
καρδίας Α | λαον αγιον] C Clem.; λαω αγιω Α | 13 όντως λέγει] λέγει όν-
τως Α Ι και 2^] Α; om. CLS (LXX) | 14 αφελεο»ε] Α (doch αφελεσ&αι);
αφελετε C | νμων] add. et L | 16 και] om. S | 17 χηραν] CL(?); χήρα Α; dub.
S Ι και 2"] AC; om. SL \ διελεγχβωμεί'] L (disputemus); . . ελεγβωμεν Α;
διαλεχβίομεν CS (loquamur cum alterutro) | κνριος] om. Α | 18 ωσιν2'^] om.
L I 20 φαγεοθ-ε] manducabitis L (doch kaum εδεοθ-ε) \ εαν δε] quod si L
(0 [ει(α•?) 1 21 γαρ] om. S (Pesh) | 22 αντον] L wieder Deus | βονλομενο;] vult
L I 23 ην] L; om. ACS (vgl. Prol. S. 48) | το) παντοκρατορικω] omnipotens L.
Text. c. VII 7 bis Xü. 101
ösi αντον. καϊ Ιχέταί γενόμενοι τον ελέους χαί της χρηοτότη-
τος αντον προοπέοωμεν y.al επιϋτρεψωμεν επί τονς οίκτιρμονς
αντον, άπολιπόντες την ματαιοπονίαν την τε εριν καϊ το εις
ϋ^άνατον άγον ζήλος. 2. Άτενίοωμεν εις τονς τελείους λειτονρ-
γίραντας τη μεγαλοπρεπεί δόξη αντον. 3. λάβωμεν Ένώχ, ος 5
εν νπακοη δίκαιος ενρεθ^είς μετετέ&η, καϊ ονχ ενρέθ-η αντοΰ
ϋ^άνατος. 4. β^ώε πιϋτος ενρεϋ-εϊς όια της λειτονργίας αντον
παλιγγενεοίαν κόϋμφ εκήρνξεν, καϊ διέϋωΟεν δι αντον ο δε-
ϋπότης τα εΐοελϋ^όντα εν ομόνοια ζώα εις την κιβο^τόν.
Χ. 'Αβραάμ. 6 φίλιος προΟαγορευθ-είς, πΐϋτος ενρέ&η εν τω ίο
αντον νπηκοον γενέο&αι τοις ()ημα6ιν τον ϋ-εον. 2. οντος δι
νπακοης έξηλϋ-εν εκ της γης αντον καϊ εκ της ονγγενείας
αντον καϊ εκ τον οίκον τον πατρός αντον, όπως γην ολίγην
καϊ ονγγένειαν άο&ενη καϊ οίκον μικρόν καταλιπών κληρονο-
μηοη τας επαγγελίας τον ϋ-εον. λέγει γαρ αντω • 3. "Απζλ&ζ ΐ5
Ικ της γης βου καϊ εκ της ονγγενείας ΰου καϊ εκ τον οίκου τον πα-
τρός ΰον εις την γην ην αν gol δεί'ξω, καΐ ποιηθώ σε εις ε'&νος μέγα
ααϊ ευλορ;σω σε καϊ μεγαλννώ το ονομά ΰου, καϊ εβη ευλογημένος'
καϊ ευλογηθώ τους ενλογονντάς σε καϊ καταράαομαι τονς καταρωμένους
σε, καϊ ευλογη&ηΰονται εν 6θϊ παΰαι αϊ φνλαϊ της γης. 4. και πάλιν 20
εν τω διαχωριϋ&^ηναι αντον άπο Αώτ είπεν αντω ο ϋεος'
ΆναβλέχΙ>ας τοις όφΰ•αλμοΐς 6ου ϊδε απο του τόπου ου νΰν ΰύ εΐ προς
βορραν καϊ λίβα καϊ ανατολάς καϊ ϋ•άλαΰΰαν' ort παΰαν την γην rjv
ΰυ οράς, ΰοϊ δοίΰω αυτήν καϊ τω ΰπέρματί βου εως αιώνος. 5. και
IX, 3) Gen. δ 24. — 4) Gen. 6 8 sqq. — Χ, 1) Jes. 41 8. Π Chron. 20 7.
3) Gen. 12ι-3. — 4) Gen. 13ΐ4— 16.
1 γενόμενοι] AC; γινόμενοι (?) S; dub. L | 3 απολιποντες] απο-
'/.ειτΐοντες (?) S ι 4 τελείως] τέλειους S \ 5 τ/j μεγαλοπρεπει öogfj αντον] αντον
TJ/ μεγαλοπρεπει όοξι/ Clem. | αντον] Dei L | 6 εν] propter L (επι'ί) \ υπα-
κοή] add. Deo L | ενρε&η] invenitur L (Hebr. 11 5 ηνρίσκετο) \ 1 θάνατος]
Α; ο 9-ανατος C | δια της λειτουργίας] εν tj; 'λειτουργία C | 8 δεσπότης]
AC; dominus universi S (der δεσπότης auch an anderen Stellen mit dieser
Glosse übersetzt); Deus L | 9 εισε?.Θ^οντα] add, cum eo L | 10 πιστός] πιατις Α
12 υπακοής] add. Dei L | 14 μικρόν] minima L | 15 αντο)] add. Deus L
απελΟ-ε] exiL(LXX) | 17 εις] et vadeinL | \^ καταρασομαι] Α; καταρασοο-
μαι C Ι καταραοομαι τονς καταρυ)μενονς σε] qui te maledixerint maledi-
cam L (LXX) | 21 αντον] Abraham L | 22 αναβλεψας . . . ιδε] respice
et Tide L (LXX XAB) | ει] stas L 1 23 ην] om. C 1 24 αιώνος] Α; τον
αιώνος C.
102 Knopf, Der erste Clemensbrief.
ποιηβω το βπΐρμα Gov ώς την αμμον της γης' ει δύναται τις εξαριϋ•-
μηβαί την αμμον της γης, και το ΰπερμα αον εξαρι&μη&ήοεται. 6. xccl
πάλιν λέγει' Έ'ξηγαγεν ο ϋ-εος τον Άβρααμ καϊ είπεν αντω' ^Ανά-
βλε'ψον εις τον ονρανον καϊ αρί&μηΰον τους άατερας , ει δννηΰϊ] εξα
5 ρι&μηΰαι αντονς' όντως εοταί το ΰπερμα αον, επίΰτείοεν δε Άβρααμ
τω -θεω, καΐ ελογίΰ^η αντω εις δικαιοβννην. 7. όΐα πίοτίν και φΐ-
λοξενίαν εδόϋη αντω νιος εν γηρα, και όι νπαχοης προοη-
νεγκεν αυτόν Ο^νοίαν τω βεφ προς f το ορός, ο f εόειξεν αντω.
XI. Jia φιλοξενίαν κα\ ενοίβειαν Λώτ εϋώϋ-η εκ Σοόόμοον
10 ττις περιγώρου πάοης κρι&είϋης δια πνρος καΐ ϋ^είον πρόδη-
λον ποιηοας 6 δεοπότης οτι τονς ελπίζοντας επ' αντον ουκ
εγκαταλείπει, τονς δε Ιτεροκλινεΐς νπ.άρχοντας εις κόλαΟιν και
αΐκιϋμον τί&7]θιν. 2• οννεξελϋ-ονοης γαρ αντω της γυναικός
ίτερογνωμονος νπαρχονοης και ουκ εν ομόνοια^ εις τοΰτο Οη-
15 μείον έτεϋ^η ωοτε γενέϋϋ-αι αυτήν Οτήλην άλος εως της ημέρας
ταύτης, εις το γνωοτον είναι παΰιν ότι οι δίψυχοι και οι δι-
Οτάζοντες περί της τοϋ ϋ^εοΰ δυνάμεως εις κρίμα καΐ εις οη-
μείωοιν πάοαις ταΐς γενεαΐς γίνονται.
XII. Δια πίοτιν καϊ φιλοξενίαν εϋώθ-η 'Ρααβ r) πόρνη.
6) Gen. 1δ 5 sq. — 7) Gen. 21 sq. — XI, 1) Gen. 19. — XII, 1 sqq.)
Jos. 2.
1 της )'?;ς] maris L | ει όνναται .... εξαριΘ-μηθ-ηοεται] L nur quae non
clinumerabitur | 3 εξ7]γαγεν] Α; add. όε CLS | 4 τονς αοτερας] add. τον
ονρανον S | δ αντονς] add. et dixit Dens L | δε] et L (LXX) | 6 δια] et
propter L | 7 γηρα] Α; γη ρε ι C | 8 τω ϋ-εω] ASL (doch dieser hinter νηα-
κοης); om. C \ προς] Α; εις C; super {επή S; dub. L (in, was προς, εις
oder επί sein kann) | το ορός ο] L (montem quem); εν των ορέων ο] ACS
LXX Ι αντω] add. Deus L | 9 δια] item quia . . . erat L [ 11 ποιησας]
AC ; LS übersetzen als ob εποιηοεν (doch wird das nur Übersetzungsvariante
sein) I ποιησας] add. enim L | ο δεσπότης] Deus L | επ' αντον] AS(?) εις
αντον C; dub. L (in) | 12 εγκαταλείπει] derelinquet L (εγκαταλείψει; doch
wird derelinquit zu corrigieren sein) | τονς . . . τιΘ-ησιν] traduntur L | κο-
λαοιν] κρίσιν (?) S | 13 γαρ] quomodo et L | της γνναικος] uxor Loth L
und add. et | 14 ετερογνο)μονος]0; ετερογνοίμος (oaer -γνωμον) Α; praem.
in Deum L | και ονκ εν ομόνοια] om, L | εις τοντο ... bis αλός] L stark
verkürzend: facta est statua {στήλη) et monumentum (σημειον) salis |
τοντο] AS; om. C | 17 κρίμα] κρίμα C | εις 2"] in L nicht übersetzt | 19 δια]
item propter L | φιλοξενιαν] Α; δια φιλοξενιαν CS (doch ist die Wieder-
holung der Präposition im Syrischen notwendig); dub. L, der die 4 ersten
Worte des Kapitels übersetzt: item propter fidem quia hospitalis erat |
η πόρνη] Α Clem.; // επιλεγόμενη πόρνη CLS.
Text. c. Χό bis ΧΐΙ 6. 103
2. εκπεμφϋ^έντων γαρ νπο Ίηοοϋ τον τοϋ Λτινη χαταοχόπων εις
την Ιεριχώ. Ιγνω 6 βαοιλευς της 'γης οτι ηκαϋιν καταΟκο-
ττενοαι την χώραν αυτών, καϊ έξεπεμψεν άνδρας τους ουλλημ-
ψομένους αντονς, όπως ουλλημφΘ^εντες ϋ^ανατωϋ-ώοιν. 3. ή
ούν φιλόξενος ^Ρα(φ είοόεξαμενη αυτούς εκρυψεν εις το νπερ- 5
φον υπο την λινο/ίαλάμην. 4. έπίΟταϋ^έντων δε των παρά
τοϋ βαΟιλέως καϊ λεγόντων Προς θε είοηλϋ^ον οι κατάύκοποι
της γης ημών εξάγαγε αυτούς, ο γαρ βαοιλευς όντως κελ,εύει'
ηδε άπεκρίϋ-η' ΕίοΓβ&ον μεν οι άνδρες ους ζητείτε προς με,
άλλα ενθ-έως άπηλΟ-ον καϊ πορεύονται τ(] όδώ' ύποδεικνύουΟα ίο
αντοϊς εναλλάξ. 5. καϊ είπεν προς τους άνδρας' Γινώοκουοα
γινώοκω εγώ ότι κύριος ό &ε6ς παραδίδωοιν ύμϊν την γην
ταύτη ν ο γαρ φόβος και ο τρόμος υμών έπεπεοεν τοις κατοι-
κοϋοιν αύτην. ώς εάν ούν γένηται λαβείν αύτην υμάς, διαοώ-
οατέ με και τον οίκον τοϋ πατρός μου. 6. καϊ είπαν αύτη' ΐ5
"Εοται ούτως oic ελ.άληύας ημίν. οος εάν ούν γνώς παραγινο-
μενους ημάς, Ουνάξεις πάντας τους οούς υπό το Οτεγος αου,
και διαοωι}^ηθονται' όοοι γάρ εάν εύρε&ώοιν εξω της οικίας,
1 εκπεμψΟ^εντων] εκτιεφ&εντων Α (älinliche Schwankungen in der
Orthographie bei μ vor Labialen vgl. 12 2 σνλλημιρομένονς u. ονλ?.ημφ9•εν-
τες, sowie l3 α7ίροσω7ΐθ?.ημπτως) \ τον τον] Α; τον C | 2 την] Α; om. C
εγνω] L übersetzt, als hätte er gelesen: γνονς κτλ. oder κεα γνοντος τον
βαοί?.εως κτλ. \ της γης] civitatis Jericho L | 3 αντο)ν] om. L | και] om. L
εξεπεμχρεν] Α; επεμψεν C; dub. LS | σνλλημχρομενος, σνλλημφθ-εντες] ονλλψ
ψομενονς, σνλλημφί^εντες Α; ονλληχρομενονς, ονλληφΟ-εντες C | 4: οηως
ονλλημφί)-εντες Ο^ανατοί^ωοιν] L einfach et occiderent (als ob και d-ανατω-
σοντας) \ 6 νπο την λινοκαλαμην] domus suae L ] 7 λεγόντων] AC; add.
ei LS I 8 αντονς] add. et moriantur L | όντως] .. τως Α; οντω C (L über-
setzt οιτως κελενει: hoc . . . jussit) | 9 ηδε] L (illa); ή δε CS; dub. Α
10 άλλα] αλλ' C; vac. Α | antßU-ov] A; εξηλθ-ον C; dub. LS | 11 ενα?.λαξ]
Α hat nach Tisch, εκ | εναλλάξ] add. et sie illos avertit L ] είπεν]
add. Raab L | άνδρας] homines Israhelitas quos absconderat L | 12 εγω]
AS; om. CL I θ•εος] add. υ^Μων Α | παραδιδυ^οιν] tradet L (doch vgl. das
zu S. 102 Z. 12 bemerkte und Prol. S. 43) | την γην] CLS; [την ηο]λιν Α | 13 φο-
βος, τρόμος] τρόμος, (ροβος S | 14 αντην] AC; terram S; terram istam L ,
εαν] Α; ßvC | γενηται . . . νμας] erit vobis L | 15 αντ^/] om. L | 16 ελα?.ησας]
Α; ?.ελαληκας C | ημιν] om. L | ως] in S nicht übersetzt | εαν] λ; αν C \
παραγινομενονς] παραγενομενονς C 17 παντας τονς σονς] L hat nur omnes
το οτεγος] CL (domum); το τεγος (oder vielmehr τοτοεγος) Α; tectum
domus S Ι σοι•] om. C | 18 oaoL γαρ] et omnes illi qui {και oooi) S | aar]
av C I ενρείί^ωοίν] erunt L | οικίας] add. tuam L.
104 Knopf, Der erste Clemensbrief.
άπο?.οννταί. 7. xal προοεθ^εντο αντί] όοϋναι ο?]μεΐον, όπως
εχχρεμάο?^ εκ τον οϊκον αντης κόκκινον, πρόδηλον ποωΰντες
ότι όιά τον αίματος τον κνρίον λντρωοις εΟται jcäöiv τοις.
πιοτενονοιν καΐ ελπίζ,ονοιν επΙ τον ϋ-εόν. 8. Όρατε, αγαπητοί'
5 οτί ον μόνον π'ιϋτις άλλα και προφητεία εν τη γνναικι γε-
γονεν.
XIII. Ταπείνοφρον7]ΰωμεν ούν, άδελ.φοί, άποΟ-έμενοι πΰϋαν
άλαζονείαν και τύφος και άφροΟννην καΐ όργάς^ και ποιηοω-
μεν το γεγραμμένον λέγει γαρ το πνενμα το άγιον Μη καν-
10 χάο&ω 6 αοφος εν τη ΰοφία αντον μηδέ 6 ιΰχνρος εν τη ίΰχνΐ κντοϋ
μηδέ 6 πλούΰιος εν τω πλονκρ αύτον ^ αλλ' 6 κανχώμενος εν κνρίω
κανχάϋ&ω, τον εκζ7]τεΐν αυτόν καΐ ποιεΐν %ρίμα κα\ δικαίοουνην' μα-
λιΟτα μεμνημένοι των λόγων τον κνρίον "Ίηϋοΰ , ους ελάληοεν
διδάοκων επιείκειαν καϊ μακρο&νμίαν. 2. όντως γαρ είπεν
15 Έλεάτε ίνα ελεη&ήτε^ άφίετε ίνα άφε&?) νμΐν' ώς ποιείτε^ όντως
ποΐί]θ7/σετο;ί. νμΐν' ώς δίδοτε, όντως δο&ήΰεται νμΐν' ως κρίνετε, όντως
κρι&ηβεΰ'&ε' ώς χρηΰτενεο&ε, ούτως χρηβτεν&ηΰεται νμΐν' ω μετρώ με-
τρεΐτε, εν αντω μετρη&ηβεται νμΐν. 3. Ταντη τη εντολη και τοΐς
παραγγελμαϋιν τούτοις ϋτηρίξωμεν εαντονς εις το πορενεύϋ-αι
20 νπηκόονς όντας τοΐς άγιοπρεπέϋι λόγοις αντον, ταπεινοφρο-
XIII) 1) Jer. 9, 23 sq. Ι Reg. 2, 10. — 2) Mt. 5, 7. 6, 14. 7, 1
Luc. (3, 31. 37. sq.
1 αυτί^ί δούναι] monstrare ei L {όεικννναί avTtj) \ όπως] quod (relat.)
L 1 2 εκκρεμαο?]] CS u. L (? suspenderet) ; κρεμάω,] Α 1 3 κνρων\ χριοτον
S Ι 4 ^at ελπιζονσιν] om.-S | 5 οτι om. Α | αΧλα καί\ άλλα Α [ γεγονεν] Α;
εγενηδη C; dub. LS 1 8 τνφος] Α; τνφον C | οργάς] ira L [οργην^Ί) \ 11 αλλ'
ο] C; «λλ η ο Κ; dub. LS | 12 αντον] om. L ] κρίμα και δικαιοσννην] aequi-
tates et justitias ejus L | μάλιστα] om. L | 13 κνρίον] add. nostri L |
Ιησον] add. Xristi L | 14 διδασκο)ν] add. mansuetudinem et L | 15 ελεατε]
Α; ελεείτε C | αφιετε] Α; αφετε C | ως] add. aliis L | όντως] C; οντω Α |
οντω] add. etL | 16 οντίος 1"] add. etL 1 κρίνετε] add. de aliis L | 17 ο}ςχρη-
οτενεσθ^ε . . . νμιν] om. L | ω μετρώ . . νμιν] steht bei C' vor ως κρίνετε | 18 εν
axrco)] LS; εν αντη Α; ούτως C;om. Clem. | t«wj; τ/j εντολ?,]] bis mandatis
L I τοντοις] in L nicht übersetzt | 19 ατηριξωμεν] Α; ατηριζωμεν C |
ττορενεσ&αι] πορενεσθ-ε C ] πυρενεοΘ•αι] add. in eis L, der übrigens auch
übersetzt, als hätte er gelesen: πορενομενονς . . . νπηκοονς είναι (. . . ambu-
lantes obaudiamus) | 20 τοις αγιοπρεπεαι λογοις] verbo sanctitatis L
ταπεινοφρονονντες] L, als ob και ταπεινοφρονειν.
ν
^ or
*^':;L
Test. c. XIlG bis XV 2. 105
νοΰντες' φηοΐν γαρ 6 άγιος λόγος' 4. Έ-χι τίνα επφΚίιΐ^ω, «λλ'
η επϊ τον πρανν χαϊ ηΰνχι-ον και τρέμοντα μου τα λογία;
XIV. ΔΊχΜίον ονν καΐ οΟιον. άνδρες αδελφοί, ν-τηκόονς
ημάς μάλλον γενεαθ-αι τω θ-εφ η τοις εν αλαζονεία καΐ άκατα-
ύταοία μυοερον ζήλους άοχηγοΐς έξακολονθ-εϊν. 2. βλάβην γαρ 5
ου την τυχοϋοαν . μάλλον δε κίνδυνον υποίοομεν μεγαν. εαν
ριφοκινδύνο>ς έπιδώμεν εαυτούς τοις d-ελήμαθιν των άνΟ-οοί-
jcmv οϊτινες εξακοντίζουΟιν εις ερεις καΐ Οτάοεις, εις το απαλ-
λ,οτρίώοαι ήμας τοΰ καλώς έχοντος. 3. χρηοτευοώμεί^α εαυ-
τοΤς κατά την ευϋπλαγχνίαν και γλυκύτητα τοΰ ποιηοαντος ίο
ή μας. 4. γέγραπται γάρ' ΧοΎΐΰτοΧ εβονται οίκητορες γης, 'άκακοι δε
νπολειφ&ιίβονται ίπ αυτής' οι δε παρανομούντες έξολεθ•ρευθ•ηΰονται
απ αυτής. δ. καΐ πάλιν λέγει' ΕΙδον αβεβή νπερυψοΰμενον και
επαιρόμενον ώς τας κέδρους τοΰ ^Ιιβάνου' καΐ παρήλ&ον , και ίδου
ουκ ήν, και εξεζ^'μηΰα τον τόπον αυτοΰ %α\ ούχ ενρον. φυλαΰΰε ακα- ΐ5
κίαν καΐ ϊδε ευθύτητα., οτι εβτίν εγκατάΚειμμα ανϋ•ρωπω ειρηνικω.
XV. Τοίνυν κολληΒ^ώμεν τοις μετ ευοεβείας είρηνεύουοιν,
καΐ μη τοις μεθ^' νποκρίοεως βουλομένοις είρήνην. 2. λέγει γάρ
jtoV Ούτος 6 λαός τοΐς χείλεΰίν με τίμα, η δε καρδία αυτών πόρρω
4) Jes. 66, 2. — XIV, 4) Prov. 2, 21 sq. Ps. 36, 9. 38. — δι Ps. 36,
3δ sqq. — XV, 2) Jes. 29, 13.
1 0 ayio; λόγος] Deus L 1 2 τιραιν] Α; ποαον C | πρανν] humilem
L {ταπεινον LXX) | τα λογία] Α; τους λογονς CL (LXX); dub. S | 3 όσων]
■θ-ειον S Ι 4 ημάς] νμας C | γενεσθ-αι] bei L nicht übersetzt | γενεσθ-αι τω
θ-εω] Α; reo Ο-εο) γενεα^αι CS | 5 ζηλονς] Α; ζt]λov C | βλαβην, κινδννον]
periculum, interitum L 1 6 την τνχονσαν] minimum L | κινδνΐΌν] add.
animae nostrae L | 7 επιδωμεν εαντονς] exequamur L (= exaequamur, επ-
oder εξιοωμεν εαντονς) \ 8 ερεις] LS; εριν Α; αίρρσείςΟΝϊοοη | ειςτο]λΆ; τον
Nicon 1 9 τον κα7.ως έχοντος] a bonis Dei L | εαντοις] αντοις Α | εαντοις] add.
fratresL ] 10 γ/.νκντ)ίτα]γ?.νκητηταΟ \ τον ποιησαντος ημάς] ejus qmfecitnos
Deus L Ι 11 άκακοι δε] et innocentes L (LXX Α) | 12 01 δε . . . απ αντης] om.
S per hom. | εξολεΘ^ρεν&ησονται] Α; εξολοϋ^ρενθ-ησονται C | 18 άσεβη] Α (doch
ααεβην); τον άσεβη C Clem. (mit LXX x<'• » AT) \ 15 εξεζητησα] AC; εζη-
τησα] Clem. (LXX) ] τον τόπον αντον και ονχ ενρον] AC; αντον και ονχ
€νρε&η Ο τόπος αντον] LS Clem. (LXX) 1 16 εγκαταλεψμα] Clem.; ενκα-
ταλιμμα Α; εγκαταλλειμμα C (L hat übrigeng Plural: sunt reliquiae)
17 κολλη^υ)μεν] ACL; ακολονθ-ησωμεν Nicon ] μετ' ευσέβειας] cum que L
(Textverderbnis) | 19 πον] Deus L | οντος ο λαός] Α u. wahrsch. LS ; 0 λαός
Όντος C Ι τοις χειλεσιν] ALS Clem.; τω στοματι C ] τι.α«"^ diligit L.
106 Knopf, Der erste Clemensbrief.
απεβην απ εμού. 3. xal πάλιν Τω ατόματί αντών ενλογονααν, rrj
δε καρδία αντών κατηρώντο. 4. χαΐ πάλιν λ^έγει' Ήγάπηΰαν αυτόν
τω Οτοματι αυτών, και τη γλώΰϋη αυτών έψενοαντο αυτόν, η δε καρ-
δία αυτών ουκ ευ&εΐα μετ αυτοΰ, ούδε επιΰτώ&ηΟαν εν τή δια&ηκη
5 αυτοΰ. 5. δίά τοΰτο άλαλα γενη&ητω τα χείλη τα δόλια' τα λαλονντα
κατά τον δικαίου ανομίαν. χάί πάλιν' Έ^ολε&ρενοαι κύριος πάντα
τα χείλη τα δόλια, γλώσβαν μεγαλορημονα, τους είπόντας' Την γλώββαν
ημών μεγαλυνονμεν, τα χείλη ημών παρ ημΐν εοτίν' τίς ημών κνριός
ίΰτιν ; 6. απο της ταλαιπωρίας των πτωχών καϊ τον ατεναγμον των
10 πενήτων νυν άναΟτηοομαι, λέγει κύριος' ^ηβομαι εν Οωτηρίω. 7. παρ•
ρηαιάαομαι εν αντώ.
XVI. Ταπεινοφρονονντων γάο Ιοτιν 6 ΧριΟτός, ονκ έπαιρο-
μενων έπΙ το ποίμνιον αντον. 2. το οκηπτρον της μεγαλ.ω-
οννης τον &εον, 6 κνριος Ίηοονς Χριοτός, ονκ ηλϋ-εν εν
15 κόμπο) αλαζονείας ονδε νπερηφανίας , καίπερ. δυνάμενος, άλλα
ταπεινοφρονών , καϋ^ώς το πνενμα το άγιον περί αντον ελά-
ληΟεν φηοΐν γάρ' 3. Κύριε, τίς επίΰτεναεν tjj άκοη ημών; και ο
βραχίων κυρίου τίνι άπε/.αλνφϋ-η] άνηγγείλαμεν εναντίον αντον, ως
3) Ps. 61, δ. — 4) Ps. 77, 3(5 sq. — 5 sqq.) Ps. 30, 19. 11, 3 sqq. —
XVI, 3 sqq.) Jes. 53, 1—12.
1 απεστιν] Α Clem. L (?); απέχει C Nicon ; dub. S | πάλη•] acld. dixit
L I ενλογονσαν] Α; 8ν?.ογονν0; ενλογονσι C\em. | τη δε] AC Clem.; και τ?}
L(?) S (LXX) Ι 2 κατηρωντο] C; κατηρωντο od. κατηρονντο Α; καταροηται
Clem. Ι 3 τω] εν τω Clem. | εψενσαντο] ALS Clem. ; ε^'εξαν C | 4 ονκ] add.
fait L Ι μετ αντον] cum Deo L | 5 δια τοντο] CLS Clem.; om. Α | γενη-
ϋ-ητυ}] Α Clem.; γενη&ειη C | τα χείλη] πάντα τα γ,ειλη Clem. | τα λα-
λονντα τα δόλια] S; om. ACL Clem. per hom. (cf. Prol. S. 3Sf.) 1 7 γλωα-
aav μεγαλορημονα τους ειποντας] AS; και γλωσοαν μεγαλορημονα τονς
ειηοντας Clem.; γλωοαα μεγαλορημων και πάλιν τονς ειποντας C; et
lingua magniloquia qui dixerunt L {και γλυ>οαα μεγαλορημων, οι ειπον-
τεςΐ) \ 8 μεγαλννονμεν] C Clem.; μεγαλννωμεν Α; dub. S | την γλωσοαν
ημών μεγαλννονμεν'] lingua nostra magnificabimur L | παρ ημιν] Α Clem.;
παρ ημών CS; a nobis L (was nicht ττβρ »/.«ων wiedergeben muss, vgl. Mo-
rins Anmerkung zu c. 1 1 de quibus desideratis) | ημοη> 2^] nobis L | 9 της]
om. Clem. | και τον] CLS Clem.; και απο τον Α (LXX) | 10 αναοτηοομαι]
αναστηαομεν Α | εν αωτηρκο] L Clem.; εν σωτήρια Α; dub. S; om. C |
13 της μεγαλωσννης] ACL; om. S Hieron. ] 14 ο κνριος] CL Hieron; add.
ημών Α; dub. S | Ιησονς Χρίστος] CLS Hieron.; Χρίστος Ιησούς Α | 15 νπε-
ρηφανιας] cum superbiaL {εν νπερηφανια) | νπερηφανιας] Α; νπερηψανειας
C Ι 16 ταπεινοψρονων] ACL Hieron.; add. ηλ^εν S | 18 ω^ παιδιον] om. L.
Text. c. XV 2 bis XVI i5. 107
παιδίον, ως ρίζα εν yj/ διψώοτ}' ουκ 'εατιν αντώ είδος ονδε δόξα, χαϊ
εϊδομεν αυτόν, καΐ ονκ είχεν είδος ονδε κάλλος, αλλά το είδος αντον
ατιμον, εχλεΐπον παρά το είδος των ανθρώπων' αν&ρωπος εν πληγΎ}
ων καΐ πάνω και είδώς φέρειν μαλακίαν, οτι άπεΰτραπται το προβω-
πον αντον, ητιμάαϋ'η καΐ ονκ ελογίΰϋ•η. 4. οντος τάς αμαρτίας 7)μών δ
φέρει καϊ περί 7]μών υδνναται, και ημείς ελογιοάμε&α αντον είναι εν
πόνω κα\ εν πληγ7] καϊ εν κακώαει. 5. αυτδς δε ετρανματίαϋ7] δια
τάς αμαρτίας 7]μών καϊ μεμαλάκιβται δια τάς ανομίας ημών. παιδεία
ειρήνης ημών επ αντόν' τω μώλωπι αντον ημεΐς ίάϋ-ημεν. 6. πάντες
ως πρόβατα επλαν7}&ημεν, ανϋ•ρωπος τη οδώ αντον επλανηΰ•η' 7. καϊ ίο
κύριος παρέδωκεν αντόν νπερ των αμαρτιών ημών, καϊ αντος Öia το
κεκακώΰϋ•αι ονκ ανοίγει το ΰτόμα. ως προβατον επϊ βφαγην ηχΟ'η-,
καϊ ως αμνός εναντίον τοΰ κείραντος άφωνος, όντως ουκ ανοίγει τό
ΰτόμα αντον. εν ττΙ ταπεινωθεί η κρίαις αντον ηρ&η. 8. την γενεάν
αντον τις διηγηβεταΐ; ότι αίρεται άπό της γης η ζωη αντον' 9. απο ΐ5
τών ανομιών τον λαον μου ηκει εις θάνατον. 10. καϊ δώβω τονς
πονηρονς άντϊ της ταφής αντον καϊ τονς πλονοίους αντϊ τοΰ 9ανατου
αντον' ότι άνομίαν ονκ εποίηοεν, ονδε ευρε&η δόλος εν τω οτοματι
αντον. καϊ κνριος βονλεται κα9αρίβαι αντόν της πληγής. 11. εάν
δώτε περϊ αμαρτίας, η ψυχή υμών υψεται βπερμα μακρόβιον. 12. καϊ κν- 20
ριος βονλεται άφελεϊν άπό τον πόνου της 'ψνχης αντον, δεΐξαι αντώ φώς
καϊ πλάααι τη ΰννεαει, δικαιώααι δίκαιον ευ δονλενοντα πολλοίς' καϊ τάς
αμαρτίας αντών αντός άνοίΰίΐ. 13. δια τοντο αντός κληρονομϊ]οει
πολλονς καϊ τών ιΰχνρών μεριεΐ ακνλα' ανθ•' ων παρεδό&η εις θάνα-
τον η ιρν/η αντον ^ καϊ εν τοις άνόμοις ελογίΰ&η' 14. καϊ αντος 25
αμαρτίας πολλών άντίνεγκεν καϊ διά τάς αμαρτίας αντών παρεδό&η.
15. και πάλιν αντός φηϋιν 'Εγώ δε ειμί ακώλη'ξ καϊ ονκ άνϋ•ρω-
15) Ps. 21 7—9.
1 παιόιοί'] AS; πεδίον C | αντω ειόος] CLS(?); είδος αντο) Α (LXX) [
2 καλλος\ gloriam S {δοξαν, wie in der vorhergehenden Zeile) | 3 ατιμον,
εκλειπον] deficiens et deformis {ty.X. και ατιμ.) L | το είδος των αν^^ρωπων]
παντας ανΟ-ρωπονς S | 4• και 2"] om. L | 7 εν 1" u. 2'^] om. L | 8 αμαρτίας,
ανομίας] AL; ανομίας, αμαρτίας CS | 10 τ?/ οδω] a via L | 11 νπερ των
αμαρτιών] ταις αμαρτιαις S | 12 u. 13 ανοίγει] aperuit L | 14 αντον] om.
L Ι εν τι,ι ταπεινώσει] AC; add, αντον L (sua) S (ejus); S zieht εν ry τα•
πειν. αντον zum vorhergehenden Satze | την γενεαν] και την γενεαν S [
16 ηκει] ηγβη S (LXX) \ 20 δωτε] dederitis vos L | 21 της ψνχης] AC;
απο της ψνχης S; animam L | αντον] add. et L ] 23 ανοισει] portat L |
25 εν τοις] CS (3); τοις Α; cum L (Lc. 22 37, Mc. 1δ28 μετά άνομων) \
26 παρεδοΘ-η] add. morti L ] 27 αντος] om. L | εγω δε] AS; om. δε CL.
108 Knopf, Der erste Clemensbrief.
πος, όνειδος άΐ'θρώπο^ν υμΪ εξον&ενημα λαοΰ. 16. πάντες ot Ο-εωρονντες
με εξεμνκτηριβύν με, ίλάληΰαν εν χείλεβιν, ίκίνηααν κεφαλήν' "Ηλπιβεν
επΙ κΰρίον, ρναάα&ω αντόν, αωΰάτω αυτόν, οτι &ελει αυτόν. 17. Ορατέ,
άνδρες αγαπητοί, τις 6 νπογραμμος 6 δεδομένος ι)μΙν. εΐ γαρ
5 ο κύριος όντως έταπεινοφρόνηοεν, τι ποιηοο^μεν ι)μεΙς οι νπο
τον ζνγον της χάριτος αντον δι αντον έλϋ^όντες;
XV1L Μιμηταϊ γενώμε&α κάκείνων οΐτινες εν δέρμαϋιν
αίγείοις και μηλο^ταΐς περιεπάτ?]θαν κηρΰοοοντες την ελενοιν
τοϋ Χριϋτοΰ' λέγομεν δε Ήλίαν καΐ ^Ελιααιέ, ετι δε και Ίεζε-
10 κιηλ, τους προφητας. ^ιρος τούτοις και τους μεμαρτνρημένονς.
2. έμαρτνρή&η μεγάλως Αβραάμ καϊ φίλος προοηγορεύϋ-η τον
ϋ-εοΰ, και λέγει ατενίζων εις την δόξαν τον ϋ-εον ταπεινο-
φρονών 'Εγώ δε είμι γη καΐ ύποδός. 3. ετι δε και περί '/ώ/3
όντως γέγραπται' Ίώβ δε ην δίκαιος καϊ αμεμπτος, άλη&ινός, ■θεο-
15 οεβής, απεχόμενος άπο παντός κακοϋ. 4. αλλ αντος εαντον κατη-
γορεί λέγων' Ουδείς κα&αρος απο ρύπου, ουδ αν μιας 7]μερας ?/
ζωη αντον. 5. ΜωνΟης πιστό? εν ολω τω οϊκω αυτόν εκληϋ•?]. και
δια της νπηρεοίας αντον εκρινεν ο ϋ-εος Αϊγνπτον δια των
μαοτίγων και των αίκιομάτων αντών. αλλά κάκεϊνος
XVII, 2) Jes. 41 8. Gen. 18 27. — 3) Job. 1 1. — 4) Job. 14 4 sq. —
5) Num. 12 7. Ex. 3. 11. 4, 10.
2 εκινηοαν] praem. et L | κεψαλψ] add. et dixerunt L ] 3 ort] ft S
4 άνδρες αγαπητοί] fratres L | 5 κνριθζ\ add. noster L | ποιηοωμεν] AL;
ποιησομεν C; dub. S | β ελθ-οντες] LS; βλ&οντος Α (wegen αντον); απελ-
θόντες C Ι 7 κακεινων] cm. και L | 8 ελενσιν] βαοιλειαν Clem. (wie 50 3)
9 Ελιααιε] AL; Ελιοσαιε C; Ελισααιον Clem. | ετι δε] AS; om. CL (letzterer
übersetzt indessen auch Ζ. 13 ετι δε και mit einfachem et) | και 2»] om.
5 I 10 προς τοντοις] om. L; add. ίε S | 11 εμαρτνρηθ-η] add. δε C | και
φύ.ος] et ideo amicus L | 12 και λέγει] qui dixit L (doch wohl nur Über-
setzungsvariante) I ατενι'Ζ,ων] Α; ατενιοας C; intueudo L (höchst wahrsch.
ατενιζοη'); ατενίσω S | ταπεινοφρονων C; ταπεινοψοωνων Α | 13 εγω δε]
ego L I ετι δε y.cii] et L | 14 όντως γεγρατααι] scriptum est sie L {γεγρ.
ούτως?) 1 δε] CS Clem; om. A; et erat Job L (LXX) | και] AC Clem;
om. LS (LXX) I αλΐ]θ•ινος\ verax homo L 1 αληθ-ινος] add. και Clem.
θ^εοσεβης] timens et colens Deum L (was aber sicher nur paraphr. Über-
setzung ist) I 15 απεχο μένος] praem. et L | κακόν] AC Clem.; πονηρού
πράγματος LS (LXX) | κατηγορεί λέγων] CL; κατηγ Α; κατήγορων
λέγει 8{Ί) | 16 ονδ αν] C; def.A; ονδ ει Clem. | ημέρας] AC Clem. (LXX);
add. y L (fuerit). ebenso Lightf. | 17 αντον 2o] AS; Dei L; om. C 1 18 εκρι-
νεν] κρίνει S (?) \ 19 αντων] saevis L {δεινών [? cf. c. 6 2] oder verderbt aus
suis?).
Text. c. XVI 15 bis XVm 11. 109
όοξαϋϋ-εϊς μεγάλως ουκ εμεγαλορημόνηοεν, αλΐ είπεν εκ της βάτου
χρηματιομον αντω όιδομένου' Τις ειμί εγώ, οη με πέμπεις; εγώ
δε ειμί ίβχνόφωνος καϊ βραδνγλωοαος. 6. καΐ ϋταλίν λέγει' Έγώ δε
είμι ατμίς άπο πν&ρας.
XVIII. Τι όε είπωμεν επϊ τω μεμαρτνρημένο) Αανείδ; εφ' ό
ον είπεν ο ϋ-εος' Ενρον άνδρα κατά την καρδίαν μον, ^ανεΐδ τον
τοΰ Ίεοααί' εν ελεεί αιωνίω εχριβα αυτόν. 2. άλλα καϊ αντος λέ-
γει προς τον ϋ-εον' Έλέηαόν με, ο 'θ'εός, κατά το μέγα ελεός αον,
καϊ κατά το πλή&ος τών οίκτιρμών αον ε'ξάλειψον το άνόμημά μον.
3. επ) πλειον πλννόν με άπο της ανομίας μον, καϊ από της αμαρτίας ίο
jLioii καθ-άριΰόν με' οτι την άνομίαν μον εγώ γινώΰκω, καϊ η αμαρτία
μου ενώπιον μον εβτίν διαπαντός. 4. ΰοϊ μονω ημαρτον, καϊ το
πονηρον ενώπιον ΰον εποίηοα' όπως αν δικαιωϋ•ΐΙς εν τοις λό-
γοις ΰον καϊ νικηΰί^ς εν τω κρίνεα&αί σε. δ. ιδον γαρ εν άνο-
μίαις ΰννελημφ&ην , καϊ εν άμαρτίαις εκίβαηαεν με η μητηρ μον. ΐ5
6. ίδον γαρ άλη&ειαν ηγάπηαας' τα άδηλα καϊ τα κρνφια της
οοφίας εδηλωβάς ^ot. 7. ραντιεΐς με νΰΰώπω, καϊ καϋ•αριοΟ•ηΰο-
μαι' πλννείς με, καϊ νπερ χιόνα λενκανϋ-ηαομαι. 8. άκοντιεΐς με
άγαλλίαΰιν καϊ ενφροβννην, άγαλλιάΰονται οΰτά τεταπεινωμενα. 9. απυ-
ΰτρεψον το πρόβωπόν βον άπο τών αμαρτιών μον, καϊ πάβας τάς άνο- 20
μίας μον εξάλειψον. 10. καρδίαν κα&αράν κτίΰον εν εμοί, ο -θ^εο?,
καϊ πνενμα εν&ες εγκαίνιΰον εν τοις εγκάτοις μον. 11. μη άπορίιΐ^^ς
με απο τον προΰώπον αον, καϊ το πνενμα τό άγιόν βον μη άντανελης
β) unde? — XVIII, 1) Ps. 8821. — 2) Ps. δθ3— 19.
1 όοξασϋ-εις] add. a Deo L | εκ τ//ς βατον] Clem. L (cum de rubo
loquebatur cum eo, auch Clem. hat den Satz activ gewendet: προς τον
χρηματιζοντα εκ της βατον); βπι της (oder τοϋ) βατον S; επι τον της βα•
τον C; vac Α ε . . . . βατον {επι scheint Harmonismus zu sein cf. Lc. 20 37
Mc. 12 26) I 2 πέμπεις] add. ut educam plebem tuam L | εγω όε] quia ego
L\S δε 2ü] ACS Clem; om. L ] 4 κνί^ρας] AC; χύτρας Clem. | 5 ίε] Et . . .
vero L ] ειπωμβν] Α; ειποιμεν C; dicemus {ερονμενΐ) L | άανειδ] δαδ AC
(ebenso Z. 6) \ εφ ov] Clem. L (propter quem, mit propter ist in derselben
Zeile, ferner 2 6 7 7 23 3 ein επι, freilich c. dat., wiedergegeben); προς ov
ACS 1 6 0 S-εος] om. C 1 την καρδίαν] voluntatem cordis L | 7 ελεεί] Α (doch
ε7.αιεϊ) CL; ελαιω Clem. S | αντος] hie L (οίκτος?) | 8 0 θ-εος] om. L ] 10 επι
πλειον . . . εξονί^ενησει (S. 110 Ζ. 8)] om. C | 12 ημαοτον] AS; add. Deua
meus L ' li: νικήσεις] ηκηοβις Α | 17 της σοφίας] AS; salutis L {αωτηριαςί) '
οοψιας] add. σον Α (LXX) ] 18 πλννεις] πλννιεις Α | 22 εγκατοις] ενκα-
τοις Α.
j^lQ Knopf, Der erste Clemensbrief.
an εμον. 12. άπόδος μοι την άγαλλίαΰιν τον Οωτηρίον ΰον, καΐ πνεΰ-
ματί ηγεμονίκω ΰτηρίβόν με. 13. διδάξω ανόμους τας οοου? 6ον, %αϊ
άαεβεΐς επιΰτ^ει\)ου6ΐν επΙ οε. 14. ρύβαί με ε'ξ αιμάτων, 6 Ό'εός , ο
ϋ•εος της αωτηρίας μον' 15. άγαλλιάΰεται, η γλώβΰά μον την δίκαιο-
ι, ΰννην ΰον. κνριε, το ΰτόμα μον ανοίξεις, κα\ τα χείλη μου αναγγελεΐ
την αϊνεβίν Οον, 16. ότι ει η&εληβας Ο^νΰίαν, έδωκα αν' όλοκαντω-
ματα ονκ ενδοκ7']ΰεις. 17. ■^ναία τω ■Οΐω πνενμα ΰνντετριμμενον' καρ-
δίαν ΰυντετριμμενην ηαΐ τεταπεινωμενην 6 -θεό? ουκ ε'ξου&ενωβει.
XIX. Των τοΰοντων ούν καΐ τοιούτων με μαρτνρ?] μένων
10 το ταπεινόφρον και το νποόεες δια της υπακοής ον μόνον
τιμάς άλλα καΐ τας προ ημών γενεάς βελτίους εποίηΟεν, τους
τε καταόεξαμενονς τα. λόγια αύτον εν φόβω και άληϋ-εία.
2. Πολλών ούν καΐ μεγάλων και ενδόξων μετειληφότες πρά-
ξεων έπαναδράμωμεν έπι τον εξ αρχής παραδεδομένον ήμίν
15 τής είρϊ]ν7]ς Οκοπόν, καΐ ατενίοωμεν εις τον πατέρα και κτ'ι-
Οτην τον ϋύμπαντος κόομον, και ταϊς μεγαλοπρεπέοι και νπερ-
βαλλούοαις αντον δωρεαϊς τής είςη]νης ενεργεΰίαις τε κολλη-
d-ώμεν. 3. ϊδωμεν αντον κατά διάνοιαν, και εμβλέψωμεν τοις
ομμαοιν τής ψνχής εις το μακρό&νμον αντον βούλημα' νοήοω-
20 μεν πώς άόργητος υπάρχει προς παοαν την κτ'ιΟιν αντον.
XX. Οί ονρανοί τή διοικηθεί αντον ΰαλενόμενοι εν ειρήνη
ύποτάϋΟονται αύτώ' Ί. ήμερα τε καΐ νύξ τον τεταγμένον υπ
αύτον δρόμον διανύονοιν, μηδέν άλλήλοίς εμποδίζοντα. 3. ήλιος
3 επιοτρεψονοιν επι σε] AS; snt οε επιοτρεψονσιν L (LXX) | 4 αγα?.-
λιαοεται] AS; exaltabit L (doch wird exultabit zu lesen sein) | 5 το οτομα,
τα χείλη] Α; τα χείλη, το στάμα LS (LXX) | 9 if. Ίων τοσούτων....
ετΐοιησεν] L hat anscheinend einen verstümmelten Text vor sich gehabt,
den er sich zurechtlegte; er übersetzt, als ob er gelesen hätte: των τοσού-
των μεμαρτνρημενων και ταπεινοφρονονντων iha της νττακοης
εποίησαν (om. και το ντίοδεες; der gen. ])Oss. als gen. absol. gefasst) | το-
σούτων, τοιούτων] AL'; τοιούτων, τοσούτων CS | μεμαρτνρημενων] CL;
όντως μεμ. Α; και όντως μεμ. Ö (das όντως hinter τοιοντίον leicht er-
klärlich) Ι 10 ταπεινοφρον] C; ταπεινοφρονον Α [ταπεινοφρονονν Lighti.) \
υπακοής] add. Dei L | 11 άλλα] αλλάς Α | τας προ ημών γενεάς] AS; τους
προ ημοίν εν τ?/ γενεαίι-, τους προ ημωνΟ \ 12 τε] om. S | αντον] τονθ•εον
S Ι 13 πράξεων] add. τοντοη>, αδελφοί αγαπητοί S | 16 κοσμον] hujus
mundi S | 17 ενεργεσιαις τε] om. L | κολληθνψεν] consideremus et adhae-
reamus S | 18 κατά διάνοιαν] sensu nostro L | 19 της χρνχης] add.
nostrae L ] 21 oi] A; om. C | διοικήσει] δικαιώσει S | 22 τεταγμένον] add.
sibi L.
Text. c. XVIITu bis XX lo. Hl
τε κ«ί Οεληνη άύτέρων τε χοροί κατά την διαταγην αχ^τον εν
ομόνοια όίχα πάοης παρεκβάαεω^ Ιξελίϋοονοιν τονς ίπιτεταγ-
μΐνονς αντοϊς οριομον^. 4. γη κνοφορονΰα κατά το ϋ•ίλ7]μα
αντον τοις ιδίοις καιροϊς την πανπληϋ-η ανϋ-ροίποις τε και
d-ηροιν καΐ jräotv τοις ονοιν επ αντης ζοίοις ανατέλλει τρο- 5
φτ/ν. μη όιχοοτατοΰοα μήδε άλλοιοΐοά τι των δεδογματιομενον
νπ αντον. δ. aßvoocov τε άνεξιγνίαοτα και νερτέρων ανεκδιή-
γητα κρίματα τοις αντοΐς ϋυνεχεται προοτάγμαΰιν. 6. το κύ-
τος της απείρου &αλάθοης κατά την δημιονργίαν αντον ανοτα-
ϋ-εν εις τάς ονναγωγάς ον παρεκβαίνει τά περιτεϋ-εψενα αντ(ι ίο
κλεΐΰ^ρα, αλλά κα&ώς διέταξεν αντ^, όντως ποιεί. 7. είπεν
γάρ' "Εως ώδε ηξΐΐς, και τά κνματά αον εν σοι. βνντριβηβεται.
8. ωκεανός απέραντος άνΟ-ρώποις καΐ οι μετ αντον κόομοι
ταΐς ανταΐς ταγαΐς τον δεοπότον διεν&ννονται, 9. καιροί εαρινοί
και ίίερινοΐκαΐ μετοποιρινοϊ και χειμερινοί εν είρΖ/νη μεταπαραδι- ΐ5
δόαοιν άλ.λήλοις. 10. ανέμων Οταϋ-μοι κατά τον ίδιον καιρόν την
λειτονργίαν αντών απροοκόπως έπιτελονΰιν. αέναοι τε πηγαί.
προς απόλανοιν και νγείαν δημιονργηϋ-εΐοαι , δίγ^α ελλ.είψεως
παρέχονται τονς προς ζωής άνθ^ροίποις μαζονς. τά τε ελά-
XX, 7) Job. 38 11.
1 τε και] AS; και C; dub. L | αοηρν)ν τε χοροί] AC; et stelarum
Chorus L; αοτερες τε καί χοροί S | 2 όιχα] δια S(?) | παρεκβασεως] AL
(praevaricatione; 41 1 παρεκβαινων ebenfalls durch j^raevaricans); egressu
cursus S (= παρεκβασεωςΐ); παραβάσεως C (cf. Arist. Apol. 4: ...τα
αοτρα . . . ονπαραβαινονοι τονς ιόωνς ορονς) \ 4 πανπ?.ηΟ-η] Α; τίαμπληθ-η
C Ι δ ετΓ avτης]CL•{in ea; ετΐ αντην wäre super eam); in illa S; ετι αντψ•
Α. \ 1 V7C αντον] Dei L | ανεξιχνίαστα] iuexscrutibilia qui situ L (sicher
ein Verderbnis) | 8 προαταγμαοιν] add. Dei L | το κντος της άπειρον θ-α-
λαοσης] et infinitum mare L | 9 αντον] Dei L | 10 σνναγωγας] add. suas L '
περιτεΘ^ειμενα] παρατεθ-ειμενα C | αιτ}/] add. Deus L | 11 ειπεν γαρ] quia
dixit mari L | 12 κνματα] κρνματα Α | ονντριβησεται] Α; σνντριβησονται
G Ι 13 απέραντος] AC Cleiii., Dion. ΑΙ., Didym., L (infinitus); απερατος
Orig. S I απερ. αν{}ρωποις] CL Clem. Orig.; αν9-ρ. απερ. Α ] οι μετ αντον
κοομοι] omnis orbis terrarum L 1 14 ταγαις] AC; διαταγαις Orig. | δεσπο-
τον] Domini Dei L | 15 μετοπωρινοι] μεϋ-οτΐίορινοι Α | μεταπαραδιδοασιν]
Α u. wahrscheinlich LS; μεταδιδοααιν C | 16 άνεμων] AL; add. τε CS (der
übersetzt, als hätte er άνεμοι τε αταθ-μων gelesen) | την] και την C j
17 αέναοι] Α; αενναοι C 1 18 απόλανοιν] AC; add. τε S; dub. L | νγειαν]
Α; νγιειαν C | 11) του,• προς ζωής μαζονς] AC (doch hat dieser ζωην);
vitae alimenta L; ea quae ad vitam S.
112 Knopf, Der erste Clemensbrief.
χιοτα των ζώων τας οννελενοεις αντών iv ομόνοια και Είρηνγ}
ποιούνται. 11. Ταντα πάντα 6 μέγας δημιουργός και όεοπότης
των απάντων εν είρην?] και ομόνοια προοέταξεν είναι, ευεργε-
τών τα πάντα,"] ύπερεκπεριοοώς όε ημάς τους προοπεφευγότας
5 τοις οίκτιρμοίς αυτόν δια τοϋ κυρίου ημών Ίηοον Χριοτοΰ'
12. f όί ου αυτώ f /} δόξα και η μεγαλωοΰνη εις τους αιόίνας
τών αιώνων, αμήν.
XXI. Όράτε, αγαπητοί, μη αί ευεργεαίαι αντοΰ αί πολλαΐ
γένωνται εις κρίμα ημίν , εαν μη άξίως αυτοΰ πολιτευόμενοι
10 τα καλά και ευαρεοτα ενώπιον αυτοΰ ποιώμεν μεϋ• ομονοίας.
2. λέγει γαρ που' Πνενμα κνρίον λύχνος ερευνών τα ταμιεΐα της γα~
ατρός. 3. f είδώμ&ν f πόίς εγγύς εΟτιν, και οτι ουδέν λέλήϋ-εν
αυτόν τών εννοιών ημών ουδέ τοίν διαλογιβμών ών ποιονμεΟ-α.
4. δίκαιον ουν εοτϊν μη λειποτακτείν ημάς από τοϋ d-εληματος
15 αυτοΰ. 5. μάλλον άν&ρώποις άφροϋΐ καΐ άνοήτοις καΐ επαι-
ρομενοις και έγκαυγο^μένοις εν αλαζονεία τοϋ λόγου αυτών
προοκόψωμεν η τω ϋ-εώ. 6. τον κύριον Ίηϋοΰν Χριϋτόν, ου
το αίμα ύπερ ημα>ν εδό&η, εντραπώμεν τους προηγουμένους
ημών αίδεο&ώμεν, τους πρεοβυτέρους τιμ7]θωμεν, τους νέους
20 παιδευοωμεν την παιδείαν τοΰ φόβου τοΰ ϋ-εοΰ, τας γυναίκας
XXI, 2) Pro ν. 20, 27.
1 οννελεναειςΐ auxilia S {ονλλη-ψξΐς) \ 2 και δεαποτης των απάντων]
Deus meus L | 4 τιροοτίεφενγοτας] AS; προοφενγοντας C; dub. L (qui con-
fugimus) I 5 ημών] om. h \ Q δι ov αντίο] per quem Deo et Patri L; o) ALS
(vgl. Prol. S. 54) | και η μεγαλωαννη] ACL (doch dieser om. και) ; om. S |
8 αγαπητοί] fratres L | 9 κρίμα ημιν] LS; κρίμα παοιν ημιν Α, κριματα
σνν ημιν C (vgl. Prol. S. 67) | αντον] om. S | πολιτευόμενοι, ποιωμεν] con-
versemur , facientes L | 10 εναρεοτα] add. illi L | μεϋ- ομονοίας] om. L |
11 πον] om. L | /.νχνος] C Clem.; ?.νχνον Α | ταμιεια] AC; ταμεία Clem. |
της γαατρος] cordis L | 12 ειδωμεν] L (sciamus); ιδωμεν ACS | ειδϋ)μεν]
add. itaque L | πως εγγνς εοτιν] AC; {οντοις εγγίζει τοις δικαιοις . . ο
κνριος Clem.);• add. nobis S; quia ubique prope illum sumus L | οτι] AC;
om. LS I 13 ημών] om. L | 15 μάλλον] add. de S 1 16 εγκανχωμενοις] εγ-
κανχωμενοι Α | εν αλαζονεία τον λογον] süperbe ία verbis L | 17 τω &εω.
τον κνριον] Deum aut Dominum L | Χριστον] AL; om. CS Clem. | 18 εδο-
■9-ij] ηγιαα&η Clem. | εδοΘ-η, εντραπώμεν τοις προι^γονμενονς ημών αιδε-
σ&ωμεν . . .] datus est. Uereamur eos qui prae (eig. pro) nobis sunt: uerecun-
demur . . . L; Clem. hat dieselbe falsche Abteilung und liest και αιδεσ&ωμεν
κτλ. 1 19 πρεα^ντερονς] add. ημο^ν Α | τιμηαωμεν] honorem illis tribuentes
L Ι 20 του φόβου] om. S Clem. | τας γυναίκας] et uxores L.
Text. c. XX 10 bis XXII 6. II3
ημών km το άγαϋ-υν όιορ&€θθώμε&α' 7. το άξιοίγάπητον της
άγνείας ήθ-ος ενόείξάο&ωοαν, το άκεραιον της πραυτητος αυτών
βοίλημα άποδειξάτωοαν, το επιεικές της γλ€Οοοης αυτών δια
της οιγης φανερον ποιηοάτωοαν την άγάττην αυτών μη χατα
προοχλίοεις, άλλα jiäöiv τοις φοβουμένοις τον &ε6ν οοίως ϊοην 5
παρεγβτοοϋαν. 8. τα τέκνα ημών της εν Χριοτώ παιδείας
μεταλαμβανέτωοαν μαϋ-έτωοαν τι ταπεινοφροοννη παρά ϋ-εώ
ίοχίει. τι αγάπη άγνη παρά &εώ δύναται, πώς 6 φόβος αυτόν
κάλος καΐ μέγας και OcSCmv πάντας τους εν αυτώ οοίως άνα-
θτρε(ρομένους εν καϋ-αρα. διάνοια. 9. ερευνητής γάρ εννοιών ίο
καΐ ενΰ-νμηοεων ου ί) πνοή αυτοΰ εν ημίν έοτίν. καΐ όταν
Ο-έλΐ] άνελεϊ αυτήν.
XXII. Ταϋτα δε πάντα βέβαιοι η εν ΧρίΟτώ πίϋτις' καΐ
γάρ αυτός διά τοϋ πνεύματος τοΰ αγίου ούτως προοκαλείται
ημάς' ^svre, τέκνα, ακονοατέ μον, φόβον κυρίου όιόαςω νμας. 2. τις ΐ5
εστίν αν&ρωττος ο ^ε'λων ζωην, αγαπών ημέρας Ιδεΐν άγα&ας• 3• παν-
αον την γλώαααν σου άπο κακοϋ, καΐ χίίλη αου τοΰ μη λαλιίααι δόλον'
4. εκκλινον απο κακόν καϊ ποί'ί7()θν αγαθόν, 5. ζητηβον είρηνην κα\
δίωξον αυτήν. 6. οφθ•αλμοι κυρίου επΙ δΐΥΜίους, καϊ ώτα αυτοΰ προς
δίηΰιν αυτών ποόΰωπον δε κυρίου im ποίοΰντας κακά, τοΰ ε'ξολε- 20
XXIL 1 sqq.) Ps. 33 12— 18.
1 επι το αγαθ-ον] ad bona L | το αξιαγατιητον] praem. ut L | της αγνειας
η&ος] AC; rjd-og της αγνειας Clem. mores castitatis L (nach Morins Conj.) | 2 το
ακεραιον] et sinceram L | 3 βον/.ημα] praem. και S | το επιεικές] et quie-
tam L I 4 οιγης] φωνής Α | 5 ηροοκλιοεις] ALS Clem.; προσκληθείς C |
ιοην] et aequalem et similem L ] 6 ημών] LS Clem.; νμων AC |
7 μεταλαμβανέτωοαν] AC; μεταλαβετωοαν Clem. | μα&ετωσαν] praem. ut
L 1 ö-ewj C Clem ; τω θ-εω Α Ι, 8 τι αγάπη δύναται om. L | πoJς]
praem. et L | αντον] τον κνριον Clem. | 9 και οωζων] ACL; et liberans et sal-
vans S; οοίζων Clem. | οοιως] θ-είως S | 10 εν καθ-αρα διάνοια] ACS; εν
καθ^αρα κάρδια Clem.; εν καΟ-αρα κάρδια και απλ^ διάνοια L (? corde
pure et cogitatione sincera) | 10 ερευνητής] praem. timor . . . Dei L |
γαρ] Clem. L; add. εοτιν AC; dub. S | 11 ενΟ-νμησεων] AC; ενθ-νμηματων
Clem. \ ov . . . αντον] Dei cujus L | 12 ανελει] AL Clem.; αναιρεί CS | av-
την] add. a nobis L | 13 δε] om. S | Χριοτω] Jhesum Xristum L | 14 προσ-
καλείται] vocat et hortatur L | 15 τις εστίν ... bis ερνσατο αντον (Ζ. 2
der nächsten Seite)] om. C | 16 ημέρας ιδειν αγα&ας] videre dies bonos L
(LXX) I αγαπών] praem. et L | 17 και] AL Clem.; om. S | χείλη σον] LS
Clem.; om. σον Α (ν. 1. LXX) | 19 οφθ-αλμοι^ AL Clem.; οτι οφΟ^αλμοι S
(ν. 1. LXX) i προς] Α; εις Clem. (LXX) 1 20 δε] om. L.
Texte u. Untersuchungen. N. F. V, l. 8
j^l4 Knopf, Der erste Clemensbrief.
^ρενΰαι εκ γης το μνημόΰνιον αυτών. 7. iy.έκQa'ξεv 6 δί'Λαιυς, καΙ ο
κνριος είΰηκουοεν αυτόν καϊ εκ πααάν των Ο-λίψεων ερναατο αυτόν.
8. πολλαϊ αί μάοτιγες του αμαρτωλού, τους 6ε ελπίζοντας επΙ κνριον
έλεος κυκλώβει.
5 XXIII. ο οίκτίρμο^ν κατά πάντα χαϊ ευεργετικός πατήρ
έχει Οπλάγχνα επϊ τους φοβούμενους αυτόν, ήπίως τ ε χαϊ
προΰηνώς τας γ^άριτας αυτοϋ άποδιόοΐ τοις προοερχομενοίς
αυτώ άπλϊ] διάνοια. 2. διο μη διψνχώμεν, μηδέ Ινδαλλεο&ω η
ψυγη 7)μών επϊ ταΐς υπερβαλλουοαις χαϊ ενδόξοις δωρεαίς
10 αυτοϋ. 3. πόρρω γενέοθ-ω αφ' ημών ή γραφή αυτή, οπού λέγει'
Ταλαίπωροι εΐβιν οι δίιρνχοι, οί διοτάξοντες xrj -ψυχ^, οι λέγοντες'
Ταύτα ηκονΟαμεν καϊ επί των πατέρων ημών, καϊ ίδου γεγ7]ράκαμεν
κα\ ουδίν ημίν τούτων βυνβέβηκεν. 4. 'Ώ ανόητοι, ΰυμβάλετε έαυτονς
ξνλω' λάβετε αμπελον' πρώτον μεν ψυλλοροεΐ, είτα βλαβτος γίνεται,
15 είτα φνλλον, είτα ανΌ•ος, καϊ μετά ταντα ομφα'ξ, είτα βταφυλη παρ-
ίοτηκυΐα. οράτε οτι εν χαίρω 6λίγο3 εις πέπειρον χαταντα 6
καρπός τοϋ ζ,ύλου. 5 επ' ά?.η&είας ταχύ και εξαίφνης τελειω-
ϋ^ήϋεται το βουλημα αυτοϋ, ουνεπιμαρτυρούοης και της γραφής
ότι ταχν ηξει καϊ ον χρονιεΐ, καϊ εξαίφνης ηξει 6 κύριος εις τον ναον
20 αυτόν, καϊ 6 άγιος ον υμεϊς προοδοκάτε.
XXII, 8) Ps. 3110. — XXIII, 3) unde? — δ) Jes. 13 22. Mal. 3 ι.
1 εκεκραξεν κτλ] Die Clem.-Handschriften haben: εκεκραξεν δε ο
κύριος και ειθΊ]κονσε, ein ofienb. Verderbnis | 2 Ο^λΜεων] L Clem.; add.
αυτόν AS | αντον] add. S: πολλαι ul θ-λιχρεις τον δίκαιον και εκ πασών
ρνσεται αυτόν ο κνριος (cf. φ 33 20 LXX) | 3 πολ?Μΐ\ AL; praem. είτα C,
et iterum S (και πάλιν) \ πο7.λαΐ\ add. μεν γαρ, om. αι Clem. | τον αμαρ-
τωλού] AC; των αμαρτωλών Clem. L (LXX) | τους δε ελ,πιζοντας] AL Clem.;
τον δε ελπιζοντα CS (LXX) 1 5 ο οικτιρμων κατά πάντα] misericors ergo
L Ι 8 απλι^] simplici et sincera L | 10 αντον] in nobis add. L | πόρρω] add.
ys C 1 αντη] αντον C | οπον] quaeL | 11 τ?/ ψυχ??] CL; τψ xpvx7jv Α; dub.
S 1 12 ηκονααμεν και] audiebamus L 1 13 οννβεβηκεν] Α; ονμβεβηκεν C ί
14 πρώτον μεν φν?.?.οροει] om. C | μεν] AS; om. L(?) | φνλ).οροει] AS; folia
niittit L [φνλλοφνει oder φι?.λοψορει2) \ είτα βλαστός γίνεται είτα φνλλον]
om. L 1 15 ανΟ-ος] add. γίνεται L (nascitur) (übrigens könnte mit deinde
flos nascitur sehr wolil είτα βλΜΟτος γίνεται übersetzt sein, cf. 43 4 ,?λα-
οτησ/;/ floruerit, 43 5 βεβλ.αστηκνια florida und die Paraphrase des Johannes
Diaconus zu c. 43 f., in der auch βλαστανειν durch florere wiedergegeben
wird, bei Pitra: Spicil. Solesm. 1293, In diesem Falle om.L εηα φνλλ.ον
είτα avQ-ος) \ και μετά ταντα] AC; είτα LS ] ταντα] add. fit L | 17 ταχν]
add. enim eritL | 18 αντον] Dei L | και] om.L ] 19 οτι] om. L | εξαίφνης]
εξαί'/νης Α | ηξει] venit L (LXX).
Text. c. XXII 6 bis XXV 3. 115
XXIV. ΚατανοηΟωμεν, άγαπ)μοί, πώς 6 όεοπότης kjci-
όείχνυται Oi7jvaxc7jc ήμίν την μέλλονϋαν άνάοταοιν totod-ai, ης
την άπαρχην εποιηοατο τον κυρών 'l7]öovv ΧριΟτυν Ικ νεκρών
αναθτ7]ϋας. 2. Ιόωμεν , αγαπητοί, την κατά καιρόν γινομένην
άνάοταοιν. 3. ήμερα και ννξ άνάΰταοιν ήμΙν όηλονΟιν κοιμάται 5
ή ννξ, άνΐϋταται ημέρα, ή 7)μέρα απειοιν, ννξ επέρχεται. 4. λά-
βωμεν τους καρπούς• ο Οπόρος πώς και τίνα τρόπον γίνεται;
δ. εξηλϋ-εν ο οπείρων καΐ εβαλεν εΙς την γην εκαοτον τών
ύπερματων ατινα πεϋόντα εις την γην ξηρά και γυμνά δια-
λύεται, είτ εκ της όιαλύοεως ή μεγαλειότης της προνοίας τον ίο
όεοποτου ανίοτηοιν αυτά, και εκ τοΰ ενός πλείονα αυξ,ει κα\
εκφέρει καρπόν.
XXV. Ιόωμεν το παράόοξον ϋημείον το γινόμενον εν τοις
άνατολικοίς τόποις, τουτέοτιν τοις περί την Άραβίαν. 2. ορ-
νεον γαρ εΟτιν ο προοονομάζεται φοίνιξ' τοΰτο μονογενές ΐ5
υπάρχον ζη ετη πεντακόοια, γενόμενόν τε ήδη προς άπόλυοιν
τοΰ άποϋ-ανεΐν αυτό. ϋηκόν εαυτώ ποιεί εκ λιβάνου καΐ ομύρ-
νης καϊ τών λοιπών αρωμάτων, εις ον πληρωϋ-έντος τοΰ χρό-
νου τοΰ βίου είοέρχεται καϊ τελευτα. 3. οηπομένης δε της
1 αγατιητοί] frafcres L | ετίίόεικννται öirjvexojq τιμιν] Α; διηνεκος ημι,ν
ετίιδεικννοί C; monstrat nobis perpetuo S; L hat palam facit ... et osten-
dit nobis (paraphr. oder las er δεικτικωςΐ Die Ordnung dieselbe wie bei
A) I 3 T7jv απαρχην] add. ηδη S | Χριατον] om. C; add. filium suum L
4 αγαπητοί] fratres L | κατά καιρόν] C; κατακαι ... Α; in omni tempore
S; L übersetzt κατά καιρόν γινομενην mit cotidianam | γινομενην] add.
t/μίν S I 5 άνάοταοιν δ)]λονθίν] L hat: surrectionem diei et noctis.
Nox dormitio est dies surrectio | κοιμάται ήμερα] S übersetzt, als
ob κοιμάται [τις] ννκτος ανιοταται ημέρας \ 6 τ/μερα] ?/ ήμερα C ; ?;.... Α
(Lightf.; Tisch, liest η ?] . . .) \ η ήμερα επέρχεται] om. L | 7 τοις
καρπονς] et fructum L | πως και τίνα τρόπον] L hat nur quomodo j 8 εκα-
οτον γνμνα] om. L | 9 ξηρά και γνμνα] AC; ξηραν S | διαλνεται] praem.
primum L | 10 ?; μεγαλειοτης της προνοίας τον δεοποτον] majestas Dei
providentiae suae L | 11 αντα] illud L | εκ τον ενός πλείονα] L hat diesen
Zusatz hinter καρπον u. zw. de uno grano multuni | 13 ιδιυμεν] add. et L |
14 τοντεοτιν εν τοις περί τ//ν Αραβιαν] in loco Arabiae L | 15 εοτιν] om.
L I τοντο μονογενές νπαρχον ζ{/] L hat: et est unica haecvivit | μονογενές]
μονογενής Α | 16 τε] Α u. L (? quae); δε CS | γενομενον αντο] quae
cum appropiaverit finis mortis ejus L (ist fini zu lesen?) | \% εις ov
γοονον] et ut impletum seit esse sibitempus L | 19 τον ßiov] LS; om, AC;
add. suae S | εΐοερχεται] ibi intrat L | τε?.εντα] add. in illo S | οηπομενης
δε της οαρκος] et de umore carnis ejus L ] δε\ AS; τε C; dub. L (et).
[IQ Knopf, Der erste Clemensbrief.
ααρκος οκίόληξ τις γεννάται, ος εκ της ίκμάδος τον τετελεντ?/-
κότος ζώου άνατρεφόμενος πτεροφνεΓ είτα γενναίος γενό-
μενος αίρει τον οηκον εκείνον οπον τα οϋτα τον προγεγονό-
τος εοτίν, καΐ ταντα βαϋτάζων διαννει άπο της "Αραβικής
5 χωράς εως της Αιγύπτου εις την λεγομένην "^Ηλιονπολιν. 4. κοΧ
ημέρας, βλέποντος πάντων, επιπτας επι τον τον ηλίου βω-
μον τίΟ^ηΰΐν αυτά, καΐ όντως εις τουπίοω άφορμα. 5. οι ονν
ιερείς επιοκέπτονται τ ας άναγραφας των χρόνων, καΐ ενρί-
Οκουύιν αυτόν πεντακοοιοοτοΰ έτους πεπληρωμένου εληλν-
10 {^έναι.
XXVI. 3Ιέγα και ϋ-ανμαοτον ουν νομίζομεν είναι, ει ο
δημιουργός των απάντων άνάοταΰιν ποιήοεται των όο'ιως αυτω
δονλευοάντων εν πεποι&ηοει πίοτειος άγαΟ^ης, οπού καΐ δι όρ-
νιου δείκνυϋιν ήμίν το μεγαλεΐον της επαγγελίας αυτοϋ; 2. λε-
15 γει γάρ που' Καϊ Ιξαναβτηαεις με, καϊ εξομολογηοομαί σοι, και'
Έκοιμη-9•7]ν καϊ νπνωαα, ε'ξηγερ&^ιν, οη Ου μετ εμοΰ iL 3. καϊ
πάλιν Ίώβ λέγει' Καϊ άναατηοεις την ΰάρκα μον ταντην την avar-
τληΰαΰαν ταντα πάντα.
XXVI, 2) ΚαΙ έξαν. — ool unde? Ps. 3 6. 22 4. — 3) Job. 19 26.
εκ
1 γενν(ααι] AL; εγγενναται CS (nascitur in ea) | oq] όστις S (?) | oq
. . . (α-ατρεφομενος πτεροφνεί] qui ibi enutritur et tempore suo fit
pinnatus in avem qualis ante fuerat L | τετελεντηκοτος] τεί.εντψκοτος Α;
τελεντησαντος C | 2 είτα γενόμενος] et cum fortis factus fuerit L |
3 εκείνον] add. κνκλο&εν αντον S | τον προγεγυνοτος] prioris corporis
illius L I i ταντα] illam L (sc. thecam, αηκον) \ βαοταζων] βασταζον Α |
βαστάζων διαννει] portat L | διαννει] C; διανενει Α; migrat volans S
5 εις] add. coloniam L | 6 ημέρας] interdie palam L \ ηαντων] Α; απάν-
των C Ι επιπτας] AS; om. C; advolat et consedet L | 7 τιΘ-ησιν] ibi ponit
L I αντα] eam L (cf. Z. 4) | και οντο)ς αφορμα] et iterum rever-
titur unde venit L | ovv] tunc L | 8 ιερείς] add. oi τ>]ς Αιγνπτον S | 9 ττε-
π?.ΐ]ρίομενον] πλψρονμενον C | 11 μέγα] add. ergo L \ ει] add. Deus L |
13 δονλενσαντων] δονλενοντων L (eorum qui serviunt) ] εν πεποι&ηοει
πίστεως αγα&ης] et bona fide L ] και] om. L | 14 7]μιν] vobis L | το με-
γαλεΐον] majestatem et veritatem L \ ?.εγει γαρ πον] sicut scriptum est in
proplieta L | 15 και] om. L | και 3«] et iterum scriptum est L | 16 εκηι-
μηθ-ην] praem. ego L | εξηγερ&ην] AL; και εξηγερ&ην CS ] σν] add. Do-
mine L I 17 Ιωβ λέγει] dixit in Job L | και] om. L | την σάρκα μον ταν-
την] corpus meum L | σάρκα] σαρκαν Α | αναντλησασαν] Α; αντλησασαν
C (ν. 1. LXX); passum est L; toleravit S (lasen LS ανατλησασανΊ) \ 18 ταντα
πάντα] multa mala L.
Text. c. XXV 3 bis XXVIII i. 117
XX VII. Ύαντί] ovv τγ/ Ιλπίδί προοόεοεο&ωοαν cd ψνχαΐ
ημών τω πιΟτω Ιί> ταΐς Ιπαγγελίαίς καΙ τω ÖLxaico εν τοις
κρίμαοιν. 2. ο παραγγείλας μη ψενόεο&αι, πολλώ μάλλον αντος ον
ψενΰεταί' ουδέν γαρ αδύνατον παρά τω θ-εω ει μη το ψενϋα-
ö&at. 3. άναζίοπνρηοάτω ονν ή πίοτις αυτόν εν ημίν, και .5
νοηοωμεν οτι πάντα εγγύς αυτώ Ιοτίν. 4. εν λ.ογο) της με-
γαλωούνης αυτόν ουνεοτήοατο τα πάντα, καΐ εν λόγο) δύναται
αυτά καταοτρεψαι. δ. Τις ερεΐ αντώ' Τι ίποίηβας; η τις άντι-
ατηΰεται τω κοάτΐΐ της ίΰχνος αντον; οτΐ οτε β-έλεΐ καΐ ως ϋ-έλ.εΐ
ποιηθεί πάντα, καΐ ονδεν μη παρελϋ-η των δεδογματιομένων ίο
νπ αντον. 6. πάντα ενώπιον αντον εΐοίν. και ονδεν λ.έληϋ^εν
την βονλην αντον, 7. ει οί υνρανοϊ δίηγοϋνται δό'ξην θίον, ποίηαιν
δε χειρών αντον αναγγέλλει το ατερίωμα' η ημέρα τη ιιμέρα ερενγεται
ρήμα, καϊ ννξ ννκτΐ αναγγέλλει γνώαιν' κα\ ουκ είαιν λόγοι ονδε λαλιαί,
ών ονχϊ ακούονται αί φωναϊ αυτών. 15
ΧΧνίΙΙ. πάντων ονν βλεπομένων καϊ άκονομενων , φοβη-
ϋ^ώμεν αντον και άπολίπωμεν φαύλων έργων μιαρας έπι&ν-
ΧΧνΠ, δ) Sap. 1212. 11 22. — 7) Ps. IS 2— 4.
1 προοδβόεσΘ-ίοσαι] AS; nonooe/eod-ojoai• C; L dub.: erant (wofür
Älor. hereant liest, schwerlich mit Recht, da haerere immer (7 mal) κολ/.αοχ^σ.ι
wiedergiebt und allemal mit dem Dativ verbunden ist, nicht mit ad)
2 τω] ad Deum, qui . . . L | εν ταις] Α; ταις C; dub. S | εν ταις επαγγελιαις]
et potens L | τω δικαιω] Α; δικαιω Cu. S(?); dub. L | εν τοις κριμασιν] in
judicando L {εν τω κρινεοΘ-αι) \ 3 ο] add. γαρ L (vor παρ .... leicht mög-
lich) I πολλω μάλλον ιρενσαοΘ^αι] om. L | 4 τω θ-εω] Α ; d-εω C |
το ψενσασθ-αι] Au. S{?); ψεναασ&αι C | 6 εγγνς αντω εοτιν] om. Τι \ 7 τα
τταντα] Α u. S (?); πάντα C; om. L | 8 τις] et quis L | 9 ort οτε] L (quia cum);
οτε ACS (vgl. Prol. S. 59) | Θ-ελει 1"] volet L | 10 ποιήσει] ποιηοαι C | πάντα]
add. enim L | 11 νπ αντον] a Deo L | 12 ot ονρανοι] Α; om. 01 C | ποιη-
οΐί'] opera L | 13 το ατερεο}μα φοβηΟ-ωμεν (Ζ. 16)] το στερέωμα'
και ακούονται αι φυη•αι παντοη• βλεπομενοίν και άκονομενων φοβη^οιμεν
κτλ. C Ι η ήμερα] praem. si L | 14 αναγγέλλει] AL; αναγγελει S | λόγοι
λαλιαι] Α; λαλιαι λόγοι LS (LXX) | 15 αι φωναι\ AL; ταις φο)ναις S
(? rOuoa) Ι L beginnt mit Si caeü (ει οι ονρανοι Ζ. 12) den Vordersatz
einer hypothetischen Periode, setzt hinter eorum (αιτών Ζ. 15) keinen Punkt
und lässt mit c. 28 den Nachsatz beginnen. Auch in C ist offenbar eine
ähnliche Construction beabsichtigt. Das schwierige ει Ζ. 12 war die Ver-
anlassung zu dieser Auffassung des Satzbaues | 16 πάντων] propter omnia
L i ovv] AL; τε S; om. C | 17 αντον] Deum L | απολιπίομεν] C; απολει-
πο)μεν Α | μιαρας] βλαβερας C.
IIS Knopf, Der erste Clemensbrief.
μίας, ϊνα τω ελέει αντον οκεπαο&ώμεν άπο των μελλόντων
χρψατων. 2. πον γάρ τις ημών δνναταί φυγείν άπο της κρα-
ταιάς χειρός αντον; ποίος όε κόομος όέξεταί τίνα των αντο-
μολονντων απ' αντον; λέγει γάρ πον το γραφείον 3. Πού
5 αφηξω και πον κρνβΐιαομαι άπο τον προΰωπον βον ; Ιάν αναβώ εις
τον ονρανόν , ον εκεί ει' εαν απέλθω εις τα εβχατα της γης, εκεί η
δε^α 60V εαν '/Μταατρωΰω εις τάς άβναβονς, εκεΐ το πνενμά οον.
4. ποΐ ονν τις άπέλϋ-tj η πον άποόράο?] άπο τον τα πάντα
εμπεριέχοντος;
10 XXIX. Προοέλϋ^ωμεν ονν αντώ εν οοιότητι ψνχης, αγνσ.ς
καΐ άμιάντονς χείρας αϊροντες προς αντόν, άγαπώντες τον
επιεική καϊ ενοπλαγχνον πατέρα ημών, ός εκλογής μέρος ημάς
έποίηΟεν εαντω. 2. οντω γάρ γέγραπταΐ' Ότε διεμεριξεν ο
νψίοτος ε&νη, ώς δίέαπειρεν νίονς 'Αδάμ, εοτηοεν όρια έ&νών κοτπ
15 αρι&μον αγγέλων θ-εον. εγενη&η μερ\ς κνρίον λαό? αντον Ία•/.ώβ,
αχοίνιβμα κληρονομιάς αντον Ίαραηλ. 3. καΐ εν ετέρορ τόπω λέγει'
Ιδον κνρίος λαμβάνει εαντώ ε&νος εκ μέοον ε3•νών, ωβπερ λαμβάνει
αν&ρωπος την απαρχην αντον της αλω' και έξελενβεται εκ τον ε&νονς
εκείνον άγια άγιων.
20 XXX. ^ίγία ονν μερίς υπάρχοντες ποιηϋωμεν τα τον άγια-
ομον πάντα, φενγοντες καταλαλιάς, μιαράς τε και άνάγνονς
XXVIII, 3) Ps. 138 7 sqq. — XXIX, 2) Deut. 32 8 sq. — 3) Deut. 4 34.
14 2. Num. 18 27. II Chr. 31 14. Ezech. 48i2.
1 των μελλόντων κριματων] AC; τον μέλλοντος κριματος LS | 2 δν-
ναταί} poterit L | 3 κοομος] creatura L ] 4 απ αντον\ a Deo L | παν] oru.
L Ι δ αφηξω] ACS; φιγω (fugiam) Clem. L (LXX) | τον] AC; om. Clem.
6 εκεί 'ει] CLS Clem. (LXX χ<=• ^ RT); ει εκεί Α (LXX Χ* AB) | εαν] et si
L ! ταεογατα] fundamentaL (36 4 besser: terminos) | γης] &α?.ασσηςΟ\βιη.
εκεί η δεξιά σον] Α Clem. S; ibi manus tua tenebit me L; ov εκεί ει C
7 εαν] et si L Ι καταστρώσω] ACS; descendero L {καταβω Clem. LXX)
τας αβνσσονς] abysso L | 8 Ttoi] A; πον C | ovv] om. S | ποι•] add. τις C
ατιοδρασα] Α; αποδράσει C; dub. LS (L hat fugiet. aber auch απε?.&α über-
setzt er mit ibit) | τα πάντα] A; πάντα Cu. S(?) ] 10 oviA om. S | αντω] ad
Deum L | αγνας] purae (αγνής) L | 11 αντον] Deum L | 12 επιεικί}] επιει-
κην Α Ι ημάς] CS u. L (dessen nobis wohl in nos sibi zu ändern ist); om. Α
13 οντω] Α; οντοκ C j 15 αριθ-μον] αρι&ον Α \ εγενηθ-η] AC; και εγενη^-η
LS (LXX) Ι 18 αντον της αλω] areae sibi L (parallel zum 1. Gliede) |
20 άγια ovv μερις] LS; άγια ovv μέρη C; αγιον ovv μερις Α | 21 πάντα]
omnia opera L | καταλαλιας, μιαρας τε και αναγνονς ονμπλοκας] L zieht
μιαρας τε zu καταλαί.ιας; S verbindet μιαρας τε και αναγνονς mit κατα-
λαλιας | μιαρας τε] AS; om. τε C; dub. L | αναγνονς] αγνονς Α.
Text. c. XXVIII 1 bis XXXI 3. 119
ονμπλοκάξ, μέΟ-ας τε και νεωτεριομονς καΐ βόελνκτάς επιθυ-
μίας, μνοεράν τε μοιχείαν, καΐ βόελυκτην ντιερηφανίαν. 2. Θίός
ya'o, φ7]θΊν , νπΐοηφάνοις οιντιτάαΰεται, ταπεινοΐς δε δίδωβίν χάριν'
3. Κολληΰ^ώμεν ονν εκείνοίς οις ?) χάρις άπο τον ΰ^εον όέόο-
ται' ενόνοωμεϋ-α την ομόνοιαν ταπεινοφροΐ'ονντες, έγκρατενό- 5
μενοι, ccjto παντός ιρι&νριύμοϋ και καταλαλιας πόρρω εαυτούς
ποιοϋντες, εργοις δικαιούμενοι μη λόγοις. 4. λέγει γάρ' Ό τα
πολλά λέγων καί αντακονΰεται' η ο ενλαλος οϊεται είναι δίκαιος;
δ. ενλογ7]μέΐ'ος γεννητος γυναικός υλιγόβίος' μτ] πολνς εν ρημαοιν γίνου.
6. Ό έπαινος ημών εοτω εν ϋ-εφ, καΐ μη εξ αυτών αυτεπαι- ίο
νετους γαρ μιοεΐ 6 &ε6ς. 7. 7] μαρτυρία της άγαϋ-ης πράξεως
ημών όιόόο&ω υπ' άλλων, καθ^ώς έόόϋ-η τοις πατράβιν ημών
τοις όικαίοις. 8. d-ράθος και αυθ-άόεια και τόλμα τοις κατηρα-
μένοις υπο τοϋ ϋ•εοΰ' επιείκεια και ταπεινοφροούνη καΐ πραυ-
της παρά τοις ηυλογημενοις υπο τοϋ ϋ^εοϋ. ΐ5
XXXI. Κολληΰ^ώμεν ονν τ^ ευλογία αυτοϋ, καΐ Ιδωμεν τί-
νες αι 6öo\ της ευλογίας, ανατυλίξωμεν τά απ άρχης γενό-
μενα. 2. τίνος χάριν ηύλογήϋ-η ο πατήρ ?)μών 'Αβραάμ; ουχί
όικαιοούνην και άλιιϋ-ειαν δια πίοτείος ποιήοας; 3. Ίοαάκ μετά
π£ποιϋ•7]θεως γινώϋκων το μέλλον ηδέως προοήγετο ϋ-υοία. 20
XXX, 2) Prov. 3 34. — 4) Job. 11 2 sq. — XXXI, 3) Gen., 22 7 sq.
1 σνμτίλοκας] και ανμπλοκας S | και νεωτεριομοις] omnea adinven-
tiones L | και βδε?.νκτας] ora. και L | 2 μνσεραν] Α; μνσαραν C | μνσεραν
τε] otn. τε Α | και] om. Α | Ο-εος γαρ φησιν] quia Deus L | 4 απο] om»
C Ι 5 εγκρατενομενοι] et abstinentes ab omnibus malis L | 6 ατίο] et ab
L 1 καταλαλιας . . . εαντονς ποιονντες] S verbindet arco παντός ψιΟ^νρίομον
mit εγκρατενομενοι und übersetzt als läse er: καταλαλιας . . . εαντιον noi-
οιντες \ 7 εργοις] add. justis L | μ?/] CL; praem. και AS | 8 //] Α; et L;
f i C ; j) S I οιεται] non potet (= putet) L (μ?^ οιεσΘ-ω) \ 9 ευλογημένος γεν-
νητος γυναικός ολιγοβιος] Α; γεννητος γυναικός ολιγοβιος C; benedictus
natus mulieris L; γεννητος γεννητος (."Ixl* r^lxL») γυναικός ολίγο βίος S Ι
10 ημο}ν] υμών C | &εω] Α; τω &εω C | και] om. L | 11 γαρ] om. S | μαρ-
τυρία] add. nobisL | αγαθ-ης] om. C | 12 ημών 1"] AL; υμιον CS | εόοΟ-η] εδε-
ηϋ-η Α Ι 13 Ο-ρασος και αυΟ-αδεια, και τολμά] petulantia et audatia et con-
tumelia et temeritas L | 14 υπο τον 9•εου] om. C | επιείκεια] nam dementia
L {επιείκεια δε) \ ταπεινοφροσύνη και πραυτης] πραυτης και ταπεινοφρο-
σύνη S(?) 1 πραυτης] Α; πραοτηςΟ \ 1β αυτού] Dei L | 18 ουχί ποιησας]
nonne propter justitiam et veritatem in fide quam habuit L | 19 δια πι-
στειος] AS; in fide L; om. C | Ιοαακ] praem. item L | 20 /;^εως] καιηδεως
S I Θ-υαια] ad victimam L (Gen. 22 2, 7, 13).
120 Knopf, Der erste Clemensbrief.
4. 'Ιακώβ μετά ταπεινοφροβΰνης έξεχώρηοεν της γης αντον
δι αδελφον xcu ε:τορενϋ•η προς Λαβαν χαΐ εδονλενοεν, καΐ
έδόΟ^η αυτφ το δωδεκάοκηπτρον τον ^Ιοραι'β.
XXXII. Ο εάν τις καθ' ϊν εκαΟτον είλικρινώς κατα-
5 νοηοη, επιγνώοεται μεγαλεία των νπ αυτοΰ δεδομένων δω-
ρεών. 2. ε^ αντον γαρ Ιερείς και Αενΐται πάντες οι λειτονρ-
γονντες τω ϋ-νοιαοτηρίΓΟ τον &εον' εξ αντον 6 κύριος 'ΐηοονς
το κατά ϋάρκα' έ^ αύτον βαοιλείς και άρχοντες καϊ 7)γονμενοι
κατά τον 'ΐονδαν' τά δε λοιπά ϋκήπτρα αντον ονκ εν μικρά.
10 δόξ'^ νπάρχονοιν , ως έπαγγειλαμένον τον ΰ-εον οτι "Εαται το
απεομα αον ώς οι αΰτερες τον ονρανον. 3. Πάντες OVV εδοξ,άοΟ-ηΟαν
καϊ εμεγαλνν&ηοαν ον δι αυτών η τών έργων αυτών η της δι-
καιοπραγίας ης κατειργάοαντο, αλλά διά τοΰ ϋ-εληματος αύτον.
4. καϊ ημείς ούν, διά ϋ-ελήματος αύτον εν Χριοτώ 'itjöov κλη-
15 Μέντες, ού δι εαντών δικαιούμεθ-α ούδε διά της ημετέρας
οοφ'ιας η Οννέοεως η εύοεβείας η εργο^ν ών κατειργαοάμε&α εν
οϋιότητι καρδίας, αλλά διά της πίοτεο^ς, δι ης πάντας τους
απ' αίθ3νος 6 παντοκράτωρ ϋ-εος έδικαίχοοεν' ω εϋτοι η δόξα
εις τους αίόίνας τών αίο^νων. αμήν.
20 ΧΧΧΙΙΙ. Τί οίν ποιήοωμεν, αδελφοί•, άργήοωμεν άπο της
αγαθ^οποιΐας καϊ εγκαταλίπωμεν την άγάπην; μηι}αμο)ς τοντο
4) Gen. 2S sq. — XXXII, 2) Rom. 9, δ. Gen. 22, 17.
1 Ιακώβ] et Jacob L | 2 αόί?.ψον] acld. suum L | εδονλβνσεν] add. ei
L I 4 0 eav] ο avC, quod si L; quae si (« sav) S; def. Α | βιλικρινως] di-
ligenter L ] 5 των νπ αντον δεδομένων δωρεών] munerum Dei quae ipse
dedit L | 6 αντον] LS; αντων AC | γαρ] add. sunt nati L | ιερείς] Α; οι
ιερείς C ] πάντες] praem. et L | oi] cm. S (?) | 9 κατά] praem. oi S | δε]
AL; τε CS | αντον] om. C | ονκ] nee L (ονδ"?) \ 10 δοξ^] τάξει C | τον
&εον] Α; &εον C | 12 αντων l^] αντων C (hinter έργων hat er αντων)
των] L wiederholt vor των die Präposition (propter), ebenso vor της ■
13 αντον] τον &eov S | 14 και ημείς θελήματος αντον] om. C !
15 ημετέρας] ημέρας Α | 16 κατειργαααμε&α] dinumeravimus L (κατη-
ριβ-μηααμεθα oder κατελογιααμε&α'?) | 17 παντας] Α; απαντάς C | τονς]
τον Α Ι 18 »; δόξα] honor et gloria L | 19 τονς αιώνας των αιώνων] αιώ-
νας C Ι 20 Τί ονν ποιησωμεν] AS; τι ονν ερονμεν CL (Rm 6 ι) | αδελφοί]
αγαπητοί CS ] αγρησωμεν, εγκαταλίπωμεν] αργηοωμεν, εγκαταλειπωμεν
Α; αργησομεν, καταλιπομεν C; cessabimus, derelinquemus (das wäre αργή-
αομεν, εγκαταλειψομεν, doch übersetzt L öfters den Couj. mit Fut., cf.
284); dub. S 1 21 και] om. C.
Text. c. XXXI 4 bis XXXIU 8. 121
iaOat ο όεοπότης sc/ ημίν γενηϋ-ηναί, άλλα Οπενοωμεν μετά
■εχτενείας καΐ ττροβ^νμίας παν έργον άγαϋον επιτελεϊν. 2. αυτός
γαρ ο δημιουργός καΐ όεΰπότης των απάντων επΙ τοις εργοίς
αυτόν αγάλλ.εται. 3. τω γαρ παμμεγεϋεύτάτφ αυτοϋ κράτει
ουρανούς εΟτηριϋεν κσΐ τι} άκαταλ^πτω αυτοϋ Ουνέϋει διεκόο- 5
μηοεν αυτούς' γην τ ε όιεγ^ώρΐϋεν άπο τοϋ περιέχοντος αυτήν
ύδατος και ΐ}δραϋεν επΙ τον άοφαλή τοϋ ιδίου βουλήματος
ϋ^εμέλιον, τα τε εν αύτ^ ζώα φοιτώντα τ(] εαντοΰ διατάξει
Ικέλευοεν είναι' ϋ-άλαβοαν και τα εν αυτ(] ζώα προετοιμάοας
^νεκλειοεν τ(] εαντοΰ δυνάμει. 4. έπΙ πάοι το εξοχώτα- ίο
τον και παμμέγε&ες, άνϋ-ρωπον, ταϊς ίεραϊς καΐ άμώμοις
χεροΐν επλαϋεν, της εαυτοΰ εικόνος χαρακτήρα. 5. όντως γάρ
•φηΟΐν ο ϋ-εος' Ποί^ίαωμεν άν&ρωπον κατ εικόνα καϊ κα&' υμοίωβιν
ημετεραν. και εποί7]βεν ο ΰ•ε6ς τον αν&ρωπον, αροεν καΐ &ηλν
εποίηαεν αυτούς. 6. ταϋτα οΰν πάντα τελειώοας επι^νεοεν αυτά ΐ5
y.al 7]νλογ?]ύεν καϊ είπεν' Αυξάνεοϋ-ε καϊ πλη•&ννεα&ε. 1. "ΐδωμεν
ατι εν εργοις άγαϋ-οις πάντες εκοομηϋ•7]ϋαν οι δίκαιοι, και
^ντος δε 6 κύριος εργοις άγαϋοϊς εαυτόν κοομήοας εχάρΐ].
'8. έχοντες οΰν τοϋτον τον ύπογραμμον άόκνως προοέλ&ωμεν
XXXIII, 5) Gen. 1 26 sq. — 6) Gen. 1 28.
1 εασαι ο δεσπότης] Α u. L (?); ο δεσπότης εασαι C; dub. S | γεν7]θ-ηναι]
praem. γε Α \ -ί αγα?.λεται] C Leont. Daniasc; αγα?.?.ιαται Α | παμμεγε&ε-
•ατατω] AC; παμμέγεατατω Leont. Damasc. | 5 εατηρισεν] AC; εοτηριξεν
Leont. Damasc. | τ^] AL Leont. Damasc; εν τ^ C; dub. S | β τί] xlGL; δε
Leont. Damasc. | διεχωρισεν] C Leont ; εχωρισεν Damasc; def. Α; dub. LS
7 ηδρασεν] AC Damasc; εδρααεν Leont. | ασφαλή] diligentissiumm L | ßov-
ληματος] AC; consilii L (auf jeden Fall ein Wort von -\ίβονλ)•, Ο^εληματος
Leont. Damasc; dub. S ] 8 τα τε . . . δυνάμει (Ζ. 10)] om. Leont. Damasc.
τε] vero L {δε) \ φοιτώντα] quae . . . crescunt L (φντωντα) \ εαντον] εαυ-
τών C 1 9 προετοιμααας] προόημι[ονργΐ]]σας Α | 10 επι πααι παμ-
μεγε&ες] ACL; επι τούτοις τον εξοχωτατον (εξοτατον Leont.) και παμμε-
γεθ-η Leont. Damasc. S | 11 παμμεγεθ-ες] παμμεγεθ-εατατον C | αν&ρωπον\
LS Leont. Damasc; praem. κατά διανοιαν AC | ταις ιεραις] ACL; ιδιαις
αντον Leont. Damasc. | 13 εικόνα] add. Damasc. ημετεραν, das er hinter
ομοιωσιν auslässt | καθ^" om. L | 15 ovv] δε L (vero) | επ^^νεσεν] AC; επαι-
νεσεν Leont.; εποιησεν Oamasc. (wieAnf. d. Ζ) | 16 ιδωμεν] ACLS; ειδομεν
conj. Joung, v. Gebh., Lightf., Bryen. | 17 οτι] οτιτο Α \ εργοις] εγγοις Α
εκοσμη&ησαν] εκοιμ7]&ησαν S ] 18 δε] CS (und L, der και . . . δε mit et
übersetzt, ein ovv hätte er nicht ausgelassen); ovv Α | αγα&οις] om. Α
(L hat nostris, aber es ist wohl bonis zu ändern).
122 Knopf, Der erste Clemensbrief.
τω ϋ•ελ7]ματι αυτοΰ, εξ όλης της ίσχΰος ημών εργαοώμε&α
έργον δικαωΰύνης.
\ XXXIV. Ο άγαϋ-ος εργάτης μετά παρρηϋίας λαμβάνει τον
άρτον τον έργον αντον, 6 νωϋ-ρος καΙ παρειμένος ονκ άντο-
5 φϋ-αλμεί τω έργοπαρέκτη αντον. 2. δέον ονν έοτίν προΘ-νμονς
η μας είναι εις άγα&οποίΐαν εξ αντον γάρ εϋτιν τα πάντα.
3. προλέγει γαρ ημίν Ίδον 6 κΰρως καϊ 6 μ,ίαϋ•6ς αντον που προσ-
ώπου αντον, άποδονναι εκάβτω κατά το ε'ργον αντον. 4. προτρέ-
πεται ονν ημάς πιοτενοντας εξ όλης της καρδίας επ αντώ,
10 μη άργονς μηδέ παρειμένονς είναι έπΙ παν έργον άγαϋ-ον.
5. το καύχημα ημών καΐ η παρρηϋία εΟτω εν αντώ' νποταοοώ-
μεϋ-α τω ϋ-ελ?}ματι αντον' κατανοηαωμεν το πάν πλή&ος τών
αγγέλων αντον, πώς τω ϋ-εληματι αντον λειτονργοΰϋιν παρ-
εΟτώτες. 6. λέγει γαρ η γραφή' Μνριαι μνριάδες παρείΰτηκειααν
15 αντώ, και χίλιαι χιλιάδες ελειτονργονν αντώ, καϊ εκεκραγον' "Αγιος
άγιος άγιος κνριος βαβαώ&, πλήρης παΰα ί] κτίΰις της δό^ης αντον.
7. καΐ ημείς ονν, εν ομόνοια επΙ το αντο ϋυναχϋ-έντες τη
οννειδήοει, ως εξ ενός Οτόματος βοι'ιΟο^μεν προς αντον εκτενώς,
εις το μετοχονς ημάς γενέο&αι τών μεγάλων και ενδόξων
20 επαγγελιών αντον. 8. λέγει γάρ' Όφ&αλ(χυς ονκ είδεν καΐ ονς
ονκ ηκοναεν καΐ επι καρδίαν άν&ρώπυν ονκ άνίβη υοα ητοίμαΰεν
Ί" κνριος "f τοις νπομένονβιν αντόν.
XXXV. Ως μακάρια καΐ ϋ•ανμαοτα τα. δόίρα τον ϋ-εον. άγα-
XXXIV, 3) Jes. 40 ίο. 62 ιι. — 6) Dan. 7 ίο. Jes. ΰ 3. — 8) Ι Cor. 2 9.
1 εξ] AL; praem. και CS | της] C; om. Α | 4 ο] add. δε S | αντοφΟαλ-
μει] add. ad Deum L \ Ο //,u«c] νμας8 \ εξ αντον] von S neutrisch gefasst
7 ο κνριος] λ; κνριος CC\em. | S το έργον] A.CS; τα έργα L Clem. \ 9πιστεν-
οντας] om. Α | 10 μηόε]Οα•, μήτε Α; dub. L | 11 νηοταασωμε&α] subdita L
νποτασσομενα) \ 14 λέγει γαρ η γραφή] om. L | μνριαι μυριάδες, χιλιαι
χιλιάδες] milia milium, dena milia milium L (LXX) | παρειστηκειοαν,
ελειτονργονν] OLA (doch dieser λιτονργον); adsistunt, deserviunt S (als
Präsentia) ] 16 κνριος] Dominus Deus L | πααα] add. majestate L | κτισις]
γη C (LXX) I 17 τη αννειδηοει] in una conscientia S | 19 γενεο&αι] esse
possimusL | ένδοξων] honorificentissimarum L 1 20 οφθαλμός] Α; praem. u
CLS Clem. (I Cor. 2 9) | και . . . ονκ] das zweimalige και . . . ονκ übersetzt L
mit nee, als ob ονδε dastünde (cf. Jes. 54 4 LXX ονδε) \ 21 ooa] AC; «
Clem. L; om. S | 22 κνριος] CLS; ο &εος Clem.; om. Α | νπομενονοιν]
AL; αγαπωσιν CS Clem. [ 23 αγαπητοί] von L hinter θ^ανμαστα über-
setzt.
Text. c. XXXIII 8 bis XXXV 8. 123
πητοί. 2. ζωη εν άϋ-αναοία, λαμπρότης εν öixcunovvt^]. άλΐ)&εια
εν παρρηοία. πίοτις εν πεποίϋ-7]θει, εγκράτεια εν άγιαομώ' και
ταΰτα νποπίπτοντα νπο την όιανοιαν ημών. 3. τίνα ονν αρα
εοτίν τα ετοίμαζόμενα τοις νπομένονοιν; ο δημιουργός καΐ
:χατηρ των αιώνων 6 πανάγιος αντος γινωοκει την ποϋότητα 5
καϊ την καλλονην αυτών. 4. 7)μεΐς οΰν άγωνίϋώμεϋ-α ευρε-
ϋ-ηναι εν τω άριϋ^μώ τών υπομενόντων, όπως μεταλάβωμεν
των επ7]γγελμένων δωρεών. 5. πώς δε εοται τοϋτο, αγαπητοί;
έαν εοτηριγμενη η η διάνοια ημών πιοτώς προς τον &ε6ν' εάν
εκζητώμεν τα ενάρεοτα καϊ ευπρόσδεκτα αυτώ' εάν επιτελέ- ίο
οωμεν τα ανήκοντα τη άμώμω βουληΟει αυτοΰ καϊ άκολουϋ^ή-
ϋωμεν τη όδώ της άληϋ^είας , άπορρίψαντες αφ' εαυτών πάοαν
άδικίαν καϊ πονηρίαν, πλεονεξ,ίαν , ερεις, κακοηΟ^είας τε καϊ
δόλους, ιρίϋ-υριϋμους τε καϊ καταλαλιάς, Ο-εοϋτυγίαν , υπερ-
ηφανίαν τε καϊ άλαζονείαν, κενοδοξίαν τε καϊ f φιλοδοξίαν |• ΐό
6. ταΰτα γαρ οι πραοΰοντες οτυγητοί τω ϋ^εώ υπαρχουοιν ου
μόνον δε οι πράοοοντες αυτά, αλλά καϊ οι ΰυνευδοκοΰντες αυτοΐς.
7. λέγει γαρ η γραφή' Τω δε αμαρτωλώ ιίπεν υ ϋ^ΐός' Ίνοίτί οίι
δΐ7]γη τα διγ.αιώματά μον καϊ αναλαμβάνεις την οια&ηκην μον ίπΐ
οτόματός ΰον ; 8. ον δε εμίβησας παιδείαν ηα\ εί,εβαλες τονς λόγους 20
XXXV, δ) Rom. 1 29—32. — 7) Ps. 49 16— 23.
1 λαμπροτης εν oixaioavvjj] om. L | 3 νποπιητοντα] LS; νπεπιπτεν
πάντα Α; υποπίπτει πάντα C (vgl. Prol. S. ö7) | 4- τ« ετοίμαζόμενα] quae
praeparabuntur L | και πατήρ των αιώνων ο πανάγιος] των αιώνων
και πατήρ πανάγιος C | 5 ποσότητα] qualitatem L (ποιότητα?) \ 7 υπομενόν-
των] CL; add. αυτόν Α; add. και αγαπωντων S | 8 των επηγγελμενων
δωρεών] AL; των δωρεών των επηγγελμενων C u. S (?) | β/απί^τοί] om. S
9 εαν 10] si et L | j/] AL; om. C | πιστώς] CL; πίστεως Α; δια πιστεως8 |
10 εκζητωμεν] Α; εκζητηοωμεν C | τα εναρεστα και ευπρόσδεκτα αντω]
τα αγα&α και ευαρεστα αυτω και ευπρόσδεκτα C | 12 απορριψαντες] si
projicientes L | 13 και πονηρίαν] maliciam et L | πονηρίαν] ανομιαν Α |
πλεονεξιαν] om. C | 14 καταλαλιας, Ο-εοστνγιαν] contumatias et contume-
lias L (als ob στάσεις και υβριδας) \ υπερηφανιαν τε] AC; και νπερηφανιαν
S; dub. L | υπερηγανιαν τε και αλαζονειαν, κενοδοξιαν τε\ superbiam et
vanam gloriam et vanitates L | 15 φιλοδοξιαν] L (inhumilitatem); φιλοξε-
riav Α (was schon Birr in φιλοδοξιαν änderte); αφιλοξενιαν CS (vgl. Prol.
S. 69) I 17 μόνον] μον Α | δε] om. L | αυτοις] facientibus L | 19 διηγ•ξ}]λ•,
εκδιηγ^ C; dub. LS | επι] AL; δια CS (LXX) | 20 σου] μον Α ] συ rff . . .
bis ρνομενος S. 124 Ζ. 81 om. C 1 εξε βαλες] LS; εξαβαλλες Α.
124 Kuopf, Der erste Clemensbnef.
μου εις τα οπίβω. ει ε&εώρεις κλετιτην, ουνετρεχες αντα. , και μετά
μοιχών την μερίδα βον ετί&είς' το ατόμα οον ετιλεόνααεν y.ayJav, και
1] γλώοοα ϋον περιεπλεκεν δολιοτητα' κα&ήμενος κατά τον αδελφού ΰον
κατελάλεις, κα\ κατά τον νίον της μητρός σου ετί•9είς οκάνδαλον.
5 9. ταντα εποίηΰας, καΐ εβίγηβα' νπελαβες, άνομε, οτι ε'ΰομαί ΰοι όμοιος.
10. ελέγξω σε κ«1 παραατ^ίβω σε κατ« πρόσωπον ϋον. 11. σώνετε δι,
ταντα, οί επιλαν&ανόμενοι τον &εον, μηηοτε άρπάσ»; ώς λέων, καϊ μη
η 6 ρνόμενος. 12. Ο-νβία αίνέβεως όο^άσει με, κα\ ε/.εΐ όδος ην δείξω
αντώ το βωτηριον τον ϋ^εον.
10 XXXVI. Αντη η οδός, άγα:χ7]τοΊ. εν ι) ενρομεν το οωτηριον
ημών Ιηοονν Χρωτόν, τον άρ'χιερέα των :τροθφορών ημών. τον
προοτάτ?]ν χάί βθ7/{^6ν της άο&ενείας ημών. 2. δια τούτον
ατενίζομεν εις τα νψη των ουρανών δια τούτου ενοπτριζό-
μεϋ^α την αμωμον καϊ νπερτάτην όψιν αντον' δια τούτον
15 ηνεφγβηϋαν ημών οί οφϋ-αλμοϊ riyc καρδίας' δια τούτον η
άούνετος καϊ εοκοτωμένη διάνοια ημών άναϋ-άλλει εις το φώς'
δια τούτον ηϋ-έληοεν 6 δεοπ6τ7]ς της ά&ανάτον γνώοεως ημάς
γενϋαοϋ^αΐ' ος ων απαύγασμα της μεγαλωοννης αντον, τοαοντω μεί'ζων
ΧΧΧΥΙ, 2) Hebr. 1 3 sq.
1 εις τα οπίσω] AS: post te L {οτΐισω σοτ?) 1 2 επ'/.εονασεν] AL:
en?.eoraZev S | 3 αδε?.φον] αδε?.φονς Α | 5 άνομε] Α (LXXn*); ανομιαι•
LS (LXX) Ι β σε κατά πρόσωπον σον] Α; ea coram te L: κατά πρόσωπον
σον τας αμαρτίας σον S | σννετε δη] et intellegite L | 7 ταντα] add. omnes
L 1 8 Θ-νσια αινεσεως] praem. και εν τω τέλει C | //v] in qua L {)j LXX XB)
9 «ιτω] αντοις S | τον θ-εον] μον C | 10 ro σωτήριοι'] salutem L {σωτη-
ριαν) Ι 11 //,κων] nobis L | Ιησονν Χριστον] in Jhesum Christum L i τον
αρχιερέα των προσφορών ημών τον προστατην] pontificem et advocatum
precum nostrarum L (c. 402 προσφορά durch oblatio übersetzt) | 12 δια τον-
τον] δια τοντο S (hier u. Ζ. 13 u. 14) | 13 ατενίζομεν] CL: ατενισωμεν Α;
ατενισωμεν (be?. ατενισωμεν) oder ατενισομεν S | των ονρανων] add. Dei
L Ι ενοπτριζομεθ-α] S hat wieder entw. Conj. oder Fut. Ind. 1 14 δια τον-
τον] add. και S | 15 ηνεω/βησαν] Α; ανεωγβ-ησαν C i ημών] AC; nobis L;
νμων S 1 16 ασννετος και εσκοτωμενη] umstellend L: tenebrosa et sine
sensu I εσκοτωμενη] AC; εσκοτισμενη Clem. | ανα&αλ?.ει] refloruit L
εις το φως] LS Clem; εις το &ανμαστον αιτον φως Α; εις το θ-ανμαστον
φως C ! 17 ο δεσπότης] Deus L | της αθ-ανατον γνώσεως] AC Clem.: im-
mortalitatis scientiae L (wahrsch. aus immortalis scientiae verschrieben);
&ανατον γνώσεως S | 18 ος ων . . . μείζων εστίν] L übersetzt, als hätte er
gehabt: oc εστίν . . . μειζιον.
Text. c. XXXV 8 bis XXXVII δ. . 125
εΟτϊν αγγέλων οοω διαφορώτερον όνομα κεκληρονόμηκεν. 3. γίγραπται
γαρ όντως' ^0 ποιών τονς αγγέλους «ύτοΰ πνινματα καΙ τους λει-
τουργούς αυτόν πυρός φλόγα. 4. sjil όε τω νϊω αντον όντως
ElJtSV ο δεΟποτίΐς' Τΐός μου ει βν, εγώ ΰημερον γεγεννηκα αε' αΐτηΰαι
τταρ' ε μου, καΙ δώοω ΰοι εϋ-νη την κληρονομίαν ΰου καΐ την καταΰχεαίν 5
οον τα πε'ρκΓίΥ της γης. 5. χάΐ πάλιν λέγει προς αντον ΚάΟοΐ'
εκ δεξιών μου, εως αν ϋ•ώ τονς εχθρούς βον νποποδιον των ποδών σοι .
6. τίνες ονν οι εγβροΊ; οι φανλοι xcu άντιταοοόμενοι τω ϋελη-
ματι αντοϋ.
XXXVII. Στρατενοώμεθ-α ονν, άνδρες αδελφοί, μετά πάοης ίο
εχτενείας εν τοις άμώμοις προΟτάγμαοιν αντον. 2. χατανοψ
Οωμεν τονς Οτρατενομένονς τοις ηγονμένοις ημών, πώς εντα-
χτως, πώς ενείχτως, π(ας νποτεταγμένως επιτελονϋιν τα δια-
ταοοόμενα. 3. ον πάντες είοΐν έπαρχοι ονδε χιλίαρχοι ονδε
εχατόνταρχοι ονδε πεντίμόνταρχοι ονδε το χαϋ-εξης, αλλ' ΐ5
εχαΰτος εν τω ίδίορ τάγματι τά έπιταοϋόμενα νπο τον βαοιλέοίς
χαΐ τών ηγονμένων επιτελεί. 4. οι μεγάλοι δίχα τών μιχρών
ον δννανται είναι, οντε οι μιχροί δίχα τών μεγάλων Ονγχρα-
Οίς τις έοτιν εν πάοιν. χαι εν f άλλήλοις f χρηΟις. 5. λάβο^μεν
το οώμα ημ€ον η χε(ραλη δίχα τών ποδών ονδέν εοτιν, οντο^ς 20
3) Ps. 103 4. Hebr. 1 7. — 4) Ps. 2 7 sq. Hebr. 1 5. — δ) Ps. 109 1.
Hebr. 1, 13. — XXXVII, δ) I Cor. 12 12 sqq.
1 όιαφορυηβρον] praecellentem L | όνομα κεκληρονομηκεν] Α; κεκλ.
όνομα CL (Hebr. 1 4) | 2 οντίος] om. L | 3 πνρος φλόγα] Α; φλόγα πνρος
C; dub. S; L (ignera urentem) citiert nicht nach Hebr., sondern nach LXX
[πνρ φλέγον) \ ετίί] ad L (wie Z. G) 1 4 ο δεοποτης] om. L | 7 νποποδιον
Tvjv ποδίον] sub pedibus L | 8 εχθ-ροι] add. Dei L | τω ί^εληματι αντον]
τω Ο-εληματι τω ϋ-ελημα .... Α | 11 αμιομοις] eminentibus L (aus sine macu-
lis verderbt?) 1 12 ημών] om. L | πως εντακτως επιτελονσιν] quam
mansuete obaudiunt et jussa faciunt L (der Fehler sicher mitver-
scbuldet durch das sechsfache Homöoteleuton) | 13 ενεικτως] Α (nach
Tisch.; Lightf. will ενεικτικο^ς lesen), leniter S; εκτικως C | επιτελονσιν]
Α; τελονσιν C; dub. LS | τα διατασσόμενα] AC; praem. πάντα S; add.
illis L 1 14 Ol'] et non L | έπαρχοι] S hat ^-παργοι als griech. Fremdwort,
doch darum muss nicht in seiner griech. Vorlage dies Wort gestanden haben 1
15 πεντηκονταρχοι ονδε το καθ-εξης] quinquagenarii nee decuriones nee de ine-
quis ceteri L 1 16 επιτασσομενα] νποταααομενα C | li) ev αλληλοις χρηοις] L
(aliud alio opus est); εν τοντοις χρηαις ACS (vgl. Prol. S. δ9) | 20 ονδεν
εστίν] Α u. wahrsch. LS; εστίν ονδεν C | όντως] om. L.
126 -Knopf, Der erste Clemensbrief.
ουόε ol πόδες όίχα της κεφαλής' τα όε ελάχιΟτα μέλη τον
003 ματ ος ημών αναγκαία και εχιχρηϋτά είοιν όλο) τω οώματι'
άλλα πάντα ΰννπνεΐ καΐ νποταγη μια. χρηται εις το ΰώζεοϋ^αι
όλον το οώμα.
5 XXXVIII. Σωζεϋ&ω ονν ημών όλον το οώμα εν Χριοτώ
Ίηοοϋ, και νποταθθέοϋ•ω εκαοτος τω πλησίον αντον, καϋ-ώς
έτέ&η εν τω χαρίοματι αυτόν. 2. ο ίοχνρός τημελείτω τον
άοϋ-ενη, ο δε άο&ενης έντρεπέτω τον ίοχυρόν ο πλονοιος
έπιχορ7]γείτω τω πτωχώ, ο δε πτωχός ενχαριοτείτω τω ϋ-εφ
10 ότι εδωκεν αυτώ δι ου άναπληρωϋ-η αυτοΰ το υοτέρημα. ο
Οοφός ενδεικννοθ-ω την Οοφ'ιαν αυτοΰ μη λόγοις μόνον αλλ!
εν εργοις άγαΟ-οΙς " ο ταπεινόφρων μη εαντώ μαρτυρείτω, άλ)!
εάτω νφ ετέρου εαυτόν μαρτυρεϊο&αι' ο αγνός εν τη οαρκϊ
μη άλαζονευέοϋ-ω , γινώοκων ότι ετερός έοτιν ό έπιχορηγών
15 αυτώ την έγκράτειαν. 3. ^Αναλογιοώμε&α ουν, αδελφοί, εκ
ποίας ύλης έγενηΰ-ημεν, ποιοι και τίνες είθηλ9•αμεν εις τόν κόο-
μον εκ ποίου τάφου καΐ Οκοτους ο πλαοας ημάς και δημιουρ-
γήοας είοηγαγεν εις τόν κοομον αυτοΰ, προετοιμαΟας τας
ευεργεοίας αυτοΰ πρΙν ημάς γει^νη{}ηναι. 4. ταΰτα οΰν πάντα
1 ελάχιστα] minutiora L (cf. die Comparative Ι Cor. 12 23 ff.) | 2 αναγ-
καία] praem. quam vis L | 3 τίαντα] om. L | οννπνει] Α; ονμπνει C | χρψ
ταί] Α; χραται C ] 5 ημυ}ν\ nobis L | 6 Ιηοοχ-] AL; om. CS | καί)•ωζ\ add.
και Α 1 7 τημελείτω] μητμμελειτω Α [μη ατημε7.ειτω die Editionen vor
Bryen.) ] 8 εντρεπετω] Α; εντρεπεο&ω C | 10 αντψ] add. Dens L | ανατίλη-
ρω&ίί] ανετΐληρωθ-η L (impletum est) | 11 λογοις] L Clem.; εν λογοις AC;
dub. S 1 μόνον] L Clem.; om. ACS | αλλ] sed et L | 12 εν εργοις] Α Clem.;
εργοις CL; dub. S ] τατΐεινοφρων] C Clem.; ταπεινοφρονων Α u. S (?); dub. L !
μη εαντω μαρτνρειτω] AC; μαρτνρειτω μη εαντω Clem.; μη αντος εαντω
μαρτνρειτίο anscheinend L | 13 εατω] εν τω Clem. | νφ έτερον εαντον] Α
U. anscheinend L; νφ έτερον αντον Clem.; εαντον νφ έτερον C; S über-
setzt den Satz: sed ab aliis testimonium detur super ipso (μαρτνρεισθ-ω
offenbar); L wendet den Infin. Pass. ins Activum: ut alter eum laudet
εν] AC ; om. Clem. ; dub. S \ εν τ^ σαρκι] om. L | σαρκι] add. . . . και Α
(was Laurent, dem Lightf. folgt, veranlasst, hinter οαρκι ein ητω και zu
lesen) | 14 έτερος] Dens L ] 15 ovv] om. L | 16 ποιοι και τίνες] AC; τίνες
και ποιοι L (qui et quales); ποιοι S | ειση).Θ•αμεν] Α; εισηλ&ομεν C 1 τον
κοομον] hunc mundum L | 17 ο πλαοας ημάς και όημιονργηοας] L umge-
kehrt ο δημιυνργησας και πλαοας ημάς (qui creavit et finxit nos) | 18 τον
κοσμον] hunc mundum S | αντον] om. L | προετοιμαοας] add. nobis L | τας
ευεργεσίας αντον] om. error, add. omnia L | 19 ovv] om. L | πάντα] add.
quae L (α, der letzte Buchstabe von πάντα, wiederholt).
Text. c. XXXVII 5 bis XXXIX 9. 127
Ιξ αντον έχοντες ύψείλομεν χατά πάντα ενχαριοτεΐν αντώ' φ
η δόξα εις τους εαώνας των αιώνων, άμην.
XXXIX. "Αφρονες και άοννετοί χαΐ μωροί καΐ άπαίόεντοι
γλενάζονοίν ημάς καΐ μνκτηρίζουοιν, εαντονς βονλόμενοί επαί-
ρεοΘ^αι ταΐς όιανοίαις αυτών. 2. τι γαρ όΰναται ϋ•ν7]τ6ς; η τις 5
ιΰχνς γηγενούς; 3. γέγραπται γάρ' Ου% ην μορφή προ υφ&αλμών
μου, «λλ' η ανραν καϊ φωνην ηκονον' 4. Τί γάρ; μη κα&αρος εβταί
βοοτος έναντι κυρίου; η ά/ιο των έργων αύτοϋ αμεμπτος ανηρ; ει κατά
παίδων αυτοΰ ου πιβτευει, κατά δε αγγέλων αύτοϋ ΰκολιόν τι επενόηβεν'
ϊ). ουρανός δε ου καϋ•αρ6ς ενώπιον αυτοΰ' εα δε, οι κατοικοϋντες οικίας ίο
ηηλίνας, εξ ων καϊ αυτοί εκ τοϋ αύτοϋ πηλοϋ εβμέν. επαιαεν «ύτοΰ?
οί/τός τρόπον, καϊ άπο πρωϊ'&εν εως εβπέρας ούκ έτι ειβίν' πάρα το
μη δύναα&αι αυτούς εαυτοΐς βοη&ηΰαΐ άπώλοντο' 6. ενεφΰβηβεν αύτοϊς,
■/.αϊ ετελεΰτηΰαν πάρα το μη έχειν αυτούς οοφίαν. 7. έπικάλεοαι δε,
εϊ τις ΰου υπακούΰεται, η εϊ τίνα αγίων αγγέλων οψτ]' καϊ γαρ άφρονα ΐ5
αναιρεί όργη, πεπλανημένον δε ■θ'ανατοί ξηλος. 8. εγώ δε εώρακα
<χφρονας ρίζας βάλλοντας^ αλλ' εύ&έως εβρώϋ•η αυτών η δίαιτα. 9. πόρρω
γενοιντο οι υίοϊ αυτών από οωτηρίας' κολαβριο&είηααν επϊ 'ί^ύραις
ΐΐοοόνων, καϊ ουκ ε'αται ο εξαιρούμενος' α γαρ εκείνοις ητοίμαβται, 20
■ό/καιοι εδονται' αύτοϊ δε εκ κα/.ών ουκ ε'ίαίοετοι εΰονται.
XXXIX, 3) Job. 416—18. — 5) Job. 1δΐ5. 4 19—5 5.
1 εξ αντον] a Deo L | κατά πάντα] om. S | 2 δόξα] honor, majestas
L Ι 3 άφρονες απαιδεντοι] άφρονες και απαιόειτοι και ßoJQOi C
4 ημάς] om. L | μνκτηριζονσιν] μνκτιρηζοναιν Α | δ ταις διανοιαις] cordibus
L ίκαρδιαις) | 6 γηγενονς] terrigenis L [γηγενεοινΤ) \ ονκ] praem. et L | 7 κα-
θαρός] corruptor S {r^\ 1 >■> ; κα&αιρετης oder φθ-ορος'?) \ εοται] εατιν S
8 έναντι] Α (LXX χΑ); εναντίον C (LXX Β) | ε^] AC; ?? S; om, L | 9 παι-
δοη•] operum S (falsche Punctation) | αντον 1»] Α; εαντον C | ον] om. S
πιοτενει] πιοτενσει S | 10 εα δε οι κατοικονντες] εα δε των κατοικονντοη'
L (remittit autem inhabitantium) | 11 εξ ων εομεν] εξ ον και αντοι
εκ τον αντον πηλον εομεν L (ex quo et ipsi luto sumus) | επαιοεν αντονς]
επεσον αντον S | 12 οητος τρόπον] σητον τρόπος Α | ετι] om. S | 13 ßi-
τοις] eos L (αυτοΐ'ς LXX Κ*) \ Ιό ει] η S \ σον] CL (LXX Α); σοι AS (LXX
νΒ) ι οψ^] AL; οχρει C; dub. S | 16 εγω δε] om. rfe S | 17 ρίζας] radicem
L((ji5ßv?) Ι βάλλοντας] C υ. anscheinend LS (LXX); βαλοντας Α | εν&εως]
Α: εν&νς C (ν, 1. LXX) | 19 κολαβρισθ-ειησαν] piecipitentur autem L
20 7jaoovon'] inflmorum L | εκεινοις ητοιμαοταϊ' AC; εκείνοι ητοιμαοαν
LS (mehr nach LXX).
128 Knopf, Der erste Clemensbrief.
XL. Προδήλων ovv ήμίν όντων τούτων, καΐ έγκεκνφότες
εις τα βάΟ-η της &είας γνωΰεως, πάντα τάξει ποιείν όφείλομεν
όοα ο όεοπότης έπιτελείν έκέλενοεν κατά καιρονς τεταγμένους'
2. τας τε προοφοράς και λειτουργίας ουκ εική η ατάκτως έκέ-
5 λενοεν γίνεοϋ^αι, αλλ' ο]ριθμένοις καιροίς και ωραις' 3. ποΰ τε
και δια τίνων έπιτελεΐαϋ-αι ϋ-ελει, αύτος ωριοεν τ(] ύπερτάτο)
αντοϋ βουλήοει, ϊν οοίως πάντα γινόμενα εν ενδοκι]οει εύπρόο-
δεκτα εϊη τω d-ελήματι αυτοΰ. 4. ϋί οΰν τοις προοτεταγ-
μένοις καιροίς ποιοΰντες τάς προοφοράς αυτών ευπρόσδεκτοι
10 τ ε καΐ μακάριοι' τοις γαρ νομίμοις τοϋ δεϋπότου άκολ.ου&οΰντες
ου διαμαρτάνουΟιν. 5. τω γαρ άρχιερεΐ ϊδιαι λειτουργίαι δεδο-
μέναι είοίν, καΐ τοις ίερεϋΰιν Ιδιος 6 τόπος προΟτετακται, καΐ
Λευίταις ϊδιαι διακονίαι επίκεινται' ο λαϊκός άνϋ^ρωπος τοις
λαϊκοίς προοτάγμαοιν δεδοται.
15 XLI. Εκαϋτος ημών, αδελφοί, εν τω ίδίω τάγματι ευ-
αρεοτείτω ϋ^εώ εν άγαΘ-χι ύυνειδήοει υπάρχων, μη παρεκβαίνων
τον ώριΰμένον της λειτουργίας αντοϋ κανόνα, εν ϋεμνότητι.
2. Ου πανταχού, αδελφοί, προΰφέρονται ϋ^υϋίαι ένδελεχιομοΰ
1 ?]μίν οντίον] AC; ovzcov ημιν Clem. | tovtlov] omnia L {πάντων) |
τοντων] add. αδελφοί S | εγ^εκνφοτες] εκκεκνφοτες Clem. | εγκεκνφοτες]
prospexistis L {εγκεκνφατε) \ 2 τα βαΟ-η] latitudinem L | 3 ooa] sicut S
(ως) I δεοποτης] L übersetzt hier u. Z. 10 dies Wort mit paterfamilias; las
er οικοδεσπότης? \ 4 τε] enim L | λειτουργίας] LS; add. επιτελειοΟ-αι και
AC I δ αλλ] Α; άλλα C | ωραις' που τε] ωραις τε που S | 6 &ελει] voluit
L Ι νπερτατίο] magno L | νπερτατω] Α; νπερτατί^ C | 7 υ•] om. L (doch wird
ut einzufügen sein) | πάντα] LS; πάντα τα AC | εν ενδοκηοει ευπρόσδεκτα
ειη] ενευδοκησει ευπρόσδεκτα είναι S (velit ut acceptibilia sint) | 8 ειη]
add. πάντα C | προστεταγμενοις] Α; προαταγεισι C | 9 αντοη'] om. L | ευ-
πρόσδεκτοι] benedicti L (ευλογητοι) | 10 νομιμοις] legibus L [νομοις]
11 ov] nihil L {ουδεν'ί) \ τω . . αρχιερει] τοις . . αρχιερενσιν S | 12 ο τόπος]
Α; τόπος C | ίδιος ο τόπος] S scheint gelesen zu haben ιδίοις τοποις \
13 Αευιταις επίκεινται] AC; leuitis suum ministerium propositum
sit L {Αευιταις ίδια διακονία επικεισΟ-ω, doch wird sit wohl in est zu ändern
sein); levitae in ministeriis propriis ponuntur S | 14 δεδοται] δεδεται Α
und alle Editionen | 15 ημίον] υμιον Α | ευαρεατειτω] ευχαριστειτω Α (dass
ευaρεστειτoJ die richtige Lesart ist, folgt auch, wie Harnack, Texte u. Un-
ters. II 5 S. 26, gezei^ hat, aus dem Zitate unserer Stelle in der Quelle Β
der apostolischen Kirchenordnung: έκαστος εν το) ιδαο τοπω αρεοκειτίο
το) &είο. 62 2 hat C die nä,mliche Verwechselung wie hier Α) | 16•&?ω]Α; reo
ί}εω C; Domino L ! σννειδησει] συνείδηση• Α | μη παρεκβαινιον] etperficiens L
18 αδελφοί] dilecti L [αγαπητοί] \ προσφέρονται] om. S | ενδελεγ^ισμου] εν-
δελεχησμου C.
Test. c. XLi bis XLll4. 129
■;/ ευχών η jtsgl αμαρτίας καΐ πλημμαλείας, άλ)^ η εν Ίερονοαλημ
μόν}]' κάκεΐ όε ουκ εν παντί τυπω προοφερεται, αλ?' εμπροο-
ϋ^εν τον ναον πρυς το ϋ-νοιαοτηρων, μο^μοΟκοπηϋ^εν το προοφε-
ρόμενον δια τοΰ άρχιερέως κα\ των προειρημένων λειτουργών.
3. οΐ ονν παρά το καΟ^ηκον της βουληϋεως αυτοΰ ποιοΰντές 5
τι, θάνατον το πρόοτιμον εχουοιν. 4. Οράτε, αδελφοί' ooco
πλείονος κατηξιώι^ημεν γνώοεως, τοοούτορ μάλλον υποκείμεϋ-α
κινδύνο).
XLII. Οί άπόοτολοί ημών ενηγγελίοϋ•?]ϋαν από τον κυρίου
Ίηοοϋ Χριοτοΰ, Ί?]θοΰς 6 Χριοτος άπο τον ϋ-εον εξ,επέμφΒ•?]. ίο
2. ο ΧριΟτος ούν απο τοΰ ϋ-εοϋ, καΐ οΐ αποοτολοι απο τον
ΧριΟτοϋ• εγένοντο ονν αμφότερα εντάκτως εκ ϋ^εληματος
ϋ^εοϋ. 3. παραγγελίας ούν λαβόντες καϊ πληροφορηΟ-έντες δια
της αναοταοεως τοΰ κυρίου Ιηοοΰ Χριοτοΰ και πιοτωθ-εντες
kv τω λόγ€ρ τοΰ ϋ-εοΰ, μετά πληροφορίας πνεύματος αγίου ΐδ
ξξήλ&ον εύαγγελιζόμενοι την βαοιλείαν τοΰ ϋ^εοΰ μέλλειν ερ-
χεϋ&αι. 4. κατά χώρας οΰν καϊ πόλεις κηρύϋΰοντες f καΐ τους
υπακούοντας τη βουληοει τοΰ ϋ-εοΰ βαπτίζοντες f καϋίοτανον τάς
άπαρχάς αντών, δοκιμάοαντες τω πνενματι. εις έπιΟκόπονς και
1 ίνχων] Α; προσηχων C ] πλημμέλειας] Α; πλημμελημάτων C |
2 μον^] om. C | προαψΕρ£ται\ offeruntur sacrificia S | 3 μωμοοκοπηΟ^ΐν]
prolatione expiatur L | 4 δια] pro L (als ob νπερ oder περί, offenb. beein-
flusst durch Hebr. δ 3, 7 27, 9 7) | των] ceterorum S | 5 Oi] qui L (doch
übersetzt er ποιονντες mit facientes) | το κα&ηκον της βουλήσεως] voluntatem
L Ι βονληοεως]λ; βονλ7]ςϋ; duh.LS \ Q οσω]3.άί\.γαρ8 | 7 πλείονος] plurimae
L Ι κατηξιωΒημεν] καταξιωθ^ημεν Α (nach Tisch.; Lightf. dub.) | μάλλον ιπο-
κειμε&α] AC; νποκειμεϋ^α μάλλον Clem. | Ο ημών] L (cf. c. 44 ι); ημιν ACS
(vgl. Prol. S. 59) | ενηγγε?.ιαΘ-ησαν] evangelizarunt S | τον κνριον Ιησον
Λ'ριστον] Jhesu Xristo Domino nostro L ] 10 ο Χρίστος] Α; om. ο C | εξε-
πεμφϋ-η τον &εον] AS; om. C per hom.; L übersetzt εξεπεμφ&η
noch durch missus, lässt aber dann ο Χρίστος &εον και aus |
13 ?Μβοντες] add. οι απόστολοι S | 14 κνριον] CL; add. ημών Α; dub. S |
16 εναγγελιζομενοι] evaugelizare L | 17 και τονς νπακονοντας tj/ βονλη-
ϋει τον Ο-εον βαπτιζοντες] L (eos qui obaudiebant voluntati Dei baptizan-
tes); om. ACS per hom. [νπακονειν rj? βονλησει τον &εον ist dem Cl. be-
kannt cf. c. 9i; νπακονοντας nicht νποτασσομενονς möchte ich auch mit
Rm. 10 16 (Ιό), II Thess. l8 belegen; das verbindende και scheint dui'ch
den Zusammenhang gefordert, L ist in diesem Punkte nicht ganz zuver-
lässig; vgl. z, St. auch Prol. S. Ö9) 1 18 καΟ^ιστανον] καθ^εστανον Α; καθ^ι-
στάν C | 19 τω πνενματι] spiritu sanctos S (oder, wenn das Ribui zu
tilgen ist, spiritu sancto).
Texte u. Untersuchungen. N. F. V, 1. 9
J3Q Knopf, Der erste Clemensbrief.
όίακόνονς των μελλόντων ττιΟτενειν. δ. χαϊ τοντο ον καινώς'
εκ γαρ όη πολ.λών χρόνων εγέγραπτο περί επιοκόπίον καΐ
διακόνων, όντως γάρ που λέγει η γραφή' Καταΰττιβω τους Ιπι-
6/.όπονς αυτών εν δίκηιοΰΰνη και τους διακόνους αυτών εν πίΰτει.
5 XLIII. ΕαΙ τι ϋ-αυμαοτον ει οί εν Χριοτφ πιοτενΟ-έντες
πάρα &εοϋ έργον τοιούτο κατέοτηοαν τους προειρ7]μένονς; οπον
και ο μακαριοα πιοτος θεράπων εν ολω τω οΓκω Μωϋοης τα δια-
τεταγμένα αυτω πάντα έοημειώοατο εν ταϊς Ίεραΐς βίβλοις, φ
καΐ επ?]κολούϋ•ηθαν οί λοιποί προφήται, Ουνεπιμαρτυροΰντες
10 τοϊς υπ αντοΰ νενομοϋ-ετ7]μένοις. 2. εκείνος γάρ. ζήλου έμπε-
οόντος περϊ της ίερωοΰνης και οτααιαζονοών των φυλών οποία
αυτών εϊη τω ένδοξο? ονόματι κεκοϋμ?]μένη . έκέλευοεν τους
δώδεκα φυλάρχους προΰενεγκεΐν αυτω ράβδους έπιγεγραμμένας
εκάΰτης φυλής κατ όνομα' και λ,αβών αυτάς εδηϋεν και έοφρά-
ΐδ γιοεν τοις δακτυλύοις των φυλάρχο^ν , καΐ άπέϋετο αυτας εις
την οκηνην τοΰ μαρτυρίου έπΙ την τράπεζαν τον ϋ-εοΰ' 3. και
κλ^είοας την οκηνην έοφραγιοεν τας κλείδας ο^οαυτο^ς και τάς
ράβδους, 4. και είπεν αυτοίς' Ανδρες αδελφοί, ης αν φυλής η
ράβδος βλαοττίϋη, ταύτην έκλέλεκται ο ϋ-εός εΙς το ίερατεύειν
20 καϊ λειτονργείν αυτω. 5. πρωίας δε γενομένης Ουνεκάλεοεν
πάντα τον Ίϋραηλ, τάς εξακοοίας χιλιάδας τών ανδρών, κάϊ
έπεδείξ,ατο τοις φυλάρχοις τάς Οφραγίδας, καϊ ηνοιξ,εν την
οκηνην τοΰ μαρτυρίου καϊ προεϊλεν τάς ράβδους' και ευρέθ-η
η ράβδος ^Ααρών ου μόνον βεβλαϋτηκυία , άλλα καϊ καρπον
25 έχουοα. 6. τι δοκεϊτε, αγαπητοί; ου προηδει Μωϋοης τοΰτσ
LXII, δ) Jes. 60 17. — XLIIL 1) Num. 12 7. — 2) Num. 17.
1 καινως] κενως S | 3 πον] om. L | 6 τονς προβιρημενονς] illos
L (c. 41 2 und 44 2 übersetzt er vollständiger illorum predictorum
und illos supradictos) | 7 Ο^εραπων] om. L | 9 επηκολονθ^ησαν] AL
(obsecuti suntV, ηκολον&ηοαν C; dub. S | 11 των φνλων] add. πασών [τον]
Ιορα7]λ S 1 12 τω] hoc L | κεκοσμημενη] κεκοσμημενω Α (L übersetzt
übrigens κεκοομημενη mit composita) | 14 αντας] αντος C | 15 τοις]
äL; εν τοις C (Dittogr.); dub. S | αντας] om. L | 16 τον μαρτνριον
οκηνην] om. L per hom. | 18 ραβόονς] &νρας S (Lightf.) | 20 και] om. L,
der εις το κτλ. durch in pontificatum deservire illi wiedergiebt | 21 τον]
Α; om. C | 22 επεδειξατο] . . . δίίξατο Α; επέδειξε C | τας σφραγίδας] AC;
om. LS (vielleicht mit Recht) | 23 προεϊλεν] προε . . . Α; προειλε C |
2δ αγαπητοί] fratres L.
Text. c. XLII4 bis XLIVe. 131
μίλλειν ϊοεοϋ^αι; μάλιοτα ijötf αλλ' ίνα μη άκαταοταοία γίντμαί
tv τω 'ΐοραηλ, ovtco^ Ιποίηβεν. εις το όοξαο&ηναι το όνομα
τον άληϋ^ινον καΐ μόνον' φ ι) δόξα εις τονς αιώνας των
αΙώνων. αμήν.
XLIV. Και οι απόοτολοι ημών εγνωοαν όιά τον κνρίον δ
7]μών ΊηΟον Χριοτον οτι ϊρις Ιοται περί τον ονόματος της
εηιοκοπης. 2. όιά ταντ?]ν ονν την αιτ'ιαν πρόγνωοιν είληφότες
τελε'ιαν χατεοτηοαν τονς προειρημενονς, καΐ μεταξν επινομην
έδωκαν όπως, εαν χοιμη&ο^ΰιν. διαδεξο^νται έτεροι δεόοκιμαο-
μένοι άνδρες την λειτονργίαν αντών. 3. τονς ονν καταΰταϋ-εν- ίο
τας νπ εκείνων η μεταξν νψ ετέρων ελλογίμων ανδρών
Οννενδοχηοάοης της εκκληοίας πάοης, και λειτονργηοαντας
άμέμπτως τω ποιμνίω τον ΧριΟτον μετά ταπεινοφροΰννης,
ηονχο3ς καΐ άβανανοοος, μεμαρτνρημένονς τε πολλοίς χρόνοις
νπό πάντων, τοντονς ον δικαίως νομίζομεν άποβάλλεοΟ^αι της ΐδ
λειτονργίας. 4. αμαρτία γάρ ον μικρά 7)μΐν εοται, εάν τονς
άμέμπτως και όοίως προοενεγκόντας τά δώρα της έπιοκοπης
αποβάλω μεν. 5. μακάριοι οί προοδοιπορηοαντες πρεοβντεροι.
οΐτινες έγκαρπον καΐ τελείαν εϋχον την άνάλνοιν ον γάρ
ενλαβοννται μη τις αντονς μεταοτηοη από τον ιδρνμένον 2ο
αντοίς τόπον. 6. όρώμεν γάρ οτι ένίονς νμείς μετηγάγετε
1 μελλΐΐν εσεσ&(χι] fieri L (42 3 u. 4 μελλβιν genauer mit incipere
übersetzt), in derselben Zeile wird προ^δει u. tjöel durch sciebat wiederge-
geben 1 2 ειςτο] Au.L(?); ωστεΟυ. S(?) | 3 μονον]1ι; add. Arvpioi-C; add.
U-Bov S (der nach Joh. 17 13 τον μόνον αληΟ-ινον &εον übersetzt; &εον auch
Rin 16 27); def. Α | 5 κνριον] Χριοτον Α (XV* statt KV') | (i εσταήεστιν
S(?) ! περί] CL (pro nicht de oder super) S(?); επί Α | τον ονόματος] add. ?]
(aut) L I 7 ovv] AC; om. LS | S μεταξν] μετοξν Α | επινομην] AL (lex):
επιδομην C; επι δοκιμην od. επι δοκιμι;ι S | ί) έδωκαν] C; εδωκασιν Α
(woraus einige δεδωκασιν machen) | κοιμη&ωσιν] AL; τίνες praem. CS (ho-
mines ex iis) | 10 άνδρες] om. C | 11 μεταξν] μετοξν Α | νφ έτερων] a
quibusdam L (quidam giebt 3 mal τις und einmal ενιοι wieder) | ανδρών]
add. εκλελεγμενονς S | 14 ησνχως και] et tacite L | αβαναναως] αβανααως
C I μεμαρτνρημενονς] μεμαρτνρημενοις Α | τί] om. S | 1δ τοντονς] add.
ονν S Ι δικαίως] debere L (rffiv?) | αποβαλ?.εσ9-αι] CL; αττοβαλεσθ-αι Α:
S hat auch ein actives Verbum in der Übersetzung | 1β μικρά" minimum
L I εοται] εοτιν C | 18 μακάριοι] add. γαρ S | 19 εγκαρποι] fructum L
(καρπον oder verschrieben aus fructuosam) | 20 τον ιδρνμένον αντοις] illo
L (cf. 43 1 τοις προειρημενονς) | 21 ορωμεν] videamus L | μετηγάγετε]
μεταγαγετε Α.
9*
132 Kuopf, Der erste Clemensbrief.
καλώς πολιτίνο μένους Ix της αμέμπτως αντοΐς τίτιμημένης
λειτουργίας.
XLV, Φίλόνείκοι ΐϋτε. αδελφοί, χμϊ ζηλωταΐ περ\ των
ανηκόντων εις ϋωτηρίαν. 2. ενκεκΰφατε εις τας ίερας γραφας
5 τας ά?.ηϋ^εΐς, τας όια τοΰ πνεύματος τοΰ αγίου. 3. επίβταοϋ-ε
οτι ούδεν αόικον ούδε παραπεποιημένον γεγραπται εν αύταΐς.
ουχ εύρηοετε δικαίους άποβεβλημένους άπο οοίων ανδρών.
4. εδιώχϋ7]θαν δίκαιοι, αλΐ ύπο ανόμων εφυλακίοϋ^ηοαν, αλλ"
ύπο άνοοίων ελι&άο&ηοαν υπό παρανόμων άπεκτάνΟ-ηϋαν
10 υπό τών μιαρον και αδικον ζηλον ανειλ7]φοτων. 5. ταΰτα
πάΰχοντες εύκλε(ϋς ηνεγκαν. 6. Ύί γαρ εϊπωμεν, αδελφοί:
Δανιήλ υπό τών φοβούμενων τόν ϋ-εόν εβλήϋ-η εις λάκκον
λεόντων; 7. // Ανανίας και Αζαρίας καΐ Μΐύαηλ υπό τών
ϋ^ρηοκευόντων την μεγαλοπρεπή και ενδοξον ϋ-ρηοκείαν τοΰ
15 ύψίοτου κατείργβηοαν εις κάμινον πυρός; μηδαμώς τοΰτο γέ-
νοιτο, τίνες ούν οι ταΰτα δράοαντες; οι ϋτυγητοί και πάϋης
κακίας πλήρεις εις τοΰοΰτο έξ,ι'ιριΟαν ϋ-νμοϋ. ωοτε τους εν όοία
και άμώμω προ&έοει δουλεύοντας τω d-εώ εις αΐκίαν περιβαλεΐν,
XLV, 6) Dan. 6 16 sq. — 7) Dan. 3 19 sqq.
1 πο?.ιτενομενονς] AS; 7ΐθ?ατενσαμενονς C; dub. L | αμεμπτως] ora.
S I τετιμημενης] facto L (wofür Morin functo liest mit Berufung auf Tert.
Praescr. 29: tot ministeria perperam functa) | 3 φιλονεικοι] prudentes L
{φρόνιμοι oder οννετοι, was vielleicht richtig] | Ιστέ] CL; S übersetzt einen
Indicativ; dub. Α | των ανηκόντων] CL; . . ανηκόντων Α; μη ανηκόντων S \
4 ενκεκνφατε] C (doch εγκεκνφατε) h; εν . . . τε Κ; ει ενκεκνψατε S | ιεράς]
om. Α Ι 5 τας2^] quas L Ι επιαταα&ε]επιταα^•αι Α. \ επισταοΘ^ε ανταις] L
knüpft mit seinem Relativum quas diesen Satz als Nebensatz an den vorher-
gehenden I 6 γεγραπται] AS; γεγραπτο C; est L (scriptum konnte hinter
fictum leicht ausfallen | 7 ενρησετε] ευρίσκετε S (?) | 8 εφνλακιαθ^ηααν, αλλ
νπο ανοσιών] om. L | 9 νπο παράνομων] αλλ νπο παράνομων S ] 10 νπο]
Α; απο C; dub LS; praem. αλλ S | μιαρον] CL; μιαρων AS | αδικον\ άδι-
κων S Ι ταντα] και ταντα S | 11 πάσχοντες] passi L | ενκλεως] fortiter L |
ειπωμεν] ειπώ S; ειπομεν Α; dicimus L; ειποιμεν C | αδελφοί] αγαπιμοι
L 1 14 τον νψιστον] τον κνριον S (ηώτϊβ.ι für r^lSOaTJSe.i) j 15 κατειρχθ-η-
ααν] Α; καθ-ειρχ&ησαν C | 16 στνγητοι] στνητοι Α | 17 εις] om. C | 18 αικιαν]
poenas L (so wird 62 αικισματα übersetzt) | περιβαλεΐν] AC; immittere L
(was freilich 55 6 das von Lightf. geforderte παραβαλλειν wiedergiebt; ob
aber L auch hier παραβαλειν las, ist darum keineswegs schon entschieden.
Gegen Lightf. Bedenken hinsichtlich der Singularität dieses Gebrauches
von περιβαλλειν (. . I cannot find any parallel) vgl. Euseb. IX 1 5: εις τοσ-
οντον κινδννον τονς ανϋ-ρωπονς περιβαλλειν); jaciant S.
Text. c. XLIVe bis XL VI 9. 133
μη είόότες οτι ο νψιοτος υπέρμαχος καϊ νπεραοπιϋτης εΰτιν
των εν καϋ-αρζί οννειόηοει /.ατρευόντο^ν τω πανάρετο) ονόματι
αυτόν' ω η δόξα εις τους αιώνας των αιοίνων. αμήν. 8. οΐ
όε υπομένοντες εν πεποι&ήοεί δόξαν καϊ τιμήν έκληρονομηοαν ,
επήρϋ•7]οάν τ ε καϊ έγγραφοι έγένοντο από τοΰ ϋ^εοϋ εν τω δ
μνημοθυν€ρ αυτοϋ εις τους αιώνας των αΧώνοηκ αμήν.
XLVI. Ύοιοντοις ούν ΰποδείγμαοιν κολλη&ήναι καϊ ημάς
δει, αδελφοί. 2. γέγραπται γαρ' Κολλαο&ε τοΐς αγίοις, Ζτι οΐ
κοιλωμένοι αντοΐς αγιαο&ήΰονται. 3. καϊ πάλιν εν ετέρφ τοπο)
λέγει' Μετά ανδρός κ&ωον α•&ωος εΰτ], κ«! μετ εκλεκτού εκλεκτός εβί], ίο
καϊ μετά ατρεβλον διαβτρεψεις. 4. κολληθ^ώμεν ούν τοις αΰ-ώοις
καϊ δικαίοις' εΐοϊν δε ούτοι εκλεκτοϊ τοΰ &εοϋ. 5. '^Ινατ'ι ερεις
καϊ ϋνμοϊ καϊ διχοοταοίαι καϊ ϋχίοματα πόλεμος τε εν ύμϊν;
Ö. // ουχί ενα ΰ-εόν Ιχομεν καϊ %να Χριοτόν καϊ εν πνεΰμα της
χάριτος το εκχυ&εν εφ' ημάς; καϊ μία κλήοις εν ΧριΟτώ; ΐ5
7. ίνατί διέλκομεν καϊ διαϋπώμεν τα μέλη τον Χριοτον καϊ
οταοιάζομεν προς το ϋώμα το ϊδιον, καϊ εις τοϋαντην απονοιαν
ερχόμεϋ^α ωοτε επιλαϋ-έοϋ-αι ημάς ότι μέλη εομεν άλλήλο^ν;
μνήοϋ-ητε των λόγων τοΰ κυρίου Ίηοοϋ' 8. είπεν γάρ' Ουαϊ τω
άν&ρώπφ εκείνω' καλόν ην αυτώ εΐ μη εγεννη&η, ή ενα των εκλεκτών 20
μου ΰκανδαλίΰαι' κρεΐττον r}v αντώ πεοίτε&ηναι μνλον και καταπον-
τιο&ηναι εις την ϋ•άλαβθαν, ή ενα των εκλεχτών μον διαοτρεψαι. 9. το
XLVI, 2) unde? — 3) Ps. 17 26 sq. — S) Mt. 26 24. 18 6. Mc. 9 42.
Luc. 17 2.
1 υπέρμαχος και νπερααπιατης] L hat nur protector j 2 σννειδηοει.]
corde L ] 3 δόξα] add. per Dominum nostrum Jhesum Xristum \j \ των
αιώνων] om. Q, \ ol δε υπομένοντες . . . bis αμήν ijL. 6) om. L per hom.
5 έγγραφοι] CS (der έγγραφοι s/fvovro mit scripti sunt wiedergiebt); επα-
φροί Α Ι 6 αντου] CS; αντων Α | αμψ] AC; om. S | 7 ονν] om. S | και ημάς]
DOS L Ι 11 διαστρέψεις] L übersetzt, vollständig der Anwendung gemäss,
die Cl. dem Citate hier giebt, passiv: perverteris | 12 τον &εον] a Deo L
(ist keine Variante) | 13 και σχιαματα] om. και L | πόλεμος τε] πόλε-
μοι τε και μαχαι S (Jac. 4 1) ] 1δ κλ»/σ<ς] invocatio L (st. vocatio oder
επικλησιςΊ) \ 16 διε?.κυμεν] διελκωμεν C | 19 τον κνριον Ιησον] L (Do-
mini Jhesu); Ιησον τον κνριον ημών Α; τον κνριον ηαων Ιησον Χριοτον
CS (vgl. 32 2) Ι 20 καλόν] melius L, als hätte er καλόν . . . μάλλον gelesen
(vgl. Mc. 9 42) I αντοή om. L | μ??] C Clem.; ονκ Α j 21 uv?.ov] add. collo
ejus L I 22 την (θάλασσαν] AC; om. rj^v Clem. | των εκλεκτών μον όιαατρε-
ψαι] Clem. LS; των μικρών μον σκανδαλισαι AC.
134 Knopf, Der erste Clemensbrief.
ϋχίομα νμών πολλονς όαοτρειρεν. πολλονα εις άΟ^νμίαν εβαλει%
πολλούς εις όιοταγμόν, τονς δε πάντας ημάς εις λνπην και
επίμονος νμών έϋτίν ι) ϋτάοις.
XLVII. 'Αναλάβετε την επιοτολην τοϋ μακαρίου Παύλου
5 τοϋ άποϋτόλου. 2. f τίνα τρόπον f νμίν εν άρχ^ τοϋ ευαγγελίου
εγραψεν; 3. επ' άλη&είας πνευματικός επέύτειλεν νμΙν περί
εαυτοϋ τ ε καΐ Κηφά τε και Άπολλώ, δια το και τότε προοκλί-
Οεις υμάς πεποιηοΟ-αι. 4. αλλ 7] προοκλιοις εκείνη ηττονα
άμαρτίαν υμίν επηνεγκεν' προοεκλίθ^ητε γαρ άποοτόλοις μεμαρ-
10 τυρ7]^ιένοις και ανδρΐ δεδοκιμαομένο) παρ αυτοΐς. δ. νυνί δε
κατανο?]ΰατε τίνες υμάς όιε'ϋτρεψαν καΐ το οεμνον της περι-
βόητου φιλαδελφίας υμών έμείωϋαν. 6. αίύχρά. αγαπητοί, και
λίαν αίοχρά, καΐ ανάξια της εν Χριοτω αγωγής, άκούεοθ-αι την
βεβαιοτάτην καϊ άρχαίαν Κορινθίων εκκληϋίαν δι εν η δυο
15 πρόϋωπα Οταοιάζειν προς τους πρεοβυτέρους. 7. κα\ αϋτη η
ακοή ου μόνον εις ήμας έχώρηοεν άλλα και εις τους ετεροκλινείς
υπάρχοντας αφ' 7)μών, ωΟτε και βλαΰφημίας έπιφέρεοϋ-αι τω
ονόματι κυρίου δια την υμετέραν άφροοϋνην. ΙαυτοΙς δε κίνόν-
νον έπεξεργάζεοϋ-αι.
20 XLV1IL Έξ,άρωμεν οϋν τοϋτο εν τάχει καϊ προϋπέοωμεν
XLVII, 3) Ι Cor. 1 ίο sqq.
2 δε] LS; om. AC ] ημάς] νμας C | 5 τίνα τρόπον] L (quemadmodum);
τι πρώτον ACS (vgl. Prol. S. 59) | 7 εαντον] CL (semetipso ?) ; αντον Α;
dub. S Ι τε και Κηφα τε και Απολλω] Α; et Cefae et Apollo L (ob τ ε και
oder και ist zweifelhaft); και Κηφα και Απολλω S; και Απο?.λω και Κηφα
C Ι προοκλιαεις] προσκληθείς C | 8 αλλ] Α; άλλα C; dub. S; L hat et |
προσκλισις] προσκλήσεις Α; προσκλησις C | 7μτονα] CS; ήττον Α; om. L |
9 επηνεγκεν] C u. anscheinend LS (C übrigens επηνεγκε); προσηνεγκεν
Α Ι προσΕκλιί)-ητε] προαεκλη&ητε C | μεμαρτνρημενοις, δεδοκιμασμενω]
δεδοκιμασμενοις, μεμαρτυρημενω C | 10 παρ αντοις] παρ αντων C | νννι
δε] nunc vide L {νυν ιδε) \ 11 αεμνον] quietum L (επιεικές?) \ περιβόητου]
AC; abundantis L {πεπληροφορημενης?); om. S | 12 αισχρά, αγαπητοί]
AC; turpis, fratres L (der αισχρά beidemal und ανάξια falsch als fem.
sing, aufgefasst zu haben scheint); om. S | 13 Χριστώ] add. Ιησον S I
αγωγής] αγάπης C ] 14 βεβαιοτάτην] βεβαιότητα S (L übersetzt den Su-
perl. mit einf. stabilitamj | και] om. S | 16 ετεροκλινεις] alienigenas L
(ετερογενείς'^) | 17 ημών] νμων C 1 βλασφημίας] blasphemiam L | IS εαν-
τοις δε] Α; εαντοις τε C; vobisque L (dub., denn ö7 3 übersetzt er δε mit
que); et vobis ipsis S | 20 εν ταχει] quam celerrime L.
Text. c. XLVI9 bis XL1X3. I35
τω δεοπότ?] και κλανΟίομεν ίκετενοντες αυτόν, όπως ίλεως
γενόμενος επικαταλλαγΐ] ημίν και επι την οεμνην της φιλα-
όελφίας ημών καΐ άγνην άγωγην άποκαταΟτηοη ημάς. 2. πνλη
γαρ όικαιοοννης εις ζωην άνεωγνίύ Ιοτιν αυτη,καθ-ώςγέγραπται'
Ανοίξατε (ΐοι πνλας δικαιοβννης' είοελ&ών εν αυταΐς εξο^ολογηοομαι 5
τω κνρίω. 3. αυτή η πΰλη τον κνρίον, δίκαιοι είσελεναονται εν αντψ
4. Πολλών ονν πυλών άνεοογυιόίν. η εν όικαιοούν)] αΰτη εοτ]ν
η εν Χριοτώ, εν jj μακάριοι πάντες οι ειοελ&όντες καΐ κατευ-
θύνοντες την πορείαν αυτών εν όοιότητι και όικαιοούνη,
άταράχως πάντα επιτελοϋντες. 5. ήτω τις πιΟτός, ητω δυνατός ίο
γνώοιν έξειπεΐν. ητω Οοφός εν διακριθεί 7.όγων, ητω αγνός εν
εργοις. 6. τοοούτφ γαρ μάλλον ταπεινοφρονεΐν οφείλει, όοω
δοκεΐ μάλλον μείζίον είναι, καϊ ζητεϊν τό κοινωφελές παΟιν,
y.al μη τό εαυτοϋ.
XLIX. Ό έχων άγάπην εν Χριοτώ ποιηοάτω τα τοΰ ΐ5
Χριοτοΰ παραγγέλματα. 2. τόν δεομόν της αγάπης τοΰ {^εοϋ
τις δύναται έξηγηΰαοΙ)-αΐ] 3. τό μεγαλείον της καλλονής αύτοϋ
XLVIir, 2) Ps. 117 19 sq.
1 ιλβως γενομίτνος] Α; γενόμενος ίλεως C; dub. S; L übersetzt, an-
scheinend verkürzend, ίλεως γενόμενος επικαταλλαγτ^ ημιν mit fiat nobis
propicius | 2 ημιν] νμιν C \ φιλαδελ<ριας] φιλαν&ρωπιας Clem. | 3 ημών]
ASClem.; νμων€; om. L | και αγνην] LS Clem.; αγνην AC | ημάς] νμας
C Ι 4 £ίς ζωην ανεωγνια] CLS; ανεωγνια εις ζωην Α | εστίν αντη] C u. S (?);
αντη Α; est L | 5 ανοίξατε] aperi S ] μοι] ονν Clem. | ειοελ&ων] ACL;
praem. ινα Clem. S | εξομολογηοομαι] CL Clem.; εξομολογηθώ μαι AS
7 ονν] τοιννν Clem. Strom. Ι, 7 38; om. Strom. VI, 8 64 | f ν δικαιοσνν^] ad
justitiam L (als ob εις δικαιοσννην) \ S η εν] εν S (?) | κατενθ-ννοντες] L
vielleicht κατεν&νναντες \ 9 οοιοτητι και όικαιοονν^] δικαιοανν^^ και οαιο•
ζητι L Ι 10 ητω δννατος αοφος] der griech. Text von S lautete
verderbt: ητω δννατος, γνώσιν εξει, πονειτω αοφος (Bensly) | 11 διακρισει]
όιακριακρισει Α (Tisch.; Jacobson διακριακριοιν) \ ητω αγνός εν εργοις]
ACLS; ητω γοργός εν εργοις, ητω αγνός Clem. (Strom. VI, 8 65; hingegen
Strom. I, 7 38 fehlt ητω αγνός) \ 12 τοαοντω] ACLS Clem.; τοσοντον
Anton. Max. | γαρ] AS Clem.; τις Anton. Max.; om. CL | ταπεινοφρονεΐν
Όφεό.ει] ACL Clem.; οφείλει ταπεινοφρονεΐν Anton. Max.; dub. S 1 οοω]
ACL Clem.; όσον Anton. Max.; dub.S IS μείζων] AC Clem.; om. Anton. Max.
(L übersetzt μάλλον μείζων durch einfaches majorem) | το κοινωφελές]
quod commode et utile est L (periphr.) ] 14 εαντον] sibi L {εαντω, par-
allel zu παοιν) \ 15 ποιησατω] Α hat nach einigen Editoren τηρηαατω,
•doch Tisch, ποιησατω, dub. Lightf. | 17 καλλονής] scientiae [γνώσεως] L,
136 Knopf, Der erste Clemensbrief.
τ/ς αρκετός εξίίπείν: 4. το tnpoc εις ο ανάγει η αγάττη ανετ-δη]-
y7]T0v εϋτιν. 5. αγάπη γ.ολλα. ημάς τω ϋ^εω, αγάπη καλύπτει
πλήθος αμαρτιών, αγάπη πάντα ανέχεται, πάντα μακροϋ-υμεΓ
ονόεν βάνανοον εν αγάπη, ονόεν νπερηφανον αγάπη Οχίομα
5 ουκ έχει, αγάπη ον Οταοιαζει, αγαπί] πάντα ποιεί εν ομόνοια'
εν τη αγάπη έτελειώ&ηϋαν πάντες οι εκλεκτοί τον ϋ^εον' όίχα
αγάπης ονόεν εναρεΟτον τω ϋ-εω. 6. εν αγάπη προϋελαβετο
τιμάς ο όεϋπότης' όιά την άγάπην, ην εϋχεν προς ημάς, το αίμα
αντον έόωκεν νπερ ΐ/μών Ιηϋονς Χριοτος ο κνριος ημών εν
10 ϋ-ελήματι ■θεον, και την οάρκα νπερ της οαρκος ημών και την
ψνχην νπερ των ψνγών ημών.
L. Όρατε, αγαπητοί, πώς μέγα καΐ ϋ^ανμαϋτόν εβτιν η
αγάπη, και της τελειότητος αντής ονκ έΰτιν έ^ηγηοις. 2. τις
ικανός εν αντη ενρεϋ-ηναι, ει μη ονς αν καταζ,ιώβη ο ϋ-εος;
15 όεώμεϋ-α ονν και αΐτωμεϋ^α άπο τον ελέονς αντον ΐνα εν αγάπη
ενρεϋ-ώμεν όίχα προϋκλίοεως ανθρωπινής, άμωμοι. 3. Αι γενεαΐ
παΰαι άπο ^Αόάμ έως τηϋόε της ημέρας παρηλϋον άλΤ^ οι εν
αγάπη τελειω&έντες κατά την τον θ-εον χάριν έχονΰΐν χώρον
ενοεβών οϊ φανερωϋ-ήϋονται εν τη έπιϋκοπη της βαΟΐλείας τον
XLIX, 5) 1 Petr. 4 8. Ι Cor. 13 4. 7.
2 εοτιν. αγάπη] ALClem.; βατιν η αγάπη C, bei dem ebenso wie bei
S die Interpungierung der Stelle falsch ist | 3 π?.ηΘ-ος] murum S (r^lOX.) j
μακροΟ^νμει] sperat L {ελπίζει 1 Cor. 13 8) | 7 εναρεστον] Clem. L; add.
εστίν AC (vielleicht aus Dittogr., doch vgl. 21 9); S übersetzt ονόεν ....
bis &εο), als hätte er ονδενι εναρεστειν εατιν τω &εω \ 8 ημάς] νμας C •
ο δεσπότης] Dominus omnium L | εσχεν] habet L [εχει'ί) \ 9 εδωκεν] Α;
όεδωκεν C j νπερ ημών Ιησούς Χρίστος] Ιιιοονς Χρίστος νπερ ημών C
11 των ψνχων] της ψνχηςϋ \ 12 αγαπητοί] fratresL | η αγάπη] Α; αγάπη
C 1 13 αντης] Α Clem.; αντον C; dub. L (ejus); της αντης τελειοτητος S
(ejusdem perfectionis) | 14 ει μη] add. εν αγαπι^ και S, der übrigens wieder
durch falsche Interpungierung die ganze Stelle verdirbt | ονς] quem L
av] add. αντος Clem. | καταξίωση] Α (doch ist dieser schwer zu entziffern)
LS Clem.; καταδιωξτ^^ C | 15 δεωμεΟ^α] LS; δεομε&α C; def. Α &a
ovv] om. L; add. αγαπητοί S | αιτωμε&α] αιτονμεί)^α C | αντον] τον S-εον
S I 16 προσκλισεως] Α; voluptate L; adhaerentia S; προσκλήσεως C | γε•
λ'ραί] add. Jf Clem. | 17τ?/σ^^ της ημέρας] Clem.; τησδε ημέρας Α; της ημέ-
ρας τησδεC•,άuh.LH \ άλλοι] alii L {αλλοή | 1S χωρον] ACS; χωράν Clem.
U. vielleicht L (municipium, womit 42 4 χωρά übersetzt ist) | 1!> oi] add.
δε C j φανερω&ησονται] palam facti sunt L (εφανερωθ-ησαν'ί).
Text. c. XLIX 3 bis LI 3. ] 37
Χρίύτοΰ. 4. γίγραπται γάρ' Είαίλ&ετε ιίς τα ταμηα μιχουν οβον
οΰον, ί'ως ον παρίλϋ-)] η όργη και ό ■&νμός μον' καϊ μνηβ&ηαομαί
ιΐμερας αγαϋης, '/.αϊ αναβτησω νμας εκ tcuv Ί}ηχών νμών. 5. Μακαρίοί
εομεν, cr/amjToi, d τα προΟτάγματα τον ϋεον εποιονμεν εν
ομόνοια άγάπηζ, εις το άφεϋ^ηναι ημϊν δι αγάπης τας αμαρτίας. 5
6. γέγραπται γάρ' Μακάριοι ών άφέ&ηααν αί ανομίαι και ών επεκοί-
λvφ^^y]Gav αί άμαρτίαι' μακάριος άνηρ ω ον μη λογίοψαι κνριος
άμαρτίαν, ουδέ εβτιν εν τω ατόματι αντον δόλος. 7. Οντος ο μαχα-
ριομος εγένετο επΙ τους εκλελεγμένονς νπο τΌυ θ^εον δια
^Ιηοον Χριοτον τον κνρίον ημών φ η δόξα εΙς τονς αιώνας ίο
των αιώνων, αμήν.
LI. "Οσ« ονν παρεπέοαμεν καΐ εποιήοαμεν δια τινας
.ταρεμπτώοεις τον άντικειμενον, άξιώοωμεν άφεϋ-ηναι ήμίν και
εκείνοι δε οϊτινες αρχηγοί ϋτάϋεως καΐ διχοοταοίας ΙγενήΟ-ηύαν.
οφείλονοιν το κοινον της ελπίδος ΟκοπεΙν. 2. οι γαρ μετά ι&
φόβου καΐ αγάπης πολιτευόμενοι εαυτούς ϋ^έλουοιν μάλλον
αικίαις περιπίπτειν η τους πληοίον μάλλον δε εαυτών κατα-
γνωοιν φέρουοιν ή της παραδεδομενης ημΙν καλώς και δικαίως
όμοφχονίας. 3. καλόν γάρ άνί^ρώπορ εξομολογεΐοϋ-αι περ\ τώ>ν
παραπτωμάτοον ή οκληρνναι την καρδίαν αντον. καϋ^οος εοκλη- 20
L, 4) Jes. 26 20. Εζ. 37ι•>? — 6) Ps. :]1 ι sq.
1 Αριστον] Α (Tiscli.; Lightf. hingegen dub.) L Clem.; iffot• CS
ειαε?.&ετε] εισελ . . . Α (vielleicht ειοε?.&ε wieLXX) | ταμεία] Α.{ταμια); τα-
μιεια C | μικρόν όσον οοον] L einfach pusillum | 2 ο Ο^νμος] C; θυ . . . Α
(om. ο) Ι 4: εο μεν] Ali-, ημενΟ,^ \ δ ημιν]νμιν G | β μακάριοι] μακακαριοι λ
7 ω] ον Α (ω hat LXX Χ*• '^ Κ*) | 9 νπο] απο Clem. 1 νπο τον θ-εον] Dei
L (vgl. umgekehlt c. 46 4) | τον ^εοι•] Α Clem.; &£ovC \ ύια Ιηαον Α'ριοτον
τον κνριον ημών] per Dominum nostrum Jhesum Xristum L ] 11 αμήν] om.
L I 12 παρεπέοαμεν] CL (excidimus) S; πάρε . . . μεν Α | και εποιηααμεν]
om. Α; S hat transgressi sumus (falsch punctiert) | δια τινας παρεμπτω-
αεις] Clem. (doch hat dieser τας st. τινας) L (propter quasdam incursio-
nes); δια τίνος των ACS | 13 και εκείνοι δε] illi autem L | 15 της ελπίδος]
spei nostrae S | 16 <foßov\ add, dei S | πυλιτενομενοι] πολιτενσαμενοι L
(? qui . . . conversati sunt) | &ε?.ονσιν] cogunt (coarctant) S | 17 αικιαις] que-
stionibusL {αιτιαις^ oder ist mit v. Gebb. quassationibus zu lesen?.); οικι-
αιςλ, das indessen nach Tisch, prima manu in αικιαις corrigiert ist | περι-
πίπτειν] vagari et conimittere L | τονς πλησίον] τοις πλησίον S \ δε εαντων]
om. S Ι 18 η] om. L | καλώς και δικαίως] bonae et justae {καλής και δί-
καιας?) L Ι 20 παραπτωμάτων] peccata et delicta L (wohl nur periphr.
Übersetzung, kein αμαρτηματο^ν και παραπτωμάτων im Gi'undtext) | εσ-
κλ?ίρνν&η η κάρδια] induratae sunt mentes L {διάνοια st. καρδια'ί).
138 Knopf, Der erste Clemensbrief.
Qvvd-η i) καρδία των οταοίαοάντο^ν προς τον ΰ-εράποντα τον
ϋ^εοϋ Μωνοην ων το κρίμα πρόόηλον ΙγενήΟ-η. 4. κατεβηοαν
γαρ εις aöov ζώντες, καϊ 'θ-άνατος ποιμανίΐ αντονς. δ. Φαραώ
καΐ 7/ Οτρατια αυτόν καϊ πάντες οι ηγούμενοι Αιγύπτου, τά
δ τε άρματα και οί άναβάται αυτών, ου öl αλλην τίνα αΐτίαν
ΙβυΟ-ίοΰ^ηοαν εις ϋ-άλαοοαν έρυϋ^ραν καϊ άπώλοντο. άλλα δια
το οκληρυν&ηναι αυτών τάς άουνέτους καρδίας μετά το γενέοϋ-αι
τά αημεΐα καϊ τά τέρατα εν Αίγυπτο) διά τον ϋ-εράποντος τοΰ
ϋ^εον Μωνοεως.
10 LII. \4προθδεης, αδελφοί, 6 δεοπότ^ιςυπάργει τόίν απάντων,
ουδέν ουδενος χρ{]ζεί ει μη το έξομολογεΐοϋ-αι αυτώ. 2. φηοιν
γάρ ο εκλ.εκτος Ααυείδ' Έξομολογηοοί-ΐαι τω γ.νρίω, -λοΊ άρΕοα αντω
νπβρ μόοχον νέον yJfjcaa εκφέροντα y.ca όπλάς' ιδέτωααν πτωχοϊ καϊ
ενφραν&ητωοαν. 3. καϊ πάλιν λέγει' Θναον τώ &εώ S-νοίαν αίνεΰεως
15 y.ca άπόδος τώ ν'ψίΰτω τάς ενχάς βον' καϊ επικάλεβαί με εν 'ημερ(/
θλί'ψεως σοί;, και ε'ξελονμαί αε, καϊ δυξάαείς με. 4. ϋ^υβία γάρ τω ϋ^εώ
πνενμα ονντετριμμενον.
LI11. Έπίοταοϋ-ε γάρ καϊ καλούς έπίοταΰθ^ε τάς Ιεράς γραφας,
αγαπητοί, καϊ ενκεκΰφατε εΙς τά λόγια τοΰ ϋ-εοΰ. προς ανά-
20 μνηοιν ονν ταντα γράφομεν. 2. Μοίϋϋέως γάρ άναβάντος εις
LT, 4) Num. 16 31 sqq. Ps. 48 u. — δ) Es. 14 23 sqq. Num. 12 7. —
LII, 2) Ps. 6S 31 sqq. — 3) Ps. 49 u sq. — 4) Ps. 50 19.
1 οταοιαααντων]0,λΐ.Β {^)•,οτααίαςοντων k; anh. li \ Ο^εραποντα] av-
ί)^ρωπον C | 2 εγενηθ-η] est L | 3 ποιμανει] depascit L (doch ist wohl de-
pascet zu lesen) | Φαραώ] add. quoque L | 4 Αιγύπτου] αντον C | 5 avu-
βαται] αναβαταις C | ov] Oi Α | 7 αντων] Α hier; hinter καρδίας C
8 Αιγνπτω] γ^^αιγν .... Α | 9 Μωνοεως] μωναεω Α; μωσεως C | 10 αδε'/.•
φοι] von L erst hinter απάντων gesetzt | δεσπότης] Deus L | 11 ονδεν Α
(. . δεν) L; om. CS | το] Α; τον C 1 αντω] add. μόνον S | φησιν γαρ] quid
dicit enim L (cf. Rm. 4 3 Gal. 4 3o) | 12 ^ανειδ] δάδ AC | 13 κέρατα . . .
. . ενφραν&ητωααν] om. C | 15 και επικαλεααι δοξααεις με] om.
C 1 16 σου] Α Clem.; om. LS (in LXX hat X- ^ ART oov, om. N* B)
18 γαρ] add. αδελφοί S I και] om. C | επιστασ&ε 2^] didicistis L [έδιδα-
|«σί^ί'?. Das 1. επιστασθ-ε ist mit scitis übersetzt) | 19 αγαπητοί] om. S
και ενκεκΰφατε] C (doch εγκεκ.) S; .... εκνφατε Α: et intonuistis L (wo-
für Morin et introiuistis vorschlägt, v. Gebh. u. Weymann dagegen nach
c. 40 2 et incubuistis) | προς] C u. L (V ad); dub.S; def. A, vor Bryenn. lasen die
Editoren εις, u. so auch noch Lightf. | 20 αναβαντος] CLS (doch fallen
die beiden Übersetzungen nicht schwer ins Gewicht); αναβαινοντος Α ;
εις] CL; . . . ς Α (προς?); ως προς oder ως εις S.
Text. c. LI 3 bis UV 4. 139
το ορός και ποιηΟαντος τεοόαράκοιηα ημέρας καϊ τεοοαράκοντα
νύκτας tv ν?/θτείςί καϊ ταπεινωθεί, είπεν προς αυτόν 6 ϋ-εός'
Κατάβη3•ι το τάχος ivTSv&ev, οη 7)νόμηΰεν 6 λαός σου, ονς εξήγαγες
εκ γης Αιγύπτου' παρεβηΟαν ταχύ εκ της όδοΰ ης ενετέ ίλω αντοΐς,
εποίηοαν εαντοίς χωνενματα. 3. καϊ είπεν κύριος προς αντον 5
ΛελάλΎΐΥ.α προς ΰε απα'ξ καϊ δΙς λέγων' Εωρακα τον λαον τοΰτον, καϊ
ίδον εβτιν οκληροτράχ}]λος' h'aaof με εξολε&ρενβαι αυτούς^ καϊ εξαλείψω
το όνομα αυτών ύποκάτω&εν τοϋ ουρανού καϊ ποιηθώ σε εΙς ε&νος
μέγα καϊ Ο^αυμαΰτον καϊ πολύ μάλλον i] τοντο. 4. χαΐ είπεν ΜωνΟης'
Μϊ]δαμώς, κύριε' ίχφες την άμαρτίαν τω λαω τούτω, η κάμε εξάλειψον ίο
εκ βίβλου ζώντων. 5. "<2 μεγάλης αγάπης, ω τελειότητας αν-
υπερβλήτου, παρρηοιάζεται ϋ^εράπων προς κύριον, αιτείται
άφεοιν τω πλήϋ^ει, η και εαυτόν εξαλειφϋ-fjvai μετ αυτών
αξιοΐ.
LIV. Τίς ούν εν υμΐν γενναίος; τις ευοπλαγχνος; τις ΐ5
πεπληρο(^ορημένος άγάπης\ 1. είπάτω' Ει όι' έμε Οτάΰις καϊ
ερις καϊ οχίοματα, εκχωρώ, άπειμι ου εάν βονληϋϋ-ε, καϊ ποιώ
τα προϋταοοόμενα ύπο τοϋ πλήϋ-ους' μόνον το ποίμνιον τοϋ
Χριοτοΰ ειρηνευέτω μετά τών καϋ-εΰταμένων πρεοβυτερων.
3. τοϋτο 6 ποιήοας Ιαυτώ μέγα κλέος εν Χρίΰτφ περιποιι]οεται, 20
καϊ πάς τόπος όέζ,εται αυτόν, τον γαρ κυρίου η γη καϊ το πλή-
ρωμα αύτης. 4. ταΰτα οι πολιτευόμενοι την άμεταμέλητον
πολιτε'ιαν τοϋ ΰ-εοϋ έποίηΟαν και ποιήοουϋιν.
ΙΑΙΙ, 2) Εχ. 34 28. Deut. Ο 9. Εχ. 32 7 sq. Deut. 9 12 sqq. — 4) Ex. 32 32.
— LIV, 3) Ps. 23 1.
1 και] om. L | τεαααρα-λοντα] C; def. Α (Lightf. liest τεασερακοντα)
3 καταβηθ-c] LS; praem. μωναη, μωναη Α, μωοη μωαη C | ονς] quem L :
4 εκ γης Αιγύπτου] εξ Αιγνπτον S | 5 εποίηοαν] AC; praem. και LS (ν.
1. LXX) Ι χωνενματα] AC; χωνενμα L (sculptilem) S | 7 εστίν] εστί C Clem.;
def. Α 1 εστίν] add. L populus {λαός LXXj | εασον] praem. και S | εξολε•
{)ρενααι] . . . εΟ-ρενσαι Α; εξολοΟ-ρενσαο C Clem.; και εξο?.ε[ο]&ρενσω L;
εξο?.ειθ]&ρενσω S | 9 πολύ] plurimam L | τοντο] add. est L | ειπεν] def.
Α; είπε C | 10 αψες] praem. sed L | την αμαρτιαν] peccatum hoc S | τω
λαω τοντω] huic L | 11 ω 1"] AL; om. C; dub. S | 12 Θ-εραπων] δεσπό-
της C 1 κνριον] Deum L | 13 ?? και] νβΐ carte L j 15 νμιν] AS; ημιν GL
γενναίος] praem. tarn L | ενσπλαγχνος] praem. tarn L | 10 και . . και] aut ..
vel L 1 17 σχίσματα] scissura L | εκχωρώ] praem. εγω S(?) | 20 περιποιη-
σεται και] adquirit L ] 21 τόπος] τ όπως Α. \ κιριον] add. est L | 22 οι πολι-
τευόμενοι την άμεταμέλητον πολιτειαν τον '>εου] L einfach: qui sine
poenitentia conversati .sunt | 23 πολιτειαν τον ϋ-εον] Α; τον θ-εον πολι-
τειαν C 1 ποιηαοναιν] faciunt L.
140 Knopf, Der erste Clemensbrief.
LV. Iva δε καΐ νποόίίγματα ld-νών ενεγκωμεν ϋΐο7Λο\
βαΟίλεΐς και ηγούμενοι, λοιμικον τίνος ενοτάντος καιρόν,
γοηομοοοτηβ-έντες παρέδωκαν εαντονς εις {θάνατον, ϊνα ρνοεον-
ται δια τον εαντών άφατος τονς πολίτας. πολλοί έξεγ^οίρηοαν
5 ίδιων πόλεων, ίνα μη ϋταοιάζωοιν επί πλεϊον. 2. επιοτάμεϋ^α
πολλονς εν ΐιμΐν παραδεδωκότας Ιαντονς εις δεομύ, όπως
ετέρους λντρώοονται' πολλοί εαντονς παρέδωκαν εις δονλείαν.
καΐ λαβόντες τας τιμάς αυτών ετέρους εψώμιΟαν. 3. πολλαΐ
γυναίκες ένδυναμωϋ-είοαί δια της χάριτος τοΰ θ^εοϋ επετελέοαντο
10 πολλά ανδρεία. 4. ΊουδΙΰ^ ή μακάρια, εν ουγκλειομω ονοης της
πόλεοος, ητήοατο πάρα των πρεοβυτέρων εαΰ-ηναι αυτήν εξελ-
ί^εΐν εις την παρεμβολην των αλλοφύλων, δ. παραδοΰοα ούν
ι αυτήν τω κινδυνω έξήλϋ-εν δι αγάπη ν της πατρίδος καϊ τοΰ
λαοΰ τοΰ όντος εν ουγκλειομω, καϊ παρέδωκεν κύριος Όλοφέρνην
15 εν χειρί ΰ^ηλείας. 6. ούχ ήττον καϊ η τελεία κατά πίοτιν
Έο&^ηρ κινδννω Ιαυτην παρέβαλεν , ίνα το δo^δεκάφυλov τον
'ίοραηλ μέλλον άπολέοθ-αι ρύοηται. δια γαρ της νηοτείας και
της ταπεινώοεως αυτής τ^ξίο^οεν τον παντεπόπτην δεοποτην,
ϋ^εόν των αιώνων ός Ιδών το ταπεινον της ψυχής αυτής
20 έρύοατο τον λαόν cov χάριν έκινδυνενοεν.
LV, 4) Judith 8 sqq. — 6) Esth. 7 sq. 4 16.
1 υποδείγματα] ALS (der indess durch Weglassung von Ribui den
Sing, hat); υπομνήματα C | ενεγκωμεν] add. vobis S | πολλοί . . . his καιρόν]
S paraphrasiert stark: multi reges et magnates e principibus populorum qui
cum tempus affiictionis vel famis (Verwechselung von λοιμός und λιμός)
alicujus instaret populo \ 2 λοιμικον καιρόν] peste quadam instante
per tempus L (λοιμού τίνος εναταντος δια καιρόν'?) \ 4 πολιτας] add. suos
L Ι b επι π?.ΐιον] plurima L {επι πλίίστον?) 1 7 πολλοί και] multi
se ipsos tradentes in servitudinem L (παραδεδωκοτες om. και) \ παρέδωκαν]
ALS; εξεδωκαν C j δονλείαν] δουλείας C | 10 μακάρια] beatissima L
11 πο?.εως] add. sua S | 12 ovv] om. L | 13 εξηλΟ-εν] abiit L [απηλΟ-εν"})
δι αγαπην της πατρίδος και τον λάου] propter amorem civitatis patrumsuorum
et propter populum S | 15 ήττον] ηττονι Α {ηττονει); Clem. hat πάλιν τε
αν, was auch auf ovy^ ήττον zu deuten scheint ] 16 το δωδεκαφυλον] Α;
το δωδεκαφνλ).ον C; gentem L; tribum S | 18 της] Α; om. C | παντεπόπ-
την] omnium genitorem L {παντοκράτορα oder παντοτοκον'?) | δεοποτην
&εον των αιώνων] Α; d-εον των αιώνων C (om. δεοποτην); Dominum se-
culorum (om. ί^εον) L; και δεοποτην των αιώνων θ^εον S j 20 ερνοατο]
Α; ερρνοατο C 1 ων χάριν εκινδννεναεν] AC (nur hat C εκινδννενσε) h;
(^propter quem periclitabatur) ; S übersetzt das ad sensum ων falsch: ex
iis propter quae erat in periculo.
Text. c. LVi bis LVIis. 141
LVI. Kai ημείς ovv εντνχωμεν Jttgl των εν τινι τταραπτο^-
ματι νπαογ^όντων, όπως δοϋ-ΐ] αντοΐς επιείκεια και ταπει-
νο(ρροθννη. εις το είξαι αντους μ?) ημΐν άλλα τω ϋ^εληματι τον
ϋ^εοϋ. όντως γαρ εοται αντοίς εγκαρπος χαΐ τελεία ή προς
τον ΰ-εον και τονς άγ'ιονς μετ οίκτιρμών μνεία. 2. αναλά- 5
βωμεν παιδείαν, εφ i] ονδείς οφείλει άγανακτεϊν, άγαπιμοί. ι)
νονϋ-ετ7]ϋις ην ποιονμε&α εις άλλιβονς καλή εϋτιν και νπεράγαν
ωφέλιμος' κολλξί γαρ ημάς τω &εληματι τον &£θν. 3. όντως
γάρ φηοιν 6 άγιος λόγος " Παιδενων επαίδεναεν με 6 κνριος, κ«ι
τώ Ο-ανάτω ον παρέδωκεν με. 4. ον γαρ αγαπά κ,νριος παιδεύει, ίο
μαΰτιγοΐ δε πάντα νίον ον παραδέχεται. 5. Παιδενΰει με γάρ, φηοίν,
δίκαιος εν ελέει και ελέγξει με, ελαιον δε αμαρτωλών μη λιπανάιω την
'/.εφαλην μον. 6. και πάλιν λέγει' Μακάριο; άνθρωπος ον ηλεγξεν
6 κύριος' νον&έτημα δε παντοκράτορας μη άπαναίνον' αυτός γάρ άλγεΐν
ποίΐΐ., κα\ πάλιν άποκαϋ•ίΰτηοίν' 7. επαιβεν, καϊ ai χείρες αυτοί ΐ5
ίάααντο. 8. εξάκις εξ αναγκών ε'ξελεΐταί σε, εν δε τω εβδόμ(ρ ονχ ά'ψεταί
σου κακόν. 9. εν λιμώ ρνΰεταί σε ί'κ ■θανάτου, εν πολεμώ δε εκ χειρός
αιδηρου λύοει σε' 10. καϊ άπο μάΰτιγος γλώΰβης σε κρύψει, καϊ ου
μη φοβη&7]α)^ κακών επερχομένων. 11. αδίκων καϊ ανόμων καταγελάα^,
από δε &ηρίων αγρίων ου μη φοβη&ϊ}ς. 12• &ηρες γάρ άγριοι είρηνεΰ- 20
ΰονΰίν σοι* 13. είτα γνώΰη ότι είρηνεύβει σου ο οίκος' η δε δίαιτα
της ΰκηνης σου ου μη άμάρτη, 14. γνώΰτ] δε ότι πολύ το ΰπερμα σου,
τ« δε τέκνα σου ωσπερ το 7Γα|ΐι|!3ότανον τοΰ αγρού. 15. ελευσ?; δε ε'ν
LVI, 3) Ps. 117 18. — 4) Prov. 3 12. — δ) Ps. 140 5. — 6) Job. 5 17—26.
2 νπαρχοντων] qui apprehensi sunt S (cf. Gal. 6 1 προλημφθ-^]) \ 3 ημιν]
vobis L I 4 γαρ] cm. L | η προς τον &εον y.ai τονς αγιονς] sive in deum
sive in sanctos S (η ... η statt και . . . και) \ 5 τον] Α; cm. C | αγιονς]
add. ejus L | 6 αγαπητοί] von CL scheu zum nächsten Satz gezogen
11 παιδεύσει, ε?.εγξει] umgekehrt L: corripiet, erudiet | 12 δίκαιος] κνριος
C I ελαιον] C {ελεον) LS; ελαιος (i. e. έλεος) Α | αμαρτωλών] Α; αμαρτω-
λού CLS (LXX; bei S hängt der Singular nur vom Fehlen des Ribui ab)
13 ov] Α u. LSf?); add, av C | ηλεγξεν] corripit L | 14 απαναινον] reji-
ciat oder rejiciamus S (Pesh) | αλγειν] dolorem L | 15 αποκα&ιατησιν] re-
stituet L i επαισεν] percutiet L | 16 ιαοαντο] salvabunt L | ονχ αίρεται]
ονκ οψεται Α; ον μη αψηται C; ηοη tanget L; ηοη attrectabit S |
17 λιμω] add. ίε S | εν πο?.εμω] a hello L | 20 ου μη φοβηΘ-^ς] Α; ον
ψοβη&ησ^ C; LS wieder dub., wie in Ζ. 16 | γαρ] δε S \ 21 ειρηνεύσει]
AC; ειρηνεύει LS \ η δε δίαιτα αμαρτ?^] am. S \ 22 σουΐ»] AL; om. CS
23 aov] add.eruntL (LXX) | παμβοτανον] LXX; παμβητανονΟ; τανον Α.
142 Knopf, Der erste Clemensbrief.
ταφω ωΰπ^ρ αΐτος ώριμος, κατά καιρόν Ό^Εριζόμενος, η ωΰπίρ &ημωνια
κλώνο? καθ' ωραν 6ννκομια&εΐαα. 16. Βλέπετε, άγαπΐ]τοί, πόθος
νπεραϋπιομός εοτιν τοις παιδενομένοις νπο τον όεοπότον' πα-
τήρ γαρ άγαϋ-ος ων παιδεύει εις το ελεηϋ-ηναι ημΰς δια της
5 οοίας παιδείας αύτον.
LVIL ^ΥμεΙς ούν οι την καταβολην της Οτάοεως ποιηοαν-
τες νποτάγητε τοις πρεοβντέροις και παιδεΰϋ-ητε εις μετάνοιαν,
κάμψαντες τα γόνατα της καρδίας νμών. 2. μάϋ^ετε νποτάο-
οεΟϋ^αι άποϋ-έμενοι την αλαζόνα και νπερηφανον της γλώύβης
10 νμών αν&άδειαν' αμεινον γάρ εοτιν νμΐν εν τω ποιμνίφ τον
Χρίύτον μικρονς και ελλογίμονς νμας ενρεϋ^ηναι. η καϋ-' νπερ-
ογήν δοκονντας έκριφηναι εκ της ελπίδος αντον. 3. οντωζ γαρ
λέγει η πανάρετος Οοφια' Ιοον προηαομαι νμιν εμης πνοής ρήοιν,
διδάξω δε νμάς τον εμον λόγον. 4. επειδή εκάλονν καϊ ονχ νπηκον-
15 σατε, και ε'ξετεινον λόγους και ου προαείχετε , άλλα. άκυρους εποιείτε
τάς 'εμάς βουλάς, τοΐς δε εμοΐς ελεγχοις ηπειϋ-ηαατε' τοιγαρονν κάγω
ττ} υμετέρα απώλεια επιγελάαομαι , καταχαρονμαι δε ηνίκα αν ερχηται
υμΐν ολε&ρος καϊ ως αν αφίκηται υμϊν άφνω ■θόρυβος, η δε κατα-
στροφή όμοια καταιγίδι παρ]], η Ζταν ερχηται υμΐν ■Θ'λίίρις και πολιορκία.
20 5. εΰται γάρ όταν επικαλεαηα&έ με, εγώ δε ουκ ειΰακούβομαι υμών' ζητη-
ΰουαίν με κακοί, καϊ ουχ ευρηβουβιν. εμίβηΰαν γάρ αοφίαν, τον δε φό-
βον τοϋ κυρίου ου προείλαντο, ουδέ η'&ελον εμαΐς προΰέχειν βουλαΐς
LVIT, 3) Prov. 1 23^33.
2 αννκομισ&ειαα] συ . . . α&εισα Α; σνγκομια&εισα C | 4 ε?.εηθ•ηναι]
.... η&ηναι Α, was vor Bryenn. zu νονΟ^ετηΟ-ψαι [πτοφηναι Tisch.) er-
gänzt wurde | {) απο&εμενοι] deponite L (doch wohl nur Übersetzungs-
variante) I αλαζόνα και νπερηφανον] AC; αλαζονειαν και νπερηφανιαν L
(elationem et superbiam; doch wird vielleicht superbam zu lesen sein);^
αλαζονειαν και νπερ7ϊψανον8 \ γλώσσης] λ; γ/.ωττης C '\ 10 νμιν] νμαςίι
11 μικρονς] minimos L j νμας] C; otu. Α; dub. S: L hat es bereits Z. 10
hinter εστίν \ 13 ιδον] add. γαρ S | ρησιν] ρήσεις L (? verba) \ 14 διδάξω^
διδαξαι C | νπηκοναατε] AC; υπηκονετε LS | 16 ηπειΘ-ησατε] non intende-
batis L {ov προσειχετε'?] '. 17 καταχαρονμαι δε] add. adversum vos L
ηνικα αν ολεϋ-ρος και] ora. L j ηηκα αν] C; def. Α; si (ην) S
18 νμιν 1"] AC; νμων S j 10 παρ?^] praem. cum L (ως αν oder όταν?)
παρ^] CL; . . ρη Α; om. S 1 όταν] οταρ Α | Θ-λιψις] ALS (doch letzterer,
da er paraphr., nicht ganz sicher); add. και στενοχώρια C (Rm. 2 9 8 35)
20 ζητησονοιν] C ίζητησovσι)L■, ζητονσιν S(?); ζητ ... Α | 22 τον] Α; om.
C I προειλαντο] Α (προειλα . . .); προειλοντο C.
Text. c. LVIis bis LIX2. 143
i μν/.τηριζον δε εμονς έλεγχους. 6. τοιγαρονν εδονται της εαυτών οδον
τονς καρπούς, και της Ιαυτών αβεβείας πληα&ηΰονται. 7. άν&' ών
γαρ ^ιδίκουν νηττίους φονενϋ•η6ονται, καΐ εξεταΰμος άαεβεΐς υλεΐ' ο δε
εμοϋ άχούων καταΰκηνώοει επ ελπίδί πεποι&ώς καΐ ηουχάΰει αφόβως
ατιό παντός κακόν. h
LVIII. ντιακονΰωμεν ονν τφ αγίερ καΐ ένόοξω ονόματι
αντον φνγοντες τας χροειρημίνας όια τΐ/ς Οοφίας τοις απει-
ϋ^οΰοιν άπειλάς, ϊνα καταΟχηνοίοωμεν πεποιΒοτες επί το οοιον
της μεγαλωϋννης αυτοΰ όνομα. 2. όεξαοϋ-ε την Ουμβονλην
ημών, χαΐ εΟται άμεταμέλητα νμίν. ζη γαρ 6 -θ-εος καΐ 6 ία
κνρως Ίηοονς Χριοτος καΐ το πνεύμα το άγιο ν η τ ε πίοτις
και ι) ελπϊς των εκλεκτών, οτι 6 ποιήύας εν ταπεινοφροϋννΐ]
μετ εκτενούς επιεικείας άμεταμελητως τα νπο τον &εον δεδο-
μένα δικαιώματα καΐ προύτάγματα, ούτος εντεταγμένος καΐ
ελλόγιμος έϋται εις τον άριϋ-μον τών οωζομένων δια 'ΐηοον ι&
Χριοτοΰ, δι ου έϋτίν αυτώ η δόξα εις τονς αιώνας τών αΙώνο?ν.
αμήν.
LIX. Έαν δέ τίνες άπειϋ^ήοωΰιν τοις νπ" αντον δι 7ΐμώ)ν
είρημένοις, γινωΟκέτωΟαν οτι παραπτώοει καϊ κινδννω ου
μικρώ εαντονς ένδώοουοιν 2. ημείς δε ά&ώοι εοόμεϋ-α άπο 20
ταύτης της αμαρτίας καϊ αίτηοομε&α, εκτενή την δέηΟιν και
ικεοίαν ποιούμενοι, όπως τον άρι&μόν τον κατηριΰ-μημένον
το)ν εκλεκτώ)ν αυτοΰ εν όλορ τω κόομορ διαφύλαξη α&ρανοτον
ο δημιουργός το^ν άπάντο3ν δια τον ήγαπημένον παιδός αντον
2 πλ7]θ&ησονται] Α hat fol. 167b unten πλησθ^ησον, dann fehlt ein
Blatt, u. erst c. 64 setzt die Handschrift wieder ein | avd- ων γαρ] quo-
niam L (om. ya^?) | 3 ε^ίτασ^Μοςασί^είς oAet] CL; inquisitio perditorum per-
dit ipsos S i δε] CS, enim {γαρ) L | 4 επ ελπιδι] CS ; εν ελπιδι L (in spe mit
LXX An) I πεποί&ως] LS Clem.; om. C (LXX) | αψοβως απο παντός κα-
κόν] CS; a timore malignitatis L [απο φοβον κακίας?) | 6 αγιω] LS; πα-
νάγια) C Ι 7 ψνγοντες] C ; φενγοντες S (?) ; L (fugientes) ist dub. | 8 oaiov]
LS; οσιωτατον C (S ist übrigens nicht ganz sicher) | 9 μεγαλωσννης] CS;
δικαιοσύνης L (justitiaej 1 10 ημών] CL; add. fratres S και 2»] L Basil.; add. ζ^
CS I 11 κνριος\ in S zweimal, Ende der einen und Anfang der nächsten Zeile
12 εν ταπεινοφροσύνη/] L periphr. cum humilitate et modestia | 13 νπο]
CS; per L διαΊ) \ 14 και προστάγματα] CL; om. S | εντεταγμένος και
ελλογιμος] CS; ornatus et deputatus L {ελλογ. κ. εντεταγμ.) \ 15 σωζομε-
λ•α> ν] CS; add. gentium L | 1ησον]08•, om. L | 18 απείΘ^ησωσιν]€8•, difiident
(απιστηοωσιν) L j 20 ενδωοοναιν] L {tvaaent) ; ενδηοοναιν CS | 23 αντον] CS;
om. L I α&ρανστον] CL; add. deus S.
144 Knopf, Der erste Clemensbvief.
Ίηϋον ΧρίΟτον, öt' ov έκάλεοεν ημάς άπο οκότονς εις φως,
άπο άγνωοίας εις έπίγνωΰΐν δόξης ονόματος αυτόν, 3. ελπίζειν
επί το άρχεγονον πάϋης κτίοεως ονομά 0ου, άνοίξας τονς
οφϋ-αλμονς της καρδίας ημών εις το γινώοκειν ϋε τον μόνον
5 νψιοτον εν υιρίϋτοις, αγιον εν άγ'ιοις άναπαυόμενον τον ταπει-
νοϋντα ΰβριν υπερήφανων, τον όιαλυοντα λογιϋμονς έβ-νών,
τον ποιοΰντα ταπεινούς εις υ'φος και τους υψηλούς ταπεινονντα-
τον πλουτ'ιζοντα καϊ πτωχίζοντα, τον άποκτείνοντακαΐ οώζοντα
και ζην ποιοΰντα, μόνον ευεργέτην πνευμάτων καϊ ϋ^εον πάοης
10 οαρκός' τον επιβλέποντα εν ταΐς άβνΟϋοις, τον έπόπτην
άνθ-ρωπίνο^ν έργων, τον των κινδυνευόντων βοηϋ•όν, τον των
άπηλπιΟμένο^ν οωτηρα, τον παντός πνεύματος κτίοτην και
επίοκοπον τον πληϋ^ύνοντα ε&νη επΙ γΐ/ς και εχ πάντων
έκλεξάμενον τους αγαπώντας 6ε δια Ίηΰοΰ Χριΰτοΰ τοΰ ηγαπη-
15 μένου παιδός οου, δι ου ημάς επαίδευοας, ήγίαΟας, έτίμηοας.
4. άζίοϋμέν 6ε, δέοποτα, βοηϋ-ον γενέ6ϋ•αι και αντιλήπτορα ημών.
τους εν θλίψει ημών 6ώ6ον , τους ταπεινούς έλέη6ον, τους
πεπτωκότας εγειρον, τοις δεομένοις έπιφάνηθ-ι, τους άΰ&ενεϊς
Ϊα6αι, τους πλανώ μένους τοΰ λαοΰ 6ου έπίοτρεψον χόρτα6ον
20 τους πεινώντας, λύτρω6αι τους δε6μίους ημών, έξανά6τη6ον
τους άο&ενοϋντας, παρακάλεοον τους όλιγοιρυχοΰντας' γνώτω-
ΰάν 6ε πάντα τα εϋ-νη οτι 6υ εΐ ο ϋ-εος μόνος καϊ ΊηΟοΰς
1 Λ'ριστον] C; add. τον κυρίου ημών LS 1 ημάς] CL; me S (nur Ab -
schreibfeliler) | απο] CL; praem. xai S | 2 αντον, ελπιζειν] CLS; die neue
Autorität L beweist, dass v. Gebh.-Harn. mit Beibehaltung des über
lieferten Textes im Rechte waren gegenüber Bryenn. (add. δος, δεαποτα
hinter αντον) u. Lightf. (add. δοζ ημιν, κνριε an derselben Stelle) sowie
gegenüber Hilgenf. (der άνοιξαν statt ανοιξας Ζ. 3 liest) | 3 oov] C; αντον
LS; S fügt auch noch sanctum hinzu | 4 τ?/ς καρδίας] CL; cordium S |
σε] CL; eum S | 6 διαλνοντα] CL; dissipantem S ] tifrcwr] CL; ανθ-ρωηων
S (eeNCüN : ANCÜN) I 7 ταηεινονς] CS; humile L (Ez. 21-26) | εις
νψος] CS; in excelsis L | 8 και σώζοντα] L (et saluas), S (et redimit); om.
C 1 9 ενεργετην] C; ενρετην LS | &εον] CS; Dominum L | 10 τον 2«] CS;
praem. et L | 14 σε] CL; eum S ] 15 aov] CL; ejus S ] ημάς ετΐαιδενσας,
ηγιασας, ετιμηοας] CL; instruxit nos et sanctificavit nos et honoravit nos
S I 16 «iiOVjMfv] CL; praem. et dicemus illi cumsupplicatione S | σε] LS; om.
C I δέσποτα] CL; domine bone S | 17 ημών] CS; om. L | τους ταπεινούς
ελεηοον] C; om. LS | 18 επιφανηθ^ι] CL; επιατραφηχ9•ι S | αοΘ-ενεις] LS;
ασεβείς C | 19 τον λαον] CS; a populo L (απο τον λαονί) \ 21 γνωτωσαν]
CS; ut sciant L | 22 σε] C; bei LS nicht übersetzt.
Text. c. LIX 2 bis LXI i. 145
Χηιοτυς ο παις oov και ////fTc ?.CiOQ oov καΐ πρόβατα της
νομ7/ς oov.
LX. Σν γαρ την άίναον τον κόομου ονΟταΟιν δια των
ενεργούμενων έφανεροποίηοας' οί', κνριε, την οίκονμένην εκτί-
οας, ο πιοτος εν πάοαις ταΐς γενεαΐς, δίκαιος εν τοις κρ'ιμαοιν, 5
ϋ^ανμαοτος εν ιΟγνϊ καΐ μεγαλοπρέπεια, 6 ΰοφος εν τω κτίζειν
χαϊ οννετος εν τω τα γενόμενα Ιδράοαι, 6 άγαϋ-ος εν τοις
ορωμένοις καΐ χρηϋτος εν τοις πεποιϋ^όοιν επΙ 0ε' έλεημον χαι
οικτίρμον, αφες ημίν τας ανομίας ημών καΐ τ ας αδικίας και
τα παραπτώματα καΐ πλημμελείας. 2. μη λογίΟ)] παοαν άμαρ- ίο
τίαν δούλων ΰον καΐ παιδιϋκών , άλλα κα&άριοον ημάς τον
καϋ-αριομον της οης άληϋ-είας καΐ κατενϋ^ννον τα διαβήματα
ημών εν οοιότητι καρδίας πορεύεο&αι καΐ ποιεϊν τα καλά καϊ
ενάρεοτα ενώπιον Οον και ενώπιον τών αρχόντων ημών.
3. ναι, δέοποτα, επίφανον το προοωπον ΰον εφ ημάς εις ΐ5
άγαϋ-α εν ειρήνη, εις το οκεπαο&ήναι 7)μας τη χειρί ΰον τη
κραταιά, και ρνοϋ^ήναι από πάϋης αμαρτίας τω βραχίονί οον
τω νψηλώ. και ρΰοαι ημάς από τών μιοούντων ημάς άδίκο)ς.
4. δός ομόνοιαν καϊ είρήνην ήμΙν τε καϊ πάοιν τοις κατοι-
κονοιν την γην. καϋ-ώς εδωκας τοις πατράοιν ημών, επικαλονμε- 20
νων οε avTcov οοίθ3ς εν πίοτει καϊ άληΒεία, νπηκόονς γινομένονς
τω παντοκράτορι καϊ ένδοξο) ονόματι ΰον, τοις τε αρχονύΐν
καϊ ήγονμένοις ημών επϊ της γης.
LXI. Σν, δέοποτα, εδωκας την έξονοίαν της βαοιλείας
1 ο παις σον\ CL add. dilectus S | 2 aoi^ CS; om. L | 3 γαρ] LS; om. C ,
aevaov] αενναον C (vgl. c. 20 lo) | κοομοι•] CL add. hujus S ] 4 κν^ίε, την
οικονμενην] CS; ordinem orbis terrae L | 6 ο οοφος] C; οοφος S | 7 καυ]
CL; om. S | 8 χρηοτος\ L (suavis), S (mitis, benignus); τίιοτος C | ελεημον
και οικτιομον] CS; misericors miserator L | 9 ήμουν] CS; om. L ] 11 κα-
{)-αρισυν] LS; καθ^αρεις C \ 13 β7> οοιοτητι καρδίας] CL; in sanctitate et in
justitia et in simplicitate cordisS | 15 είς αγαϋ-α] CS; in bono L (εις αγαθ-ον'ί)
16 SV eio}jV7^j] CL; pacis S (sicher nur Fehler eines syrischen Abschrei-
bers) I 20 την γην] CS; super terram L (επί της γης7) \ 21 οοιως] LS; om. C
ντΐηκοονς γινόμενους] CSL; die Lesart ist schwer, doch zu gut bezeugt, als
dass eine Änderung gestattet wäre, Lightf. vergleicht Eph. 1 17 f. Act. 26 3
22 παντοκράτορι και £vO()£Cp]L (doch ist fjv^'o^« nicht ganz sicher) ; ενδοξω
(oder εντιμο)^) και παντοκράτορι S (nur Übersetzungsvariante); παντοκρά-
τορι και πανάρετο) C | τοις τε . . . 77/c] gehört noch zu c. 60 4, wie Hort
zuerst gesehen. L bestätigt diese Teilung, C dagegen zieht diese Worte zu
c. 61 1 I τοιςτε] CL; και τοις S | 23 ημοη'] CS; om. L (hier u. weiterhin vgl.
für L Prol. S. 55 tf.) | 24 εδοικας] CL; add. illis S.
Texte u. Cntersucliungen. N. F. V, l. 10
146 Knopf, Der erste Clemensbrief.
avTOLQ δια τον μεγαλοπρίπονς καϊ ανεκόιηγιμον κράτους οον,
εις το γινώοκοντας ημάς την νπο Οον αντοϊς δεδομένην δόξαν καϊ
τιμήν νποτάοΰεοϋ-αι αντοΐς, μηδέν εναντωνμένονς τω ϋ^εληματί
οον' οίς δός, κνριε, νγείαν, είρηνην, ομόνοιαν. ενοτάϋ-ειαν, εΙς
5 το δίέπειν αντονς την νπο οον δεδομένην αυτοΐς ηγεμονίαν
άπροοκόπως. 2. 0ν γάρ , δέοποτα έπονράνιε, βαϋίλεν των
αιώνων, δ'ιδως τοις υίοΐς των ανθ-ρώπων δοο,αν και τιμήν καϊ
ε^,ονοίαν των επϊ της γης υπαρχόντων' θν, κνριε. διεν&ννον
την βονλην αντών κατά το καλόν καϊ ευάρεοτον ενώπιον Οον,
10 οπο)ς διέποντες εν ειρήνη καϊ πραντητι ενΟεβώς την νπο οοϋ
αυτοίς δεδομένην έξουοίαν ϊλεώ οου τυγχάνωοιν. 3. ο μόνος
δυνατός ποιηοαι ταϋτα καϊ περιΟΟοτερα αγαΒ-α μεϋ• ημών, οοϊ
ε^ομολογονμεϋ-α δια τον άρχιερέως καϊ προΟτάτον τόϊν ψύχουν
ημών Ίηϋοΰ Χριοτοϋ, δι ον οοι η δόξα καϊ ?/ μεγαλωοννη
15 καϊ ννν καϊ εις γενεαν γενεών καϊ εις τονς αίέονας τόίν
αιώνων, άμην.
LXII. Περϊ μεν των ανηκόντων τη ϋ•ρηθκεία ημών καϊ τών
ώφελιμωτάτων τοις ϋ-έλονϋιν ένάρετον βίον ενΰεβώς καϊ δι-
καίως διενϋ-ννειν , Ικανώς επεΟτείλαμεν νμίν, άνδρες αδελφοί.
20 2. περϊ γαρ πίοτεως καϊ μετανοίας καϊ γνηοίας αγάπης καϊ
εγκράτειας καϊ ϋο^φροΟννης καϊ υπομονής πάντα τόπον εψ7]-
λαφηοαμεν. νπομιμνηοκοντες δείν υμάς εν δικαιοούνη καϊ αλη- ■
1 αιτοις] CS; om. L | 2 ημάς] L übersetzt, als ob αντονς dastünde j
αντοις] CS; nobis L | 3 αντοις] CS; om. L | 4 οις] CS; quibus . . nobis L |
δος] C; das L; precamur ut des S | κνριε] CS; om. L | νγειαν] νγιειαν C |
ειρηνην ofinvoiav] CS; et pacem et concordiam L | 8 κνριε διενθννον] CS;
ordine dirige L | 9 κατά το καλόν] CS; juxta te bonum L (doch ist das
te wohl nur als Dittographie der letzten Silbe von juxta anzusehen) j
10 διεποντες] CS; et gentes L (agentes?) | 11 ίλεω σον τνγχανωσιν] C;
tranquille compotes fiant auxilii quod (est) a te S (paraphr.); L hat ofienb.
denselben Text wie C vor sich gehabt, nur übersetzt er falsch, nämlich
ίλί-ω οον als - absol. Genitiv, την . . . εξονοιαν als Object zu τνγχανωοιν
οον] CS; add. illis L | 12 rciiTc] CS; praem. et L | 14 και] CS; om. L |
15 και εις γενεαν ... bis αιοη•ων] CS; in secula seculorum L | γενεαν] C;
γενεάς S | 17 μεν] CS; ergo {ovv) L | και] LS; om. C | 18 ωψε7.ιμωτατων] CS;
utilia L | τοις θ-ελονσιν εναρετον ßiov ενοεβως και δικαίως διενθννειν] L u.
oftenb. S, der vielleicht las: των ωφελιμοηατων δη εν ανττ,] (sc. r?/ θρησκεία)
τοις Ο-ελονοιν . . . ; εις εναρετον βιον τοις S-ελονσιν ενοεβως κτλ. C | εναρετον]
CS; τελειαν L (? perpetuam) | 20 και γνήσιας . . . εγκράτειας] CS; om. L |
21 εγκράτειας] C; S viellleicht νπερ εγκράτειας \ τόπον] CL; add. scrip-
turae S.
Test. c. LXIi bis LXIIIi. 147
θ^εία και μακροϋ^νμ'ια τω παντοκράτορί {^εφ οοίως ευαρίοτεΐν,
ομονοονντας αμνηΟικάκως εν άγάπΐ] καΐ εΙρην7] μετά εκτενούς
εττιεικείας, καΰ-ώς και οί πρηδεόηλωμένοι πατέρες ημών ενηρε-
οτηοαν ταπεινοφρονονντες τα προς τον πατέρα καΐ κτίοτην
d^eov καΐ πάντας άνΰ-ρώπονς. 3. καϊ ταντα τοϋοντο) ήδιον 5
νπεμνήΰαμεν, επειδή οαφώς ηδειμεν γράφειν ημάς άνδράοιν
πιοτοΐς καϊ έλλογίμοις και ενκεκνφόοιν εις τα λόγια της παι-
δείας τον ϋ-εον.
LXIII. Θεμιτον ούν εΰτίν τοις τοιοντοις και τοοοντοις
νποδείγμαΟιν προοελϋ-όντας υποθ-εΐναι τον τράχηλον καϊ τον ίο
της υπακοής τόπον άναπληρώϋαι, όπως ηονχάοαντες της μα-
ταίας Οτάοεως έπϊ τον προκείμενον ημΐν εν άληϋ-εία ΰκοπόν
δίχα παντός μώμον καταντη003μεν. '2. χαραν γαρ καϊ άγαλ-
λίαΟιν ήμΐν παρέξετε, εαν υπήκοοι γενόμενοι τοις υφ" ήμ€~)ν
γεγραμμένοις δια τον αγίου πνεύματος έκκόψητε την άθ-έμι- ΐ5
τον τοΰ ζήλους υμών όργήν κατά την εντευξιν ην έποιηοά-
μεϋ^α περϊ ειρήνης καϊ ομονοίας εν τηδε τη έπιϋτολη. 3. επέμ-
ψαμεν δε άνδρας πιΰτους καϊ οώφρονας, από νεότητος
άναΟτραφέντας εως γήρους άμέμπτως εν ημΐν, οϊτινες καϊ
μάρτυρες εΟονται μεταξύ υμών καϊ ημών. 4. τοΰτο δε έποιή- 20
οαμεν ΐνα ειδήτε οτι παβα ήμΐν φροντϊς καϊ γέγονεν καϊ εΰτιν
εις το εν τάχει υμάς είρηνενύαι.
1 εναρεατειν] LS; ενχαριοτειν C | 2 αμνησικακως] CS; om. L | 3 και]
CL; om. και S | 4 τ« προς] CS; τΐρος L | κτιστην θ•£ον] creatorem Deum
L; universi creatorem deum S [παγκτιοτην θ-εον?); Q-εον και κτιατην C
δ παντας] CL; praem. προς S (dem Lightf. folgt) | ηδιον] C; libenter L
(wie c. 2i); j^ δι ων (sint per ea quae) S i Q επειόη οαφως }//όειμεν γραφειν]
CL; S wieder mit sinnloser Abteilung: επειδή ααφο)ς j/' δει (oder εδει\
μεν γαρ γραφειν (γαρ vor γραφειν leicht möglich) | ημάς] CS; vobis L
7 ελλογιμοις] S (doctis); ε?.?.ογιμωτατοις C; δοκιμοις L (probatis) | ενκεκν-
φόοιν εις τα ).ογια] C (doch εγκεκ.] S; oboedientibus eloquiis L 10 προο-
ελΟ•οντας] CS; add. L vos νποΟ-ειναι τον τραχη?.ον] CL; inclinemus Collum
nostrum et subjiciamus nos S 11 αναπληρωοαι] CL; implentes inclinemur
illis qui sunt duces animarum nostrarum S (ihm folgend Lightf. : αναπλί)-
ρο)θαντας προοκλιΟ-ηναι τοις νπαρχονσιν αρχηγοις των ipv/ojv ημυ)ν)
ηανχαοαντες] CL; quiescentes et tranquilli S | 13 μο)μον] CL; add. et
scandalo S | αγαλλιαοιν] CL; add. magnam S | 15 γεγραμμενοις] CL; add.
vobis S 1 την αθ-εμιτον τον] CS; L übersetzt, als ob την τον αΟ-εμιτον \
16 εντενξιν] CL; supplicationem et exhortationem S | 18 δε] CL; add. και
S I 19 και] LS; om. C | 20 μεταξν νμων και ημών] CS; inter nos L ] 21 (ρρον-
τις] CS; add. semper L | 22 εν ταχει] CS; quam celerius L.
10*
148 Knopf, Der erste Clemensbrief.
LXIV. Λοιπόν 6 πν.ντίπόπτης ϋ-εος καΙ όίοπυτης των
πνευμάτων χαΐ κνρως πάαης οαρκός, ο έκλεξάμενος τον χύ-
QLOV Ίηοονν Χριοτον καϊ ημάς Ol αντον εις λαον περωνΟίον,
όψη πάθη ψνχη επικεκλημένη το μεγαλοπρεπές καϊ αγιον
5 όνομα αυτόν πίοτιν, φόβον, είρήνην, ύπομονην καϊ μακροϋν-
μίαν, εγκράτειαν, άγνείαν, ϋωφροούνην, εις ευαρεατηοιν τω
ονόματι αυτοϋ δια τον άρχιερέως καϊ προϋτάτον ημών Ίηοον
ΧριΟτον, δι ου αντω δόξα, μεγαλωϋννη, κράτος καϊ τιμή, καϊ
ννν καϊ εις τους αιώνας τών αιο^νων. άμην.
10 LXV. Ύονς δε άπεοταλμενονς αφ' ημών Κλαύδιο ν "Εφηβο ν
καϊ Ούαλέριον Β'ιτο^να ούν καϊ Φορτοννάτω εν ειρήνη μετά
χαράς εν τάχει αναπέμψατε προς ημάς, όπως ϋ^αττον την
εύκταίαν καϊ επιποί^ητην ημίν είρηνην καϊ ομόνοιαν άπαγ-
γέλλωοιν, εις το τάχιον καϊ ημάς χαρΤ/ναι περϊ της ενοταϋ^είας
15 υμών.
2. ^Η γάρις τον κνρ'ιον ημώ>ν 'ΐηοον ΧριΟτον μεϋ' υμών
καϊ μετά πάντων πανταχή τών κεκλημένων νπο τον ϋ-εον δι
αντον' δι ον αντω δόξα, τιμή, κράτος καϊ μεγαλωϋννη, ϋ-ρόνος
αιώνιος, άπο τών αιώνων εΙς τους αιώνας τών αΙών€ον. άμην.
Κλημεντος προς Κοριν&ίονς έπιΟτολη ά.
1 Αοιηον] Α (. . ιπον; hier setzt Α wieder ein) GL; add. δε S
3 ημάς] ημείς C | περωνσιυν] aeternalem L {αιώνων) | 4 μεγαλοπρεπές
και αγιον} sanctum et decens in magnitudine et gloriosum S | 5 φοβον,
ειρηνην, νπομονην] et timorem et concordiam et amorem et patientiam S
και μακροΘ^'μιαν] om. και Α ] 6 εγκρατειαν, αγνειαν] και εγκρατειαν και
αγνειαν S | οωφροσνν7]ν] CL; praem. και AS | 7 ονόματι] add. sancto S
αρχιερεως] add. magni S | 8 δόξα] praem. πάσα S | μεγαλίοσινη . . . bis
και VW και] om. S ] μεγαλοαννη] CL; praem. και Α | και τιμή] CL; om.
και K\^ εις] LS; add. παντας AC | 11 και Οναλεριον] «oCuir^Ar^O S
(Valerium om. και, oder etAlerium; doch istderFehler einem syrischen Ab-
schreiber, der ein Ο am Anfang vergass, anzurechnen | Βιτίονα] om. S
σιτκαι] ACL(unacum); avvS\ Φορτοννατιο] AL; ΦονρτοννατωΟ-,ΈγηΙνιηΆΐο S
εν ειρήνη μετά χαράς] cum pace et gaudioL (wohl nur Übersetzungsvariante)
12 αναπεμ-φατε] ανεπεμψατε Α | 13 επιπο&ητην] Α; επιπυϋ•ητυν C
ειρηνην και ομόνοιαν] ομόνοιαν και ειρηνην S | απαγγελλωοιν] Α; απαγ-
γειλυ)θιν C | 17 δι αντον] CL; και δι αντον AS | 18 δι ον] cum quo L | τιμή
... bis απο των αιώνων] om. S | τιμή κράτος] AC ; et honor et virtus L
19 αιώνων] AC; add. et nunc et L | εις] AS; και εις CL (L wegen et nunc)
Unterschrift: Κλημεντος προς Κορινΰ-ιονς επιστολή α'Α; C ohne Unterschrift;
epistola Clementis ad Corinthios explicit L; Finita est epistula prima
Clementis quae fuit scripta ab eo ad Corinthios e Roma S.
Anhänge zum textkritisclien Apparate.
149
Anhänge zum textkritischen Apparate.
1. Verzeichnis der im Apparate nicht angeführten
Schreibfehler des Codex A.')
^4 G αιφνηδιονς
7 βραδειον
ί)5 5 εποΐΒίται
7 καθ-ικονΟαν
18 λαπαρα
■96 2 ελαιους
3 stleixQcvecc
ακερεοι
G αιτοιμοι
8 επετελειταί
19 πιοτι
ί)7 7 επιόε
13 παίδων ■
14 παιδιω
23 ηυληοΰ-ηϋαν
■98 3 υποδιγματων
5 γεννεα
11 βραβίον
13 πίΟταω^ς
99 2 δίθ)χϋ•ίθαι
7 οοταιων
8 £ρ£ίς
U ενκλαιη
1(10 4 λίτονργοι
8 προοτη&εις
13 λονθαοϋ-ai
14 γενεοϋ-at
αφελεοϋ-αι
ΐδ πανοαοϋ-αι
100 16 ρνϋαΰϋ-αί
20 φαγεϋΟ-αι
ϋ-εληται
101 1 ελαιους
2 οικτειρμονς
4 λίτουργ7}οαν-
τας
7 λιτονργιας
12 ου/ζ^ί^^«?
15 επαγγελειας
102 8 οραιων
10 κρί&-ηθης{?)
ϋ-ιου
17 Οημιωοιν
104 8 αλαζονιαν
14 επιείκιαν
IG κρίνεται
17 χρηοτευεοϋ-αι
105 4 αλαζονια
8 οταϋις
13 idOi»
14 αιπερομενον
106 ΐδ αλαζονιας
18 ανηγγιλαμεν
107 3 εκλιπόν
8 παίδια
14 κριθείς
20 εχρεται
108 2 εκεινηϋαν
\ 108 14 αληϋ-εινος
1 109 7 f^ctifi
Ι 8 ελαιος
\ 9 οικτειρμων
10 πλιον
110 13 πραξαιων
111 9 δημιουργειαν
17 λειτονργειαν
112 5 οικτειρμοις
14 λιποτακτειν
16 αλαζονια
19 ναιονς
20 παιδιαν
113 2 αγνιας
8 ίοχυί
11 ενϋ-νμτ/ϋαιων
114 2 ϋ-λιψαιων
4 ελαιος
5 οικτειρμων
U πεπιρον
17 εξ,εφνης
115 1 επιδικνυται
14 ορναιον
116 13 ορί^βίου
14 δικνυοιν
μεγάλων
επαγγελ,ειας
117 12 ποιηοειν
119 2 μοιχιαν
1) Hier und im folgenden Anhange beziehen sich die Zahlen auf
Seiten und Zeilen des Textes dieser Ausgabe.
150
Knopf, Der erste Clemensbrief.
119 u επιειχια
127 11 επεοει^
135 12 οφιλει
120 4 ιλίκριΐ'[ως]
21 εξερετοί
136 13 εξηγηθείς
5 όωραιων
128 2 οφιλομεν
138 13 i^ßior
6 λυτονργ[ουν]-
4 λειτονργειας
15 επικαλεοε
τες
13 επικινται
18 επιοταοϋ-αι
121 2 εκτενία[ς]
IG παραικβαινων
139 17 βονληοθ-αι
10 ενεκλιϋεν
17 λιτονργιας
20 κλαιος
16 ανξανεοϋ^αΐ-
129 1 πλημμελιας
140 10 /ου^είο
πληϋ^ννεο&αι
4 λιτουργο^ν
14 ονγχλιομοο
122 8 προτρέπετε
130 8 εθ7]μιωοατο
15 ϋ-ηλιας
13 λίτονργονϋίν
17 κλιϋας
141 2 επιεικια
15 λιτονργουν
25 όοκειται
5 οικτειρμωρ
123 8 όωραιων
131 6 ερείς
μνια
u καταλιλιας
16 λιτονργιας
6 παιδιαν
15 αλαζονια
132 2 λιτουργειας
οφιλει
20 παίδιαν
3 φιλονικοι
7 νονϋετηοεις
124 12 αο&ενιας
εοται
142 5 ^τ[«£](ίίας
126 11 ενόίκννοθ-ο)
7 [ε]υρ?^οετβ£
20 επικαλεϋηοϋ-αε
15 εγκρατιαν
11 ενκλαιως
148 6 αγνιαν
127 1 οφιλομεν
133 8 κολλαοϋ-αι
14 ταχειο
ενχαριοτι
134 12 εμιωϋαν
■ ενοταϋιας
Π. Verzeicl
Ulis der Lücken im
Codex Α.')
94 1 Γ^7 Ικκ;ΐ//]σία
94 8 Λ:ε^Γθί^[οί>•]αί
98 7 6ιρθαλμώ[ν η-
[^Ρω//^/^]
[^Γα]ρ' υ/^ίi'
μών]
2 ^Γα[ροίκοΰ]ο^;
9 [τ]•/] ς τε
8 άΛ:οοτόλου[ς
?}7ί[ασ/ί£ν]οίς
95 14 ■υΛοτάσ[ο]ο^'τες
/Ζετροί^]
3 [κυρ/ου ήμ]ών
;ία/ν/9ά[ί^]οζ^τες
ουχ [ε^ίζ ου](ϊέ
[χάρις ν]μ1ν
15 αρ[κ]ου,αεϊ^θί
9 i;jr[/;i'£7xei'] :τό-
4 Λ:αζ^τα[κράτο]-
98 5 φ{^όνο[ν οι μέ•
ϊΌνς
ρος ^
γι]θτοι
(ααρτυ[ρ/)οο:ς]
6 [Ζίίά τάς]
6 οτΰλ[θί Μίω]-
10 ο9)είλ[ο,«εζ^θϊ^]
[/fi^OiwJeVctg
χί^ηοαν
11 ζ'^λοΙι^καίερίζ^]
7 [Jrέρί]JΓτωö£ίς
7 ϋ-ανάτο{ν ηϋ^λ-
[υ^Γε(ί6ί]^ε^'
[yo/zJ/Co^ii^
7]θαν]
12 [φυ/α](5'ευο'είς
1) Vgl. auch Lightfoots Zusammenstellung: S.Clement II S. 2G3— 267.
Anhänge zum textkritischen Apparate.
151
9S 12 '/[Bv6\^svoq
13 l[v τ?]] όΰοει
99 i 7ΐατηντ)][θαν\
6 τοντ[ο\
7 οοτέων μ[ου\
11 νπομνηοχον-
12 οκ«//,αα[τί]
επΊχΕΐ[ταί\
13 κίνας [y.aX\
ε?.ϋ^ω[μεν]
U τ[^ς :π•«()α(ίό]-
ο£ως
ΐδ [καΐ ΪΟ€θ]μεν
[και τι ^Γρο]σ-
δ έκτον \
ΐϋ ΐΐθΐ[Ί)οαντ]ος
[άτενίθ]€ομεν
17 [καΐ γν]ώμεν
τω d-εω [καΐ Ι
7τατρ]1
18 [öiöTjiy^mi' \
κό[ομ]€ρ
19 [όιέλϋ•]ωμεν
[και] καταμά-
&ωμεν
20 /f^f« [ii«]t
εόω[κ]εν
100 17 [(ί]ίελεχΟ-ί5//ε2^
18 [αί] αμαρτίαί
νμών [cog]
103 7 [ττροςοεείοή?.]-
ϋ^ον
8 [/ί^ς ημών]
βα[θΐλενς ον]•
τως
9 [jMez^ οί αν]-
όρες
10 [«;.;.« ευϋ•έ]ο}ς
103 10 .τορίυοι^[ταί
τ^] ϋόψ]
11 εϊ'[αλΡ.ά|]
7[ίΐ^09]οκουοα
12 [κνριοςοϋ-εος]
ν μι ν [την πο]-
λιν
13 [τρό]μος
κα[τοι]κονθιν
14 7fV[//Tai]
104 10 ίογνϊ αντο[ν]
12 οίκαΐοΰνν[7]ν]
U οιόάοκω[ν]
[ον]τεος
15 ελε7]{^[ή]τε
ώ[ς] ποιείτε
16 ποιηϋ•ι)ϋεταιν-
μ[ΐν]
δο&7]θεταί [ν-
μϊν]
17 κριϋ^ήοε[ΰϋ^ε
ως χ]ρί^οτεΰ-
χ()?/[οτευθ^?;]-
οεται
με[τρεΐτε]
18 [ταυτ?/ τ]?7
19 παραγγέλ[μα-
οιν\
εαν[τους ει\ς
20 [οντα]ς
αν[τον τ]απεί-
νοφρονοΰν-
τες
105 1 [φηοΙ]ν
[έπι]βλέψω
2 [7)ο]ύχιον
3 [dijxcaot'
106 2 Γκ1«ί ^τά/ΙίΡ
106 3 γλο)60)] αν-
[τ]ών
3 [α]υτο3ί^
108 ΐδ κατηγ[ορεϊ λέ-
γων]
16 ρνπ[ονονο'αν]
17 Cöi/} αυτο[ΰ]
[τω οίκω]
18 [^;Jr;/ρε]σί«ς
19 [αικι]ομάτων
κακε[ϊνος]
109 1 εμ[εγα]λορ7ΐμό-
ν7]οεν
ε[κ της] βάτου
2 οιδο[μέ]νον
πέμπ[εις]
3 (^^[aJdv/Jlroo-
οος
21 εξάλειψ[ον]
εμο[ί]
22 άΛ:ο[ρί]φ//ς
23 [κα\τοπνεν]μα
άντανέ[λι,]ςάπ'
ε]μοΰ
110 1 άγαλ[?ύαθιν
τ]ον
2 ['/)7ε,ί/ο]ί^ίκω
διδά[ξο} άνο]-
μονς
3 α[οε/3εί]ς
[ρϋοαι]
4 [οωτ]//ρίΌ:ς
5 [άι^]θί$ε£ς
«^^«/[/Ιελέί
6 /)[ο•]ε'/!.?;ο«ς
23 εμχοδί[ζ]οντα
152
Knopf, Der erste Clemensbrief.
111
1 άοτέ[ρ]ων
115 13 [1όω]μεν
121
8 αν[τΐί ξ]ώα
[α]ντον
[γίν]ομεν()ν
[διατ]αξει
2 [π]αρεκβάοεως
14 [το]ποις
9 ΰ•ά?Μθ[ϋανκ]αΙ
[το]νς
116
14 [;.]67«
προδημι[ονρ-
113
20 jtQ[o6o3jrov δε]
15 aoL [κ]α\
γη]οαζ
[τοΰ έξολε]-
16 εξ7][γ]έρϋ•ην
10 [(ίυ]ϊ^α,αεί
ϋ^ρενοαι
ει [κα]1
[κα]1
114
1 μνημ[6οννον\
17 [r?}]!^
11 [ai'ö^^ojjrjoi'
ö[iy.caoz\
119
20 πεποί\^ηο[εως
122
12 Μλ^^έ^-Ο-'
2 αυτ[οΰ xccl εκ]
■γινώ\ΰκων
125
5 κ\αΙ την κατά]-
α[ντον ερν]ϋα-
Ύΐδε^ωα προοη-
οχεοιν
το
γε]το
Q τ[ης γης]^
3 μάϋΐτιγες]
120
1 ταπίΐνοφρ[ο-
αν[τον'κα&ον]
έλ[πίζον]τας
θΰνΐ]ς]
7 [ϋ-ώ τους]
4 κνκλωοε[ι]
αύ[τον δι
νποπ6δίθ[ν
5 κ[αί ενερ]γετί-
άδελ]φον
των πο]δών
κός
2 [Αάβαν]
8^[χ^ρο/]
6 ε[πΙ Tovc]
3 εδόϋ•[η αντω]
άντίτααο[6με-
[τε]
[Ίθραηλ!'Όέάν]
vol]
7 αντ[ον]
4 εϋ.ικρίν[ώς]
ϋ•ελημα[τί αυ-
προοερχομέ-
5 [με]γαλεΐα
τού]
νοι[ς]
δεδομέ[νο3ν]
10 α.νό[ρεζ «όέλ]-
115
3 ά:ιαρχη[ν]
6 ίερ6ί[?]
φοί
νεκ[ρώι>]
λείτουρ7[οί;ζ^]-
11 εκτενεία[ς εν
Α καίΐρον]
τες
τοις]
ό 7)μέρ[α καΐ]
17 ^Γίοτ[ε]θ9ς
[αντον]
δ7]λονο[ιν]
21 ά7α9-ο.-τθί'ί''[«ς]
12 θτρα[τενο]με-
η[μέρα] η
121
1 δεθπότ[?]α]
νονς
6 επέρίγβτία λά-
2 εκτενεία[ς]
ηψών]
βω]μεν
άγαΜον]
13 εϊ;εί;ίτιί>>^ oder
7 [πώς καΙ]
3 δ[εοπό]τ7]ς
-ικώς]
8 [εξηλϋ^εν 6
ερίγοις]
επίτελο[υ]θίν
ο[πείρ€ον
4 αυτ[οί;] κρατεί
14 ^Γβ^τε[ς]
\εκαθτο]ν
5 6οτ/)(>ίοε[ΐ']
126
4 ολο[ι^]
9 πε[θ6ντα]
ου[ΐ^έ'σ£ί($ίεκό]-
5 θλ[θν]
οί[αλνεται]
ομηοεν
6 νποταϋοέ-
if) μεγο.[λείότ]ΐ]ς
6 [Λεχω]()ίσεΐ'
o^\co]
11 άνίϋ]τ7]θίν
7 [ετΓί. tJ oi^
καϋ•ώ[ς]
πλεί[ονα]
βον[λημα]τος
12 ,Μαρτνρ£/τ[ο^]
Änbänge zum textkritischen Apparate.
153
1 2ß 13 ΐ(\αρ]τνρ8ΐθϋαί j
οαρκι[...]κάίμη
14 γινώο[χων οτι
ίτ]ερος \
15 [αυτώ]
άΐ'αλογι[ΰοί-
μ]ΐ:ϋ^α
ΐΰ [νλης]
τί[ι>ες εί]θηλ-
&αμεν \
17 [εκ jtoi]ov
[6 jr?M]oac
18 [είθί]]γαγεν
[προ]ετοίμάθας
19 [αυτ]οϋ
[ταν]τα
127 1 [ό\φείλομεν ;
[αν]τω \
3 [ά]φρονες \
128 3 έ[κελ]ενθεν
13ο :ίΐ [καΙ επήόείξα-,
το
22 [τ«α 6φρα]γΐ-
όας
τη[ν Οκηνην]
23 προε\ΐλεν τας\
24 (>[«ii?(^oc]
2δ jr()[o7/d£i]
131 1 [έοίσο-αί]
άχ[αταοτα]οία
2 ot'ra>[c £:7τοί]-
τ[ό 6νο]μα
3 |(ίΟΐΌΙ'[. .]
132 1 πολιτενομί-
ν[ονς\
3 r/ji^oi^fixfoi]
περί \τώνλ
132 4 εί^|^κ£κΰφα]τε
5 [τας τοϋ]
G [οτί ον\δεν
παραπε[ποιη\-
μένον
7 [ουχ ε]νρη6ετε
άποβε[βλημ]έ- Ι
8 [εόι]α)χΘ•7]6αν \
άνό[μω]ν \
9 [άν\οΰΊων
πα[ρα\νομων
10 [t'jjro των
[ά]νείληφότων
11 [£]υκ-^ε(5ς
[r/] γιχρ
12 [ε\βληϋ•η
13 [t/J ^Αναν'ιας
133 2 LJiCiji'^iif'Tra
3 (5"os[a £i]c
4 νπο[μ]ένοντες
11 [κ]ο1λη&ώμεν
136 14 £υ(>έ[ι9"^^αί]
[ο ί^εός (ίεω-
15 άπ[ο τοϋ ελέ]-
ους
16 [ενρεθώμεν]
άνϋ-ρω[πίνης]
17 jräöa[i aJto
Άόίφ]
παρη[λϋΌν]
18 τε2εί090•εν[τες]
εχο[νθίν]
19 φανερ[ω&-ή-
Οον\ται
βαοιλ[εΙας]
137 1 [Χρ<σΓ]οϋ
εΖσε7[.9ετε]
2 οθ[ον] εως
ηυ\μ6ς]
3 ?/,αερ[ας]
[εκ] των
4 [^Γροο]τ«/,(/ατα
ε[ι^ ο]μονοί€ί
5 «φε»9•^[ί.'αί]
επεκα[?.ν]φ{)•η-
οαν
7 «|"ΐ^•//()]
8 άμαρτία[ν]
αντ[ον]
9 ε[7ε]ί^ετο
10 ημ[ών]
11 «[i'cöJl^COi'
12 [οΰ]ϊ^ παρε[πέ-
οα]μεν
13 [το]ΰ «λΤίκίεί-
μέ]νου
[άφεϋ-ϊ/ναι ψ
^μΐν]
14 ο'ΐτί[ν]ες
άρχηγ[οΙ]
έγεν[7]]ϋ-ηοαν
19 τώ[ί^]
138 2 [κρί]μα
κατέβ[η\θαν
3 CtÖii^JTfC
ϋά[νατος ποι-
μανεΐ α]ν-
τονς
4 Οτρα[τία αν-
τ]ον
ήγονμε[νοι Αί-
γ]νπτον
5 [άναβάΐται
154
Knopf, Der erste Clemensbrief.
13S 5 [α1τία]ν
139 3 [τό τά;ίος]
! 142 4 τ[6 έλε])/&ηναΰ
6 [iQvi^Q]av
[ο λαός ο]ον
5 π[αι]δείας
7 [το οκ'λ]ηρνν-
4 [^4ί7υ^Γτο]υ
Ι 6 [της] ^
ϋ^ηναι
[τ^ς οδον]
7 ■υ^Γοτά[7^/]τε
άου[νέτου\ς
5 [ε:;Γθ/7/οα]ι^
παι[δεν]&•ητε
8 [τα οημ]εΙα
[και εί^τε]ί^
ί 8 κά,Μν^β^['Γε?]
[καϊ] τα
6 λελάλη[κα
10 ανθ-άδ[εια]ν
γ(/ ΑΙγν[πτου]
^ προς]
[εν] τω
[τοϋ ο•]ερ«-
[εώρακα]
13 προήοομα[ι ν-
ποντοα
7 [εατιν ο]κλη-
μΐ]ν ^
9 [Μ]ωνοέω[ς\
ροτράχΐ]λος
14 [de νμα]ς
10 [ό] όεοπότης
[με έξολ]ε-
έπ[ειδη εκά-
11 [ου]^έϊ'
ϋ-ρενοαί
λονν]
[ίξ]ομολογεί-
εξα[λείψω τ]ό
νπηκονοα[τε
οϋ^αι
8 νποκά[τω{^εν]
καϊ εξέτει]-
12 [ο £]κ2 εκτός
[οε εΙς ε]{)-νος
νον
εξ,ομολογηϋο-
9 [καϊ πολ]ν
15 [προοείχετε]
[μ]αι
[καϊ είπεν
επο[ιεΙτε τας
14 :?τ[ά]2ί^'
Μ]ωνοης
εμάς]^
«^[z^ejöscog
10 [αφες την]
16 έμ[οίς έλεγ-
18 ε3ΐίθταο[ϋ•ε
141 22 [το Οπερ μα
χοι?]
τ%
αον]
τοιγα[ρονν κα-
19 [καΙ iVxjfxü-
24 [το παμβο]τα-
γώ]
φατε
νον
17 άπω?.εί[α έπί-
[d-εον προς
ελεν()[Ίΐ όε εν
γελάοο]μαι
ά]νάμνηθίν
τά]φο)
[ηνίκα αν]
20 [/ράφοιί/ει^]
142 1 ωριμο[ς κατά
18 6λεϋ•ρο[ς καϊ
άναβαί[νοντος
καί]ρ6ν
ως αν ά]φΙ-
εΙ]ς
ωθ[περ ίί^ημω]-
κ?,ται
139 1 πθίηοαν[τος
νιά
ϋ•[6ρνβος ι) δε]
τεοοερ]ακον-
2 ον[νκομι\οϋ^εΐ-
19 κ[αταίγίδι πα]-
τα
οα
^ QV
καϊ τεο[οερά-
αγαπη[τοϊ πό-
νμ[ΐν ϋ-λίψίς]
κοντ]α
θος]
20 γ[αρ όταν επι]-
2 [κα\ ταπείν]ώ-
3 τ[οΐς παίδεν]-
καλεύηο&ε
αει
ομένοίς
[ονκ είοα]κον-
[6 ϋ-εος]
δεοπ6[τον πα-
οομαί
3 [ΆΙωϋΙοΤ/ Μωϋ-
τήρ γαρ]
ζητ[ηοονθιν]
οι, !
4 παιδε[ΰεί]
21 ενρη[οονοιν]
142 21 [τον öh φο\βον 143 ι
22 7ΐροξίλα\ντο
ονδΐ] 143;
προθέχ[ί:ΐν
βονλαΐς]
143 1 εμον[ς IXiy-
χους] . 148
Anhänge zum testkritischen Apparate
148 :
155
τ //[ς ίαντών\
χαι της ίαντών]
-148 1 fehlt ein
Blatt:
πληοΟ•ηοον[ταί
.... λο]ίπον
, WmW
■2 [πα\θης
[το\ν κύριοι'
3 [εί]ς λαον
μεγαλο[π]ρ£-
πες
5 [jt]iOTlV
III. Verzeichnis der Änderungen, die am Texte der
Morinschen Ausgabe des Florinensis vorzunehmen sind.
[Seiten- und Zeilenangabe beziehen sich auf die genannte Ausgabe.]
S. 2, Z. 6 fuit st. fuerit; S. 2, Z. 9 beatificavit st. beatifi-
caverit; S. 3, Z. 3 add. in vor innocenti; S. 3, Z. 5 et st. ut; S. 8,
Z. 9 Omnibus (mit dem Codex) st. Dominus; S. 8, Z. 12 qui st,
quia; S. 10, Z. 15 ut st. et; S. 13, Z. 14 facietur st. f'aciet; S. 14,
Z. 5 add. in vor inconstantia; S. 14, Z. 14 perient st. pereunt;
S. 15, Z. 1 qui cum pietate st. qui cum que; S. 15, Z. 12 salu-
tare st. salutarem; S. 17, Z. 16 add. sub vor jugo; S. 22, Z. 22
prae st. pro; S. 26, Z. 4 fini st. finis; S. 26, Z. 5 add. ut vor
impletum; S. 27, Z. 6 Morins hereant ist schwerlich richtig, Co-
dex: erant, lies erunt und ergänze davor ein adstrictae oder dgl.;
S. 27, Z. 8 praecepit st. praecipit; S. 27, Z. 11 dicet st. dicit;
S. 27, Z. 13 praeteriet st. praeterient; S. 27, Z. 18 audiuntur st.
audiantur; S. 28, Z. 15 nos sibi st. nobis; S. 29, Z. 14 et st. e;
S. 31, Z. 15 crescunt st. crescent; S. 32, Z. 4 bonis st. nostris;
S. 39 S. 1 est st. sit; S. 40, Z. 10 de, wenn überhaupt beizu-
behalten, ist mit constituerunt in ein Wort zusammenzuziehen;
S. 47, Z. 16 defecimus st. deficimus; S. 50, Z. 3 adquiret st. ad-
quirit; S. 50, Z. 9 monitionibus oder monitis st. monitionis;
S. 51, Z. 22 in st. a'; S. 52, Z. 15 superbam st. superbiam;
S. 52, Z. 18 a spt ist zu streichen.
Der litterarische Charakter des ersten
Clemeusbriefes.
Der sogenannte I. Clemensbrief giebt sich gleich in den Ein-
gangsworten als ein Brief der römischen Gemeinde an die korin-
thische zu erkennen. In der korinthischen Christenheit sind
Streitigkeiten ausgebrochen, die den lieblichen Namen der Christen
gewaltig geschädigt haben. Die Kunde von diesen Zwistigkeiten
ist nach Rom gedrungen und hat der römischen Gemeinde An-
lass zu ihrem Schreiben gegeben. Dies ist der feste Punkt, von
dem aus das Verständnis des Briefes vorzuschreiten hat. Ehe
wir dem Probleme des Briefes näher treten, wollen wir zunächst
die Analyse des Schriftstückes geben.
Der Brief zerfällt in zwei ungleich grosse Teile. Im ersten
umfangreicheren (cc. 1 — 38) geht der Verfasser von dem concreten
Einzelfalle aus, der ihm die Veranlassung zum Schreiben gegeben
hat, bewegt sich aber bald in ferner liegenden indirecten Aus-
führungen, die in allgemein paränetischem Tone Briefsender und
Adressaten gleichmässig in der 1. Person Pluralis mahnen (cf. 7i
ταΰτα, αγαπητοί, ov μόνον υμάς νονθ-ετοΰντες έπίοτέλλομΕν,
άλ?Μ καΐ ίαντονς νπομιμνηοκοντες, namentlich von c. 7 1 an
wird der Ton allgemein). Nur einigermassen werden die zerfah-
renen Ausführungen durch eine hier und da aufgesteckte Bezie-
hung auf die bestimmte Veranlassung zusammengehalten. —
Viel concreter, ad hominem gerichtet, ist der 2. Teil des Briefes
(cc. 39—65), die directe 2. Person Pluralis wird häufiger ange-
wandt, obgleich auch hier des \^erfassers Eigenart sich in den
auf breitester Basis angelegten und umständlichen Beweisfüh-
rungen ausspricht.
Im einzelnen gestaltet sich der Aufbau des Briefes folgen-
dermassen:
Der litterai-ische Charakter des ersten Clemensbriefes. 157
Xach Zuschrift und kurzer einleitender Bemerkung, die die
A^eraulassung des Briefes ausspricht (1 1), entwirft der Verfasser
ein Idealbild von dem einst herrlichen, allgemein gerühmten
Gemeiudeleben der Korinther (1 2 — 2 s), das leider jetzt durch
einen so unerquicklichen Umschlag in sein Gegenteil verkehrt
worden sei (3). c. 3^ wird das Stichwort der mm folgenden
Ausführung gebraucht: ζήλος. Vor neidischer Eifersucht warnen
oc. 4 — 6 in umfangreicher Beispielsreihe, deren einzelne Ausfüh-
rungen der alttestamentlichen Heilsgeschichte, dem Leben der
Apostel, der christlichen Zeitgeschichte und der Profangeschichte
(6 3 f. ) entnommen sind. — Nach kurzer Umbiegung der mitzu-
teilenden Warnungen auch auf die ermahnende Gemeinde (7 1)
wird, wieder mit Beispielen und alttestamentlichen Anführungen,
zur Umkehr und Sinnesänderung geraten (7 2 — 8 5), die Gottes
erhabener und herrlicher Wille von uns fordert. Diesem Willen
gilt es gehorsam zu sein, Enoch, Noah und Abraham wurden in
Gehorsam gerecht erfunden (9i — 10 e). Glauben, Gastfreund-
schaft und Frömmigkeit werden von Gott hoch belohnt, wie
Abrahams, Lots und der Hure Kahab Beispiele zeigen (10 7 — 128).
13 1 — 10 7 mahnt zu Gott gehorchender, friedfertiger Demut,
Christus und die Propheten, Abraham und Hiob, Moses und
David sind leuchtende Vorbilder von Demut (16—19), ja Gott
selbst ist mild und langmütig gegen seine Schöpfung, die in Har-
monie und Frieden, seinem wohlthätigen AVillen gehorsam, den
Kreis der ihr aufgetragenen Thatigkeiten abläuft (19 2 — 20 12).
Dem wohlwollenden, allezeit nahen Gotte müssen wir uns unter-
werfen, ihm ja keinen Anstoss geben (21 — 22). — cc. 23—27
schildern die Wohlthaten, die Gott den Gläubigen insbesondere
(20 11 νχερεκπεριοοώς όε ημάς) in Aussicht gestellt hat (Parusie
und vor allem Auferstehung), und an denen nicht gezweifelt
werden darf. Denn das Kommen Christi steht fest durch das
Verheissungswort (23 5), die Auferstehung durch die analogen
Vorgänge der Natur sowie durch die alttestamentliche Verheissung
(24—26). Nach erneutem (vgl. 21 3) Hinweise auf die Allgegen-
wart Gottes (28) folgen in cc 29 u. 80 Mahnungen zur Liebe zu
Gott, der die Christen zu seinem auserw^ählten Volke gemacht
hat, und die Aufforderung, die Werke der Heiligung zu zeigen,
nicht bloss prahlerische und leere Worte im Munde zu führen. —
Die nun folgenden Capitel 31—36 bilden eine leidliche Ein-
158 Knopf, Der erste Clemensbrief.
heit. Sie behandeln das Thema: τίνες cd οδοϊ της ευλογίας. Am
Beispiele der Patriarchen wird gezeigt, dass Gerechtigkeit und
Wahrheit durch Glauben zu thun, der Weg sei, auf dem man
zum Heile gelange. Doch mit dieser indifferenten Formel be-
gnügt sich der Verfasser nicht. 32 3 f. wird aus dem Beispiele
der Patriarchen die Behauptung gezogen, dass sie nicht aus
eigenem Verdienste sondern nach dem AVillen Gottes durch den
Glauben gerechtfertigt seien. Diese paulinische Formel muss
dann aber nach 30 3, 31 2 dahin ergänzt werden, dass die Werke
dennoch mit Eifer zu verrichten seien, wie ja auch Gott und alle
Gerechten durch Werke hervorleuchten. Darum gilt es gehor-
sames Thun des Willens Gottes, damit wir seiner herrlichen
Verheissungen teilhaftig werden (cc. 33 — 35). Mit dieser Aus-
führung ist die Frage 31 1 gelöst (vgl. 31 1 τίνες ot οόοΐ της
ευλογίας und 36 1 αυτή η οδός . .), der Weg ist aufgezeigt, auf
dem das Heil, Jesus Christus, zu finden ist, der in Worten und
Gedanken, die dem Hebräerbriefe entnommen sind, verherrlicht
wird (c. 36). Die beiden letzten Capitel des ersten Teiles (cc. 37 f.)
knüpfen an den letzten Satz von c. 36 an: Christi Feind ist, wer
sich seinem W^illen entgegensetzt, Gehorsam ist der Schmuck der
Christengemeinde, die in gegenseitiger Unterordnung (Beispiele:
das römische Heer und die Glieder des Leibes) ihre Gaben und
Kräfte zu verwenden hat.
So betrachtet zerfallt der ganze erste Teil in mehrere breit
angelegte Ausführungen, die unter einander wenig zusammen-
hängen, cc. 1 — 3 lösen sich schriftstellerisch leicht aus als Ein-
gang, cc. 4 — 6 warnen vor Eifersucht, in cc. 7 — 22 ist das immer
wieder durchschlagende die Mahnung zum Gehorsam und zur
Demut, cc. 23 — 30 schildern die Wohlthaten Gottes, wieder mit
paränetischem Ausgange in Mahnungen zur Gottesfurcht und
Demut, cc. 31 — 36 zeigen den Weg zur Gottgefälligkeit und zu
Christus, cc. 37 f. preisen wieder Gehorsam und Unterordnung.
Der zweite Teil, in der Hauptsache cc. 39 — 58, erhält dadurch
straffere Einheit, dass in ihm der Hauptzweck des Briefes, die
Einheit zu Korinth wiederherzustellen, fester im Auge behalten
wird und alle Ausführungen sich enger mit diesem Thema befassen.
Die sich selbst überhebende Kraft des Erdgeborenen ist
nichts vor Gott. Nur Narren blähen sich auf im Gefühle ihrer
eigenen Stärke und Einsicht (c. 39).
Der litterarische Charakter fies ersten Clemensbriefes. 159
Die Ordnung des Amtes ist aus dem Willen Gottes, der ein
Oott der Ordnung ist, hervorgegangen (cc. 40 —44 3). Denn schon
im alten Testament hat jeder nur an seinem Platze und in seiner
Ordnung Gott nahen dürfen (cc. 40 u. 41). Das Gemeindeamt ist
von den Aposteln, die doch durch den Herrn Christus mit Gott
in Zusammenhang stehen, eingerichtet, ist ausserdem schon im
alten Testament ausdrücklich geweissagt (42), auch hat Moses
durch ein Λ¥under dem Volke bewiesen, dass das Priestertum
göttlichen Ursprunges sei (43). Das Amt ist von den Aposteln
selbst in weiser Vorsicht eingesetzt (44 1^ — -3).
Edle Männer werden nur von Bösewichtern verdrängt, wie
die Schrift an vielen Beispielen lehrt. Aber das ist offenbarer
Frevel, an die Heiligen muss man sich vielmehr halten, um in
ihrer Gemeinschaft geheiligt zu werden (44 4 — 46 9).
Schon der Apostel hat die korinthische Gemeinde zur Ein-
heit gemahnt. Hässlich ist es, von der Spaltung in der Gemeinde
zu hören (47); wir wollen sie abthun und zu Gott zurückkehren
(48), die einmütige, demütige, herrliche Liebe hilft uns, Gottes
Vergebung zu erlangen (49 u. 50).
Waren die bisherigen Ausführungen an die VoUgeraeinde
gerichtet, so gehen cc. 51 — 56 mehr auf die eigentlichen Urheber
des Streites (51 1 αρχηγοί της οτάθεο)ς). Sie sollen reumütig
Busse thun, denn nur Busse verlangt Gott (51 u. 52); Moses, der
Mann Gottes, hat mit seinem sündigendem Volke den Tod leiden
wollen (53), unter euch, ihr Korinther, werden sich doch auch Leute
finden, die bereit sind, um Beilegung des Zwistes willen auszu-
wandern (54), wo doch selbst unter den Heiden viele sich auf-
geopfert haben, ebenso unter uns Christen; sogar Weiber, wie
Judith und Esther, haben mit Gottes Beistand herrliche Thaten
für die Gesamtheit ihres Volkes gethan (55). Betend mahnen
Avir, die Sünder mögen umkehren (56). c. 57 endlich setzt mit
der directen Anrede an die Urheber des Streites ein: μετανοεΐν
und νποτάϋθίϋ-αί\ wehe dem, der Gott ungehorsam ist, Heil dem,
der sich ihm unterwirft (57 u. 58).
Wir haben als Gottes Vertreter zu euch gesprochen, tinden
sich dennoch solche, die nicht gehorchen, so werden sie schon
ihren Lohn finden, wir können nur für die Erhaltung der Christen-
zahl beten (59 1 u. 2). Dieser Übergang leitet das lange Gebet
ein, dass ziemlich wirkungsvoll den Schluss des eigentlichen
160 Knopf, Der erste Clemensbrief.
Briefes bildet (59 2—613); Hinweis auf die Erhabenheit Gottes
(593), Bitte um allerlei Gnadenerweisungen (59 4), erneuter Preis'
Gottes (60 1), Bitte um Sündenvergebung (60 2) und um Schutz
vor den Bedrängern (60 3), Fürbitte für alle Menschen, insbesondere
für die Herrscher. (60 4 u. 61 1 f.) und feierliche Exhomologese (61 3)
lösen einander ab.
Die nun noch folgenden Capitel (62 — 65) bringen keine neuen
Ausführungen mehr. c. 62 fasst den Inhalt des Schreibens zu-
sammen, c. 63 bittet um die Freude, die Korinther geeint und
Gott gehorsam zu sehen und erwähnt die Sendung vertrauens-
würdiger Männer zur Schlichtung des Streites, c, 64 bittet Gott
um geistliche Gaben für alle Christen, c. 65 1 nennt die Über-
bringer des Briefes, die ανόρες πιοτοϊ και οώφρονίς (63 3), mit
Namen, c. 65 2 endet mit Gruss und Doxologie.
Wie schon aus dieser Inhaltsangabe hervorgeht, hat der
Verfasser des Briefes sich seiner Aufgabe mit grosser UmständT
lichkeit erledigt. Welch eine Fülle von Citateu, von Beispielen
aus allen möglichen Gebieten, wie häufige AViederholuugen von
den nämlichen oder verwandten Gedankengängen! In dieser Hin-
sicht bildet unser Brief das genaue Gegenteil zum kanonischen
I Korintherbriefe, der, an Umfang viel geringer, eine über-
raschende Fülle von concreten Einzelfragen zur Entscheidung
bringt. Schon die weitschweifige Form des I Clem. steht in
starkem Widerspruch zu seiner concreten Veranlassung. Und
dieser Eindruck wird noch verstärkt durch die Beobachtung,
dass viele seiner Ausführungen in gar keinen strengen Zusammen-
hang zu der Veranlassung des Briefes gebracht sind. Λ'οη diesem
letzteren AViderspruche ist allerdings nur der erste Hauptteil
des Briefes gedrückt, weniger der zweite, in dem höchstens das
umfangreiche Gebet (cc. 59 — 61) aus dem Rahmen des Ganzen
herausfällt. Das Verhältnis zwischen der concreten λ eranlassung
und der weitschweifigen Form ist eines von den Hauptproblemen
des Briefes. Wir wollen diesem Probleme im folgenden näher
treten und, soweit es möglich ist, seine Lösung versuchen.
Hierbei ist zunächst die Frage von Interesse, auf welchem
Wege denn die Römer Kunde von den korinthischen Übelständen
erhielten. Verschiedene Möglichkeiten kommen in Betracht:
Der litteraripche Charakter des ersten Clemensbriefes. Ίβ[
1. Die Koriuther können sich schriftlich, wie einst an Paulus
(I Kor. 7 i), an die Gemeinde der Welthauptstadt gewandt haben,
um sich von dort eine Entscheidung zu holen (Lipsius, De Cle-
mentis Rom. ep. ad Cor. priore disquisitio S. 6 unten, vgl. auch
S. 109 oben). Eine scheinbare Stütze könnte diese Ansicht in 1 1
περί των επιζητονμένων παρ^ νμΐν πραγμάτων finden. Aber
παρ νμΐν heisst „bei euch", nicht „von euch" und (:πιζ7]τονμί:Γα
bedeutet nicht „Anfragen", „Anliegen", sondern „in Frage stehende
Dinge", „strittige Angelegenheiten" (matters of dispute, Lightfoot
z. St.). Nichts im ganzen Briefe deutet auf ein solches in aller
Form erfolgtes Ansuchen der Korinther hin, und die Annahme
wird ausserdem noch von der sachlichen Schwierigkeit gedrückt,
dass in jener Zeit eine starke apostolische Gemeinde in dieser
Weise eine Schwestergeraeinde zur Richterin über ihre internen
Gemeindeangelegenheiten gemacht haben sollte. Merkwürdig
bleibt aber, dass man in Rom selbst die Sache bereits im 2. Jahrh.
so aufgefasst zu haben scheint: die altlateinische Übersetzung
des Briefes giebt die fragliche Stelle mit de quibus desideratis
wieder.
2. Weiter könnte man annehmen, eine Gesandtschaft sei von
Korinth aus nach Rom geschickt worden. Aber soll diese offi-
ziell von der Vollgemeinde aus erfolgt sein, so ist dagegen das
eben erwähnte sachliche Bedenken geltend zu machen, ausserdem
berechtigt keine Andeutung des Briefes zu dieser Annahme. Soll
die Gesandtschaft nur von der vergewaltigten Gemeindeleitung
ausgegangen sein, so fehlt wiederum im Briefe selbst jeder Anhalt.
Man hat zwar (so auch Lightfoot z. St.) in dem Fortunatus 65 i den
Korinther von 1 Kor. 16 η wiedererkennen wollen und behauptet,
dass er durch das ovv xal (statt des einfachen xal vor Ουαλίριον)
ausdrücklich neben die zweigliedrige römische Gesandtschaft ge-
stellt und von ihr unterschieden werde, aber diese Annahme ist
nicht haltbar. Diese Combinationen zwischen den uns spärlich
erhaltenen Namen von Leuten der 1. und 2. Generation haben immer
etwas missliches. Der Name Fortunatus ist keineswegs selten
und gut lateinisch, neben den beiden anderen lateinischen Namen
Claudius und Valerius hat er für Rom absolut nichts befremd-
liches. Σνν yML ist in der Aufzählung bei Anknüpfung des
dritten Mannes auch sonst zu belegen, vgl. Apoll. Arg. 1 74 ovv
xal τρίτος ηεν Όϊλενς (vorher werden Eurytion und Eribotes
Texte u. Untersuchungen. N. F. V, 1. 11
152 Knopf, Der erste Cleraensbrief.
erwäliut) und Theoer. Id. Ί 2 ovv y.di τρίτος άμ\ν \4μνντας ι vorher
Ιγώ d. i. Theokrit selber und Eukritos; vgl. übrigens den Thesau-
rus Graecae linguae s. v. ovv Spalte 11 6S des 7. Bandes). End-
lich wird deutlich an unserer Stelle vorausgesetzt, dass auch
Fortunatus binnen kurzem in Frieden und Freude von den Korin-
thern werde zurückgesandt werden, er war also offenbar ein
römischer Christ. — Es lässt sich demnach die Hypothese, das
Einschreiten der Römer sei durch irgend eine persönliche Auf-
forderung aus der korinthischen Gemeinde heraus veranlasst
worden, aus dem Briefe selbst mit nichts belegen.
3. Vielmehr• sprechen die spärlichen Andeutungen des Briefes
über diesen Gegenstand alle dafür, dass die Kunde von den
Streitigkeiten auf anderm Wege nach Rom gekommen sei. Die
in Betracht kommenden Stellen sind: 1 1 . . . ωοτε το Οεμνον
και περιβόητον καΐ πΰοιν άνϋ-ρώποις άξιαγάπητον όνομα
νμών μεγά/χος βλαφθ-ηναι und ΑΙ ά f. αίΰχρά, αγαπητοί, καΙ λίαν
αίϋχρά, καΐ ανάξια της εν Χριοτώ άγοΓ/ής. ακονεοϋ-αι την
βεβαιοτάτην και άρχαίαν Κορινϋ^ίων έκκληοίαν όί' εν 'η όνο
πρόοωπα οταοιάζειν προς τους πρεοβντέρους. καϊ αύτη η άκοη
ον μόνον εις ημάς έχώρηοεν άλλα και εις τους ετεροκλινεϊς
υπάρχοντας άφ ημών, ωοτε καϊ βλαοφημίας έπιφερεοϋ-αι τω
ονόματι κυρίου δια την ύμετεραν άφροοννην . εαυτοϊς δε κίν-
δυνον επεξεργάζεοϋαι.
In der ganzen Christenheit, ja selbst unter den Heiden redet
man zum grossen Schaden des „Namens" vom Zwiste der Ko-
rinther, der (1 1 βράδιον, 46 9 επίμονος) schon längere Zeit hin-
durch gedauert hat. Aber es ist nicht ein vages, allgemein sich
herumredendes Gerücht, das die Römer zum Einschreiten be-
wogen hat, der Brief zeigt eine, wenn auch nicht sehr grosse,
Kenntnis von Einzelheiten des Streites (vgl. darüber unten), die
doch eine etwas eingehendere Kunde voraussetzen, als sie eine
allgemeine άκοη bieten konnte. Man wird wohl nicht fehlgehen,
wenn mau annimmt, dass die Berichte römischer Christen, die
in Korinth gewesen waren, die römische Gemeinde mit dem Zu-
stande der korinthischen bekannt gemacht haben. Bei dem starken
Verkehre zwischen der Welthauptstadt und dem Welthafen
Korinth ist dies schon von vornherein wahrscheinlich, Λvird aber
noch im Briefe selbst nahegelegt durch 1 2 τις γαρ παρεπιδη-
μήοας πξ>6ς υμάς την πανάρετον κτλ. Diese Form der rhe-
Der litterariscbe Charakter des ersten Clemensbriefes. 1(J3
torischen Einkleidung wäre nicht gewählt worden, wenn sie nicht
durch die Art der Berichterstattung nahe gelegen hätte. Denn
den verschwiegenen Gegensatz dazu bildet doch offenbar: wenn
jetzt ein παρεπίδημος von Korinth her heimkommt, so er-
zählt er andere Dinge. — Die Constatierung dieses Sachver-
haltes war insofern von Bedentung, als für die Beantwortung
der Frage: was sollen die weitansgesponnenen Ausführungen des
Briefes? die Beantwortung der Vorfrage nicht gleichgültig ist:
was wusste der Verfasser überhaupt von der korinthischen Ge-
meinde? Wir werden ihm eine gewisse Detailkenntnis nicht
absprechen können, zum mindesten hinsichtlich des Streites, seiner
Ursachen (z. B. 1 1, 3 s, 47 c), seines Verlaufes (44 o), seiner Hart-
näckigkeit (46 !)).
Aber weiter, was wusste der Verfasser des Briefes und die
römische Gemeinde ausserdem noch von den korinthischen Zu-
ständen? Wir sind von den Paulusbriefen und anderen urchrist-
lichen Schriftstücken her gewohnt, aus kleinen Andeutungen,
unscheinbaren Äusserungen auf thatsächliche Zustände zu schliessen
und so auf indirectem Wege unsere spärlichen geschichtlichen
Kenntnisse zu erweitern. Es ist daher nicht ausgeblieben, dass
man diese Methode, namentlich in früheren Jahrzehnten, auch
auf I Clem. angewandt hat, um ihm die Farben zu einem reichen
und buntbewegten Bilde des korinthischen Gemeindelebens zu
entnehmen. Statt mehrerer mögen im folgenden nur die Ver-
suche von Lipsius und Gundert kurz dargestellt werden, sie geben
ein deutliches Bild dieser Art von Quellenverwertung des I Clem.,
namentlich da es im ganzen und grossen ja immer wieder die-
selben Züge sind, die in dem Bilde charakteristisch hervortreten.
Bemerkenswert ist für diese Forscher das stete Heranziehen der
kanonischen Korintherbriefe zur Parallele, die in der That durch
manche Stellen von I Clem. sehr nahegelegt wird. Ob sich aber
für dieses \^erhältnis, namentlich von I Kor. und I Clem., nicht
noch eine andere Erklärung geben lässt, werden wir später noch
zu untersuchen haben. Gundert (Zeitschrift für luth. Theol. und
Kirche 1S53, S. 638 ff.. 1S54 S. 29ff. und S. 450ff., vgl besonders
den 2. dieser Aufsätze: Die objectiven Voraussetzungen des Briefes)
findet, dass die άρχ^ιγοί της Οτάοεο^ς paulinische Heidenchristen
waren, die die paulinische Losung der Freiheit vom Gesetz und
der Gerechtigkeit allein aus dem Glauben verkehrten, indem sie
11*
164 Knopf, Der erste Clemensbrief.
in schroffster Weise die Werke verwarfen (cc. 32 — 34). Sie leug-
neten die Wiederkunft des Herrn, als der in der Glut der nero-
nischen Verfolgung sehnlichst Erwartete noch immer mit seinem
Kommen zögerte (c. 23). Aus c. 11 (Lot und Lots Weib) schliesst
G. der dort vorkommenden Ausdrücke Ιτεροκλινείς, όίψνχοί,
όιϋτάζοντες ττερί της τον {^εον δυνάμεως wegen, dass auch die
Gegner όίψνχοι waren, weil ihre Seele noch teilweise an der
Welt und nicht ganz an Christus hing, dass sie ετεροκλινεΐς
waren, weil sie ihr Gesicht noch teilweise dem heidnischen Sodom,
d. i. der gottlosen Welt, zugewandt hatten und nicht dem Reiche
Gottes, dass sie endlich διϋτάζοντες waren, weil sie am Eintreten
des Gerichtes zweifelten. Aber mehr noch als an der Parusie
zweifelten sie an der Auferstehung (cc. 24 — 27), „die Mühe, welche
sich Clemens geben muss, um seine Leser von diesem Gegenstande
christlicher Lehre zu überzeugen, deutet auf einen Kampf gegen
tiefeingewurzelte Vorurteile, wie die wiederholte Anrede άγαπ?/τοί
und die communicative Sprechweise auf die grosse Verbreitung
jener Zweifel auch unter besser Gesinnten" (S. 38). — Mit der
gemeinsamen Hoffnung erkaltete auch die Liebe, die Gegner
zeigten weder υπακοή, noch φιλοξ,ενία, noch ταπεινοφροοΰνη.
Mit der Widersetzlichkeit gegen die Gemeindebeamten verletzten
sie auch den Gehorsam gegen Gott (cc. 9 u. lü). Sie sind ferner
die auf ihre Schätze pochenden Reichen (I3i), darum vernach-
lässigten sie die Pflicht des Wohlthuns überhaupt (c. 382) und
der Gastfreundschaft insbesondere (10? — 12). Das schöne Band
der Liebe, das auf Grund des Abkommens Gal. 2 10 die Heiden-
christen mit den armen Brüdern zu Palästina verknüpfte (cf.
I Kor. 16iff., Π Kor. 8 u. 9), ist so gelockert, dass die Korinther
den Palästinensern keine Gastfreundschaft mehr spenden und auch
nichts mehr geben, wenn die Palästinenser nach Korinth kommen,
um dort eine λογία zu veranstalten. Statt christlicher τo:Jrείi^oφρo-
ϋύνη legen die Gegner vielmehr Übermut an den Tag, der sich
zeigt als tolles, unvorsichtiges Benehmen (άφροϋννη), als Rühmen
mit Weisheit, Stärke und Reichtum, als Neuerungssucht, Gesetzes-
übertretung, profanes, unheiliges Leben, Prahlerei, Zungenhelden-
tum (cc. 13 u. 14, c. 30).
Auch in der Lehre hatten sie ihre Eigentümlichkeiten. Darum
heisst es von ihrem alttestamentlichen Typus, dem Weibe Lots, 1 1 1:
ετερογνώ μονός ύπαρχούοης και ουκ εν ομόνοια. Sie premierten
Dev litterarisclie Charakter des ersten Clemensbriefes. Iß5
uämlich die Rechtfertigung durch den Glauben (4S5 ητο) τις
:;τιοτ6α) in einer Weise, dass dadurch die christliche Werkthätig-
keit ganz in den Hintergrund gedrängt ward, sahen höhnisch
auf die andern herab (darum 39 u. 31—34) als stolze Ver-
ächter des Gesetzes, die selber Erkenntnis und Weisheit im Über-
fiuss hätten (4S5 ητω δυνατός γνώοιν ίξειπεΐν, ητω οο(ρυς εν
διακριθεί λόγων). Sie hatten auch absonderliche asketische Ideale
und Bestrebungen (4S5 ητω αγνός εν εργοις und 382 ο άγνος
εν τΤ] oaQTci κτλ), hielten sich für fähig und berechtigt, kraft
charismatischer Begabung die Gemeindeangelegenheiten zu be-
sorgen, und nahmen sicher das χάριϋμα κνβερνηϋεο^ς und άντι-
λημψεως für sich in Anspruch, weshalb sie li frech und an-
massend heissen und ihnen 4 — 6 Neid und Eifersucht zugeschrieben
wird. Auch den Weibern hatten sie gegen die Vorschrift
1 Kor. 11 stf., 1433b — 36 eine gewisse Teilnahme an den öffentlichen
Angelegenheiten verstattet, was zu groben Missständen führte
(Gegensatz von einst und jetzt aus I2 Schi, gegenüber 21g f. zu
entnehmen). *
Dies sind die Hauptzüge, die Guudert ausgemittelt hat, ver-
wandtes und anderes bringt Lipsius vor (1. c. besonders S. lOSif.).
Er findet, dass die Gegner freche und stolze Leute waren, die
sich selbst lobten (c. 41 u. 30 1 u. off. u.a. St.), und zwar waren
sie stolz vornehmlich auf Glauben, Weisheit, Erkenntnis, Keusch-
heit (13 1, 3S2, 48 sf.), die schönsten Gaben des Geistes, die ja
auch nach I Kor. in dieser Gemeinde zu Hause waren. Ausser-
dem heuchelten sie Friedensliebe (15 1), Demut (382 6 ταπεινό-
^ρων μη εαντφ μαρτνρείτω κτλ.), infolge ihrer Anmassungen
Avaren sie lieblos (ζήλος cc. 4 — 6), zeigten keine Gastlichkeit
(cc. 10?^ — 12, c. 3δδ nach der Lesart άφιλοξ^νίαν), obwohl sie reich
Avaren und Geld und Gut im Überflusse hatten (o χλονοως 13 1
und 382). Namentlich den palästinensischen Christen gegen-
über vergassen sie Pauli Anordnungen, teils aus Herzenshärtig-
keit, teils weil die Anordnung jener λογίαι von den Presbytern
ausging, vielleicht auch, weil sie, die paulinischen Pneumatiker,
die beschränkten Judenchristen verachteten. Aus 38 2 0 ττλον-
οιος επιχορηγείτω τω πτοτ/ω, ο δε πτοτ/ος ευχαριΟτείτω τω
ϋεω οτι εόωκεν αντω δι ου άναπληροϋττι αντον το νβτέρΐ]μα,
zusammengehalten mit Ι Kor. 11 is — 22 ist zu schliessen, dass
anscheinend die an dieser Stelle gerügten Missstände beim
\QQ Knopf, Der erste Clemensbrief.
Abendmahl noch fortdauerten. Nach 30 1 war bei der Menge
der Korinther Schwelgerei, Luxus und Begierde zu finden. Leug-
nung der Auferstehung möchte Lipsius den Führern der Streit-
partei nicht zuschreiben (S. 123 f.), er findet in den Auferstehungs-
capiteln nur eine ausführliche Schilderung und Begründung der
göttlichen Gnadengaben.
Doch erkennt er in 23-2 όιο μη όίψυχώμεν, μ?}όε ίνόαλλεΰϋ-ω
ή ψνχη ημών επϊ ταίς νπερβαλλονΟαις κα\ ενδόξοις όοορεαΐς
αντον eine Polemik gegen solche, die über die göttlichen Be-
lohnungen Zweifel hegten, und solche, die sich zu viel einbildeten
ob der herrlichen Gaben Gottes {ΙνόάλλεοΟαι = φνοιοΰοϋαι).
Als Träger des Streites bezeichnet er jüngere Leute geringeren
Standes (c. 33 νέοι, άτιμοι, άδοξοι), deren Gebahren noch durch
geschwätzige und verleumderische Weiblein unterstützt wurde
(21 6 f.).
Die Widerlegung dieser ins einzelnste gehenden Ausführungen
ist nicht schwer. Es ist ja freilich an sich möglich, dass Aus-
artungen, wie sie aus dem Briefe erschlossen wurden, in einer
alten Christengemeinde vorkamen. Aus den Idealschilderungen
z. B. der Ignatiusbriefe und auch unseres Briefes in den Ein-
gangscapiteln dürfen wir uns kein geschichtliches Bild machen,
nnd gerade aus den kanonischen Korintherbriefen geht mit aller
Avünschenswerten Deutlichkeit hervor, was für unklare und un-
fertige Zustände selbst in der Zeit der „ersten Liebe" möglicli
waren. Die Argumente zur Widerlegung jener Constructionen
sind vielmehr dem Briefe selbst zu entnehmen. Wenn thatsäch-
lich diese Missstände vorkamen, warum bekämpft sie dann der
Verfasser unseres Briefes nicht direct und offen, sondern nur in
der „communicativen Sprechweise"? Er zeigt ja, dass er auch
(vgl. besonders den 2. Teil) scharf zufahren kann. Diese leise-
tretende, nur auf Beispielen und Citaten behutsam und gemäch-
lich einherschreitende Bekämpfung oder vielmehr communicative
und erbauliche Mahnung konnte doch keinen besonderen Ein-
druck machen. Und die ausser dem Schisma angeblich gerügten
Missstände (Hartherzigkeit, Ungastlichkeit, Auferstehungsleugnung
und Parusie Verwerfung, Hervortreten der Weiber an die Öffent-
lichkeit, Beiseitesetzen der christlichen Liebesthätigkeit u. dgl.)
waren doch wahrlich keine Kleinigkeiten. Wer den Brief unbe-
fangen liest, wird sich schwerlich überzeugen lassen, dass der
Der litterarisclie Charakter des ersten Clemensbriefes. Iß7
ganze Abschnitt cc. 7 — 20 sich bewege „in der Ermahnung zu
verschiedenen einzelnen christlichen Tugenden, welche in Korinth
vernachlässigt wurden" (Gundert, S. 30). Wenn auch der klar
hervortretenden Eigenart des Verfassers, die sich in umständ-
lichem, oft ermüdendem Beweisverfahren gefällt, vieles zugute
gehalten werden kann, so müssen wir doch sagen: so schreibt
ein Mann, dem positives Material vorliegt, auf das er sich zurück-
beziehen kann, nicht. Auch in den folgenden Abschnitten
(23 — 27 u. 30 — 35) vermag man keine Spur einer Polemik zu
entdecken; es sind einfach thetische Darlegungen mit Analogie-
und Schriftbeweisen, ohne dass irgendwie eine deutliche Spitze
gegen thatsächliche Zustände herauszufühlen wäre. Und Avas
soll man z. B. zu einer Deutung sagen, wie sie Gundert bei
11 1 versucht hat? Sie macht dem Scharfsinn und der Com-
binationsgabe des Exegeten mehr Ehre als seinem historischen
Sinne und seiner Fähigkeit, Thatsachen so aufzufassen, wie sie
sich geben. —
Hinsichtlich einzelner Stellen, die zur Construction verwandt
Avurden, verweise ich auf die späteren Ausführungen und bemerke
hier nur, kurz vorwegnehmend, folgendes: 355 ist ein ganz all-
gemein gehaltener Lasterkatalog von der Art, wie sie uns öfters
in urchristlichen Schriftstücken begegnen (vgl. Rom. l29ff.,
Gal. 5 19 ff., I Kor. Baff., II Kor. 12 20, II Tim. 3 2 ff., Did. 5, Herm.
mand. VIII 3 u. 5, sim. VI 5δ, Barn. 20 u. a.). 13 1 ist Citat, be-
weist also gar nichts. Dass 48 δ eine genauere Schilderung der
Streithäuptlinge vorliegen solle, ist schwer glaubhaft. Der Nach-
druck der Stelle liegt doch auf v. 6, und v. 5 hat nur den Sinn,
die Sache durch Spezifizierung anschaulich zu machen (Gute
Paraphrase bei Lightfoot: If a man has any special gift, let him
employ it for the common good and not as a means of self-
assertion). 382 zeigt in durchgeführten Satzpaaren das Idealbild
eines schönen, harmonischen Gemeindelebens. Beide letztange-
führten Stellen sind höchstens zu verwenden, wenn man die
Frage beantworten will: was sieht Clemens als besonders aus-
zeichnend in der Gemeinde an, was könnte einen Christen irgendwie
über die Reihen der andern hinausheben (Wohlthun, Geistes-
begabung, Enthaltsamkeit . . .). 2l6f. bildet den Teil einer Haus-
tafel und ist nach dem Muster von solchen eingefügt, sagt also
nichts über thatsächlich vorhandene Zustände. Aus der Schil-
168 Knopf, Der eiste Clemensbiief.
deruüg der Eiugangscapitel ist gar nichts historisch sicheres zu
entnehmen. Denn es ist doch auf den ersten Blick klar, dass
hier in rhetorischer und paränetischer Absicht Licht und Schatten
höchst willkürlich verteilt sind. Will man sie als Quelle für
eine historische Schilderung der thatsächlichen Gemeindeverhält-
nisse benutzen, so erhält man auf der einen Seite einen höchst
vortrefflichen Zustand, der ein erfreuliches Zeichen wäre für den
sittlich-religiösen Fortschritt der korinthischen Gemeinde in der
Zeit zwischen den kanonischen Korintherbriefen und dem Aus-
bruche des Streites, während dagegen als Kehrseite sich das Bild
einer vollständig zerspaltenen , in innerer Auflösung begriffeneu
Gemeinde ergiebt, in der jeder thut, was er will, und Gottes
Gebot, sowie Christi Lebensordnung verachtet, aus der Gottes-
furcbt, Glaube, Gerechtigkeit und Friede entflohen sind, so dass
man sich dann wundern müsste, wie denn eigentlich die hoch-
achtbare römische Gemeinde diese zuchtlose Bande von über-
mütigen Frechlingen mit dem Namen der „Geliebten" und der
„Brüder' beehren und sie 623 als ανόρες πιοτοί -κάί Ιλ?.όγφοί
καΐ ενκεκνφότες εΙς τα λόγια της παιδείας τοϋ ϋεον bezeichnen
konnte. Indem Lipsius aus c. Sa die Worte άτιμοι und αόοξοι,
die überdies noch Citat sind (vgl. Jes. 3δ ό άτιμος προς τον
Ιντιμον und Ι Kor. 4 ίο νμείς ένδοξοι, ημείς δε άτιμοι), als
Bezeichnung des Standes der Aufrührer fasst (tenuioris ordinis
homines S. 112 unten), zerreibt er das Argument von den ΰΐλον-
oioi selber. Denn man muss doch wohl fragen, wieso denn in
der aus Griechen und Orientalen bestehenden Gemeinde der
grossen Handelsstadt Korinth schwerreiche Leute als zu den
niedern Ständen gehörig angesehen werden konnten. Und will
man unter den άδοξοι und άτιμοι nur die Parteigänger der reichen
Anführer verstehen, so ist dem entgegenzuhalten, dass harte,
ungastliche Reiche, die nach Lipsius sogar in den Agapen, genau
wie zu Pauli Zeiten, die Armen beschämten, schwerlich unter
den kleinen Leuten der Gemeinde so einen Anhang gefunden
haben, werden.
Endlich ist aber gegen das ganze Verfahren noch dies ein-
zuwenden, dass es nicht cousequent durchgeführt wird. Lipsius
z. B. hat schon — unmethodisch — Polemik gegen Auferstehungs-
leugner nicht anerkennen wollen, obwohl er die nicht minder
indirecte Ausführung über πίοτις und έργα als auf thatsächliche
Der litterarische Charakter des ersten Clemensbriefes. 1(39
Zustände hinzielend anerkennt. Aber weiter: nach 21? Hessen
es die Weiber an allen möglichen Tugenden fehlen, warum findet
man denn nicht auch, dass die Kinder, die doch v. 8 in einer
Linie mit den Weibern genannt werden, ταπεινοφροϋννη, αγάπη
αγνή, φόβος ϋ^εον vermissen Hessen? 38-2 liest man eine Mahnung
an die αρχηγοί heraus, die stark waren und auf die Schwachen
herabsahen, die reich waren, aber sich um die Armen nicht
kümmerten. Aber in einem Atem werden ja an unserer Stelle
auch die Schwachen ermahnt, auf die Starken zu achten, und
die Armen zur Dankbarkeit gegen Gott aufgemuntert. Also
Avaren die Aufrührer reich und arm, stark und schwach zugleich!
',M)i wird vollständig' unmethodisch verwertet. Man zieht aus
dieser Stelle nur die Laster heran, die durch verwandte Züge in
dem construierten Phantasiebilde gedeckt sind: καταλαλιάς,
νεωτεριομους, βόελυχτήν νπερηφανίαν lässt man gelten, warum
dann aber nicht auch die μιαρας καϊ άνάγνονς Ουμπλοκάς. μεΰ-ας.
βόε/.νκτας έπιϋνμίας, μυϋεραν μοΓχείαρ? u. dgl. m.
So lehrt uns also eine unbefangene Betrachtung des Briefes,
dass wir bei Clemens eine genaue und bis ins einzelne gehende
Kenntnis der korinthischen Gemeindeverhältnisse nicht voraus-
setzen dürfen. Die Construction der Genannten und anderer
(z. B. auch Schenkels) wurden falsch, weil sie von mehreren
falschen Voraussetzungen ausgingen: die eine ist die, dass der
Verfasser der Briefe eine genaue und ausführliche Kenntniss der
korinthischen Gemeindeverhältnisse gehabt habe, die andere die,
dass ein in den Thatsachen begründeter, leicht aufzudeckender
Parallelismus zwischen den in unserm Briefe vorausgesetzten und
den durch 1 Kor. geforderten Zuständen bestehe, die dritte das
falsche auf den Brief ganz und gar nicht passende Schema:
Judenchristen, Heidenchristen, das freilich bei LTntersuchungen
vergangener Jahrzehnte unvermeidlich war.
Hinsichtlich der Einzelheiten und der Nebenumstände können
Avir dem Gesagten nach uns aus den Angaben des Briefes kein
historisch zuverlässiges Bild der korinthischen Gemeinde machen.
Es fragt sich nun noch, ob und was wir denn über den einen
grossen Hauptpunkt, über die Οτάϋις der αρχηγοί eigentlich
Avissen, Streit gab's in Korinth, das ist klar; aber worüber, bei
welcher Gelegenheit ist er ausgebrochen, wer sind die Gegner,
die sich in Korinth gegenüberstehen? Ein Teil der älteren An-
170 Knopf, Der erste Clemensbrief.
sichten wurde im vorhergehenden bereits dargelegt, über sie kann
ich mich daher kurz fassen. Schenkel identifiziert die Opposi-
tionspartei mit den Christusleuten von I Kor. I12. Gundert findet:
„Solange die Verfolgung (nämlich die neronische) und die Furcht
vor derselben dauerte, war die korinthische Gemeinde ihren Vor-
gesetzten gehorsam, einträchtig und glücklich (c. If.). Aber als
das drohende Gewitter sich zu zerstreuen und die äussere Gefahr
zu verschwinden schien, als sich die während der Verfolgung
mit Sehnsucht erwartete Wiederkunft des Herrn immer weiter
hinauszog (c. 23), da wollten den weniger fest gegründeten
Gemeindegliedern die hemmenden Zügel nicht mehr gefallen . . .
Die gesetzliche Strenge des bisherigen Presbyteriums erschien
jetzt als unerträglicher Druck .... Einige begabtere Führer
traten au die Spitze der Unzufriedenen, und ihrer gewandten
Redekunst fiel die leicht bewegliche Menge zu (vgl. c. 30 mit 47)
... so gelang es ihnen (den Heidenchristen), das alte Presbyte-
rium zu sprengen, indem alle missliebigen Mitglieder desselben
von der Gemeinde abgesetzt wurden. Der Rest Avar ein Spielball
der tvi] όνο πρόοωπα^ welche als Leiter der Bewegung aufgetreten
waren" (1. c. S. 32 f.). Knödel (Studien und Kritt. 1862, S. 768)
glaubt annehmen zu können, dass „die Unruhestifter zu Korinth
in irgend eine Kirchenstrafe verfallen gewesen waren, über die
sie aber erbittert wurden, und der sie aus Hochmut sich nicht
unterwerfen wollten".
Es möge genügen, diese Ansichten anzuführen. Sie können
gar nicht streng widerlegt werden, da das Material dazu mangelt,
aber noch weniger können sie bewiesen, ja überhaupt wahr-
scheinlich gemacht werden.
Neben diesen älteren, mehr subjectiven Einfällen hat sich
aber eine constante Linie von historischer Auffassung gebildet,
die, durch Lipsius, Hilgenfeld begonnen, in neuster Zeit sehr
scharfsinnig' und massvoll von Wrede vertreten wird. An die
Stelle des Schemas: Juden Christentum, Heidenchristentum ist ein
anderes getreten. Der korinthische Streit ist nach dieser Auf-
fassung nur ein Ausschnitt aus dem grossen und — schwächer
oder stärker — überall nachweisbaren Kampfe zwischen Amt
und Geist, Institution und Enthusiasmus, vgl. schon Lipsius
S. 118 . . . si quid video ab initio non tam de rebus quam de
personis disputatum est. Fuerunt fortasse ex presbyteris, qui
Der litterarische Charakter de? ersten Clemensbriefes. 17]
disciplinam ecciesiasticam rigidius astringere conati, imperiosiiis
quam prudentius cum reliquis agerent. Statim consurrexerunt
pneumatici, injusta se pati vociferantes. presbyterorum obedien-
tiara palam abjicientes. Presbyteri muneris auctoritate nite-
bantur, pneumatici Spiritus Saucti dona jactitabant. Uli inter
clevicos et laicos diligenter distinguebant; hi propter charis-
mata, quibus praediti essent, eandem atque penes illos esset
in ecclesia auctoritatem afFectabant. Für Hilgenfeld vgl. N. T.
extra canonem reo. p. XXXIX und Apost. Väter S. 78 f. Die
Übertreibungen dieser älteren Forseber, die zu viel wissen wollten,
hat Wrede (S. 30 if.) kritisiert und seine eigene Ansicht dahin
zusammengefasst, dass nur im allgemeinen an der Thatsache
eines Gegensatzes der Pneumatiker wider das Amt festzuhalten
sei, dass aber jede Ausdeutung ins einzelne (namentlich von
cc. 38 u. 48) aufzugeben sei. Clemens kennt nach Wr. nur die
allgemeine Thatsache, dass in Korinth die Träger des Wider-
standes Pneumatiker waren, „die Ausführung des Themas aber
ist keine Photographie der Führer, sondern sie ist allgemein
gehalten. Er zählte unter dem Einflüsse des ersten Korinther-
briefes die Dinge auf, die für ihn und seine Zeit überhaupt unter
den Charismen in erster Linie standen" (S. 35, vgl. überhaupt
die Ausführungen S. 25 ff.). Es fragt sich nun für uns, ob die
stark gemässigte Form, in der Wr. die Theorie vorträgt, einen
unanfechtbaren Anhalt im Briefe selbst findet.
Sie hat unzweifelhaft schon a priori dies für sich, dass
in der That, sobald wir im 1. oder 2. Jhrh. einen principiellen
Kampf in den Gemeinden geführt sehen, dieser fast immer auf
die grosse Auseinandersetzung zwischen Geist und Amt zurück-
kommt, oder wenigstens irgendwie damit zusammenhängt (vgl.
z. B. Π u. III Job., Past.-Briefe, Ignatianen, den grossen Kampf
der Gnosis und des Montanismus). Und so ist es von vornherein
leicht möglich, dass dies Motiv auch irgendwie in den inneren
Kämpfen der korinthischen Gemeinde eine Rolle gespielt habe.
Das ist aber auch, m. E., das einzige, was wir in dieser Hinsicht
aufstellen können. Der Brief selbst giebt uns darüber keine
irgendwie verwendbaren Aufschlüsse. Die drei Stellen, die in
Betracht kommen, sind 13i {Ταπεινοφρονηαοίμεν . . . ποιείν
κρίμα καΐ όικαίοϋννην) , (38 if. Σωζίοϋ-co ... ο Ιπίγορ?]γών
αντφ την Ιγχράτειαν), 48 ό f. (ητω τις .ττιοτος . . . μη το Ιαντον).
172 Knopf, Der erste Cleruensbrief.
Die Stellen sind schon oben charakterisiert worden: Die erste
von ihnen fällt zunächst ganz fort, denn sie ist Citat (I. Sam. 2io,
Jer. 923f.). Die zweite steht erstlich, wie Wr. selbst zugiebt, in
einem ganz allgemeinen Zusammenhange, χάριομα wird ohne jede
Rücksicht auf Geistesbegabung gefasst (sind denn αοϋενεία,
jTlovToq, πτωχίΐα, ταπανοφροοννη Geistesgaben?), ausserdem
ist die Stelle materiell abhängig von dem Citate 13 1. Auch die
dritte Stelle 'beweist nichts weiter. Der Schlusssatz von c. 48
spricht doch eine ganz allgemeine Maxime aus, nichts anderes
als was z. B. c. 37 auch gesagt hatte. Eine bestimmte Beziehung
auf c. 54 und damit ,,eine entschiedene Aufforderung, die vorher-
gehenden Worte (und dann auch c 38) bestimmt auf die Partei-
gänger zu deuten", vermag ich nicht anzuerkennen. Ausser
diesen ganz indirecten und vagen Ausführungen haben wir nir-
gends im ganzen Briefe die Spur einer Andeutung, dass die
korinthischen Missstände irgendwie auf Geistesträger zurück-
gingen. Dies negative Argument ist um so entscheidender, als
doch die Autorität der Pneumatiker um diese Zeit in den Ge-
meinden noch eine lebendige war. Wenn Clemens die Spaltung
für ein so schweres Vergehen gegen Gott und gegen den heiligen
Christennamen hielt, wie dies aus allen Teilen seines Briefes
hervorgeht, und wenn er weiter bestimmt wusste, dass diese
Spaltung auf Geistesträger zurückging, wenn er endlich sich
bewusst war, selbst ein Geistesträger zu sein und in der Kraft
des Gottesgeistes zu schreiben (59 1), dann musste er notwendiger-
Aveise nach dem Schema, dass wir sonst regelmässig bei der
oiaxQLOiQ πνευμάτων angewendet finden, von den schlechten
Früchten auf den schlechten Baum, die faule Wurzel zurück-
schliessen und den Geist der Gegner als einen falschen hinstellen.
Jene Zeit kennt einen Geist der πλάνη, einen von Dämonen
geschickten, irdischen, vom Teufel in die Herzen der falschen
Propheten gesandten Geist, der seinen Träger und die Gläubigen
aus dem rechten Wege „hinausschleudern" soll (Barn. 2 lo), der
die Ursache aller falschen Lehre, alles Hochmutes, aller Unordnung
und Widergöttlichkeit ist, mit dem der Einzelne und die ganze
Gemeinde auf das entschiedenste zu kämpfen hat. Wo irgend
etwas ungehöriges in den Gemeinden geschieht, wird es auf den
verführenden Teufelsgeist bezogen und von ihm abgeleitet (Beleg-
stellen sind zahlreich und allbekannt). Und nun soll man an-
Der littevarische Cltaiakter des ersten Clemensbriefes. 173
nehmen, dass Clemens den korinthischen Parteiführern, die gerade
auf ihre Geistesbegabung sich berufend so schwere Unordnung
im Gemeindeleben anrichteten, nicht den Vorwurf des Yerfiihrt-
seins durch den Teufelsgeist gemacht haben sollte? Das erscheint
doch als eine schwierige Annahme. Es müssten Gründe ganz
besonderer Art sein, die den Clemens veranlassen, diese wirksame
Waffe der Polemik nicht anzuwenden, wenn er doch in der
nämlichen römischen Gemeinde lebt, in der noch ein halbes Jahr-
hundert später Hermas seine ausführlichen Weisungen über echte
und falsche Geistesträger giebt (mand. XI).
Wenn wir uns also der Ansicht, dass aus unserem Briefe
etwas für den ekstatischen Charakter der korinthischen Oppo-
sition zu folgern sei, nicht anschliessen können, so müssen wir
dann auch die noch weiter ins Detail gehende Behauptung Wr.
zurückweisen, dass der Cultus das Feld gewesen sein müsse, auf
dem die „Führer" und die Presbyter als Rivalen zusammentrafen.
Wr. hat für seine Anschauung ohnehin nur Erwägungen allge-
meiner Art (S. 48 f.) beigebracht. Seine Auslegung und Auf-
fassung von cc. 40 u. 41 (S. 39 0'.) ist vorzüglich; er findet mit
Recht in diesen Capiteln nichts weiter als die allgemeine Mah-
nung des Briefes: Ordnung, Sichselbstbescheiden, keine Anmassung
über die von Gott einem jeden angewiesene Stellung hinaus.
In dieser Beziehung sind unsere Capitel die genaue Parallele zu
c. 20, nur dass hier der Stoff aus der Betrachtung der Schöpfung,
dort aus der der alttestamentlichen Cultusordnung genommen
wird, und die Mahnung 41 1 — wo übrigens εναρεΟτύτω,
jetzt auch noch durch L gedeckt, unanfechtbar ist — könnte,
etwas anders gewandt, ebenso gut auch c. 20 Schluss stehen. Der
Begriff der Ordnung ist eben für Clemens offenbar ein funda-
mentaler. Er ist glücklich, an seinen Beispielen die bis ins ein-
zelne gehende Anordnung des Gotteswillens darlegen zu können.
Das Schema τ/ι^ες, πον, jtote haben wir daher nicht nur cc. 40 f.,
sondern ganz deutlich auch c. 20 (vgl. den Wechsel der τίνες
V. 2, 3, 9; den Ort v. 3 τονς επιτεταγ μένους αντοΐς υριϋμούς,
ν. 6 τα περιτεϋειμένα αντ^ κ?.εΐ&ρα, ν. 7 εως εοόε; endlich
die Zeitbestimmung ν. 4 τοις ιδίοις καιροίς, ν. 10 κατ« τον
ϊόιον καιρόν). Überhaupt herrscht in den Hauptbegriffen beider
Capitel ein weitgehender Parallelismus, vgl. in beiden Ausdrücke
wie ϋ-έλειν, ΰ•έλημα\ τάϋοειν, επιτάϋΟειν und προΟτάοοειν (so-
174 Knopf, Der erste Clemensbrief.
wie andere Derivative der '\/'ταγ)\ λειτουργία; έπίτελεϊν; καιρός;
παρεχβαοις (20 s) und παρεχβαίνειν (41 ι), cc. 40 f. hat in seinem
Zusammenhange nur eine ganz allgemeine Bedeutung, c. 20 und
cc. 40 f. besagen zusammengenommen nichts weiter als dies: in
der Schöpfung und im A. B. hat Gott eine feste Ordnung aus-
geprägt, folglich müsst ihr in der Gemeinde auch eine Ordnung
haben, vgl. 40 1 πάντα τάξει ποιείν οφείλομεν.
Wie die vorhergehenden Ausführungen gezeigt haben, ist
aus den Angaben des Briefes nichts genaueres über Art und
Veranlassung des Streites zu entnehmen. Was wir über da;^
Schisma erfahren, ist wenig. In Korinth ist ein Streit ausge-
brochen; Avorüber erfahren wir nicht, es war vielleicht auch nicht
so leicht und kurz zu sagen. Denn die Opposition kann eine
Reihe von Momenten in sich befasst haben, das Leben in der Ge-
meinde war ja sicher ein mannigfaltiges und buntbewegtes. So
kann verschiedenes bei den Gegnern zusammengekommen sein:
spezifische Geistesbegabung bei einzelnen (dies abzuläugnen, fällt
mir nicht ein, nur zu einer prinzipiellen Gegenüberstellung von
Amt und Geist finde ich aus den Daten des Briefes keine Ver-
anlassung), aber auch rein rednerische Fertigkeit, Bildung und
bürgerliches Ansehen, Reichtum und gesellschaftliche Stellung
aber auch vielleicht sozial niedere Stellung, Armut, die sich gegen
Bevormundung durch die Reichen und Mächtigeren auflehnte
(c. 38 2 lässt beide Möglichkeiten zu, aus c. 3 3 ist nichts zu
machen, man weiss nicht, auf welchem Gebiete die όοΒ,α und
τιμ7] dort gesucht wird), berechtigte Opposition gegen die An-
massungen der Amtsträger, persönliche Reibereien und Eifer-
süchteleien, ehrgeizige Strebereien (selbst dies ist nicht ausge-
schlossen, vgl. 44 1 όνομα της επιοχοπης mit 43 2 ζΐ]λον εμπε-
οόντος περί της Ιερωοΰνης χαΐ ϋταΟιαζονϋών των φυλών, οποία
αυτών εϊη τω ενδοΒ,ω ονόματι χεχοϋμημενη , vgl. auch den
Gebrauch von ζήλος hier und 3 7—6) und dergl. In den Streit
der Gemeinde spielt irgendwie die Stellung der Presbyter hinein
(klar ausgesprochen 47 g ... την βεβαιοτάτην xal άρ^αίαν Κοριν-
})•ίων εχχληοίαν όι εν η οΰο πρόοωπα ϋταϋιάζειν προς τους
πρεοβντερονς). Einige Presbyter sind von der Gemeinde abge-
setzt worden (44 ej. Diese Thatsache bewog die Römer zu ihrem
Schreiben. Der Verfasser des Briefes scheint selber keine klare
Anschauung von dem Wesen des Streites zu haben, nur die ver-
Der litterarische Charaktir des ersten Clemensbriefes. 175
drängten Presbyter liegen ihm am Herzen sowie die traurige
Thatsache, dass in einer Christengemeinde überhaupt Zwist ent-
standen sein könne. Ferner ist, was den Streit anlaugt, klar,
dass es sich nicht um die Stellung der Presbyter als solcher ge-
handelt haben kann, denn es wurden ja nur einige Presbyter
entfernt (44 6 aviovg). während die übrigen anscheinend im Amte
belassen wurden. In diesen Massnahmen war der überwiegende
Teil der Gemeinde einig, doch ist von vornherein wahrscheinlich,
dass ein Teil auch auf Seiten der abgesetzten Presbyter stand.
Obwohl wir dies im Briefe nicht direct erfahren, so scheint es
Clemens doch vorauszusetzen, da er für den Streit den Namen
οχίομα braucht (cf. 46 o, auch 2 6, 46 5, 49 δ, 54 2, ferner πόλεμος
3 2, 46 5). An die Spitze der Opposition hatten sich Führer ge-
stellt, wenige an Zahl ('? 1 1 ολίγα πρόοωπα, 47 g tv y ovo
πρόοωπα; doch können diese Ausdrücke sehr wohl verächtlich
übertreibend gemeint sein, obwohl ja freilich an leitender Stelle
naturgemäss nur wenige stehen). Den Führern hing die Ge-
meinde an, der daher indirect προθ€οπολ7]μχρία vorgeworfen wird
(1 2 άπροοωπολημπτως). Hier möge die Frage erlaubt sein,
ob denn Clemens der Gemeinde, wenn sie den όιαταγαί von
Pneumatikern folgte, kurzhin προοωπολημψία vorwerfen konnte.
Die Redensart wird doch sonst nur auf äussere Vorzüge —
Würde, Stand, Reichtum, Zugehörigkeit zum auserw^ählten Juden-
volke und dgl. — angeAvandt, vgl. Act. 10 34, Rom. 2 n, Gal. 2 6,
Π Kor. 10 7, Jak. 2i u. 9, Eph. 69, Kol. 4 25, Jud. ig, I Petr. 1 17,
Barn. 4 12, Mc. 12 u, Mt. 22 ig, Luc. 20 2 u.a. Stellen. Doch ist
freilich auf den Gebrauch des Ausdruckes bei Clemens kein allzu
grosser Nachdruck zu legen, da er nur nebenbei erfolgt und
aus litterarischer Reminiszenz leicht zu erklären ist. Ort für
die Austragung der Differenzen war natürlich die Gemeindever-
sammlung, bei der die aQ'/rjyoi in der Macht ihres Wortes den
Presbytern entgegentraten. Darauf lässt 57 if., die directe An-
rede an die Führer, schliessen, in der neben dem blassen νποτά-
γητε τοις ττρεοβυτεροίς, παιόενθ-ητε εις μετάνοιαν . μάϋετε
νποτάοΟίΟί^αί als einzige concrete Anschauung hervortritt: άπο-
ϋ^έμενοι την αλαζόνα καΐ ντΐερΖ/φανον της γλώοϋης υμών
ανΰ-άόειαν.
Wie das A^erhältnis zwischen den Führern und ihren An-
hängern war. ist unsicher. Der Brief scheint vorauszusetzen,
176 Knopf, Der erste Clemensbrief.
dass die Gemeinde die verführte war, die sich von stolzen, auf-
geblasenen Schwätzern verleiten Hess. Ahnlich meintauch Wrede:
,,Sie (d. i. die αρχηγοί) müssen irgendwie in einen Gegensatz gegen
die Presbyter getreten sein, und die Gemeinde ergriff dann ihre
Partei" (S. 25, Beweisstellen 47 6 u. 54 if., auch 47 sf., 142, 16 i,
57 2). Doch kann die ganze Art, wie Clemens zwischen Gemeinde
und Führern scheidet, diesen dabei die Hauptlast der Schuld auf-
bürdend, sehr wohl ein leicht verständlicher, naheliegender schrift-
stellerischer Kunstgriff sein, und deswegen hindert uns nichts,
auch die Möglichkeit offen zu lassen, dass die αρχηγοί nur Stimm-
führer der Gemeindemehrheit waren und der in dieser vorhandenen
Unzufriedenheit Ausdruck gaben. — ■ Die sittlichen Vorwürfe,
die Clemens auf die Gegner häuft, sind vollends unbeweisbar
(vgl. 1 1, 14 1 f., 15 1, 16 1, 21 5, 57 2). Sie gehen im wesentlichen
auf Stolz und Thorheit, Selbstsucht und Lieblosigkeit hinaus,
und wir finden in ihnen nur das auch sonst öfters nachweisbare
Häretiker- und Schismatikerschema angewandt: Aver sich abson-
dert, sei es nun in Lehr- oder \^erfassungsfragen, dem fehlt
1. die Demut, 2. die Liebe, 3. die Einsicht (vgl. mit der Charakte-
risierung, die Clemens giebt, z. B. 11 Tim. 82—4, auch Ign.
Eph. 53 0 ovv μη ίρχομενος Ιπϊ το αυτό, ούτος ηδη νττερη-
φανεΐ). Sehr gut Wr. (S. 28 f.): „Obendrein sollte es selbstver-
ständlich sein, dass die Attribute, mit Avelchen Clemens seine
Gegner bedenkt, uns nicht sagen, wie das Verhalten der Führer
war, und aus welchen Wurzeln es wirklich hervorwuchs, sondern
wie es erscheinen konnte und dem Clemens thatsächlich erschien."
Nicht nur in Korinth, bei den dort vorausgesetzten Unruhen
und Missständen, haben wir den Standpunkt für die Beurteilung
des Briefes und seiner Eigenart zu nehmen, sondern auch in
Rom selbst. Der Gesichtspunkt, unter dem I Clem. 4 — 38 be-
trachtet werden muss, ist der, dass diese Capitel eine homiletisch-
paränetische- Gemeindeansprache sein wollen.^) Die Römer haben
sich nicht damit begnügt, nur in dem einzelnen, nächstliegenden
Punkte der in Verwirrung geratenen Schwestergemeinde mahnend
und warnend beizuspringen, sondern sie geben darüber hinaus
eine weitgehende Anweisung über den gesamten christlichen
1) Vgl. dazu das Urteil bei Harnack, Lit.-Gesch. II S. 444 f., der ein-
zelnen Partieen den „Charakter von Predigtstücken" zuerkennt.
Der litterarisclie Charakter des ersten Clemensbriefes. 177
Lebenswandel, illustriert durch die Beispiele der Väter, d. h. der
alttestamentlichen Frommen. Das Bewusstsein, dies gethan zu
haben, spricht die sendende Gemeinde selber am Schlüsse des
Briefes aus: 62 1 f. ττερί μεν των ανηκόντων τ(] ϋ•ρ7]θκεία
ημών, των ωφελφωτάτων τοις ϋ-έλονοιν ένάρετον βίον ενϋεβώς
καΐ δικαίως όιενΘ^ννειν ίκανώς επεΟτείλαμεν νμΐν, άνδρες
αδελφοί, περί γαρ κτλ.
Diese Annahme allein scheint dem eigentümlichen Cha-
rakter des Briefes gerecht zu werden, der so concret anfängt, um
alsbald so breit auseinanderzufliessen, und es sollen nun im
folgenden die Erwägungen, die zu dieser Annahme hinführen:
zusammengetragen werden.
Zunächst ist es der Stil überhaupt, der uns die Vermutung
nahelegt, wir hätten es hier mit einem predigtartigen Mahn-
schreiben zu thun. Man schneide die 3 ersten Capitel und den
zweiten Teil von Cap. 40 ab weg und niemand wird aus den
noch übrig bleibenden Capiteln, der Hauptmasse des Briefes, die
geschichtliche Veranlassung des Schreibens herauslesen können.
Wir finden zwischen c. 4 i u. 44 6 nur ganz vereinzelt eine directe
Anrede, und zwar gerade an der Stelle, wo der Schriftsteller
mitteilt, er wolle seine Mahnungen nicht bloss an die Angeredeten
richten, sondern ebenso auch an den Kreis, in dem er selber
stehe (7i ου μόνον υμάς νονϋ-ετοϋντες επιοτέλλομεν, άλλα
καΐ εαυτούς ύπομιμνηΰκοντες; 21 1 οράτε ist mehr rhetorisch
und wird gleich darauf in die 1. Person umgebogen; 21 s ist mit
L S Clem. AI. ημών zu lesen statt υμών). 7 1 ist eine An-
fangsparallele zur oben citierten Schlussstelle 62 1 f.: gleich am
Anfang der Ausführungen wird deutlich die Absicht angekündigt,
dies Schreiben zu einem für alle Christen nützlichen Mahnworte
zu machen. Diese lang ausgesponnenen, Sender und Empfänger
gleichermassen einschliessenden Ausführungen und Mahnreihen
sind nicht veranlasst durch thatsächlich vorhandene Übelstände,
deren Abschaffung in ganz anderem Tone zu fordern war. Zum
Überflusse sehen wir ja, dass der Schriftsteller sehr wohl eine
andere Tonart anschlagen konnte (von 45 i an, vgl. besonders
die scharfen Worte 57 if). Diese Eigentümlichkeit des Stiles
in I Clem. steht nicht einzig da, sondern unser Brief teilt sie
mit mehreren andern altchristhchen Briefen, deren Charakter als
allgemein gehaltener, ohne besondere Einzelveraulassung ent-
Texte u. Untersuchungen. N. F. V, 1. 12
178 Knopf, Der erste Clemensbrief.
standeuer Mahnschreiben längst erkannt worden ist. Ich meine
Schriftstücke Avie I Petr., Jak., II Clem., Hebr., Barn.
An diese allgemeine, die Tonart der ganzen Ausführungen
betreffende Erwägung schliesst sich eine weitere an, die auf den
Inhalt des Schreibens, die behandelten Gegenstände Bezug hat.
Da fällt uns einmal, ganz äusserlich betrachtet, die Vielseitigkeit
der Gegenstände auf, die in dem in Frage stehenden Briefteile
zur Behandlung kommen. Über wie vielerlei handelt nicht der
Römer: vom ζήλος anfangend spricht er über Reue, Glauben,
Gehorsam, Frömmigkeit, Gastfreundschaft, Demut, Friedfertig-
keit, Gottes Schöpfergüte, Zweifelsucht, Farusie, Auferstehung,
Gottes Ällgegenwart, Heiligung, Wege des Segens, Glauben und
Werke, A^erheissungen Gottes, Herrlichkeit Christi, Demut in
gegenseitiger Unterordnung. Wir können die Behandlung des
einen oder andern dieser Gegenstände verstehen, aber über die
Mehrzahl fehlt uns im Briefe selbst jede Andeutung, warum sie
denn eigentlich behandelt werden. Will man annehmen, dass
thatsächhche Beziehungen zu Missständen in der Gemeinde vor-
liegen, so hat man die Frage freilich gelöst, aber warum dieser
AVeg ungangbar ist, ist bereits oben gezeigt worden. Eine Er-
klärung können wir aber augenblicklich beibringen, sobald wir
annehmen, dass wir es hier mit einer homilienartigen Abhand-
lung zu thun haben. Dann wird uns einmal die Vielseitigkeit
der Gegenstände erklärlich. Die Römer haben mit der Abfassung
des Schreibens an die Schwestergemeinde natürlich einen Mann
betraut, von dessen Fähigkeit zu mahnen und zu erbauen sie
überzeugt waren, wahrscheinlich einen ihrer Lehrer, der schon
öfters oder regelmässig in der Gemeindeversammlung seine Tüch-
tigkeit für den beabsichtigien Zweck bewiesen hatte. Die For-
mierung der Paränese, die Überleitungen, die Beweisführungen
erfolgen in ganz festen Formen. Die FüUe der beigebrachten
Beispiele lässt darauf schliessen, dass dem Verfasser eine bedeu-
tende Übung zu eigen ist, dass alle die behandelten Gegenstände
schon früher überdacht und beleuchtet wurden. Und zwar er-
kennen wir im einzelnen ganz deutlich eine Anzahl festumgrenzter,
gegenseitig und zur Hauptfrage in geringer Beziehung stehender
Cyklen, eine Reihe von Themen, die behandelt werden. Sie sind
oben in der Inhaltsangabe schon angedeutet worden, mögen aber
hier nochmals ausführlicher beschrieben werden. Jedes der Stücke
Der littevarische Charakter des ersten Clemensbriefes. 179
besteht ans kurzer, oft ganz abrupt einsetzender Paränese, sodann
aus dem Kern, der aus Citaten und Beispielen bestehenden Be-
gründung, so dass unser Briefteil im grossen und ganzen den
Charakter eines aus einer Anzahl von unabhängigen Abhand-
lungen zusammengesetzten Ganzen bekommt. Die einzelnen Ab-
handlungen sind folgende:
1. ce.4i — 7i. eine Abhandlung über die verderbliche Wirkung
des ζήλος, anknüpfend an die letzten Worte von c. 3: ζηλον
αόικον και άοεβϊ/ άνείληφότας, δι ον και ϋ^σ.νατος είοη?.ϋ-ερ
εις τον κόϋμον, ausgehend von Gen. 43 — 8. Die einzelnen Glieder
der Beispielreihe sind: Kain und Abel, Jakob und Esau, Joseph
und seine Brüder, Moses' Flucht vor Pharao, Aaron und Mirjam,
Dathan und Abiron, David und Saul. Damit bricht die Auf-
zählung der alttestamentlichenaus ζήλος leidenden oder seinetwegen
bestraften Personen ab, und es beginnt, vom Verfasser selbst
deutlich markiert (oi αλλ" ίνα των αρχαίων υποδειγμάτων
πανοοομεϋ-α κτ).), Fortsetzung der Reihe aus den Erfahrungen
der jungen Christenheit: Die guten Apostel, unter ihnen besonders
Petrus und Paulus, und die grosse Schar der Märtyrer, unter
ihnen besonders die „Danaiden und Dirken" haben des ζΐβος
wegen Λ^erfolgung, Leiden, selbst den Tod erlitten. Hinweis auf
Ereignisse des bürgerlichen Lebens (gestörte Ehen) und des
öffentlichen Lebens (Kriegskatastrophen) beendet die Aufzählung,
an die 7i nur noch die kurze Bemerkung geknüpft wird: dies
hätten die Römer gesagt, nicht nur zur Ermahnung der Korinther,
sondern auch zu eigenem Nutz und Frommen, da auch sie in der-
selben Wettspielbahn sich abzumühen hätten.
2. Wenige kurze überleitende Worte in paränetischer Form
führen hinüber zur nächsten Abhandlung: über die μετάνοια
7-1— 8δ, wieder eine Reihe von Exempeln (Chinsti Opfertod, Noahs
und Jonas' Busspredigt, der Bussruf der Propheten), und 3 Citate
aus heihger Schrift, die Gottes dringende Mahnung zur Busse
und seinen heiligen Schwur, dem bussfertigen Sünder zu verzeihen,
zum Ausdruck bringen. 9i, dem Inhalt und dem Baue nach
gleich mit 72, schliesst den Abschnitt ab und sieht mit seinen
letzten Worten CtQiv και το εις ϋ^άνατον αγον ζήλος) auch noch
zurück auf den 1. Teil und auf die Veranlassung des Briefes
überhaupt.
3. Ziemlich abrupt setzt die 3. Abhandlung ein: über die
12*
18Q Knopf, Der erste Clemeusbrief.
jttOToi, vjti'jxooL und φιλό^ίνοι (92 — 128), eigentlich nur Beispiele
enthaltend mit verschwindender Paränese. Enoch, Noah, Abra-
ham, Lot, Rahab finden hier Stelle und Erwähnung. 12? am
Ende der Rahabgeschichte bedient sich der Verfasser auch der
höheren Auslegekunst, die ihm im ganzen bei seiner moralisti-
schen Verwertung der heiligen Schriften fremd ist.
4. Wiederum abgerissen (wir verstehen das ovv 13 1 nicht)
beginnt die folgende umfangreichere Abhandlung, in der Haupt-
sache den W^ert der ταπεινοφροϋννη an Wort und Beispiel klar
machend (13 1 — 19 1). Gehorsam und Friedfertigkeit, die nebenbei
auch behandelt werden (133—156), erscheinen mehr als Spezia-
lisierungen der Demut. Cap. 13 — 15 operiert der Verfasser mit
dem directen Mahnworte des A. T. und des Herrn, in der ange-
schlossenen Beispielsreihe erscheinen Christus, die Propheten (mit
Namen erwähnt Elias, Elisa, Ezechiel) und die, denen Gott ein
herrliches Zeugnis ausstellte, und die doch demütig blieben:
Abraham, Hiob, Moses, David. In diesem Teile tritt die Beziehung
auf die concreten Zustände in Korinth stärker hervor (vgl. bes.
14 1 f. auch 15 1). Interessant ist hier (vgl. auch Wrede S. 103) die Ver-
wendung von Christi Wort und Leben, Sein Wort (13 2) erscheint
in einer Linie mit dem alttestamentlichen Gotteswort, sein Leben
liefert (16) ein Beispiel neben dem der alttestamentlichen Gottes-
männer, wobei es gar nicht in seiner geschichtlichen Lebendigkeit,
sondern nur im Spiegel des Prophetenwortes zum Ausdrucke kommt.
5. Es folgt eine Ausführung über Gottes Ordnung und Güte
als Schöpfers und Erhalters (c. 20). 19 2f. leiten zu dieser Schil-
derung über. Die Anknüpfung an den vorhergehenden Teil
(wieder mit ovv 192) ist auch hier hart und unmotiviert, πολλαϊ
Tcal μεγάλαι καϊ ενόοξοί πράξεις, die die Christen empfangen hätten,
sind im vorhergehenden gar nicht erwähnt, höchstens das eine,
dass der Gehorsam und die Demut der heiligen Männer früherer
Zeiten auch alle nachfolgenden Geschlechter besser mache, c. 20,
die eigentliche Ausführung, verleugnet, obwohl der Stoff der Bei-
spiele hier aus einem ganz anderen Gebiete genommen ist als
in den früheren Fällen, in seiner ruhig dahinfliessenden, viel-
gliedrigen Aufzählung doch nicht seine Zugehörigkeit zu der-
selben Art homiletischer Erbauung. Sehr beachtenswert ist, dass
das c. 20 mit Doxologie — an Gott, nicht an Christus — schliesst.
Wir sind gewohnt, eine Doxologie nur am Ende eines grösseren
Der litterarische Charakter des ersten Clemensbriefes. \^{
Abschnittes vor dem Übergänge zu etwas neuem zu finden. Von
einem solchen bedeutsamen Abschnitte kann hier nicht die Rede
sein. Unser Teil ist den übrigen, derDoxologie ermangelnden, voll-
kommen coordiniert, zeichnet sich gerade durch besonders geringen
Umfang aus, und zum Überflusse schliesst der Anfang des
nächsten Capitels sehr eng an c. 20 an. Sollte die Doxologie
ein Anzeichen dafür sein, dass dieser Schöpfungshymnus schon
früher eine litterarische Existenz in einem anderen Zusammenhange
gehabt habe und in der Hauptsache etwas einfach übernommenes
sei? Diese Annahme ist an sich recht wahrscheinlich. Be-
wiesen kann sie freilich nicht werden, der Verfasser kann mit
Benutzung seiner sonstigen Übung das Stück erst im Schreiben
des Briefes selbst zusammengestellt haben und die Doxologie
aus seelischem Beweggrunde (hervorquellender Dank bei Er-
innerung an so viele Gutthaten des Schöpfers) oder, weil es bei
dergleichen hymnischen Stücken Stil war, angewandt haben.
Eng angeschlossen an den Preis des Schöpfergottes erscheint
die Paränese von c. 20, die mit der Warnung, Gottes grosse Güte
nicht zu missbrauchen, einsetzt. Lieber bei Menschen Anstoss
erregen, als bei dem allezeit nahen und allwissenden Gotte.
21 6 — ^9 bringt dann eine Haustafel in ganz conventionellen , fest
geprägten Formen. Nicht einmal die Anfangsmahnungen dieser
Tafel (die Leiter und Altesten zu ehren) zeigen eine durch die
besondere A'eranlassung hervorgerufene Individualität. Wir finden
dergleichen Mahnungen auch sonst in Verbindung mit den Haus-
tafeln oder davon abgesondert, ohne dass wir eine eigene Ver-
anlassung für sie zu erkennen vermögen (vgl. I Tim. διν, I Petr. δ δ,
Ι Thess. 5i2f, Hebr. 13? u. 17).
Ein grösseres Psalmencitat (ψ 34 12 — is), das dem präexistenten
Christus in den Mund gelegt wird, bildet den Schluss dieses Teiles.
Das Gotteswort soll die Mahnungen von c. 21 in heiliger authen-
tischer Form bekräftigen.
6. In einem ganz leidlichen Zusammenhange mit dem vorher-
gehenden Teile, der ja von Gottes Schöpfergüte sprach, steht der
Anfang des nun folgenden Abschnittes 23 1 — 284: Gott giebt seine
Wohlthaten mild und gütig, nur darf man an ihnen nicht zweifeln.
Damit ist das Stichwort der ganzen Ausführung gefallen, die
sich gegen die όιψνχία wendet. Mit einem Citate aus heiliger
Schrift wird die Unseligkeit und Unvernunft der Zweifler über-
182 Knopf, Der erste Clemensbrief.
haupt geschildert (233 f.). Dann wird erstens kurz der Zweifel
an der Parusie mit einem gleich bereiten combinierten Citate
aus Jes. u. Mal. abgethan, und hierauf erfolgt cc. 24 — 26 die aus-
führliche Widerlegung der Zweifel an der Auferstehung: Christi
Auferstehung, Beispiele aus den alltäglichen Naturvorgäugen
(Tag und Nacht, Saatkorn), der wundersame Vogel Phönix werden
herangezogen, die Zweifler zu widerlegen, mit einem dreifachen
beweisenden Citate aus Gottes Wort — auch diese Citate kommen
leicht und geAvandt heraus — endet das Stück, dem c. 27
dann noch zur Bekräftigung einige Betrachtungen über Gottes
Wahrhaftigkeit und Allmacht angefügt sind. Grade an diesem
Teile tritt besonders stark die Incongruenz zwischen Veranlassung
und Inhalt des Schreibens hervor. Nicht eine Silbe sonst im
ganzen Briefe lässt nur die geringste Andeutung über dergleichen
Zweifel der Korinther fallen. Die Ausführung selber in ihrem
ruhigen, sachlichen Tone kann man durchaus nicht als Polemik
auffassen. Wir werden nachher noch sehen, dass sich ein anders-
artiger Beweggrund für die Einschiebung dieser Ausführung ergibt,
nämlich eine gewisse litterarische Abhängigkeit von I Kor. Doch
hindert auch dieser nicht die Erkenntnis, dass wir in unserem
Abschnitte eine gut in sich geschlossene, unabhängige Abhand-
lung über die Auferstehung zu erkennen haben.
7. c. 28 ist ein Übergangsstück zwischen dem vorhergehenden
Teile, an dessen Schluss es anknüpft, und dem nächstfolgenden.
Es spricht über das Unvermögen des Menschen, vor Gottes All-
gewalt zu entrinnen, wieder mit einem Citate {φ 139 7 if.) bewei-
send, eine passende Einleitung zu dem folgenden kurzen Stücke
(cc. 29 u. 30), das von der Erwählung durch Gott und der durch
diese Thatsache geforderten Heiligung des Menschen handelt.
Den ganz allgemeinen Charakter des Stückes, das auf thatsäch-
liche Zustände so gut wie gar keinen Bezug nimmt, erkennen
wir am besten aus 30 1, dessen Lasterkatalog (vgl. oben S. 163)
wir uns ganz und gar nicht aus besonderen Missständen der
korinthischen Gemeinde erklären können.
8. Es folgt ein umfangreicheres Stück über „die Wege des
Segens", äusserlich angefügt an das vorhergehende durch den
Mittelbegriff der ευλογία (vgl. ηνλογημένοίς 308 Schluss). Auf
welchem Wege ist das Heil zu finden? Dies Thema ist bereits
in den Schlussworten von 3θ3 angeschlagen {βργοις δικαιούμενοι
Der litteravische Charakter des ersten Clemensbriefes. 183
μη /.όγοις), und die Fi-age wird in unserm Abschnitte auf dop-
pelte, für das nachpaulinische Cliristentum nicht zwiespältige Weise
gelöst, einmal (31 f.) durch Hinweis auf den Glaubensweg, nach
pauHnischer Weise und Formel, die aber sogleich 33i— s durch
Aufzeigung des Weges der Werke in die allein verständliche
Fassung gebracht wird. Die Beweisführung ist in beiden Abschnitten
gleichartig der des ganzen Briefes. Sie geht in ruhiger sachlicher
Weise mit Beispielen vor (die 3 Erzväter als Glaubenshelden
3l2 — 323; Gott 33-2—7, und alle Gerechten 33? als Ausführer
guter Werke). Ergänzt und recht eindringlich gemacht werden
diese Ausführungen über den rechten Weg durch Betrachtungen
über die Herrlichkeit der Güter, die man auf ihm findet, so 32 1 f.
(die δώρα Jakobs), 323 (der Lohn Gottes mit Prophetencitat),
34 1 — 8 (über den μιϋθ-ός, gipfelnd in dem Citate von den unsag-
baren Gaben Gottes I Kor. 2n). Das letztgenannte Citat führt
dann direct hinüber zu c. 35, das zusammenhängend die Beloh-
nung und Bestrafung behandelt, mit nochmaliger Charakterisierung
der οόος της άληϋ-είας (ν. δ) und der Handlungsweise des Frev-
lers (v. 5bf., V. 8 im Citate). Damit ist die Frage nach dem Wege
des Segens gelöst, der Weg aufgezeigt, auf dem man zu Christus,
dem Heile, gelangen könne, der dann in Worten und Gedanken,
die zum Teil dem Hebräerbriefe entnommen sind, gepriesen wird.
Die 6 Kapitel 31 — 36 bilden eine gute Einheit — man könnte
sie überschreiben: Art und Ziel des Heilsweges — , wie u. a. auch
durch die Ausdrücke οόοΐ της ευλογίας am Anfang (31 1), οόφ
της άληΘ-είας im Fortgange (355), οδός . . . εν ?/ ευρομεν το 0ω•
τηρών ημών Ίηοονν Χριοτόν am Ende (36 1) klar gemacht wird.
Die kurze Doxologie am Ende von 32 zeigt nur einen kleinen
Abschnitt an. Wiederum beachte man, wie theoretisch die Aus-
führungen sind. Nimmt man an, sie seien aus bestimmter \^er-
anlassung hervorgegangen, so wird man wohl grosse Mühe haben,
herauszubekommen, ob eigentlich die Korinther es mehr mit dem
Glauben hielten oder gute Thaten vorzogen, und von dem Laster-
kataloge 35 δ gilt das im vorhergehenden zu 30 1 bemerkte.
9. cc. 37 u. 38, die beiden letzten der in Betracht kommenden
Capitel, bilden wieder eine kleine Einheit für sich, sind aber eng
an den Schluss von c. 36 angehängt. Den Haken hat sich der
Verfasser mit dem kleinen Sätzchen 363 gemacht. Die beiden
Capitel enthalten die Aufforderung zu einmütigem, gottgehor-
184 Knopf, Der erste Clemensbrief.
Samen, engen Zusammenschlüsse aller Einzelnen mit dem Ganzen.
Als Illustrationen für seine Paränese braucht der Verfasser die
Verhältnisse des römischen Heeres und des menschlichen Leibes,
das letzte Bild in deutlicher Anlehnung an I Kor. 12ufiF. Die
Spezialisierung der Pflichten für die einzelnen Gemeindegruppen
ist in sehr geringem Grade durch die concreten Zustände der
korinthischen Gemeinde veranlasst (vgl. oben S. 163), doch
steht die Behandlung der Frage im allgemeinen, auch
wenn sie im einzelnen noch so allgemein theoretisch
durchgeführt ist, immerhin im Zusammenhange mit der thatsäch-
lichen Veranlassung des Briefes. Das Stück schliesst mit Doxo-
logie, und mit c. 39 beginnt der zweite Teil des Briefes, der den
leitenden Faden, die stete Beziehung zu den korinthischen Vor-
fällen, nicht mehr verliert.
Dem Versuche, das Verständnis des Briefes durch die An-
nahme zu gewinnen, wir hätten es hier in der Hauptsache mit einer
homilienartigen Abhandlung zu thun, erweist sich weiter die Be-
trachtung der Art, wie der Schriftsteller das A.T. verwendet, günstig.
Clemens ist in grossen und in kleinen Dingen vom A. T. sehr
stark abhängig und beeinflusst (vgl, zum folgenden Wrede S. 58ff.).
Wenn dies nun auch für alle jene frühchristlichen Schriftsteller
zutrifft, so doch für Clemens in ganz besonderem Masse. Wir
haben keine altchristliche Schrift, in der die Beziehungen auf
das A. T. (directe Citate, Geschichten, Anspielungen) einen so
grossen Teil des Ganzen ausmachten. Und zwar ist Clemens
nicht nur im allgemeinen von alttestamentlichen Anschauungen, Be-
griffen abhängig, sondern auch von einer ganz bestimmten Tra-
dition betreffend die Art und Weise und die Auswahl in der
Benutzung.
Dies gilt zunächst für die Citate. Es ist ja bekannt, dass
mau bei Betrachtung der alttestamentlichen Citate frühchristlicher
Schriftsteller findet, wie nur ein überraschend geringer Ausschnitt
aus dem A. T. zur steten Verwendung kommt. Es sind in der
Hauptsache immer wieder dieselben Citate, auf die die Auswahl
fällt. Wir haben also hier sicher eine gewisse Tradition, die
die loci probantes für die Dogmatik und Ethik zusammengeorduet
hat. Und diese Tradition Avar höchst \vahrscheinlich nicht bloss
eine mündliche, sondern auch eine schriftliche. Hatch (Essays
in Biblical Greek Oxf. 1889, 5*^ lecture: On composite quota-
Der litterarische Charakter des ersten Clemensbriefes. 1§5
tioDS from the Septuagint S. 203 — 214, vgl. auch Vollmer: Die
alttestameutlichen Citate bei Paulus S. 36 if.) hat es durch Zusammen-
stellung combinierter Citate aus Clem. Rom., Barn., Justin (u,
Rm. 3 10 — is) sehr wahrscheinlich gemacht, dass im 1. u, 2. Jahr-
hundert als ein Erbe der hellenistischen Synagoge Auszüge, kurze
Handbtichlein im Umlauf waren, die sachlich geordnete Auszüge
aus dem A. T. enthielten. Es ist ja diese Thatsache nur ein
Ausschnitt aus einer grossen Fülle von Parallelerscheinungen,
die uns auf so vielen Gebieten die christliche Kirche als Erbin
des Hellenismus zeigen. Von der gleichen Tradition ist I Clem.
höchst wahrscheinlich abhängig gewesen. Jene Citate, die er
zur Empfehlung der christlichen Tugenden und zur Erhärtung
seiner Behauptungen aus dem heiligen Buche anführt, hat er
nicht erst ad hoc, während er den Brief schrieb, zusammengestellt,
sondern sie waren zum guten Teil, sei es nun schriftlich, sei es
mündlich, überliefert, im Gebrauche für die Gemeindeparänese.
Von hier aus fällt auch ein eigentümliches Licht auf die von
Lightfoot gerade im Hinblick auf die genaue Kenntnis der LXX
seitens des Verfassers geltend gemachte Behauptung, der Autor
müsse ein hellenistischer Jude gewesen sein (S. Clem. 1 59 f.). Es
fällt uns ja nicht bei, dem Verfasser eine genaue Kenntnis der
griechischen Bibel abzusprechen, aber in welchem Grade er bei
seinen Anführungen von einer bereits vorliegenden Überlieferung
geleitet war, können wir gar nicht sagen, da uns genauere Pa-
rallelciuellen fehlen. Sicher ist, dass im Sprachgebrauch über-
haupt, sowie in der besonderen Auswahl der Belegstellen ein
feststehender Grebrauch des alten Testamentes bereits vorhanden
war. Namentlich die ziemlich häufigen combinierten Citate (vgl.
H-i, 104 — 6, 293, 343, 362ίϊ. ...) legen die Vermutung sehr nahe.
dass Clemens in der Auswahl seiner Citate von einer bereits fest -
stehenden Art der Verwendung des heiligen Buches für die
Gemeindeerbauung abhängig sei. — Dasselbe gilt auch für die
Fälle, in denen alttestamentliche Beispiele gebracht werden. Es ist
an sich wahrscheinlich, dass für die Haupttugenden und Haupt-
laster, die in der Gemeindeparänese naturgemäss oft vorkamen,
eine feststehende Auswahl von alttestamentlichen Beispielen sich
sehr rasch bildete — oder ebenfalls übernommen wurde — und fort-
tradierte. Exempel sind immer nötig für die Unterweisung, mit
der eigenen nationalen Überlieferung hatte mau gebrochen, .sie
1S6 Knopf, Der erste Clemensbrief.
konnte bei Normierung einer Lebensordnung für die εκλεκτοί
nicht herangezogen werden (doch vgl. immerhin fürIClem.: 64,
20 5 — κρίματα kann nicht angezweifelt werden, der Verfasser
scheint an den Tartarus und seine Bewohner zu denken — 25,
55 1), und dem schliesslich doch begrenzten Stoffe des A. T.
gegenüber musste leicht eine in den Hauptzügen bald feststehende
Auswahl entstehen, z. T. vielleicht Neubildung, z. T. auch nur
Weiterbildung synagogaler Praxis. An einzelnen Punkten können
wir ja selbst bei vmsern geringen Quellen Berührungen in der
Auswahl der Beispiele feststellen. Abraham und Lot als Vor-
bilder von Gastfreundschaft hat auch Hebr. 13-2 im Auge, von
Rahab spricht Hebr. 11 31 n. Jak. 225. (Die Gestalt der Rahab
erscheint ja öfters in der alten christlichen Litteratur, Rahab ist
auch in den Stammbaum Jesu eingefügt worden Mt. I5). Wir
können nun beobachten, dass an verschiedenen Stellen Clemens in
der Beispielauswahl sich an vorhergegangene Schriftsteller an-
lehnt: 93— lOi Enoch, Noah, Abraham wie Hebr. II.5— s; 31, die
3 Patriarchen wie Hebr. 11 17 — 21; 17 1 die Ziegen- und Schaffell-
bekleideten wie Hebr. 11 37. Es wird uns demnach keine grosse
Überwindung kosten, gerade für unsern Schriftsteller auch in den
andern Beispielsketten Abhängigkeit von Tradition in der Stoif-
auswahl anzunehmen. Man merkt es Schritt für Schritt dem
Schriftsteller an, dass er Citate und Beispiele für all das, was
ihm auf dem Herzen liegt, parat hat, sie nicht sich erst beim
Schreiben zusammenzusuchen hat.
Was uns die Erkenntnis der Thatsache, dass Clemens bei seiner
Verwendung des A. T. von Tradition abhängig ist, lehrt, ist
dieses: Auch von dieser Seite aus betrachtet erweist sich der
Brief nicht als ein einfaches Gelegenheitsschreiben, sondern als
zugehörig zu der allgemeinen Erbauungslitteratur des nach-
apostolischen Zeitalters. Sein Verfasser ist auch hinsichtlich der
Auswahl aus dem A. T. abhängig und getragen von einer bereits
gefestigten Tradition der Gemeindeerbauung und hat sich seiner
Aufgabe der fremden Gemeinde gegenüber ähnlich entledigt,
wie er es bei vorhergegangenen Gelegenheiten der eigenen gegen-
über gethan hatte.
Den allgemein erbaulichen Charakter des Schreibens zeigen
uns in ausdrücklicher Weise endlich auch noch einige Einzel-
heiten im Briefe selbst. Auf zwei dieser Stellen ist schon im
Der litterarische Charakter des ersten Clemensbriefes. 1S7
vorhergehenden hingewiesen worden: auf 7i u. 02 1 f. (oben
i^. 172 f.)• Zwei weitere Beobachtungen reihen sich an. Die eine
betrifft 34?, wo wir lesen: xccl ημείς ovv εν ομόνοια επϊ το
<χντο ονναχϋ-έντες τί] ovv£io?']Oei, cog εξ ενός Οτοματος βοήοωμεν
jtQog αυτόν εκτενώς εις το μετόχους ημάς γενέαθ-αί των μεγά-
λων καΐ ενδόξΟίν επαγγελιών αυτοϋ. Hier sieht man doch den
mahnenden Homileten inmitten der einmütig zum Gottesdienste
{επΙ τό αυτό ζ. Β. auch Act. öfters, Ι Kor. 11 20, Ign. Eph. δ s, 13 1,
Justin I 67 3, Barn. 4 10 u. a. St.) versammelten Gemeinde stehen.
Man sieht klar, dass der Brief als ein öffentlich zur Erbauung
der Gemeinde vorzulesendes Schriftstück gedacht ist. Immerhin
ist die Stelle, die einzig im Briefe dasteht und sich selbst in
dem so allgemein gehaltenen ersten Teile charakteristisch abhebt,
höchst merkwürdig. Wie so kam der Verfasser dazu, in diesem
Tone, der doch eigentlich nur bei persönlichem Zusammensein
am Platze wäre, zu reden? Es giebt dafür verschiedene Er-
klärungen. Man kann einmal annehmen, dass er sich im Geiste
In die Gemeindeversammlung der Korinther hineinversetzte, und
zu ihnen als Gegenwärtigen sprach. Aber dagegen spricht, dass
der Brief ja nicht als von einem Einzelnen sondern als von der
grossen Gesanitgemeinde der Römer ausgehend sich giebt. Von
einer bewussten rhetorischen Figur kann also nicht die Rede
sein. Eine zweite Möglichkeit ist die, dass der Schriftsteller
sich im Augenblicke vergass und in seinem Briefe sich so aus-
drückte, wie er es wohl des öftern in der Mitte seiner eigenen
Gemeinde that. Dieser Lapsus konnte um so leichter eintreten,
als ja, wie wir gesehen haben, der ganze Briefteil Homilien-
charakter trägt. Dies erscheint nur als der eine Weg, die Stelle
aufzufassen. Der andere ist der, anzunehmen, dass thatsächlich
diese Stelle mit ihrem ganzen Zusammenhange in einer wirklichen
Homilie (oder vielleicht Liturgie, vgl. Lightfoot z. St. Die
Thatsache der Entlehnung bleibt auch für diesen Fall bestehen)
stand und vom Verfasser des Schreibens einfach übernommen
wurde. Entschliesst man sich zu dieser Annahme und erkennt
man das oben (S. 176 f.) gelegentlich der Doxologie von c. 20 12
bemerkte als richtig an, dann kann man unbedenklich auch zu
der litterarkritischen These fortschreiten: der ganze erste Teil
des Clemensbriefes ist ein aus kleineren homiletischen Aufsätzen
und Abhandlungen Zusammengesetzes Ganze. Ich werde noch
188 Knopf, Der erste Cleinensbrief.
weiter nnteu meine eigene Stellung zu dieser Annahme
darlegen.
Die andere Beobachtung betrifft das Gebet am eigentlichen
Briefschlusse 59 — 61. Was hat es denn für einen Sinn, dass die
Römer ihrem Briefe noch ihr Gemeindegebet — denn als ein
solches geben sich die bezeichneten Capitel — hinten anfügen?
Wollen sie die Schwestergemeinde, nachdem sie ihr alles zum
ενάρετος βίος nötige mitgeteilt haben, zum Schlüsse auch noch
über die richtige Art des Gebetes unterweisen? Das ist schon
an sich kaum glaublich. Denn soll man wirklich annehmen, die
Römer hätten jener berühmten alten Gemeinde apostolischer
Gründung, „gläubigen und bewährten Männern, die eingedrungen
sind in die Tiefen göttlicher Lehre" (62 3), die Fähigkeit und
die Geistesbegabung nicht zugetraut, richtig zu beten? Das Ge-
bet ist ja am Ende des 1. Jahrh. noch keine Zauberformel ge-
wesen, durch deren wörtlich genaue Hersagung man die Gottheit
zwang. Nach den Eingangsworten (59 2 Anfang) giebt sich das
Gebet zunächst als Fürbitte für alle auserwählten Heiligen zu
erkennen. Ein solches hätte ganz guten Sinn an dieser Stelle,
aber es bleibt ja kein für den besonderen Fall zusammengestelltes
Bittgebet, sondern weitet sich gleich darauf zu einem ganz allge-
meinen Gebete aus.
Wollen wir dem Gebete irgend eine thatsächliche praktische
Bedeutung zuerkennen und es nicht bloss für einen rhetorischen
Abschluss halten, dann liegt es nahe — ich sage nicht, dann
sind wir gezwungen — anzunehmen, dass die Römer ihr Schreiben,
weil es eben im eigentlichen Sinne kein Gelegenheitsschreiben
war, für öftere kirchliche Anagnose herrichteten und ihm darum
das regelmässige Kirchengebet anfügten, das, wie wir vielleicht
aus unserm Briefe schliessen können, seine Stelle am Schlüsse
der Gemeindeansprache hatte und vom Homileten vorgenommen
wurde. Dies erscheint als die wahrscheinlichste Erklärung für
die auffällige Thatsache dieser Gebetsübersendung.
Und nun können wir ja glücklicherweise aus dem Schicksale,
das der Brief in der korinthischen Gemeinde gehabt hat, erkennen,
wie die Absicht der Römer sich thatsächlich auch verwirklicht
hat. Wir lesen in dem Briefe des Dionysius von Korinth an
Soter von Rom (Eus. h. e. IV. 23 11): την οήμερον ovv χνριαχην
cr/ίαν ημέραν οί7]γάγομεν, εν ?} άνέγνωμεν νμών την επιοτολην, ην
Der litterarische Charakter des ersten Clemensbriefes. 1S9
ϊ^ομεν αεί ποτέ άναγινώοκοντες νονΟ-ετΰο&αι, ως καΐ την
προτέραν ήμΐν όια Κλ7]μεντος γραφεΙΟαν. Die Korinther haben
also unseren Brief thatsächhch um 170 herum im Kreise ihrer
kirchlichen Leseschriften gehabt und haben ihn Sonntags ver-
lesen. Und wenn man so in Korinth immer wieder den
Brief vorgenommen hat, dann hat man ihn sicher nicht immer
ganz vorgelesen, — dazu war er einmal zu lang, sodann in vielen
Teilen antiquiert — sondern man hat eben einzelne Themen
herausgehoben und mit ihnen die Gemeinde erbaut. Nach den
Worten des Dionysius hat der Brief eine bedeutsame Stelle ein-
genommen. Der korinthische Bischof will die Auszeichnung
hervorheben, mit der ein jüngst in Korinth eingetroffener Brief
behandelt wird und sagt: wir lesen ihn und werden ihn allezeit
zu unserer Erbauung lesen, wie wir es ja auch mit dem früheren
von Clemens geschriebenen halten (in dem ην εξ,ομεν αεί ποτέ
χτλ. hat freilich Höflichkeit und Rhetorik den Ausdruck zum
Teil bestimmt). Der I Clem. wurde also um 170 verlesen,
war es schon früher worden, und so sollte es auch mit ihm in
der Zukunft gehalten werden.
Die Korinther haben also den Brief nicht einmal, an dem
Tage als er ankam, gelesen und ihn dann ins Gemeindearchiv
gelegt, seine Bedeutung war nicht mit der Beilegung seiner
nächsten Ursache aufgehoben, gerade sein allgemein erbaulicher
Charakter machte ihn zu einem Mahnschreiben für alle Zeiten.
Wir finden ihn ja dann auch in andern Kreisen unter den Lese-
schriften (vgl. die Zeugnisse bei Harnack Litteraturgesch. I, 1.
Seite 41 ff.), im Codex Α und noch deutlicher in der syrischen
Übersetzung als einen Bestandteil des neuen Testaments.
Und nun, zum Schlüsse, ist es denn etwas unerhörtes, dass
wir einer Homilie in Form eines Briefes begegnen? Lassen wir
die Frage ganz beiseite, wieweit Schriftstücke wie Jak., I Petr.,
Barn., Hebr. Homilien und nicht Briefe sind: wir haben ja eine
ganz offenbare Homilie, die als Brief von derselben römischen
Gemeinde an die nämlichen Adressaten gerichtet ist, den 11 Clem,
(vgl. dazu Harnack, Litteraturgesch. H, 1, S. 438 ff.). Wir
kennen die V'eranlassung des „Briefes" nicht, weder das Schrift-
stück selber noch die Dionysiusstelle bei Euseb giebt uns einen
Anhalt. Vielleicht hatten die Römer gar keine besondere Ver-
anlassung und schickten das Schreiben aus freien Stücken, weil
190 Knopf, Der erste Clemensbrief,
ihnen selbst sein Inhalt sehr gut gefiel, sicher mit bewogen durch
die Thatsache, dass auch schon früher einst ein ähnliches Schreiben
nach Korinth abgegangen war. Genug indessen daran, dass wir
im IL Clemensbriefe eine Homilie haben, die von den Römern
zu den Korinthern gesandt wurde. Dieselben Beweggründe, die
die Sendung dieser Homilie veranlassten, mögen auch die eigen-
tümliche Gestaltung des I. Clemensbriefes veranlasst haben. Die
Römer schickten das zweite Mal direct eine ihnen besonders zu-
sagende Homilie. Das erste Mal hatten sie mit der Abfassung
des Mahnschreibens ebenfalls einen tüchtigen Homileten betraut^
und dass sie selber sich auch wohl gelegentlich an dem von
ihnen abgesandten Schreiben erbauten, dafür spricht das Vor-
handensein der lateinischen Übersetzung, deren Entstehung wir
ja höchst wahrscheinlich für Rom im 2. Jahrh. anzusetzen haben.
So stützen sich zwei Ergebnisse, die ganz unabhängig von ein-
ander gewonnen Λvurden, gegenseitig: der I. Clemensbrief, ein
Sendschreiben, aber mit ausgesprochenem Homiliencharakter in
vielen seiner Partien, macht es begreiflich, wie gelegentlich auch
eine reine Homilie der Schwestergemeinde übersandt werden
konnte. Umgekehrt, der IL Clemensbrief, eine Homilie als Brief,
lässt es erklärlich erscheinen, dass auch in einen aus bestimmtem
Anlasse geschriebenen Gelegenheitsbrief ausgedehnte homiletische
Stücke aufgenommen werden können.
Wir sind am Ende unserer auf den allgemeinen Charakter von
I Clem. bezüglichen Ausführungen angelangt und haben nur
noch eine Verwahrung auszusprechen. Es soll im vorhergehenden
keine litterarkritische These ausgesprochen sein, nicht behauptet
sein, dass in den I. Clemensbrief eine Homilie oder Homilien-
fragmente eingearbeitet seien, die schon vorher eine litterarische
Sonderexistenz besessen hätten, und die gegeneinander abzuzirkeln
und herauszuschneiden, nun Aufgabe der Kritik wäre. Nichts im
Briefe, selbst nicht die oben ihres Ortes besprochenen Stelleu
20 12 u. 34 7, zwingen uns zu dieser Art von Quellenscheidung.
Man kann den Brief sehr wohl als eine litterarische Einheit^
von einem Manne innerhalb einer bestimmten Zeit verfasst, be-
greifen. Der Stil ist durchwegs derselbe, im ersten wie im
zweiten, doch sicher erst ad hoc verfassten Teile. Das gleiche
gilt von der eigentümlichen Beweisführung mit alttestamenthchen
Beispielen, Analogien und Citaten (vgl. im 2. Teile Stellen wie
Der litterarische Charakter des ersten Clemensbriefes. [9[
45 6 f., 51 3 — 52 4 — 2 Beispiele und dann Citat — 54 4 — 55 g,
56 3—15, 573—7). Wir brauchen von dem Verfasser nicht die
Vorstellung zu haben, als habe er, um einen umfangreichen Brief
zusammenzubekommen, sich hingesetzt und aus ihm vorliegen-
den Homilien passendes und unpassendes zusammengestellt. Das
wäre eine hölzerne, ungeschichtliche Vorstellung. Der Verfasser
ist nicht unmittelbar abhängig von irgend welchen litterarischen
Gestaltungen, sondern von seiner gesammten Entwicklung, seiner
Vorbildung, von Tradition im weiteren Sinne. Nur eine solche
Abhängigkeit kann man bei unserm Briefe entdecken, eine andere
nachzuweisen ist unmöglich.
Die eben aufgestellte Behauptung gilt indessen nur für die
Frage: lässt sich bei Clemens in der Wahl und Ausarbeitung
seiner Predigtthemen litterarische Abhängigkeit von gleichgestal-
teten vorhergegangenen Arbeiten nachweisen? Eine solche Ab-
hängigkeit können wir wohl als unbeweisbar und unnötig in
Abrede stellen. Das schliesst indessen nicht aus, dass Clemens
in anderen Punkten von früheren christlichen Schriftstellern
abhängig ist, und auf eine solche litterarische Abhängigkeit, die
uns besonders interessieren muss, nämlich auf das Verhältnis
von I Clem. zu I Kor. wollen wir zum Schlüsse die Aufmerk-
samkeit noch lenken (vgl. zum folgenden Wrede, Seite 31 fi^*.
Clemens ist stellenweise in seinen Ausführungen von verschiedenen
früheren Schriftstellern abhängig, besonders von Hebr., doch auch
von Rom. und anscheinend von IPetr. (vgl. Lightf. II 5 16 f.). Doch
in all diesen Fällen beschränkt sich die Abhängigkeit auf ein-
zelne Worte und allgemeine Gedanken. Aber abgesehen von
der allgemeinen Benutzung hochgeachteter christlicher Schrift-
stücke hat Clemens I Kor. noch in ganz besonderer Art als
Vorlage hergenommen. Diese Benutzung lag ja sehr nahe. Im
I Kor., der ausdrücklich citiert wird (47 1), lag ein vom Apostel
πνευματικός (473) verfasstes Schreiben vor, das gleich in seinem
Eingange (47-2 εν ccQxiJ τον ευαγγελίου) gegen das προοκλίοεις
jToaia&ai der nämlichen Gemeinde polemisiert: was war da natür-
licher, als den Brief heranzuziehen? Und diese Heranziehung
erfolgt nicht nur auf dem einen Punkte, das Schisma betreifend,
sondern auch an anderen (vgl. Wrede 1. c). Bewusst oder un-
bewusst scheint bei dieser Benutzung der Gedanke mit hineiu-
zuspielen: ΛΥβηη die Korinther noch ganz so wie zu Pauli Zei
192 Knopf, Der erste Clemensbrief.
«in grobes, offenbares Schisma in ihrer Gemeinde dulden, dann
wird es auch vielleicht auf andern Punkten, die der Apostel zu
rügen hatte, nicht seine Richtigkeit haben. Die ihm mangelnde '
directe Anschauung der korinthischen Gemeiudeverhältnisse ersetzt
der l^erfasser so durch aus dem I Kor. geschöpfte Kenntnisse.
Das ganze Verfahren ist ein so naheliegendes, dass Avir in der
altchristlichen Litteratur noch zweimal einen analogen Fall con-
statieren können: der Epheserbrief des Ignatius benutzt den
paulinischen Epheserbrief und der Philipperbrief des Polykarp
den paulinischen Philipperbrief,
Die Hauptpunkte, in denen I Kor. materiell die Ausführungen
<les Clemens bestimmt hat — formelle Beeinflussung in Anklängen,
einzelnen Ausdrücken ist natürlich noch häufiger, vgl. Lightfoot
a. a. 0. — sind folgende:
c, 24 ist abhängig von I Kor. 15;
die Ausführungen über die Einheit und gegenseitige Unter-
ordnung der Leibesglieder in c. 37 ist I Kor. 12 entlehnt (vgl.
besonders I Kor. 12i2f. u. I Clem. 37δ, I Kor. 122i u. I Clem.
37-t, I Kor. 12 29 f. u. I Clem. 373);
die Mahnung 48 sf. geht zurück auf die betreffenden Mahnungen
in I Kor. 12, vgl. besonders I Kor. 12 8 f.;
der Preis der Liebe in c. 49 f ist veranlasst durch I Kor. 13.
Uns interessirt vor allem die Verwandtschaft an zwei Stellen,
nämlich erstlich in den Auferstehungscapiteln I Clem. 24 ff., ver-
glichen mit I Kor. 15. Ausser der allgemeinen Thatsache, dass
an beiden Stellen der gleiche Stoff behandelt wird, vergleiche
noch im einzelnen:
1 Kor. 1520 I Clem. 24 1
j'vvl öh Χριΰτος εγηγερται εκ ... την μέλλουοαν άνάΰταουν
νεκρών, απαρχή των κεκοιμη- εθεοϋ•αι. ήςτην άπαρχην εποι-
μένων . . ηϋατο τον κνριον Ίηϋονν
ΧρίΟτον εκνεκρώνάναΰτηοας.
Ι Kor. 15 36 ff. Ι Clem. 24 4 f.
άφρων, θν υ Οπείρεις, ον λάβωμεν τονς καρπούς' 6 οπό-
ζωοποιείται, εάν μη άποϋ^άν^]' ρος πώς και τίνα τρόπον γί--
καΐ ο Οπείρείς ου το οώμα το νεται; έξηλϋ-εν ο ϋπείρων
γενηοόμενονΰπείρεις,άλλάγνμ- (Marc. 43 u. Par.) καΐ εβαλεν
νον κόκκον ει τνχοί οίτου η εις την γήν εκαοτον τών
Der litterarische Charakter des ersten Clemensbriefes. 193
τίνος των λοιπών. 6 όε ϋ^εος ϋπερμάτων, άτινα πεοόντα
όίδωοιν αντω οώμα χαΰ^ώα εις την γην ξηρά καΐ γυμνά
ήϋ•έληθεν και Ιχάοτφ των διαλύεται, είτ εκ της διαλν-
απερμάτων ίδιον οώμα . . οεως η μεγαλειότης της προ-
νοίας τον δεοπότον άνίοτηοιν
αυτά . . .
Die Verwandtschaft ist unleugbar. Ausser der Annahme,
dass die Auferstehung dem Clemens wohl überhaupt ein geläu-
figes Thema war, haben wir so noch einen zweiten Weg, die
Behandlung dieser Frage in unserm Briefe zu erklären.
Die andere Stelle, an der eine Benutzung von I Kor. zu
constatieren, uns wichtig ist, steht I Clem. 48 δ u. I Kor. 12 8 ff.
I Kor. 128f. I. Clem. 485
φ μεν γάρ δια τον πνεύματος δί- ητω τις πιΰτός, ητω δυνα-
δοται λόγος ϋοφίας, άλλω δε τος γνώϋιν εξειπείν, ητω
λόγος γνώοεως κατά το αντο Οοφος εν διακριθεί λόγων,
πνεϋμα, Ιτέρω πίοτις εν τω ητω αγνός εν εργοίς.
αντω πνεύματι άλλω
δε διάκριϋις πνενμάτων . .
Wiederum ist die Verwandtschaft klar, und sie betrifft eine
wichtige Stelle. 48 5 f. Avird, wie wir oben sahen, mit Vorliebe
neben 13 1, 38iff. herangezogen, wenn es gilt^ den Charakter der
άργηγοί darzustellen und ihre Gleichartigkeit mit Richtungen
und Bestrebungen der apostolischen Zeit nachzuweisen. Davon
kann natürlich keine Rede seiu, sondern alles, was wir hier sagen
können, ist dies: Clemens wusste aus I Kor., dass in der Gemeinde
Spannungen infolge von charismatischer Begabung entstanden
waren, und er hält es, vielleicht auf Grund eigener Erfahrungen,
anscheinend nicht für unmöglich, dass dergleichen Spannungen
auch jetzt noch vorkommen könnten, darum seine Warnung, in
die Worte des Apostels gekleidet (vgl. auch noch 466 . . ζητεϊν
το κοινωφελές πάοιν, και μη το εαντον mit Ι Kor. ΙΟ21 μηδείς
το ίαντον ζητείτ€θ, αλλά το τον ετέρου). Somit fällt auch diese
Stelle für die Charakterisierung der Führer dahin.
Das Ergebnis unserer Untersuchung ist also in einer Hin-
sicht ein ziemlich negatives: Der Brief gibt uns keine historisch
zuverlässige Anschauung von den Zuständen der korinthischen
Texte u. Untersuchungen. N. F. V, l. 13
194 Knopf, Der erste Clemensbrief.
Gemeinde. Was von einzelnen Forschern dafür ausgegeben worden
ist, erweist sich nicht als stichhaltig. Das Problem, das sich bei
Betrachtung von Veranlassung und thatsächlicher Gestaltung des
Briefes aufdrängt, ist nicht zu lösen, indem man eine genaue
Kenntnis der korinthischen Gemeindeverhältnisse beim Verfasser
voraussetzt, sondern indem man in erster Linie berücksichtigt,
dass Clemens und die römische Gemeinde der Schwestergemeinde
eine auch über den Einzelanlass hinausgehende allgemein giltige
Weisung zu christlichem Leben geben wollten, und dass diese
Anleitung naturgemäss sich ziemlich eng an die Formen der
üblichen Gemeindeerbauung anschloss. Ausserdem tritt in ein-
zelnen Partien als Erklärung noch eine litterarische Abhängigkeit
von I Kor. hinzu, an den sich der Verfasser von I Clem. um so
lieber anschloss, als er in ihm einen apostolischen Brief an die
nämliche Gemeinde hatte, der durch ein ähnliches Vorkommnis,
eine Spaltung in der Gemeinde, mitveranlasst war.
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